Profilbild von flowerprinter

flowerprinter

Lesejury Profi
offline

flowerprinter ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit flowerprinter über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.06.2023

4 Generationen, denen der Krieg alles genommen hat

Die Reisenden der Nacht
2

Der Roman "Die Reisenden der Nacht" spielt unter anderem in einer Zeit, in der Krieg herrscht. Da immer wieder Sprünge in die Vergangenheit und Zukunft gemacht werden, erfährt man nacheinander vom Leben ...

Der Roman "Die Reisenden der Nacht" spielt unter anderem in einer Zeit, in der Krieg herrscht. Da immer wieder Sprünge in die Vergangenheit und Zukunft gemacht werden, erfährt man nacheinander vom Leben von Ally Keller, anschließend von ihrer Tochter Lilith, von deren Tochter Nadine und schließlich von Luna, der Tochter von Nadine. Lilith und Nadine haben beide dasselbe Schicksal erlebt: Sie wurden von ihrer Mutter weggegeben, damit sie an einem anderen Ort ein besseres Leben frei von Krieg führen können. Trotzdem war der Krieg immer wieder präsent.

Armando Lucas Correa erzählt eine bewegende Geschichte, in der die Leser*innen viel über die Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland erfahren, aber auch Einblicke in die Vergangenheit von Kuba erhalten. Sehr schwierige Themen wurden hier ausführlich mit eingearbeitet, jedoch ist die Vielzahl an Informationen an manchen Stellen zu viel. Besonders gegen Ende des Romans, als Luna beginnt, die Vergangenheit aufzudecken, werden sehr viele Ereignisse in einer kurzen Zeit zu schnell wiedergegeben. Dadurch wirkt alles ein bisschen zu oberflächlich und die Charaktere bekommen gar nicht ihre Tiefe, die sie eigentlich verdient hätten.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 27.03.2023

Eine Liebe, die bis in die Gegenwart reicht

Vergiss uns. Nicht.
5

Sie waren beste Freunde, dann hatte er ihre Freundschaft einfach so gekündigt, ohne Grund. Das dachte April jedenfalls und war sich dessen ziemlich sicher, bis heute. Jetzt sind beide erwachsen, die Freundschaft ...

Sie waren beste Freunde, dann hatte er ihre Freundschaft einfach so gekündigt, ohne Grund. Das dachte April jedenfalls und war sich dessen ziemlich sicher, bis heute. Jetzt sind beide erwachsen, die Freundschaft zwischen April und Gavin schon lange Vergangenheit, aber Gavin hat Probleme. Und die lassen sich nicht einfach so lösen ohne äußere Hilfe. Anstatt sich jedoch seinem besten Freund Luca anzuvertrauen, sorgt April mit ihrer Fürsorglichkeit dafür, dass Gavin sich ihr öffnet. Bereits vergangene Gefühle und Erinnerungen kommen ans Licht, die nicht alle so schön sind, wie man vielleicht denkt.

Laura Kneidl berührt die Leser/innen mit ihrem Roman „Vergiss. Uns. Nicht.“ vor allem durch die intensiven Gefühle, die aus der Sicht Aprils geschildert werden. Nicht nur fiebert man hier mit der Geschichte zwischen April und Gavin mit, sondern auch mit Aprils Projekt, das Studenten dabei helfen soll, finanzielle Unterstützung zu erhalten. Neben diesem Thema werden auch weitere wichtige Themen angesprochen, zu denen heutzutage leider viel zu viele Menschen Bezug haben. Dass Gavin seine Probleme anfangs alleine durchsteht und so ohne Unterstützung nicht weiterkommt, wird schnell klar und ist eine bedeutende Message des Romans.

Obwohl in diesem Band April und Gavin im Mittelpunkt stehen, kommen auch die anderen Charaktere der Freundesgruppe nicht zu kurz. Neben den zwei Hauptcharakteren erfährt man über Sage und Luca beispielsweise, wie die beiden zusammen gekommen sind. Vor allem wenn man die Vorbände nicht gelesen hat, wie ich zum Beispiel, ist das hilfreich. Auch über Connor und Aaron wird einiges berichtet, wodurch Neugierde aufgebaut wird, wie es mit den beiden weitergehen wird.

Insgesamt bin ich sehr begeistert von dem Roman, denn dieser konnte mich nicht nur überzeugen, den nächsten Band definitiv zu lesen, sondern auch die beiden Vorgänger-Bände nachzulesen, da ich diese (leider) noch nicht gelesen habe.

5 ★

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 02.01.2023

Grausame Entdeckungen nach viel zu langer Zeit

Seelendunkel
4

Eine vermisste Frau, die seit 13 Jahren verschwunden ist. Eine verzweifelte Mutter, die Gewissheit über den Tod ihrer Tochter haben möchte. Ein Serienkiller mit mehreren Gesichtern.

Die Ex-Polizistin ...

Eine vermisste Frau, die seit 13 Jahren verschwunden ist. Eine verzweifelte Mutter, die Gewissheit über den Tod ihrer Tochter haben möchte. Ein Serienkiller mit mehreren Gesichtern.

Die Ex-Polizistin Kate Marshall und ihr Kollege Tristan Harper werden nach der Gründung ihrer eigenen Detektei beauftragt, die seit 13 Jahren verschwundene Joanna Duncan zu finden. Doch das ist keine leichte Aufgabe, denn Joanna arbeitete als Journalistin, wodurch viele Personen verdächtig sein könnten. Dadurch ist das Ende weniger vorhersehbar und der Täter bis zu den letzten Kapiteln nicht klar zuzuordnen.
Der Thriller „Seelendunkel“ ist der dritte Band einer Reihe, jedoch war dieser für mich das erste Buch von Robert Bryndza. Die Charaktere wurden in dem Thriller sehr echt beschrieben, vor allem Bev, die Mutter von Joanna, die sehr um das unaufgeklärte Verschwinden ihrer Tochter getrauert hat, wodurch man Mitleid mit ihr hat. Aber auch Kate und Tristan haben sich von einer menschlichen Seite gezeigt und haben gut zusammengearbeitet.

Durch die vielen Namen, die aufgrund von Joannas Beruf in dem Fall aufgetaucht sind und denen Kate und Tristan nachgehen mussten, hat sich die Geschichte insgesamt sehr gezogen. Es gab zwischendurch immer mal wieder neue Hinweise, welche die Spannung steigerten, aber wirklich spannend war es erst am Ende. Trotz des detaillierten Schreibstils des Autors fand ich die Geschichte leider nicht ganz so packend, wie ich es mir wegen des Titels und des Covers vorgestellt hätte.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 17.11.2022

Liebe an einem Ort, wo sie unmöglich scheint

Proof of Hope
3

In "Proof of Hope" geht es vorallem um Treue und Vertrauen, all das, an was Aurora selbst eher weniger glaubt, genauso wie an die Liebe. Denn seit sie mit ihren zwei Schwestern in einer eigenen Treutestagentur ...

In "Proof of Hope" geht es vorallem um Treue und Vertrauen, all das, an was Aurora selbst eher weniger glaubt, genauso wie an die Liebe. Denn seit sie mit ihren zwei Schwestern in einer eigenen Treutestagentur arbeitet, die das Gegenteilige beweist, hat sie die Hoffnung so gut wie aufgegeben. Doch natürlich, wie könnte es auch anders sein, findet Rory noch jemanden, der ihr Herz höher schlagen lässt. Das Problem ist nur, dass sie sich von diesem Jemand fernhalten sollte, denn er ist kurz davor, in ihr Unternehmen zu investieren und somit ein Arbeitskollege. Lest gerne selbst, wie es zwischen Elijah und Rory ausgehen wird.


Der Roman hat unterhaltsam begonnen, denn vorallem die Arbeit in der Agentur hat mich interessiert und auch das erste Aufeinandertreffen zwischen Rory und Elijah wurde humorvoll beschrieben. Des Weiteren waren mir beide Hauptcharaktere anfangs sehr sympathisch, denn beide wussten, was sie wollten und haben sehr ehrlich gehandelt. Diese Symphatie konnte Rory bei mir allerdings nicht bis ganz zum Ende erlangen, da sie zwischendurch ständig Drama begonnen hat, wo eigentlich keines hätte sein müssen. Je weiter die Handlung vorangeschritten ist, desto mehr hat mich außerdem gestört, dass viele Themen einfach nur nebensächlich angesprochen wurden. Sogar ziemlich traurige Themen, wie eine Fehlgeburt, wurden nur kurz angeschnitten. 


Zusammenfassend kann ich sagen, dass mich der Roman nicht so begeistert hat, wie ich es eigentlich erwartet hätte. 

3/5 ★

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 02.08.2022

Etwas enttäuschend

If we were a movie
2

Wie der Name "If we were a movie" bereits verrät, geht es in dem Buch von Kelly Oram auch um Filme. Während Nate sich eher der Musik zuwendet, ist Jordan diejenige, die so gut wie jede Situation mit einem ...

Wie der Name "If we were a movie" bereits verrät, geht es in dem Buch von Kelly Oram auch um Filme. Während Nate sich eher der Musik zuwendet, ist Jordan diejenige, die so gut wie jede Situation mit einem Film vergleicht, was sie umso sympathischer macht. Als ich den Titel das erste Mal gelesen habe, musste ich direkt daran denken, dass es sich wahrscheinlich um eine Liebesgeschichte handelt und diese so unrealistisch aber schön und kitschig zugleich sein wird wie in einem Film. Diese Beschreibung trifft es ziemlich gut, nur dass es noch einige Nebencharaktere gibt, die dafür sorgen, dass die Geschichte nicht nur romantisch und kitschig ist.

Sophie, die Freundin von Nate, ist eine dieser Personen. Sie setzt alles daran, Nate wieder für sich zu gewinnen, als dieser mit ihr Schluss macht, denn sie unterstützt ihn nicht nur in seinen Träumen, sondern plant auch dessen Zukunft ohne seine Einwilligung. Hinzu kommen die Brüder von Nate, die das Musikstudium von ihm sehr erschweren, weshalb er zu Jordan zieht. Die beiden freunden sich immer mehr an, Sophie wird immer eifersüchtiger und schließlich geht sie zu weit. Im Laufe der Geschichte entdeckt Nate seine wahren Gefühle und kämpft um die Liebe, sowie um seinen Erfolg mit der Musik.

Der Roman konnte mich leider nicht vollkommen überzeugen. Teilweise gab es zu viele Zufälle, die die Geschichte sehr Klischeehaft wirken liesen. Zudem war der Charakter von Sophie etwas übertrieben dargestellt, denn so unmenschlich würde niemand reagieren. Und auch der Schreibstil hat mich nicht begeistert; die Beschreibungen waren für meine Verhältnisse zu oberflächlich und auf Gefühle wurde nicht tiefgründiger eingegangen.

Was mir dennoch gefallen hat, war die Entwicklung von Nate, der sich zuerst immer hinten angestellt hat, damit seine Mitmenschen zufrieden sind, am Ende aber endlich auf sein Herz gehört und das gemacht hat, was ihm wichtig war. Außerdem waren die Filmvergleiche von Jordan sehr aufmunternd und haben gepasst. Ich würde den Roman nochmal lesen, aber er gehört definitiv nicht zu meinen Favoriten.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl