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Veröffentlicht am 30.08.2021

Immer diese Eifersucht

Die Zeit der Kirschen
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Das Buch „Die Zeit der Kirschen“ knüpft an Nicolas Barreaus Roman „Das Lächeln der Frauen“ an. Aurélie, Köchin und Restaurantinhaberin und André, Lektor und Romanautor, sind im letzten Buch ein Paar geworden ...

Das Buch „Die Zeit der Kirschen“ knüpft an Nicolas Barreaus Roman „Das Lächeln der Frauen“ an. Aurélie, Köchin und Restaurantinhaberin und André, Lektor und Romanautor, sind im letzten Buch ein Paar geworden und glücklich miteinander. Doch ab dem Zeitpunkt, als Aurélies Restaurant vermeintlich einen Stern verliehen bekommt, wird es unentspannt. Eifersucht macht sich auf beiden Seiten breit und vergiftet das Vertrauen. Das führt zu unschönen Szenen und Begegnungen… wie wird es enden?
Nicolas Barreau lädt einen nach Paris und Umgebung ein, es fallen französische Namen von Straßen, Sehenswürdigkeiten und Essen und man bekommt sofort Lust, nach Frankreich zu reisen. Très jolie! Der Autor versteht es, anschaulich und in Bildern zu beschreiben, so dass man direkt im Geschehen angekommen ist und wissen möchte, wie es mit Aurélie und André weitergeht. Natürlich hofft man auf ein Happy-End und drückt den beiden die Daumen. Schaffen sie es?
Das Buch hat mich gut unterhalten, kommt meiner Meinung nach jedoch nicht an das Vorgängerbuch heran. Auf jeden Fall sollte man vorher das erste Buch gelesen haben, um alles zu verstehen. Und ich denke, mit diesem Buch ist die Geschichte von Aurélie & André auch auserzählt.

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Veröffentlicht am 30.08.2021

Locker-leichtes Lesevergnügen

Blaubeerduft auf dem kleinen Apfelhof
1

In "Blaubeerduft auf dem kleinen Apfelhof" von Sonja Flieder geht es um folgende Geschichte:
Lisa kommt nach ihrem Asien-Urlaub zurück auf den Apfelhof, denn ihre Freundin Emma bekommt ihr erstes Kind ...

In "Blaubeerduft auf dem kleinen Apfelhof" von Sonja Flieder geht es um folgende Geschichte:
Lisa kommt nach ihrem Asien-Urlaub zurück auf den Apfelhof, denn ihre Freundin Emma bekommt ihr erstes Kind und braucht Unterstützung. Direkt beim ersten „Übungsausflug“ geht Lisa ein Alpaka stiften und sie fällt Moritz vor die Füße. Der ist ihr zunächst unsympathisch, weil er sich über sie lustig macht. Doch nach und nach merkt sie, dass er ihr nicht gleichgültig ist…
So weit, so vorhersehbar. Es wird einem relativ schnell klar, wohin die Reise geht, aber die Autorin beschreibt alles charmant und einfühlsam, so dass man gut unterhalten wird. „Blaubeerduft auf dem kleinen Apfelhof“ hinterlässt ein angenehmes Gefühl, denn auf dem Apfelhof ist die Welt noch in Ordnung. Bis auf den unsympathischen Bürgermeister sind vielleicht alle etwas zu nett und auf Harmonie aus, aber es handelt sich ja auch um einen Wohlfühlroman. Das echte Leben ist manchmal unangenehm genug.
Auch ohne die Vorgängerbücher zu kennen, war ich direkt in der Geschichte drin und hatte die Personen und den Apfelhof vor Augen. Sonja Flieders Schreibstil ist angenehm leicht, man kann sich in die Personen gut hineinversetzen und „sieht“ sie vor seinem inneren Auge. Vielleichten sollte ich auch mal schauen, wo es Alpaka-Yoga gibt... Ich kann das Buch allen empfehlen, die sich in eine heile Welt "hineinlesen" wollen und versuchen, vom Alltag abzuschalten.

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Veröffentlicht am 23.06.2021

Hilft bei Fernweh

Glück an Bord
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Noch bevor die Kreuzfahrt beginnt, gibt es Turbulenzen – Nina, eine der vier Freundinnen, bricht sich das Bein und kann nicht mitkommen. Die drei übriggebliebenen Mädels erkunden das Schiff. Olivia meint, ...

Noch bevor die Kreuzfahrt beginnt, gibt es Turbulenzen – Nina, eine der vier Freundinnen, bricht sich das Bein und kann nicht mitkommen. Die drei übriggebliebenen Mädels erkunden das Schiff. Olivia meint, einen alten Schulfreund und Schwarm von früher zu erkennen, hofft jedoch, sich zu irren. Natürlich ist er es doch und es kommt, wie es kommen muss… Dazu kommen schöne Tage auf See und auf Landausflügen. Aber natürlich ist nicht alles Eitel Sonnenschein.

Das Buch nimmt einen mit an Bord und aufs Meer, perfekt in diesen Zeiten, wenn man Fernweh bzw. „Meerweh“ hat. Durch die bildhafte Sprache der Autorin Sonja Flieder kann man sich alles vorstellen und „sieht“ Olivia, Chiara und Rike das Schiff erkunden. Auch die Abläufe auf dem Schiff sind entweder gut recherchiert oder selbst erlebt, alles sehr stimmig. Nur die Möglichkeiten, sich als Passagier mit einem Crewmitglied privat zu treffen, dürften der Fantasie der Autorin geschuldet sein – aber es handelt sich ja auch um einen Roman und keinen Tatsachenbericht. Auch das Gewächshaus ist eine zauberhafte Idee, die mir sehr gut gefallen hat.

Das Cover passt perfekt zum Roman. Jede Frau, die sich bereits auf einer Kreuzfahrt wohl gefühlt hat, dürfte anhand des Covers dazu verleitet werden, zuzugreifen und sich den Klappentext durchzulesen.

Auch der Epilog ist warmherzig und schön geschrieben, die Idee, den Titel „Glück an Bord“ einzubauen, gefällt mir sehr gut und rundet dieses Wohlfühlbuch stimmig ab. Deshalb von mir eine klare Leseempfehlung als nette Unterhaltung!

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Veröffentlicht am 26.05.2021

Achtsamkeit mal anders

Achtsam morden
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Gegen seinen Willen soll Rechtsanwalt Björn mithilfe eines Achtsamkeitstrainers sein Leben auf die Reihe bekommen. Erst im Laufe der Sitzungen erkennt Björn die Vorteile und weiß die Tipps auch direkt ...

Gegen seinen Willen soll Rechtsanwalt Björn mithilfe eines Achtsamkeitstrainers sein Leben auf die Reihe bekommen. Erst im Laufe der Sitzungen erkennt Björn die Vorteile und weiß die Tipps auch direkt umzusetzen... was nicht immer gut für die anderen ist. Achtsam ist es trotzdem und führt oft zu anderen Ergebnissen, als man vorher dachte.
Eine interessante Idee sehr gut umgesetzt, der Humor blitzt überall zwischen den Zeilen auf und hat mich sehr gut amüsiert. Jeder, der sich ein bisschen mit Achtsamkeit beschäftigt hat, aber auch jeder, der von der ganzen Achtsamkeits-Sache genervt ist, sollte dieses Buch lesen und kann noch viel lernen. Auch wenn das nicht so weit gehen sollte, im Namen der Achtsamkeit zu morden!
Man merkt das juristische Hintergrundwissen, es wird aber nicht zu trocken und bleibt immer humorvoll. Ich habe das Buch in kürzester Zeit verschlungen, dank der kurzen Kapitel liest sich das Buch in einem durch. Ganz klare Leseempfehlung und danke an den Autor für die achtsame Unterhaltung!

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Veröffentlicht am 24.05.2021

Louise Weber oder „La Goulue“

Die Tänzerin vom Moulin Rouge
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Louise Weber wächst in Clichy auf und muss sich, wie ihre Mutter, das Geld als Wäscherin hart verdienen. Durch die Bekanntschaft mehrerer Künstler wie Auguste Renoir lernt sie das Leben am Montmartre kennen ...

Louise Weber wächst in Clichy auf und muss sich, wie ihre Mutter, das Geld als Wäscherin hart verdienen. Durch die Bekanntschaft mehrerer Künstler wie Auguste Renoir lernt sie das Leben am Montmartre kennen und lieben. Sie will tanzen und schafft das auch. Durch Frechheit, Können und Verführung erobert sie sich ihren Platz als Tänzerin auf der Bühne und später als „Königin des Moulin Rouge“. Sie wird „La Goulue“, die Unersättliche. Das ist kein Kinderspiel und verlangt Louise einiges ab, was man ihr immer deutlicher anmerkt. Auch ihre Vergangenheit hat Louise weder überwunden noch kann sie diese ganz abschütteln…
Das Buch entführt einen nach Paris, in den Zeitraum 1880 bis 1928. Es nimmt einen mit zur berühmten Pariser Weltausstellung, auf den neuen „Tour Eiffel“, man findet sich auf diversen Bühnen und natürlich auch im berühmten „Moulin Rouge“ wieder. Die Autorin Tanja Steinlechner lässt keinen Zweifel daran, dass diese Zeit hart und keineswegs immer schön war. Das Buch beschönigt nichts, das hat mir gut gefallen.
Auf den ersten Blick gefiel mir das Cover des Buches sehr gut, nach der Lektüre hätte ich es passender gefunden, wenn darauf statt der adrett gekleideten Frau eine Cancan-Tänzerin mit fliegenden Röcken oder im Spagat abgebildet gewesen wäre.

Louise Weber oder „La Goulue“ gab es wirklich, die Autorin hat sich also mit einer realen Persönlichkeit befasst und ihr Leben recherchiert. Das Buch ist ein fiktiver Roman, aber man kann sich gut vorstellen, dass sich Louises Leben tatsächlich so abgespielt haben könnte.
Meiner Meinung nach ist der letzte Teil des Buches am besten geschrieben, hier zeigt Louise mehr Gefühle und lässt einen mehr an ihrem Seelenleben teilhaben, auch wenn das nicht immer schön ist. Es ist kein Heile-Welt-Buch, aber mich hat Louise Weber berührt, das Buch zeigt den tiefen Fall von „La Goulue“.

À votre santé, Louise!

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