Ein tolles Buch über Menschlichkeit, Empathie und dem Schlagen von Brücken zueinander...
Der andere Arthur- Meine Rezension bezieht sich auf das Hörbuch! -
Arthur Opp ist 58 und war Literaturprofessur. Aufgrund einer massiven Essstörung wiegt er nun 250 kg und kann seit 10 Jahrendas Haus nicht mehr verlassen, ...
- Meine Rezension bezieht sich auf das Hörbuch! -
Arthur Opp ist 58 und war Literaturprofessur. Aufgrund einer massiven Essstörung wiegt er nun 250 kg und kann seit 10 Jahrendas Haus nicht mehr verlassen, er kommt gerade noch zur Haustür, um seine Essenslieferungen entgegenzunehmen. Sein einziger Kontakt zur Außenwelt ist eine ehemalige Studentin, mit der er einen mittlerweile nicht mehr so regen Briefwechsel führt.
Kel ist gerade 18, und er ist der Sohn von Charlene, Arthurs Brieffreundin. Charlene bittet Arthur, sich um Kel zu kümmern, da dieser eine Art Vaterfigur braucht, denn der eigene Vater hat die Familie bereits verlassen, als Kel 4 Jahre alt war.
Liz Moore hat einen ganz besonderen Schreibstil voller Empathie und Einfühlungsvermögen und versteht es, ihren Leserinnen und Lesern erst ganz langsam, nach und nach Einblicke in die Leben ihrer Protagonisten zu gewähren. Und sowohl Arthur, als auch Kel, Charlene und später Yolanda zeigen sich der Welt ein ganz anders, als sie tatsächlich sind.
Ganz allmählich enthüllen sich Schwächen, Ängste, Scham und Sehnsüchte der einzelnen Figuren und es ist einfach schön mitzubekommen, wie sich innerhalb der Dynamik der Story die Charaktere entwickeln und aus dem Geschehen ein rudes Ganzes wird.
Nicht ganz einfach, manchmal tragisch, oft bewegend, bisweilen überraschend und insgesamt definitiv sehr lesens- bzw. hörenswert, nicht zuletzt durch die tollen Stimmen und Intonationen von Uve Teschner und Timmo Niesner.