For that Moment - Rezension
For that MomentNena Muck schreibt sehr flüssig und leicht, somit merkt man auch nicht, dass man schon relativ weitergekommen ist, beim Lesen, was ich persönlich sehr mag. In diesem Buch gibt es mehr Absätze als in anderen ...
Nena Muck schreibt sehr flüssig und leicht, somit merkt man auch nicht, dass man schon relativ weitergekommen ist, beim Lesen, was ich persönlich sehr mag. In diesem Buch gibt es mehr Absätze als in anderen Büchern, mich hat es jedoch nicht gestört. Ansonsten schreibt die Autorin auch bildhaft, was dem Buch auf Farbe verleiht.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich mit Vincent überhaupt nicht warm geworden bin. Jedesmal wenn er sich aufgeregt hat, hab ich mich gefragt, was ist denn jetzt schon wieder? Vincent hat einen sehr schweren und auch nervenauftreibenden Charakter, wie ich finde, doch als man mehr von seiner Vergangenheit erfährt, merkt man auch, er hatte es nie leicht. Trotzdem hatte ich bei ihm das Gefühl, wie bei Hardin Scott. Da habe ich nie die Wärme gespürt und zum Teil war er mir auch manchmal sexistisch, was ich ja überhaupt nicht leiden kann.
Emilia im Gegensatz mochte ich sehr gerne. Sie hat eine tolle Persönlichkeit, die mich auch manchmal sehr berührt hat. Den Einblick in ihre Gedanken über die Natur, vor allem den Herbst habe ich geliebt. Jedoch hat sie manchmal fragwürdig gehandelt, womit ich nicht so richtig einverstanden war, oder nicht nachvollziehen konnte.
Emilias Schicksal lässt einen wirklich mitfühlen, auch wenn es im Buch nicht wirklich oft ausgesprochen wird, hat die Autorin es geschafft, dass dieses Wissen immer im Hinterkopf lauert. Emilia hatte ich sehr gerne.
Auch habe ich es geliebt, wenn sie ihre Stimme gegen Vincent erhoben hat, um ihren Punkt klarzumachen! Go girl!
Ihr Ziel ist es, einfach zu leben, was ich wirklich schön und traurig zugleich fand.
Es gab Stellen im Buch, vor allem sehr häufig am Anfang, die mir sehr klischeehaft vorkamen. Es gibt ja Leute, die Klischees mögen, mich jedoch können sie nicht überzeugen.
Außerdem kam ich mit Vincents Verhalten und seine Sichtweise gar nicht klar. Auch seine Beleidigungen und dauerhaften Stimmungsschwankungen, die mich teilweise auch an Hardin Scott erinnert haben, waren nervig.
Trotzdem finde ich hat die Autorin eine tolle Protagonistin erschaffen, die manchmal zu falschen Entscheidungen neigt, doch das finde ich, verstärkt die Message, einfach zu leben und Fehler zu machen.
Mit jedem Kapitel und jeder Szene zeigt Emilia Vincent immer mehr, dass es sich lohnt zu leben und dass man alles, was man hat, oder was das Leben zu bieten hat, wertschätzen sollte.
Die Message der Autorin finde ich sehr schön.
Für mich war das Buch im Großen und Ganzen lesenswert für zwischendurch und ich wurde auch auf Anhieb warm mit Daniel, Emilias Mitbewohner. Das Buch ist für Leser, die gerne klischeehafte Szenen mögen und trotzdem die Traurigkeit spüren wollen. Außerdem ist das Ende auch ein totaler Cliffhanger.
Außerdem spürt man auch die Liebe und Mühe, die die Autorin bei ihrem Debütroman reingesteckt hat!
Ich habe es geliebt, wie die Autorin aus Emilias Sicht den Fokus auf kleinere Sachen, wie den Herbst oder die Blumen gelegt hat! So hat man auch gelernt, das Leben, auch die kleinen Dinge wertzuschätzen.
Ich gebe dem Buch 3/5 Mohnblumen.