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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.04.2025

Den Fluch brechen

Kerze & Krähe
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Der Designer des quirligen Covers hat sich gut mit dem Inhalt dieses Buches, dem letzten Teil der Chronik des Siegelmagiers, auseinandergesetzt, denn man findet dort wesentliche Elemente der Handlung wieder.
Auch ...

Der Designer des quirligen Covers hat sich gut mit dem Inhalt dieses Buches, dem letzten Teil der Chronik des Siegelmagiers, auseinandergesetzt, denn man findet dort wesentliche Elemente der Handlung wieder.
Auch wenn ich erst jetzt in diese Chronik einsteige, habe ich dennoch nicht das Gefühl, ratlos zu sein, denn Kevin Hearne holt seine Leser sofort mit seiner chaotisch kunterbunten Art ab. Man wird, im positiven Sinne, erschlagen von seiner schier unendlichen Fantasie und dem grandiosen Wortwitz, und die unglaublichsten magischen Gestalten tauchen vor dem inneren Auge auf.
Um den Inhalt in groben Zügen zu erzählen:
Al MacBharrais ist ein schottischer Magier, der durch Tinte und Siegel zaubert. Er ist eine Art Hüter zwischen der Menschen- und der magischen Welt. Nur kann er wegen eines heimtückischen Fluchs nicht normal mit anderen Wesen kommunizieren, weil sie ihn sonst hassen würden. In erster Linie begleitet der Leser ihn bei dem Versuch, diesen Fluch zu erforschen und aufzuheben.
Der Schreibstil von Hearne ist gewöhnungsbedürftig, denn zu jeder Handlung, zu jeder Figur, hat er zig lustige Einfälle und Kommentare. Gerade dieser Wortwitz verhindert, dass man den Inhalt des Romans in einem Rutsch inhaliert. Er zwingt vielmehr zum langsamen, genussvollen Lesen. Und genau das habe ich mit diesem Buch getan und es hat mir gut gefallen.

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Veröffentlicht am 15.04.2025

Der schöne Schein

Ein ungezähmtes Tier
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In Genf freunden sich zwei Familien miteinander an, damit treffen auch zwei Welten aufeinander. Greg ist Elitepolizist, seine Frau Karine Verkäuferin. Zusammen können sie sich gerade so eine kleine Doppelhaushälfte ...

In Genf freunden sich zwei Familien miteinander an, damit treffen auch zwei Welten aufeinander. Greg ist Elitepolizist, seine Frau Karine Verkäuferin. Zusammen können sie sich gerade so eine kleine Doppelhaushälfte leisten. Durch den Fußballverein der Kinder lernen sie Arpad und Sophie Braun kennen, die scheinbar im Geld nur so zu schwimmen. Greg ist vom ersten Moment an von der schönen Sophie besessen und stalkt sie insgeheim, und bringt damit sowohl seine Ehe als auch seine berufliche Karriere in Gefahr.
Joël Dicker ist ein Meister des Erzählens, wie man schon aus seinen früheren Werken weiß. Auch hier springt er durch die Zeiten, um ein umfassendes Bild der Brauns zu geben. Obwohl ihre Liebe so groß ist, so hat doch jeder der beiden gut gehütete Geheimnisse.
Das andere Paar wird nicht so gut ausgeleuchtet. Hier richtet sich der Fokus auf den triebhaften Greg, der unaufhaltsam, allerdings auch selbstverschuldet, in eine Abwärtsspirale gerät.
Das Finale wird wohl jeden Leser überraschen, der mit soviel Abgebrühtheit der Akteure nicht rechnen konnte.
In diesem Roman halten sich psychologische Charakterstudien und kriminelle Elemente die Waage. Beides ist gleichermaßen spannend und fesselt den Leser an die Seiten.
Ich kann den neuesten Dicker wieder wärmstens empfehlen.

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Veröffentlicht am 14.04.2025

Eine pfiffige Kommissarin

Teufels Tanz
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Den zweiten Fall der Wiener Mordgruppe habe ich leider verpasst, dennoch findet man sich schnell wieder im Kreis der Kollegen rund um Fina Plank zurecht. Jeder Band ist für sich allein genommen zum Glück ...

Den zweiten Fall der Wiener Mordgruppe habe ich leider verpasst, dennoch findet man sich schnell wieder im Kreis der Kollegen rund um Fina Plank zurecht. Jeder Band ist für sich allein genommen zum Glück gut zu verstehen, obwohl der Mörder einen Bogen rund um alle drei Bücher spannt.
Diesmal wagt die pfiffige Fina ein paar riskante, vor allem aber auch unnötige Alleingänge, die ihr nicht gut bekommen. Privat läuft es immer besser mit dem Kollegen Georg aus dem Kriminallabor, aber das Zusammenleben mit ihrer dreisten Schwester Calli dagegen wird immer nerviger.
Natürlich ist mal wieder ein Serienmörder mit im Spiel, und dieser scheint unglücklicherweise auch private Kenntnisse über das Ermittlerteam zu besitzen. Es werden zudem immer Hinweise platziert, die einen bestimmten Mitarbeiter in Verruf bringen.
Kurz gesagt, es ist wieder von vorn bis hinten ein spannender Krimi. Fina wächst einem zunehmend ans Herz, und als Leser möchte man eigenhändig Calli aus der Wohnung werfen.
Das Finale bringt eine überraschende Wendung, scheint aber auch ein endgültiger Abschied von dieser netten Truppe zu sein.
In der Hörbuchversion spricht Julia Nachtmann die Handlung, und man hört ihr gerne zu.

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Veröffentlicht am 13.04.2025

Eine Liebe wie Sterne

Charons Erbe - Eine Liebe wie Sterne
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Nach dem Lesen weiß man das schöne Cover doppelt zu schätzen, denn man sieht, wie sehr sich der Designer mit dem Romaninhalt auseinandergesetzt hat.
Diese Fortsetzung von Cupids Fluch ist mindestens genauso ...

Nach dem Lesen weiß man das schöne Cover doppelt zu schätzen, denn man sieht, wie sehr sich der Designer mit dem Romaninhalt auseinandergesetzt hat.
Diese Fortsetzung von Cupids Fluch ist mindestens genauso berührend und fesselnd gelungen. Diesmal wird die Geschichte aus der Sicht von Eka weiter erzählt, die ein unverhofftes Erbe in große Schwierigkeiten bringt, während ihr Vater todkrank im Krankenhaus liegt und Ira zusammen mit ihrem Mann noch unter den schweren Nachwirkungen des Fluchs leidet.
Es wartet ein gefährliches Abenteuer auf Eka, aber es gibt auch einen attraktiven Mann, der ihr verletztes Herz zu gewinnen versucht. Es ist also wieder die perfekte Jaumannsche Mischung aus Fantasy und Romantik, die den Leser bis zur letzten Seite nicht mehr loslässt.

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Veröffentlicht am 12.04.2025

sehr alkoholisch

Die Garnett Girls
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Wer sich auf das Cover verlässt und sich auf einen fröhlichen Familiensommer einstellt, wird schnell eines Besseren belehrt.
Was als eine große Liebesgeschichte zwischen der blutjungen Margo und dem älteren ...

Wer sich auf das Cover verlässt und sich auf einen fröhlichen Familiensommer einstellt, wird schnell eines Besseren belehrt.
Was als eine große Liebesgeschichte zwischen der blutjungen Margo und dem älteren Richard begann, endete in einem Trauma, von dem sich alle Garnett Frauen nicht erholen konnten.
Richard verließ nämlich seine Familie nach der Geburt der jüngsten Tochter. Die Hintergründe wurden einfach totgeschwiegen und keins der drei Mädchen konnte sich je davon erholen. Richards Alkoholsucht wird sicherlich eine Rolle gespielt haben, aber auch bei den Frauen scheint ohne Alkohol nichts zu laufen. Nur Sasha, die Jüngste, lebt zeitweise vollkommen abstinent. Den drei Töchtern fehlt sichtlich ein Anker in ihrem Leben, sie tanzen nach der Pfeife ihrer überkandidelten Mutter Margo, die einem von Seite zu Seite immer unsympathischer wird.
Der Plot ist sehr statisch. Es gibt wenig Handlung, stattdessen gibt es tiefe Einblicke in die Charaktere der weiblichen Garnetts. Interessanterweise dreht sich fast alles um den nicht existenten Vater Richard.
Ich glaube, als Film hätten mir die Garnetts besser gefallen. Schöne Landschaftsbilder, opulente Partys mit schönen, reichen Menschen. Aber so waren die Garnett Girls für mich nur vier problembehaftete, zum Teil unsympathische, Frauen, die mich leider nicht fesseln konnten.
Ein Lichtblick ist in der Hörbuchversion die Sprecherin Yara Blümel

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