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Veröffentlicht am 22.05.2025

Langatmig und schwerfällig

Delicate Dream
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Enthält einen kleinen spoiler
Ich hatte mich wirklich auf „Delicate Dream“ gefreut, besonders weil das Cover und der blumige Farbschnitt so hübsch sind. Auch wenn Second Chance nicht unbedingt mein Lieblingstrope ...


Enthält einen kleinen spoiler
Ich hatte mich wirklich auf „Delicate Dream“ gefreut, besonders weil das Cover und der blumige Farbschnitt so hübsch sind. Auch wenn Second Chance nicht unbedingt mein Lieblingstrope ist, habe ich immer noch Hoffnung, dass es mich packt. Leider war dieses Buch für mich insgesamt eher eine Enttäuschung.
Der poetische Schreibstil hat mich anfangs zwar fasziniert, aber irgendwann war er mir einfach zu schwerfällig und ausschweifend. Es gibt so viele kleine Details und teils seitenlange Monologe, die für mich zu keinem wirklichen Fortschritt in der Geschichte geführt haben. Die Dynamik in der Geschichte hat gefehlt und das hat den Lesefluss deutlich gebremst.

Odell, sowohl als Protagonist als auch als Love Interest, war für mich einfach unmöglich. Kalt, hartherzig und viel zu stark an seinem Vater orientiert, der alles andere als ein Vorbild war. Er reflektiert kaum sein Verhalten und zeigt selten Emotionen – so richtig sympathisch war er mir überhaupt nicht. SPOILER: Der Grund für die Trennung damals war einfach nur schlechtes Verhalten seinerseits und ging für mich gar nicht. Und dann wiederholt sich das Verhalten noch einmal in der Gegenwart – ich war kurz davor auszurasten!
Auch die kalte Haltung ihm gegenüber seinen Geschwistern war nicht besser, obwohl ich diese auch nicht besonders mochte. Seine Entwicklung kam erst auf den letzten 50 Seiten, was für mich einfach zu spät war, um noch eine Verbindung zu ihm aufzubauen.

Emmeline hingegen war ein Lichtblick. Sie ist eine Süßmaus und das absolute Gegenteil von Odell. Ich habe ihre Affinität zu Düften und ihre Rituale mit den Duftsäckchen als Erinnerung sehr gemocht. Die Idee, dass die beiden zusammen ein Parfüm für Odells Firma entwickeln und dafür zu verschiedenen Orten reisen, um die Duftnoten zu extrahieren, war wirklich schön und hat mir Spaß gemacht. Es war interessant, viele verschiedene Settings zu erleben, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass man noch mehr über den Prozess der Parfümherstellung erfährt – das Thema war spannend, aber leider für mich nicht tiefgehend genug behandelt.
Die Lovestory zwischen den beiden war leider viel zu langsam und langatmig. Besonders, da ich Odell nicht mochte, konnte ich die Beziehung absolut nicht nachfühlen. Und dann gibt es auch noch einen Third Act Breakup, was für mich einfach nur unnötig und nervig war – das ist ein Plot, den ich wirklich nicht mag.

Fazit: „Delicate Dream“ hatte viel Potenzial, aber der Schreibstil und die Charaktere haben mich leider enttäuscht. Wer sich für Parfümherstellung und poetische Schreibweisen interessiert, könnte hier trotzdem etwas finden, aber ich persönlich hätte mir mehr Tiefe und weniger langatmige Szenen gewünscht.

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Veröffentlicht am 22.05.2025

Enttäuschung statt Spannung

The Surf House
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Normalerweise liebe ich die Bücher von Lucy Clarke, aber dieses hier hat mich leider eher enttäuscht. Es war erstaunlich unspektakulär und langwierig im Vergleich zu ihren anderen Werken.
Zunächst einmal ...


Normalerweise liebe ich die Bücher von Lucy Clarke, aber dieses hier hat mich leider eher enttäuscht. Es war erstaunlich unspektakulär und langwierig im Vergleich zu ihren anderen Werken.
Zunächst einmal gibt es sehr viele Klischees – besonders in Bezug auf Marokko, wo die Straßen gefährlich sind, Gewalt herrscht und Polizeikorruption ein großes Thema ist. Sowie über das Modeln, das hier in einem eher negativen Licht dargestellt wird. Auch wenn ich das Setting atmosphärisch fand mit dem Surf House direkt am Meer, was wirklich cozy Summer-Vibes und Urlaubsfeeling vermittelt, konnte mich die Geschichte insgesamt nicht packen. Der Mystery-Aspekt rund um Savannahs Verschwinden war zwar spannend, aber irgendwie auch sehr vorhersehbar.
Leider war ich kein Fan der Protagonistin Bea. Ich konnte mich nicht wirklich in sie hineinversetzen, besonders weil das Thema Modeln so stark verteufelt, aber zugleich nicht wirklich tiefgehend erklärt wurde. Ihre naive Art war für mich sehr anstrengend, und vor allem die Verehrung für Marnie hat mich genervt – zumal ich die Frau selbst auch nicht wirklich mochte. Der einzige Charakten den ich mochte war Seth – alle anderen, besonders Pat (Marnies Freund), der sehr suspekt wirkte und der Love Interest Aiden, der mir zu kühl und unnahbar war, konnte ich nicht wirklich leiden.
Die Rückblicke waren ganz interessant, aber leider auch schwer greifbar, weil es einfach zu wenige davon gab. Man hat die ganze Zeit das Gefühl nicht so ganz zu wissen, worauf das Buch hinauswill. Die Spannung blieb durch die Vorhersehbarkeit leider auf der Strecke. Leider gab es diesmal auch keine ergreifenden Plottwists.
Fazit: Wer ein spannendes Buch für den Sommerurlaub sucht, sollte vielleicht eher zu „One of the Girls“ von der Autorin greifen, das hat mir deutlich besser gefallen. „The Surf House“ bietet zwar ein schönes Setting und einen interessanten Mystery-Aspekt, bleibt aber leider zu flach und vorhersehbar, um wirklich zu fesseln.

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Veröffentlicht am 22.05.2025

Spannend, kurzweilig und packend

That's Not My Name
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Dieses Buch war wirklich super spannend und perfekt zum Wegsnacken – ich konnte es kaum aus der Hand legen! Das Buch wird aus zwei Perspektiven erzählt:

Mary wacht in einem Graben auf und leidet unter ...

Dieses Buch war wirklich super spannend und perfekt zum Wegsnacken – ich konnte es kaum aus der Hand legen! Das Buch wird aus zwei Perspektiven erzählt:

Mary wacht in einem Graben auf und leidet unter vollständiger Amnesie. Sie erinnert sich nicht einmal an ihren eigenen Namen, geschweige denn daran, wie sie dorthin gelangt ist oder was ihr passiert ist. Diese tragische Ausgangslage hat mich sofort gepackt! Kurz darauf wird sie auf ein Polizeirevier gebracht, wo ein Mann auftaucht der behauptet ihr Vater zu sein und auch Beweise dafür hat. Wer würde einem Mann nicht vertrauen, der Kinderbilder zeigen und sogar ihre Geburtsurkunde vorweisen kann? Die Art wie Mary sich in dieser Situation von ihm abhängig fühlt, ist absolut nachvollziehbar. Sie ist klug und hat eine starke Intuition, was ihre Entwicklung durch die Geschichte noch interessanter macht. Es war wirklich spannend, zu sehen, wie sie sich langsam selbst wiederfindet.

Drews Perspektive fand ich auch stark. Er ist ein Highschool-Junge, der für den Mord an seiner Freundin Lola verdächtigt wird. Wir begleiten ihn im Alltag, wie er Plakate von Lola aufhängt und mit der Situation kämpft, in der ganzen Stadt als Mordverdächtiger abgestempelt zu werden. Er ist einfach ein toller Junge, und es tat mir so leid, ihn so leiden zu sehen. Die Art wie er Lola nie aufgibt und sie auf eigene Faust sucht, hat mich wirklich berührt.
Zwei weitere Teenager spielen auch eine Rolle und helfen bei der Suche nach Lola.

Das Ganze hat mir richtig A Good Girl's Guide to Murder-Vibes gegeben: Jugendliche die auf ein Abenteuer gehen, um eine Straftat aufzudecken. Einfach dieser YA-Crime-Charme, den ich liebe!
Klar, der Plot war schon etwas vorhersehbar, aber trotzdem war es so spannend, dass ich das Buch in einem Rutsch durchgesuchtet habe. Man wollte einfach unbedingt wissen, wie es weitergeht! Die Vibes waren einfach toll und ich kann das Buch auf jeden Fall an alle YA-Crime-Fans empfehlen. 🔎

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Veröffentlicht am 22.05.2025

Krimidinner, Geheimnisse & alte Wunden

Das Dinner – Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder?
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Die Grundidee fand ich richtig stark: Ein Krimidinner mit fünf Freundinnen in einem abgelegenen Luxus-Retreat, bei dem plötzlich Parallelen zum Verschwinden einer Freundin vor fünf Jahren auftauchen – ...

Die Grundidee fand ich richtig stark: Ein Krimidinner mit fünf Freundinnen in einem abgelegenen Luxus-Retreat, bei dem plötzlich Parallelen zum Verschwinden einer Freundin vor fünf Jahren auftauchen – yes please! Ich liebe Krimidinner generell (mache ich selbst total gern mit Freunden) und die Vorstellung, dass vielleicht ein echter Mörder mit am Tisch sitzt, war super spannend.
Der Anfang hat mich total überzeugt – man lernt die Charaktere langsam kennen, spürt die teils angespannte Dynamik zwischen ihnen, weil sie sich nach dem Vorfall damals voneinander entfernt haben. Die 5 Perspektiven fand ich super gelöst: Jede Figur bekommt Raum, man lernt ihre Leben, Gedanken und Geheimnisse kennen und kann richtig schön miträtseln, wer lügt und wer vielleicht mehr weiß, als er zugibt.
Das Krimidinner selbst startet spannend – leider wirds relativ schnell abgebrochen, was ich echt schade fand. Ich hätte es cooler gefunden, wenn sie das Spiel wirklich durchgezogen hätten, sodass die Geheimnisse im Rahmen des Dinners nach und nach ans Licht kommen – wie bei einem klassischen Krimidinner eben.
Stattdessen wechselt das Buch zwischen Gegenwart und Festival-Zeit von damals. Diese Rückblicke wiederholen sich teilweise, weil jede Figur ihre Sicht schildert, was auf Dauer etwas langatmig war. Ich hätte mir gewünscht, dass die einzelnen Perspektiven im Jetzt stärker zusammenlaufen – das hätte für mich mehr Spannung erzeugt.
Der Twist am Ende war zwar überraschend, aber insgesamt fand ich den Plot etwas vorhersehbar. Trotzdem: Emily Rudolfs Schreibstil ist super flüssig, man fliegt durch die Seiten, auch wenn es mal etwas zieht. Besonders spannend fand ich das Spiel mit den Perspektiven – man fragt sich beim Lesen ständig, welche Sicht vielleicht lückenhaft ist oder etwas verschweigt
Die Charaktere waren alle sehr unterschiedlich gezeichnet – mit eigenen Sorgen, Problemen und Stärken. So richtig sympathisch waren mir nur Lotta und ein bisschen Jonathan, aber in einem Thriller muss ja nicht jede Figur sympathisch sein. Spannend waren sie auf jeden Fall alle!
✨ Fazit:
Spannendes Setting, starker Einstieg und tolle Idee, aber die Umsetzung hätte für mich noch mehr rausreißen können. Trotzdem ein kurzweiliges Buch mit interessanten Perspektiven und gutem Schreibstil.

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Veröffentlicht am 22.05.2025

Selbstfindung, Herzchaos und Second-Chance

Alles, was wir jemals waren (Alles-Trilogie, Band 3)
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Dieses Buch hat mich emotional komplett erwischt. Annouk ist für mich eine kleine Süßmaus mit ganz großem Herz und ich hab mich in so vielen Punkten in ihr wiedergefunden. Ihre Selbstzweifel, das Gefühl ...

Dieses Buch hat mich emotional komplett erwischt. Annouk ist für mich eine kleine Süßmaus mit ganz großem Herz und ich hab mich in so vielen Punkten in ihr wiedergefunden. Ihre Selbstzweifel, das Gefühl festzustecken, nicht zu wissen, wo es beruflich hingehen soll und dieser Unerfahrenheits-Struggle beim Dating – so relatable.
Ja manchmal hatte sie ein bisschen viel Selbstmitleid, aber irgendwie wollte ich sie trotzdem einfach nur in den Arm nehmen, ihr gut zureden und ihr sagen: „Du machst das großartig, girl.“ 🥹

Die Second-Chance-Dynamik war total spannend umgesetzt: Erst dieses vorsichtige Interesse an Valentin, das sich irgendwie nie richtig angefühlt hat – vor allem die Szene, als er mehr wollte und sie gemerkt hat, wie sehr sie sich eigentlich nach Kaya sehnt 😭 Das war so ein ehrlicher, verletzlicher Moment. Ich hab sie so gut verstanden.
Und Kaya mochte ich auch total! Ich konnte den Grund für ihre Trennung richtig gut nachvollziehen, was bei Second-Chance-Stories ja oft mein Problem ist – aber hier war es so plausibel und realistisch, dass ich einfach nur dachte: Ja, genau so fühlt sich das manchmal an. Ich fands auch schön, wie reflektiert sie beide mit ihren Fehlern und Problemen umgegangen sind und wie offen sie kommuniziert haben.
Communication is key – und das hat dieses Buch echt richtig gut gezeigt.

Annouks Entwicklung im Laufe der Geschichte war für mich ein Highlight: Vom unsicheren Mäuschen ohne Plan zur reflektierten Frau mit Zielen – das war so greifbar, so stark und hat mich richtig berührt.
Die Freundschaften zwischen den Mädels ist auch in diesem Band einfach wieder so toll. Diese Mischung aus Support, ehrlichen Gesprächen und dem Humor, der sich durchs ganze Buch zieht – hat mein Herz einfach erwärmt🥺💕

✨ Fazit:
Ich liebe die Bücher von Kyra Groh ja immer sehr – und auch dieses Buch hat mich total begeistert. Sie schreibt locker-leichte Geschichten mit ganz viel Herz. Ich hab den Band dieser Reihe lange vor mir hergeschoben und bin jetzt so froh, ihn endlich gelesen zu haben. 💖

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