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Veröffentlicht am 26.03.2026

Eiskalt, äußerst kreativ und vollkommen besessen...

Tödliches Angebot
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- Meine Rezension bezieht sich auf das Hörbuch! -

...ist Margo, die Protagonistin dieses packenden Thrillers "Tödliches Angebot" von Marisa Kashino, der bei Hörbuch Hamburg als ungekürztes Hörbuch mit ...

- Meine Rezension bezieht sich auf das Hörbuch! -

...ist Margo, die Protagonistin dieses packenden Thrillers "Tödliches Angebot" von Marisa Kashino, der bei Hörbuch Hamburg als ungekürztes Hörbuch mit einer Laufzeit von 9 Stunden, 24 Minuten erschienen ist und gesprochen wird von Rebecca Veil.

Häuser sind ausgesprochen schwierig zu bekommen in Washington, und so haben Margo und ihr Mann, die derzeit in einer kleinen Wohnung leben, bereits diverse Angebote für Immobilien abgegeben. Denn: Margo will unbedingt eine Familie gründen, und dafür wird mehr Platz benötigt - ohne Haus kein Baby! So kommt es, dass ihr Wunsch nach einem Eigenheim immer und immer dringlicher wird und Margo eine skurrile Kreativität entwickelt, um zu bekommen, was sie will, als sie iohr Traumhaus entdeckt - und das, bevor es offiziell auf dem Markt ist. Doch es ergeben sich zahlreiche Hindernisse, und so wird die Situation immer brisanter und schließlich verhängnisvoll...

Der Schreibstil von Marisa Kashino ist fesselnd und unterhaltsam, die Idee zur Story finde ich großartig und auch die Umsetzung ist sehr gut gelungen, wenngleich das Ganze doch recht unglaubwürdig ist - das hat mich jedoch hier nicht gestört und dem mitreißenden Geschehen keinen Abbruch getan!

Erzählt wird aus Margos Perspektive, so dass man hautnah miterlebt, was in ihr vorgeht und wie sie tickt, was ich wirklich spannend fand.
Die Charaktere sind vielfältig und sorgsam angelegt, wobei es außer Margo und ihrem Mann Ian eher Nebenrollen sind. Wer mir recht wenig glaubwürdig erschien war Giordana, Margos Chefin, deren Reaktionen auf Margos zunehmend seltsames und vor Allem unzuverlässiges Verhalten mich so gar nicht überzeugt haben.

Temporeich, voller Wendungen und Überraschungen, dabei ganz hervorragend gesprochen von Rebecca Veil, die sich offensichtlich sehr intensiv in die Figur Margo hineinversetzt hat , ist "Tödliches Angebot" ein Hörbuch, das ich absolut empfehlen kann - 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Bewegend, eindringlich und lange nachhallend...

Vergiss nicht zu tanzen, Hanna
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"Vergiss nicht zu tanzen, Hanna" von Mareike Busch ist als Hardcover mit Schutzumschlag beim Atlantik Verlag erschienen und hat 576 Seiten.

2002: Kurz nach dem Tod ihrer Mutter Hanna findet Anne ein Buch, ...

"Vergiss nicht zu tanzen, Hanna" von Mareike Busch ist als Hardcover mit Schutzumschlag beim Atlantik Verlag erschienen und hat 576 Seiten.

2002: Kurz nach dem Tod ihrer Mutter Hanna findet Anne ein Buch, das Hanna geschrieben hat - über ihre Kindheit, die Zeiten des Nationalsozialismus, den Krieg, die Flucht - als Nachlaß für ihre Kinder, damit diese besser verstehen, worüber sie zeitlebens nicht mit ihnen reden konnte.

1938: Hannas Familie zieht in ein Dorf in Westpommern. Zunächst unbeschwert und idyllisch, mit ganz großer Nähe zwischen Hanna und dem wortkargen Großvater, wird die katholische Familie in dem fast durchgängig evangelischen Dorf dann aber von Vielen nicht akzeptiert und es ist nicht ganz einfach. Kurze Zeit später hält der Krieg Einzug in das beschauliche Dorfleben und Hannas Welt gerät komplett aus den Fugen...

Der Schreibstil von Mareike Busch, bei der es sich in Wirklichkeit um das Pseudonym eines deutschen Autors handelt, der dieses Buch im Andenken an seine Mutter geschrieben hat, gefällt mir sehr. Ruhig und sehr bildhaft, dabei oder gerade dadurch unglaublich eindringlich. Dazu kommen die facettenreichen, ungemein authentisch wirkenden Charaktere und die dichte Atmosphäre, in der von Beginn an das drohende Unheil mitschwingt.

Hannas Schwester Rosa ist gewissermaßen die tragische Figur der Geschichte, denn sie wurde mit einer Mißbildung, einer Kiefer-Gaumenspalte geboren und so war ihr Schicksal stets ungewiss und die Gefahr hing ständig verhängnisvoll in der Luft. Auch Martin, Hannas Freund schon aus Kindertagen, hatte es sehr schwer wegens seines Vaters, der ein überzeugter Nazi war und seinem Sohn nicht nur den Umgang mit Hanna und ihrer Familie, sondern auch seine Interessen und die natürliche Entwicklung untersagte.

Besonders berührt hat mich, dass die aus Hannas Perspektive geschriebenen Teile der Geschichte beginnen, als Hanna erst 6 Jahre alt ist und die Familie umzieht. Aus der Sicht eines Kindes hatte ich ein Buch aus dieser besonders dunklen Zeit bisher nicht gelesen, und gerade dieses teilweise Nichtverstehen, das Naive und Ehrliche, mit dem Hanna die Welt sieht, macht das Ganze noch viel eindringlicher und hat mich wirklich bewegt.

Dazu kommt der Wechsel zwischen zwei Zeitebenen, der einerseits Abwechslung bietet und dadurch alles noch eindringlicher wirken lässt.

Ein Buch, das ich wärmstens empfehle - nichts, das man schnell wegliest, dafür etwas, das man so schnell nicht wieder vergisst...!

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Veröffentlicht am 11.03.2026

Toller Schreibstil, glanzvolle Location, aber für mich leider wenig überzeugende Handlung...

Das White Octopus Hotel
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- Meine Rezension bezieht sich auf das Hörbuch -

"Das White Octopus Hotel" von Alexandra Bell ist als ungekürztes Hörbuch mit einer Laufzeit von 10 Stunden, 49 Minuten bei Harper Audio erschienen und ...

- Meine Rezension bezieht sich auf das Hörbuch -

"Das White Octopus Hotel" von Alexandra Bell ist als ungekürztes Hörbuch mit einer Laufzeit von 10 Stunden, 49 Minuten bei Harper Audio erschienen und wird gesprochen von Sarah Dorsel und Sebastian Fischer.

Eve Shaw ist Kunstgutachterin und eines Tages erscheint ein alter Mann in ihrem Büro, der sie ganz stark an ihr musikalisches Idol erinnert und sie hat das Gefühl eines Déjà-vu. Der Mann verstirbt nach seinem Besuch bei ihr, doch seine Worte lassen Eve nicht mehr los und so beginnt sie zu recherchieren und beschließt, das White Octopus Hotel zu besuchen. Dort angekommen, gerät sie in einen Strudel unvorstellbarer Vorfälle und fällt zudem aus der Zeit - zumindest aus der, die sie bisher kannte...

Ein einst glamouröses, inzwischen seit langem geschlossenes Grand-Hotel und der Schweiz, eine neugierige Protagonistin mit einer Vorliebe zu Oktopussen, Zeitreisen und Magie - eine tolle Plot-Idee und eigentlich genügend Stoff für eine magische, spannende und überzeugende Story, die mich leider trotz Allem nicht wirklich fesseln konnte.

Wenngleich der Schreibstil als solcher mir durchaus gefiel und das Hotel so detailliert und farbenprächtig geschildert wurde, dass es mir samt Geräuschen und Gerüchen vor dem inneren Auge deutlich wurde, hat Eve Shaw zu viele eigene Dämonen, Max´ Omnipräsenz hat mich irgendwann ziemlich genervt und ab einem gewissen Zeitpunkt wurde es mir auch mit den Zeitsprüngen zu viel, so dass ich stellenweise Einiges wiederholen musste, um noch zu wissen, wo bzw. wann ich mich gerade befinde.

Sarah Dorsel und Sebastian Fischer haben ihre Rollen als Sprecher überzeugend intoniert und dem Ganzen eine gewisse Atmosphäre verliehen, sonst hätte ich möglicherweise vorzeitig abgebrochen.

Schade, das war leider nicht mein (Hör-)buch, da hatte ich nach Klappentext und Hörprobe deutlich mehr erwartet!

DasWhiteOctopusHotel

NetGalleyDE! #DankeNetGalleyDE!

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Veröffentlicht am 03.03.2026

Tödliche Prüfungen, Morde & Mystery an der Killmarth Academy...

The Ordeals
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"The Ordeals: Alte Magie. Neue Mächte. Tödliche Prüfungen." von Rachel Greenlaw ist als Hardcover mit Schutzumschlag bei der Hobbit Presse im Hause Klett-Cotta erschienen und hat neben dem tollen Cover ...

"The Ordeals: Alte Magie. Neue Mächte. Tödliche Prüfungen." von Rachel Greenlaw ist als Hardcover mit Schutzumschlag bei der Hobbit Presse im Hause Klett-Cotta erschienen und hat neben dem tollen Cover (auch unter dem Schutzumschlag golgeprägt!) und dem wunderschönen Farbschnitt auf 480 Seiten tolle Fantasy, mysteriöse, abenteuerliche Prüfungen und eine heiße Romanze zu bieten!

Sophia DeWinter ist durch ein magisches Armband an den Sammler gebunden, ihren Onkel, der ihr ein Zuhause in einem Antiquitätenladen gegeben hat, dem sie nicht entfliehen kann und wo sie unter harten Bedingungen aufwächst. Einzig Dolly, die wie eine Mutter für Sophia ist, lässt sie alles ertragen - als Dolly aber eines Tages unter mysteriösen Umständen getötet wird, gibt es für Sophia nur noch einen (Aus-)Weg: sie muss unbedingt in Killmarth aufgenommen werden, einer Akademie für magische Wirker, wo ihre Fessel nichts bewirken kann. Sophia schafft es, als Hoffnungsvolle nach Killmarth zu gelangen, aber um Studentin zu werden, muss sie harte, brutale, oft tödliche Prüfungen gegen gnadenlose Konkurrenten bestehen - die Ordeals.

Rachel Greenlaws Plotidee hat mich wirklich begeistert, und ich mochte die magische Welt von Killmarth, die Protagonisten und die Ordeals sehr.
Es hat mich total fasziniert, zu erleben, was die Botaniker, Alchimisten, Maskierer und Illusionisten können, an der Akademie noch lernen und wie die Hoffnungsvollen der Gruppen gegenseitig ihre Fähigkeiten aufspüren.

Die Frage, wem man vertrauen kann, wird hier ausgesprochen hart auf die Probe gestellt, denn es geschehen Morde an der Akademie und auch so gehen die Charaktere nicht gerade zimperlich, nett oder rücksichtsvoll miteinander um - umso schöner, dass es dennoch Zusammenhalt, Loyalität, Freundschaften und auch Liebesbeziehungen gibt. Letztere brauche ich nicht unbedingt, um ein Buch toll zu finden, aber hier war es insgesamt recht dezent und nicht vorherrschend vor der übrigen Handlung.

Was mich ziemlich irritiert hat, war, dass es offenbar nicht sanktioniert bzw. verfolgt wurde, wenn es zu verbotenen Handlungen zwischen den Prüfungen kam.

Die Charaktere haben mir gut gefallen, insbesondere Sophia und Tessa, einige andere hätten gern noch etwas mehr Tiefe bekommen können. Insgesamt fand ich sie aber wunderbar vielschichtig, nahbar und durchaus überzeugend.

Die Handlung ist voller Magie, Abenteuer, Gefahr und Nervenkitzel, dazu sehr bildhaft und lebendig beschrieben, wendungsreich und mit einem Ende, das sooo neugierig auf Band 2 macht...Also, nichts wie ran an die Ordeals...!

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Angenehm zu lesen, aber für mich leider nicht überzeugend.

Starminster - Stadt in den Wolken
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"Starminster - Stadt in den Wolken" von Megan Hopkins ist als Hardcover bei BELTZ & Gelberg erschienen, hat 248 Seiten und bildet den Auftakt der Starminster-Reihe.

Das empfohlene Lesealter ist ab 11 ...

"Starminster - Stadt in den Wolken" von Megan Hopkins ist als Hardcover bei BELTZ & Gelberg erschienen, hat 248 Seiten und bildet den Auftakt der Starminster-Reihe.

Das empfohlene Lesealter ist ab 11 Jahren.Der Einband des Buches und der Farbschnitt, der das Cover farblich fortführt, sind wunderschön gestaltet.

Astrid wächst in einem Schuppen auf, weggesperrt vor der Welt, ohne Tageslicht und ganz allein. Ihre Mutter unterrichtet das Kind und treibt mit ihr Sport, aber raus darf Astrid nie. Sie träumt aber davon, endlich den weiten Himmel und die Sterne zu sehen und frei zu sein. Nach einem gescheiterten Versuch, sich einen Tunnel ins Freie zu graben, steht eines Abends eine geheimnisvolle Fremde mit Flügeln vor dem Rhabarberschuppen. Sie nimmt Astrid mit in die Wolken und auf eine ganz besondere Schule - Starminster - deren Schüler Flügel bekommen und fliegen werden. Dann verschwinden dort jedoch plötzlich Kinder...

Grundsätzlich fand ich die Geschichte unterhaltsam und eingängig, sie ließ sich flüssig lesen und war alles wunderbar bildhaft und detailliert beschrieben. Leider konnte mich jedoch der Plot nicht überzeugen, denn nicht alles war schlüssig, die Charaktere blieben mir zumeist recht fremd und das Ganze wirkte oft so, als wenn etwas fehlt, als sei es nahträglich gekürzt worden.

Ob die Thematik des Eingesperrtseins und der verschwundenen Kinder für das empfohlene Lesealter schon so gut ist, finde ich fragwürdig - es wäre sicherlich besser, die Kinder das Buch nicht allein, sondern zusammen mit einem Erwachsenen lesen zu lassen, damit die Düsternis und Schwere der Geschichte durch Erklärungen gemildert werden können.

Alles in Allem leider nicht so ganz mein Geschmack, aber vielleicht hinterfragt man als erwachsene Leserin einfach mehr?!

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