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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.01.2021

Titel unpassend

Kein Tee mit Mugabe
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Den Titel scheint zunächst nichts mit dem Cover zu verbinden. Und auch dauert es im Buch, bis sich der Titel erschließt - nämlich bis ganz zum Schluss. Da frage ich mich dann aber, ob es sich wirklich ...

Den Titel scheint zunächst nichts mit dem Cover zu verbinden. Und auch dauert es im Buch, bis sich der Titel erschließt - nämlich bis ganz zum Schluss. Da frage ich mich dann aber, ob es sich wirklich so zugetragen hat und der Titel für das gesamte Buch passend ist. Auch passt das Vorwort, in dem die Verfasserin meint, auf ihrer Reise immer wieder zweien der größten Freiheitskämpfer Afrikas zu begegnen, nicht recht zutreffend.

Vielmehr bestimmen dieses Buch die Begegnungen bzw. Reisebekanntschaften der Autorin. In der Mehrzahl handelt es sich dabei um männliche Avancen, die sie versucht abzuwehren. Das soll vielleicht humorvoll rüberkommen, mich haben diese Wiederholungen eher genervt.
Gleiches gilt für das ständige Jammern über die hygienischen Zustände in den bereisten Städten und besuchten Hostels. Da es offenbar weder ihre erste Backpackerreise noch der erste Trip durch Afrika waren, hätte sie es aber besser wissen können.
Da wirkt es auf mich auch unverständlich, wie unvorbereitet sie manche Dinge angegangen ist und wenig auf Reisen dazugelernt hat, z. B. zu viel Gepäck, nur einen warmen Pulli, keinen eigenen Schlafsack.

Da diese Schilderungen so viel Raum im Buch einnehmen, bekommt man wenig Einblick in Land und Leute, weniger als erhofft. Obwohl sie Südafrika, Mosambik, Simbabwe und Sambia bereist, entfallen von den 6 Kapiteln gute 3 auf Mosambik. Allein dadurch entsteht im Leser vielleicht der Wunsch, auch einmal dorthin zu reisen (auf meiner Bucketlist steht dieses Land aber ohnehin schon länger). Dazu beitragen sollen vermutlich auch Fotos einiger Sehenswürdigkeiten, die den Text durchbrechen. Allerdings sind diese sehr verpixelt und weder auf eReader noch PC gut zu erkennen, schade.

Letztlich ist das Buch nicht mehr als ein Reisetagebuch. Aber kein tiefgehender Bericht, der mich dazu veranlasst, mich näher mit den Ländern zu beschäftigen. So nur 2,5*.

Veröffentlicht am 11.01.2021

Ermüdendes Zuviel

Die gestresste Seele
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Diese Rezension bezieht sich auf die Hörfassung.
Das Thema einer gestressten Seele ist ständig aktuell, wodurch ich mir durch das Buch Einblicke in Zusammenhänge erhoffte und Tipps, diese bessern/heilen ...

Diese Rezension bezieht sich auf die Hörfassung.
Das Thema einer gestressten Seele ist ständig aktuell, wodurch ich mir durch das Buch Einblicke in Zusammenhänge erhoffte und Tipps, diese bessern/heilen zu können.
Allerdings ist dieses Buch in meinen Augen weniger praxistauglich. In erster Linie wird nämlich mit medizinischen Fachtermini, Fakten, Zahlen und Beispielen um sich geworfen, denen man nur schwer folgen kann, erst recht in der Hörfassung. Für mich ist es ein ermüdendes Zuviel, bei dem man nicht dauerhaft konzentriert bleiben kann, sondern wegdriftet. So bleibt nur ein Bruchteil des Inhaltes hängen, wenn überhaupt.
Am Ende des Hörbuches erfährt man zudem, dass das auf dem Cover beworbene 8-Wochen-Prgramm nur in der Printversion enthalten ist.
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Nach einem Blick ins eigentliche Buch findet sich selbiges. Wie in anderen Ratgebern beginnt es mit einem Selbsttest, sieht Antwortzeilen für diverse Fragen vor und gibt Anleitungen zur Verbesserung im Hinblick auf Achtsamkeit, Sport, Ernährung. Diese sind aber allesamt nicht neu im Vergleich zu ähnlichen Werken.

Veröffentlicht am 31.12.2020

Die Geheimnisse werden gelüftet

Wiedersehen im Land der Weihnachtssterne
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Dieser zweite Band von Lea Thannbach um die Entdeckung des Weihnachtssterns setzt nahtlos am Vorgänger an. Es gibt zwar eine gut in den Text eingearbeitete grobe Zusammenfassung der Geschehnisse aus Band ...

Dieser zweite Band von Lea Thannbach um die Entdeckung des Weihnachtssterns setzt nahtlos am Vorgänger an. Es gibt zwar eine gut in den Text eingearbeitete grobe Zusammenfassung der Geschehnisse aus Band 1, doch würde ich fürs Lesevergnügen jedem beide Bände ans Herz legen.

Dieser Teil umfasst nunmehr drei Erzählstränge. Während in 2005/2006 Stella weiterhin versucht, die Familiengeheimnisse zu lüften, begleitet man vorrangig Felis Tochter Lizzy in den 1940er Jahren, wie sie versucht, erwachsen zu werden und ihren Platz im Leben zu finden. Zudem erfährt man in den 1960er Jahren einige Details über das Leben von Inge, Stellas Mutter.

Neben dieser Dreiteilung werden in den einzelnen Dekaden die Geschehnisse aus den verschiedenen Betrachtungswinkeln der Protagonisten geschildert. Denn die persönlichen Verwicklungen um alle Beteiligten und die Hintergründe der Familiengeschichten stehen diesmal im Vordergrund; die Weihnachtssterne bekommen nur noch eine Nebenrolle. Dadurch hat dieses Buch etwas Episodencharakter und liest sich nicht mehr ganz so flüssig wie Band 1.

Dennoch erfährt man durch die detailreichen Schilderungen wieder viel vom Leben der damaligen Zeit, z.B. welchen Einfluss der Krieg auf die Familien hat, wie gesellschaftliche Denkweisen das Leben beeinflussen. Mithoffen, mitbangen, mitleiden, mitfreuen - der gefühlvolle Schreibstil zieht einen wieder in seinen Bann. Ebenso sorgen die Landschaftsbeschreibungen abermals für schönes Kopfkino und Sehnsucht nach Kalifornien.

Die Charaktere sind weiterhin authentisch und nehmen einen mit. Man will einfach erfahren, welche Geheimnisse sich um sie ranken und wie es für sie ausgeht. So fesselt auch dieses Buch wieder, dass man es gar nicht mehr weglegen möchte, wenngleich Teil 1 runder ist. So nur 4,5 Sterne.

Veröffentlicht am 31.12.2020

Spannend, romantisch und lehrreich

Im Land der Weihnachtssterne
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Lea Thannbach nimmt die wahre Geschichte um die Entdeckung des Weihnachtssterns zum Anlass, um darum eine spannende und romantische Familiengeschichte in zwei Bänden zu spinnen.
Diese beginnt im Jahr 2005, ...

Lea Thannbach nimmt die wahre Geschichte um die Entdeckung des Weihnachtssterns zum Anlass, um darum eine spannende und romantische Familiengeschichte in zwei Bänden zu spinnen.
Diese beginnt im Jahr 2005, als Stella ihre Mutter verliert und so erst von einer Familie in Kalifornien erfährt. Sie macht sich dorthin auf den Weg, um die Familiengeheimnisse aufzudecken und von ihrer Vielleicht-Oma Lizzy zu erfahren, wie der Traum ihrer Vorfahren vom großen Glück in Amerika begann.

Dieser zweite Erzählstrang um Lizzys Mutter Felizitas, die mit ihren Eltern zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach Kalifornien auswandert, bestimmt auch den Großteil des Buches. Anfangs weniger begeistert vom Farmleben, entdeckt Feli mithilfe des Nachbarssohns Philipp nicht nur die kalifornische Landschaft mit der Poinsettia für sich, sondern auch die Liebe.

Durch die detailreichen Schilderungen erfährt man viel vom Leben der damaligen Zeit. Man erlebt die Hoffnungen auf Glück in der Ferne mit, ebenso wie manches Leiden nicht erspart bleibt. Auch sind die Landschaftsbeschreibungen so, dass ein schönes Kopfkino entsteht, und man sich mit Feli und Philipp initten der leuchtenden Weihnachtssternfelder fühlt, die sie versuchen, aufzubauen.

Die Charaktere (und davon gibt es einige) sind allesamt vielschichtig ausgearbeitet und authentisch. Schnell gewinnt man sie lieb und fühlt sich unter ihnen. Hoffen, bangen, durch den gefühlvollen Schreibstil will man das Buch gar nicht mehr weglegen, sondern erfahren, wie es mit den Protagonisten und ihren Vorhaben weitergeht. Der flüssige Schreibstil trägt dazu bei, dass die Seiten nur so fliegen. Selbst wenn die Liebesgeschichte vorhersehbar ist, wurde ich lange nicht mehr so von einem Buch gefesselt. Spannende, romantische und lehrreiche Lektüre in einem.

Veröffentlicht am 25.12.2020

ein paar Anekdötchen

Meist sonnig
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Was darf man bei einem Buch erwarten, das "eine Liebeserklärung an das Leben" sein soll? Untertitel und Klappentext ließen auf eine gewisse Art Autobiografisches erwarten.
Stattdessen bekommt der Lesende ...

Was darf man bei einem Buch erwarten, das "eine Liebeserklärung an das Leben" sein soll? Untertitel und Klappentext ließen auf eine gewisse Art Autobiografisches erwarten.
Stattdessen bekommt der Lesende in einzelnen Kapiteln, denen ein dem Inhalt halbwegs passendes Zitat vorangestellt und ein privates Foto zugeordnet ist, ein paar Anekdoten aus dem Leben der Moderatorin erzählt - mal mehr, mal weniger persönlich.
Die Schilderungen wirken dabei stellenweise wie aus einem Tagebuch, obwohl dem Werk dafür die chronologische Reihenfolge fehlt. Auch werden gleiche Themen (z.B. das Schwimmen, ihre Hunde, der Fernsehgarten) quer über das Buch gestreut, statt beieinander zu stehen. So wirkt das Ganze episodenhaft und ohne roten Faden.
Vieles bleibt bei den Erzählungen aus der Ich-Perspektive oberflächlich, wenngleich man die Wehmut zwar an manchen Stellen erahnen kann. Und die eingangs erwähnte Liebeserklärung, tja, die fehlt gänzlich.