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Veröffentlicht am 08.04.2026

Vollkommen anders als erwartet und moralisch für mich äußerst fragwürdig...

ZIMMER 706
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"Zimmer 706" von Ellie Levenson ist als Taschenbuch mit 400 Seiten bei Lübbe erschienen.

Es geht in diesem Roman vorrangig um Kate. Kate, die zwei Kinder und einen treusorgenden Ehemann hat und sich an ...

"Zimmer 706" von Ellie Levenson ist als Taschenbuch mit 400 Seiten bei Lübbe erschienen.

Es geht in diesem Roman vorrangig um Kate. Kate, die zwei Kinder und einen treusorgenden Ehemann hat und sich an diesem Tag mal wieder mit ihrer bereits seit 6 Jahren bestehenden Affäre James in einem Londoner Hotel getroffen hat, das sich nun in der Hand von Terroristen befindet. In dieser Zwangslage erleben die Leserinnen und Leser Kates Gefühls- und Gedankenwelt mit und erfahren auf unterschiedlichen Zeitebenen Vieles aus Kates Leben. Außerdem überlegt sie sich, was sie ihrem Ehemann und ihren Kindern im Falle ihres Todes in diesem Hotel mitteilen möchte.

Ellie Levenson versteht es durchaus, mitreißend zu schreiben und die Story konnte mich auch fesseln, gegen Ende hin jedoch etwas weniger als zu Beginn. Sie schreibt bildhaft und eindringlich, plastisch und intensiv. Auf diese Weise entsteht eine besondere Atmosphäre, bei der ich definitiv mitgefiebert habe. Außerdem mochte ich es sehr, wie neutral sie dem Agieren ihrer Hauptfigur gegenübersteht - sie wertet oder verurteilt nicht, sondern überlässt es den Leserinnen und Lesern selbst, sich ein Urteil zu bilden.

Erwartet habe ich aber durch Cover und Klappentext eher einen Thriller, zumindest einen totalen Spannungsroman - das ist "Zimmer 706" allerdings leider nicht. Der Schwerpunkt lag für meinen Geschmack viel zu sehr auf der Protagonistin selbst, ich hätte mir dagegen viel mehr Handlung rund um den terroristischen Anschlag erhofft.

James ist insgesamt ein unsympathischer Mensch, der auch Kate immer mehr zuwider ist, je besser sie ihn kennenlernt - bei früheren Treffen hatten sie ja lediglich gemeinsamen Sex, keine tiefgreifenden Unterhaltungen etc.
Und auch Kate, obwohl sie sich einerseits wirklich sehr um ihre Familie sorgt und auch eine tolle Mutter zu sein scheint, mochte ich im Verlauf des Geschehens immer weniger, denn mit meinen eigenen moralischen Ansichten ist ihre Affäre, auch mit sich zunehmend herauskristallisierenden Beweggründen, nicht zu verteten oder zu entschuldigen.

Eine weitere Komponente ist, dass am Ende eine ganze Menge Fragen offen bleiben, was ebenfalls nicht zu einem Roman nach meinem Geschmack beiträgt!
Allerdings sind Geschmäccker ja definitiv unterschiedlich und die Autorin hat es meisterhaft geschafft, eine kontroverse Story zu erschaffen, die unendlich viel Stoff zum diskutieren und nachdenken bietet - von mir 3,5 von 5 Sternen.

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  • Handlung
  • Erzählstil
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  • Atmosphäre
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Veröffentlicht am 26.03.2026

Herrlich unterhaltsam für zwischendurch, aber nicht wirklich überzeugend!

Einatmen. Ausatmen.
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"Einatmen. Ausatmen" von Maxim Leo ist als Hardcover bei Kiepenheuer & Witsch erschienen und umfasst 256 Seiten.

Marlene Buchholz geht ganz in ihrer Arbeit auf und nun steht sie kurz davor, Vorstandsvorsitzende ...

"Einatmen. Ausatmen" von Maxim Leo ist als Hardcover bei Kiepenheuer & Witsch erschienen und umfasst 256 Seiten.

Marlene Buchholz geht ganz in ihrer Arbeit auf und nun steht sie kurz davor, Vorstandsvorsitzende zu werden - jedoch wird sie von ihren Mitmenschen, insbesondere ihren Kollegen, zwar als fachlich hochqualifiziert, aber komplett empathielos und sozial inkompetent empfunden. Daher wird sie zu einem zweiwöchigen Achtsamkeitstraining zu dem berühmten Coach Alex Grow geschickt. Leider ist Alex selbst derzeit ein wenig durch den Wind und kämpft mit persönlichen Problemenn und dem, seine Akademie vor dem Bankrott zu bewahren. Das wird ihm aber nur gelingen, wenn er bei Marlene Erfolge vorweisen kann - denn dann wird Aviola auch seine Belegschaft Trainings bei Alex absolvieren lassen. Und so wird es in seinem Brandenburger Schloß ausgesprochen schräg und turbulent...

Maxi Leo schreibt äußerst amüsant und unterhaltsam, so dass ich wunderbar ins Buch gestartet bin und eine Menge zu schmunzeln hatte. Mit Marlene und Alex treffen wirklich Welten aufeinander, was einfach herrlich mitzuerleben ist.
Auch das klischeehafte Verhalten der Protagonisten empfand ich als klass dargestellt.

Die Entwicklung der Charaktere innerhalb der Story war dann allerdings recht vorhersehbar und die Geschehnisse wurden zunehmend abstrus, so dass das Buch für mich persönlich leider mit fortschreitender Handlung immer schlechter wurde.

Somit hält sich hier meine Weiterempfehlung leider in Grenzen - 3 von 5 Sternen.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.03.2026

Eiskalt, äußerst kreativ und vollkommen besessen...

Tödliches Angebot
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- Meine Rezension bezieht sich auf das Hörbuch! -

...ist Margo, die Protagonistin dieses packenden Thrillers "Tödliches Angebot" von Marisa Kashino, der bei Hörbuch Hamburg als ungekürztes Hörbuch mit ...

- Meine Rezension bezieht sich auf das Hörbuch! -

...ist Margo, die Protagonistin dieses packenden Thrillers "Tödliches Angebot" von Marisa Kashino, der bei Hörbuch Hamburg als ungekürztes Hörbuch mit einer Laufzeit von 9 Stunden, 24 Minuten erschienen ist und gesprochen wird von Rebecca Veil.

Häuser sind ausgesprochen schwierig zu bekommen in Washington, und so haben Margo und ihr Mann, die derzeit in einer kleinen Wohnung leben, bereits diverse Angebote für Immobilien abgegeben. Denn: Margo will unbedingt eine Familie gründen, und dafür wird mehr Platz benötigt - ohne Haus kein Baby! So kommt es, dass ihr Wunsch nach einem Eigenheim immer und immer dringlicher wird und Margo eine skurrile Kreativität entwickelt, um zu bekommen, was sie will, als sie iohr Traumhaus entdeckt - und das, bevor es offiziell auf dem Markt ist. Doch es ergeben sich zahlreiche Hindernisse, und so wird die Situation immer brisanter und schließlich verhängnisvoll...

Der Schreibstil von Marisa Kashino ist fesselnd und unterhaltsam, die Idee zur Story finde ich großartig und auch die Umsetzung ist sehr gut gelungen, wenngleich das Ganze doch recht unglaubwürdig ist - das hat mich jedoch hier nicht gestört und dem mitreißenden Geschehen keinen Abbruch getan!

Erzählt wird aus Margos Perspektive, so dass man hautnah miterlebt, was in ihr vorgeht und wie sie tickt, was ich wirklich spannend fand.
Die Charaktere sind vielfältig und sorgsam angelegt, wobei es außer Margo und ihrem Mann Ian eher Nebenrollen sind. Wer mir recht wenig glaubwürdig erschien war Giordana, Margos Chefin, deren Reaktionen auf Margos zunehmend seltsames und vor Allem unzuverlässiges Verhalten mich so gar nicht überzeugt haben.

Temporeich, voller Wendungen und Überraschungen, dabei ganz hervorragend gesprochen von Rebecca Veil, die sich offensichtlich sehr intensiv in die Figur Margo hineinversetzt hat , ist "Tödliches Angebot" ein Hörbuch, das ich absolut empfehlen kann - 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Bewegend, eindringlich und lange nachhallend...

Vergiss nicht zu tanzen, Hanna
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"Vergiss nicht zu tanzen, Hanna" von Mareike Busch ist als Hardcover mit Schutzumschlag beim Atlantik Verlag erschienen und hat 576 Seiten.

2002: Kurz nach dem Tod ihrer Mutter Hanna findet Anne ein Buch, ...

"Vergiss nicht zu tanzen, Hanna" von Mareike Busch ist als Hardcover mit Schutzumschlag beim Atlantik Verlag erschienen und hat 576 Seiten.

2002: Kurz nach dem Tod ihrer Mutter Hanna findet Anne ein Buch, das Hanna geschrieben hat - über ihre Kindheit, die Zeiten des Nationalsozialismus, den Krieg, die Flucht - als Nachlaß für ihre Kinder, damit diese besser verstehen, worüber sie zeitlebens nicht mit ihnen reden konnte.

1938: Hannas Familie zieht in ein Dorf in Westpommern. Zunächst unbeschwert und idyllisch, mit ganz großer Nähe zwischen Hanna und dem wortkargen Großvater, wird die katholische Familie in dem fast durchgängig evangelischen Dorf dann aber von Vielen nicht akzeptiert und es ist nicht ganz einfach. Kurze Zeit später hält der Krieg Einzug in das beschauliche Dorfleben und Hannas Welt gerät komplett aus den Fugen...

Der Schreibstil von Mareike Busch, bei der es sich in Wirklichkeit um das Pseudonym eines deutschen Autors handelt, der dieses Buch im Andenken an seine Mutter geschrieben hat, gefällt mir sehr. Ruhig und sehr bildhaft, dabei oder gerade dadurch unglaublich eindringlich. Dazu kommen die facettenreichen, ungemein authentisch wirkenden Charaktere und die dichte Atmosphäre, in der von Beginn an das drohende Unheil mitschwingt.

Hannas Schwester Rosa ist gewissermaßen die tragische Figur der Geschichte, denn sie wurde mit einer Mißbildung, einer Kiefer-Gaumenspalte geboren und so war ihr Schicksal stets ungewiss und die Gefahr hing ständig verhängnisvoll in der Luft. Auch Martin, Hannas Freund schon aus Kindertagen, hatte es sehr schwer wegens seines Vaters, der ein überzeugter Nazi war und seinem Sohn nicht nur den Umgang mit Hanna und ihrer Familie, sondern auch seine Interessen und die natürliche Entwicklung untersagte.

Besonders berührt hat mich, dass die aus Hannas Perspektive geschriebenen Teile der Geschichte beginnen, als Hanna erst 6 Jahre alt ist und die Familie umzieht. Aus der Sicht eines Kindes hatte ich ein Buch aus dieser besonders dunklen Zeit bisher nicht gelesen, und gerade dieses teilweise Nichtverstehen, das Naive und Ehrliche, mit dem Hanna die Welt sieht, macht das Ganze noch viel eindringlicher und hat mich wirklich bewegt.

Dazu kommt der Wechsel zwischen zwei Zeitebenen, der einerseits Abwechslung bietet und dadurch alles noch eindringlicher wirken lässt.

Ein Buch, das ich wärmstens empfehle - nichts, das man schnell wegliest, dafür etwas, das man so schnell nicht wieder vergisst...!

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Veröffentlicht am 11.03.2026

Toller Schreibstil, glanzvolle Location, aber für mich leider wenig überzeugende Handlung...

Das White Octopus Hotel
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- Meine Rezension bezieht sich auf das Hörbuch -

"Das White Octopus Hotel" von Alexandra Bell ist als ungekürztes Hörbuch mit einer Laufzeit von 10 Stunden, 49 Minuten bei Harper Audio erschienen und ...

- Meine Rezension bezieht sich auf das Hörbuch -

"Das White Octopus Hotel" von Alexandra Bell ist als ungekürztes Hörbuch mit einer Laufzeit von 10 Stunden, 49 Minuten bei Harper Audio erschienen und wird gesprochen von Sarah Dorsel und Sebastian Fischer.

Eve Shaw ist Kunstgutachterin und eines Tages erscheint ein alter Mann in ihrem Büro, der sie ganz stark an ihr musikalisches Idol erinnert und sie hat das Gefühl eines Déjà-vu. Der Mann verstirbt nach seinem Besuch bei ihr, doch seine Worte lassen Eve nicht mehr los und so beginnt sie zu recherchieren und beschließt, das White Octopus Hotel zu besuchen. Dort angekommen, gerät sie in einen Strudel unvorstellbarer Vorfälle und fällt zudem aus der Zeit - zumindest aus der, die sie bisher kannte...

Ein einst glamouröses, inzwischen seit langem geschlossenes Grand-Hotel und der Schweiz, eine neugierige Protagonistin mit einer Vorliebe zu Oktopussen, Zeitreisen und Magie - eine tolle Plot-Idee und eigentlich genügend Stoff für eine magische, spannende und überzeugende Story, die mich leider trotz Allem nicht wirklich fesseln konnte.

Wenngleich der Schreibstil als solcher mir durchaus gefiel und das Hotel so detailliert und farbenprächtig geschildert wurde, dass es mir samt Geräuschen und Gerüchen vor dem inneren Auge deutlich wurde, hat Eve Shaw zu viele eigene Dämonen, Max´ Omnipräsenz hat mich irgendwann ziemlich genervt und ab einem gewissen Zeitpunkt wurde es mir auch mit den Zeitsprüngen zu viel, so dass ich stellenweise Einiges wiederholen musste, um noch zu wissen, wo bzw. wann ich mich gerade befinde.

Sarah Dorsel und Sebastian Fischer haben ihre Rollen als Sprecher überzeugend intoniert und dem Ganzen eine gewisse Atmosphäre verliehen, sonst hätte ich möglicherweise vorzeitig abgebrochen.

Schade, das war leider nicht mein (Hör-)buch, da hatte ich nach Klappentext und Hörprobe deutlich mehr erwartet!

DasWhiteOctopusHotel

NetGalleyDE! #DankeNetGalleyDE!

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