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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.03.2022

Eine Hommage an das Leben und an die Liebe

Ich und die Menschen
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Mittlerweile habe ich schon ein paar Bücher von Matt Haig gelesen und bin von jedem einzelnen begeistert. Bei „Ich und die Menschen“ habe ich mich für die „Hörversion“ entschieden, gelesen von Christoph ...

Mittlerweile habe ich schon ein paar Bücher von Matt Haig gelesen und bin von jedem einzelnen begeistert. Bei „Ich und die Menschen“ habe ich mich für die „Hörversion“ entschieden, gelesen von Christoph Maria Herbst und ich war sehr gespannt auf dieses Werk. Doch um was geht es denn eigentlich genau?

Andrew Martin, Professor für Mathematik wird von Wesen entführt und eliminiert, die unserer Welt an Intelligenz weit überlegen ist. Andrew Martins Körper wird übernommen von einem Außerirdischen, der eine ganz eigene Mission hat: Verhindern, dass das größter aller Geheimnisse, aufgedeckt von Andrew Martin, in die Welt gelangt. Der Außerirdische hat eine richtig schlechte Meinung von den Menschen und ihren Eigenartren. Doch je länger er auf der Erde verbleibt, umso mehr entdeckt er die Schönheit des Lebens, das nicht unendlich ist…

Mein Eindruck vom (Hör-)Buch:
Schon die Einleitung hat mich komplett gefangen genommen. Haigs ganz besonderer Schreibstil begeistert mich seit jeher und auch dieses Mal hat er mit dem Werk eine Glanzleistung vollbracht. Ich mag diesen Außerirdischen, der von so unendlich weit her kommt und den Menschen erfrischend analysiert. Ich musste nicht nur einmal laut auflachen und genoss sehr den Sarkasmus und die Ironie, die in vielen Kapiteln zum Vorschein kam. Dies ist definitiv kein gewöhnlicher Roman und er hat mich nicht nur zum Lachen gebracht, nein, auch zum Nachdenken und zum Innehalten regte er mich an. Besonders angetan hat es mir das Kapitel, in dem 97 gute Ratschläge gegeben werden. Auch da musste ich teilweise Schmunzeln und teilweise Innehalten. Matt Haig versteht es, die Menschen zur Selbstreflektion zu bewegen. Darüber hinaus darf man aber bei diesem Hörbuch nicht vergessen, wer es gelesen hat. Kein anderer als Christoph Maria Herbst und er hat diese Rolle einfach grandios gemeistert. Es machte mir enorm Spaß im zuzuhören!

Fazit:
Ich kann „Ich und die Menschen“ jedem wärmstens ans Herz legen. Wer andere Bücher des Autors mag, wird auch dieses lieben! Deshalb gibt es von mir volle Punktezahl für dieses wunderbare Werk und ich bin mir sicher, dass ich es irgendwann wieder hören werde.

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Veröffentlicht am 25.02.2022

Klischee meets Oberflächlichkeit

The Secret Book Club – Ein fast perfekter Liebesroman
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Und sorry, aber der Titel meiner Rezension ist noch sehr diplomatisch ausgedrückt. Mir ist vollkommen unbegreiflich, wie „The Secret Book Club“ so gute Bewertungen bekommen konnte. Mehr noch, die ganze ...

Und sorry, aber der Titel meiner Rezension ist noch sehr diplomatisch ausgedrückt. Mir ist vollkommen unbegreiflich, wie „The Secret Book Club“ so gute Bewertungen bekommen konnte. Mehr noch, die ganze Reihe über diese seltsame Vereinigung noch seltsamerer Männer scheint extrem beliebt zu sein. Zugegeben: Die Cover sind wirklich wunderschön und auch der Name der Reihe zieht einen Leser magisch an. Meiner Meinung nach war es das dann aber auch schon. Hier reihen sich unsympathische Figuren nacheinander ein, allen voran Thea. Orgasmus ist anscheinend das Wichtigste im ganzen Leben und die ganze Story ist geprägt von Lügen, Machtkämpfen und Neid. Wer eine Geschichte sucht, die an Oberflächlichkeiten und Klischees kaum zu überbieten ist, hat hier wahrhaftig das Richtige gefunden. Ich habe mich für die Variante des Hörbuches entschieden und leider konnte der Sprecher Sven Macht hier nichts retten. Ich konnte oft nur den Kopf schütteln, da ich nicht fassen konnte, wie dumpf die Charaktere gezeichnet wurden. Unrealistische Szenen treffen hier auf vollkommen überzogene Verhaltensweisen. Leider habe ich die Angwohnheit, Bücher zu beenden, ganz egal, wie schlecht es ist ist. Aber hier habe ich diesen Spleen von mir wirklich bedauert.
Fazit:
Es mag wahrscheinlich nicht verwundern, dass ich mir die Folgebände nicht antun werde. Es ist schon sehr lange her, seit ich zuletzt so ein unglaublich oberflächliches und nichtssagendes Buch gehört oder gelesen habe. Schade, denn die Grundidee sowie auch die Cover finde ich nach wie vor zauberhaft.

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Veröffentlicht am 18.02.2022

Es lohnt sich dran zu bleiben

Freefall – Die Wahrheit ist dein Tod
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Freefall stand schon lange auf meiner „To-read-Liste“ und ich war sehr gespannt auf dieses Werk. Der Klappentext klang extrem viel versprechend und es wurde an der Zeit, mal wieder einen richtig guten ...

Freefall stand schon lange auf meiner „To-read-Liste“ und ich war sehr gespannt auf dieses Werk. Der Klappentext klang extrem viel versprechend und es wurde an der Zeit, mal wieder einen richtig guten Thriller zu lesen. Doch leider begann die Lektüre mit diesem Buch erstmal schleppend. Dabei ist die Grundidee klasse: Ally überlebt einen Flugzeugabsturz in den Rocky Mountains. Denkt man zuerst, sie würde so schnell wie möglich nach Hilfe suchen, täuscht man sich. Denn sie ist auf der Flucht… doch vor was?? Währenddessen kann ihre Mutter Maggie nicht daran glauben, dass Ally wirklich tot ist und beginnt zu recherchieren. Dabei gräbt sie Dinge aus, die sie in große Gefahr bringen und sie stellt sich immer mehr die Frage, wie das Leben ihrer Tochter die letzten Jahre aussah…

Mein Eindruck vom Buch:
Am Anfang war ich zugegebenermaßen ziemlich enttäuscht. Trotz Ich-Erzählungen von Ally und Maggie konnte ich keinen richtigen Bezug zu den beiden aufbauen. Ich habe eine Weile gebraucht, bis ich in die Geschichte rein kam und Ally war mir nicht gerade sympathisch. Auch Maggie konnte keine Pluspunkte sammeln. Doch so nach der Hälfte begann die Story endlich spannend zu werden und man fragte sich immer mehr: Wem kann man hier wirklich trauen? Was ist wirklich passiert und wer ist hinter Ally her? Während der letzten Kapitel konnte ich das Buch dann wirklich nicht mehr aus der Hand legen und war begeistert! Die Kapitel sind sehr kurz, schon allein deshalb lässt es sich sehr flüssig lesen und ich war sehr überrascht, dass im letzten Abschnitt noch so an Fahrt aufnahm. Nur war dies leider viel zu spät und deshalb gibt es von mir nur 3 Sterne. Was ich mir aber sehr gut vorstellen könnte, wäre eine Verfilmung dieser Geschichte! Das Buch wäre eine klasse Vorlage für so etwas!

Fazit:
Ein netter Thriller für zwischendurch, leider nicht für mehr. Ich glaube nicht, dass ich von dieser Autorin nochmal etwas lesen würde.

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Veröffentlicht am 14.02.2022

Wo ist die Tiefe hin???

One Last Act
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„One Last Act“ ist der letzte Teil der Trilogie One-Last und die ersten beiden Teile „One Last Song“ und „One Last Dance“ habe ich regelrecht verschlungen! Hier, im dritten Band, geht es um Allyson und ...

„One Last Act“ ist der letzte Teil der Trilogie One-Last und die ersten beiden Teile „One Last Song“ und „One Last Dance“ habe ich regelrecht verschlungen! Hier, im dritten Band, geht es um Allyson und Ethan. Beiden ist man schon in den Vorgängern kurz begegnet und ich war wirklich sehr gespannt und habe mich richtig auf die Story der beiden gefreut.
Mein Eindruck vom Buch:
Ja, die anfängliche Freude schlug leider schnell in Enttäuschung um. Konnten mich die Geschichten über Riley, Julian, Gillian und Jaz richtig tief berühren, war es hier extrem schwierig, eine Verbindung zu den Charakteren aufzubauen. Ich liebe Bücher in der Ich-Perspektive und der Leser durfte abwechselnd die Gedanken von Ethan und Allyson begleiten. Leider hat mich Allyson mit dem Fortschreiten der Story immer mehr genervt. Für mich blieb sie ein Groupie von Ethan, die einfach nur „den Rockstar“ angehimmelt hat, jedoch nicht wirklich an ihm selber interessiert war. Ich weiß, es sollte anders rüberkommen, dennoch konnte ich das Band zwischen den beiden absolut nicht spüren. Auch die Euphorie, die Ethan jedes Mal überkam, wenn er an Allyson dachte, war absolut unrealistisch und ich habe mich ständig gefragt, was er denn an ihr findet. Spätestens, als bei ihr immer größere Probleme mit Abhängigkeiten auftauchten, konnte ich oft nur noch den Kopf schütteln. Da hat sie hautnah mitbekommen, wie sehr Ethan kämpfte, um wieder clean zu werden und fängt dann selbst an?! Für mich völlig unbegreiflich. Allyson war für mich ein Charakter ohne Tiefgang, ohne Wärme. Ethans Kapitel haben mich mehr interessiert, aber eben: sie haben mich interessiert, aber nicht in den Bann gezogen und mir fehlte auch bei ihm die Tiefe, welche die anderen Figuren der Vorgänger-Bände besaßen.
Fazit:
Schade! Für mich kein gelungener Abschluss der Trilogie. Die Story war nichts Besonderes, definitiv keine, die im Herzen bleibt. Eigentlich würde ich 3 Sterne vergeben, würde ich die ersten beide Teile nicht kennen. Nachdem diese aber so herausragend gut waren und dieser hier meiner Meinung nach enorm schwächelt, werden es leider nur 2. Ich bin dennoch sehr gespannt auf das neue Projekt von Nicole Böhm.

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Veröffentlicht am 11.02.2022

Bisher der schlechteste Teil der Reihe

Weißer Tod
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„Weisser Tod“ ist der vierte Teil der Cormoran-Strike-Reihe von Robert Galbraith. Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass hinter Robert Galbraith die Bestseller-Autorin J. K. Rowling steckt und auch ...

„Weisser Tod“ ist der vierte Teil der Cormoran-Strike-Reihe von Robert Galbraith. Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass hinter Robert Galbraith die Bestseller-Autorin J. K. Rowling steckt und auch ihre Reihe um den Privatdetektiv steht auf den Bestseller-Listen. Wie die vorherigen Bände habe ich diesen Teil gehört. Gelesen wird das Werk von Dietmar Wunder. Doch um was geht es denn eigentlich in „Weisser Tod“?

Ein offentsichtlich verwirrter Mann taucht in Cormorans Detektei auf und behauptet felsenfest, er wäre Zeuge gewesen, wie ein kleines Mädchen ermordet und verscharrt wurde. Er steigert sich richtig in seine Behauptungen rein, doch bevor man der Sache auf den Grund gehen kann, flüchtet Billy panisch aus dem Büro. Cormoran will das nicht auf sich ruhen lassen und begibt sich auf die Suche nach dem jungen Mann. Gleichzeitig wird er von einem Minister angeheuert, für den er pikante Informationen herausfinden soll… gibt es womöglich sogar eine Verbindung zwischen Billy und dem Fall des Ministers? Cormoran und Robin begeben sich auf die gefährliche Suche nach der Wahrheit.

Mein Eindruck vom Buch:
Puh, dieser Band lässt mich wahrlich zerrissen zurück. Von den ersten Werken war ich ja begeistert und ich habe mich richtig auf einen neuen Fall gefreut. Doch ich muss zugeben, dass die Enttäuschung nicht lange auf sich warten ließ. Der Fall hat mich nicht gepackt, es fehlte von Anfang an Spannung. Klar, Cormorans und Robins Charakter sind klasse gezeichnet, jedoch haben die beiden auch irgendwann angefangen mich zu nerven. Vorallem Robin. Eigentlich bin ich Fan davon, wenn man in Krimis auch vom Privatleben der Ermittler erfährt. Hier in diesem Werk war allerdings viel zu viel Privatleben vorhanden, das sich ständig wiederholte. Ich konnte oftmals nur den Kopf schütteln und konnte nicht nachvollziehen, warum die schreckliche Ehe von Robin so breitgetreten und sämtliche Fakten ständig wiederholt wurden. Das hat die Story so unnötig in die Länge gezogen. Erst im letzten Viertel wurde es etwas spannender; leider viel zu spät, um das Ruder noch vollends herumzureißen. Gelesen wurde es wie immer toll von Dietmar Wunder, er kann nichts dafür, dass mich die Geschichte nicht berührt hat und ich richtig froh war, als das Buch dann endlich fertig war.

Fazit:
Schade! Ich mag Cormoran Strike sehr, doch dieser Teil war eine ziemliche Enttäuschung. Den nächsten Band „Böses Blut“ werde ich jedoch noch eine Chance geben, diesmal in der Originalfassung. Ich hoffe sehr, dass mich dieses dann wieder mehr fesseln wird.

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