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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.07.2025

Der letzte verpasste Sommer

Himmel ohne Ende
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Meine Meinung


Die 15-jährige Charlie trauert ihrem Vater nach, der die kleine Familie verlassen hat, als sie noch ein 6-jähriges Mädchen war. Ihre beste Freundin Kati und Sitznachbarin in der Schule ...


Meine Meinung


Die 15-jährige Charlie trauert ihrem Vater nach, der die kleine Familie verlassen hat, als sie noch ein 6-jähriges Mädchen war. Ihre beste Freundin Kati und Sitznachbarin in der Schule wendet sich ebenfalls von ihr ab. Ihre Mitschüler genießen die Sommerferien. Sie ist mit ihren Selbstzweifeln allein.

Ihre Mutter arbeitet Schicht als Krankenschwester und schläft auch oft tagsüber. Sie versucht stets für Charlie da zu sein und ein offenes Ohr für deren Probleme zu haben. Charlie möchte ihre Mutter nicht zusätzlich belasten und schweigt.

Charlie ist ein liebes Mädchen, das in ihren negativen Gedanken gefangen ist. Sie hat die Trauer um ihren Vater nie richtig ausgelebt. Auch ihre Mutter hat sich hinter einer Fassade versteckt und sich stets gut gelaunt gezeigt. Das fand ich echt schade, weil gemeinsam trauern und richtig weinen beiden gutgetan hätte.

Ich denke mal, wegen ihrer depressiven Stimmung hat sich auch ihre beste Freundin von ihr abgewendet. Charlies Leben ändert sich schlagartig, als im neuen Schuljahr die Klasse einen Neuzugang bekommt, der sich als Kornelius vorstellt. Der große, blonde Junge bekommt sofort den Spitznamen Pommes verpasst. Pommes nimmt es mit Humor und findet schnell Freunde. Er ist jetzt Charlies Sitznachbar und schon bald ihr bester Freund. Ihre Einsamkeit hat ein Ende. Alles könnte so schön sein, doch dann verliebt sich ihre Mutter.
Sie muss bald erkennen, dass nicht die anderen Schuld an ihrer Einsamkeit und ihren Unzulänglichkeiten haben. Es passiert ja eigentlich nur das, was ihre negativen Gedanken erschaffen. Ihr bester Lehrer ist Pommes. Seine positive Ausstrahlung ist allein seiner Einstellung zum Leben geschuldet. Dabei hat der Junge auch ein schweres Päckchen zu tragen. Seine familiäre Situation ist sehr schwierig und verlangt ihm wirklich viel ab.

Besonders süß fand ich Charlies Freundschaft zu ihrem Meerschweinchen Markus. Das einzige Meerschweinchen auf der Welt, das allein sein konnte.
Bei ihrer Großmutter sprach sie sich stets alles von der Seele. Die Dialoge waren sehr berührend und hilfreich für das junge Mädchen. Die warmherzige, beeindruckende Frau fand ich sehr sympathisch.

Ich habe ein Jahr mit wunderbaren Menschen erleben dürfen. Diese Teenagerprobleme kann man wirklich in jeder Altersgruppe finden. Besonders gut hat mir gefallen, dass ich auch die anderen Charaktere näher kennenlernen durfte. So habe ich bei sämtlichen Figuren meine negative Meinung geändert. Vor allem bei Kate! Wieder einmal wurde mir bewusst, dass das Bild, welches wir von anderen Menschen zeichnen, oftmals nicht der Wahrheit entspricht. Hinter so manchem selbstbewussten Auftreten verbirgt sich oft ein tieftrauriger und ängstlicher Mensch.

Pommes ist der beste Freund, den man sich wünschen kann. Doch auch ihm gelingt es nicht immer, Versprechen einzuhalten. So wird das Vorhaben, mit Charlie nach Paris zu reisen, erstmal auf Eis gelegt, da Pommes andere Pläne dazwischen gekommen sind.
Das Gefühl, ständig alles falsch zu machen, bringt Charlie in eine verzwickte Situation, die für ihre Freundschaft eine große Zerreißprobe darstellt.

Fazit

Der Diogenes Verlag ist ein Garant für gute Bücher. "Himmel ohne Ende" ist wieder so eine Geschichte, bei der ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Die Autorin hat ernsthafte Themen mit einem poetischen Schreibstil verwoben und damit verhindert, dass die Story in ein depressives Loch fällt.

Zitate aus dem Buch:

>>... wenn man geboren wird, ist man eine Idee und dann wird man eine Mischung aus allem, was man erlebt, und allen, die man trifft.<<
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Sie beschreibt das ganz normale Leben mit all ihren schönen und traurigen Momenten. Es gab zwei Szenen, die mir sehr nahe gegangen sind. Die solltet Ihr aber selbst entdecken. Es gab auch lustiges beim Trampolin hüpfen mit dem Freund der Mutter. Ein bisschen verrate ich noch: Charlie wird kein Einzelkind bleiben. Vor dem Eiffelturm hat sie auch gestanden ...

Eine klare Empfehlung und ein großes Dankeschön, an Julia Engelmann. Für mich war das Buch eine sehr gelungene Überraschung.

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Veröffentlicht am 22.07.2025

Beste Literatur zur Selbstfindung

Wild wuchern
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Meine Meinung:


Marie flüchtet panisch einen Berg in Tirol hinauf. In ihrem Rucksack befindet sich überwiegend sinnloses Zeug, da sie die Flucht von ihrem Ehemann in Wien nicht geplant hatte. Ihr Ziel ...

Meine Meinung:


Marie flüchtet panisch einen Berg in Tirol hinauf. In ihrem Rucksack befindet sich überwiegend sinnloses Zeug, da sie die Flucht von ihrem Ehemann in Wien nicht geplant hatte. Ihr Ziel ist die Hütte ihrer Cousine Johanna, die dort seit vielen Jahren wie eine Eremitin lebt und Tiere mehr schätzt, als Menschen. Marie ist sich sicher, dass Johanna besonders SIE als störend empfinden wird, womit sie sich wirklich nicht täuscht.

Als Erstes möchte ich die österreichische Mundart erwähnen, die mir das Gefühl gegeben hat, wirklich in einer Hütte in Österreich zu sein. Die bergige Einöde hatte nicht nur für Marie etwas Meditatives; auch ich habe beim Lesen ein paar Gänge heruntergeschaltet.

Johanna redet kaum ein Wort mit Marie. Die Ausreißerin aus Wien ist ihr schon arg lästig und erinnert sie an Dinge aus der Vergangenheit, an die sie nicht mehr erinnert werden möchte. Dennoch pflegt sie die Goldmarie gesund. Der Weg zu ihrer Hütte war beschwerlich und so eine verwöhnte Wienerin wird von den Witterungen in den Bergen schnell krank.

Marie findet so ziemlich alles ekelhaft in Johannas Hütte. Die Bettdecke stinkt nach Ziegen 🐐 und im oberen Stockwerk hausen Mäuse. 🐁 Es gibt nur kaltes Wasser und karges Essen. Marie hilft rund um die Hütte und kocht das Mittagessen. Sie lernt Zäune ausbessern, das Dach auf der Hütte reparieren und mit einer Sense das Gras zu mähen. Nach einiger Zeit bemerkt sie jedoch, wie gut ihr das einfache Leben bekommt. Selbst das spartanische Essen schmeckt ihr mittlerweile nach der schweren Arbeit ausgezeichnet. Sie erfreut sich an dem Anblick eines Hirschen, den sie eigentlich nur aus dem Zoo kennt.

>>Obwohl ich so ausgezehrt bin, fühle ich mich stärker. Wacher. Durchbluteter. Sauerstoffdurchzogener. Da ist eine ganz neue Kraft in mir drinnen, eine urige Kraft. << (Seite 72)

Spiegel gibt es keinen, was ihr den Stress nimmt, immer perfekt aussehen zu müssen. Nur im Brunnenwasser sieht sie ihr verzerrtes Antlitz. Doch die Uhr tickt! Johanna will nicht, dass sie bleibt ...

Kein Krimi könnte für mich spannender sein, als dieses Buch. Die Frage, was denn genau passiert ist, wird bis zum Ende aufrecht gehalten. Sei es die Flucht von Marie oder die selbstgewählte Einsamkeit von Johanna, die ihre Ziegen und eine Eule mehr liebt, als die Gesellschaft von Marie.

Familiäre Begebenheiten aus der Vergangenheit kommen langsam und sehr zögerlich ans bergige Tageslicht. Sie beantworten nach und nach die Fragen, die mich durch die Geschichte getrieben haben. Ich fand sie sehr traurig und habe mich dennoch darüber gefreut, wie sich die Cousinen wieder näher gekommen sind.

Fazit

Ich habe als Kind wahnsinnig gerne Heidi gelesen und somit dieses Buch geliebt, da ich einige Parallelen erkennen konnte. Sei es der Großvater von den Cousinen oder deren Mütter, die mich beide ein bisschen an Frau Rottenmeier erinnert haben. Warum das so ist, empfehle ich Euch selbst zu erkunden.

Der Schreibstil ist wahnsinnig charmant, was dem österreichischen Dialekt geschuldet ist. Die Geschichte enthält schwierige Themen, die den einen oder anderen triggern könnten. Gewalt in der Ehe und gegenüber Tieren.


Es sind Krimielemente enthalten, die der zwei Frauengeschichte Spannung einhauchen. Das Ende hat mich leider nicht überzeugen können. Die Dinge entwickelten sich für meinen Geschmack zu abrupt und haben eine ganz wichtige Frage offen gelassen.

Eine klare Empfehlung, trotz Kritikpunkte.

Danke, Katharina Köller. Bitte mehr davon.

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Veröffentlicht am 20.07.2025

Zwei Versionen eines Lebens

Im Leben nebenan
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Meine Meinung


Wenn man selbst kein Kind zur Welt gebracht hat, stellt man sich ein Leben mit einem Baby sehr harmonisch und relaxt vor. Das Schmusen mit dem süßen Familienzuwachs, die vielen Treffen ...

Meine Meinung


Wenn man selbst kein Kind zur Welt gebracht hat, stellt man sich ein Leben mit einem Baby sehr harmonisch und relaxt vor. Das Schmusen mit dem süßen Familienzuwachs, die vielen Treffen am Spielplatz mit anderen Müttern und die damit verbundenen, hilfreichen Gespräche. Vor allem die viele Freizeit, die eine frisch gebackene Mutter jetzt hat. Doch, so einfach ist es nicht. Anne Sauer erzählt uns abwechselnd von Toni ohne und von Antonia (Toni) mit Kind.

Toni macht eine sehr krasse Erfahrung. Nach unendlich vielen Versuchen, mit ihrem Freund Jacob ein Kind zu bekommen, erwacht Antonia eines Morgens in einer piekfeinen Wohnung, mit einem Baby auf dem Bauch. Der Blick aus dem Fenster verrät ihr, dass sie sich an ihrem Heimatort befindet. In dieser Parallelwelt ist sie mit ihrer früheren Liebe Adam verheiratet. Die Schwiegermutter ist stets präsent und hilft Antonia, rund um die Versorgung des Babys und dem Haushalt.

Toni hat sich mittlerweile damit abgefunden, kinderlos zu bleiben. Sie will keine Liebe mehr, die abhängig von Fruchtbarkeitskurven ist; und erst recht nicht mehr auf Teststreifen pinkeln. Nie wieder will sie eine Fehlgeburt erleiden. Das Leben ohne Kind hat doch auch seine schönen Seiten. Ein Urlaub allein am Meer hat ihr unheimlich gut getan; besonders der Wunsch, sich einfach sinken zu lassen.

>>Alle wollten, dass sie Kinder will. Aber niemand hatte sie darauf vorbereitet, keine Kinder bekommen zu können. << (Seite 45 auf dem Reader)
Antonia muss lernen, mit einem Baby zurechtzukommen, an dessen Geburt sie keine Erinnerung hat. Nichts an diesem Leben ist ihr vertraut. Sie ist ständig müde und müht sich damit ab, ein Baby zu stillen. Wem und wie kann sie mitteilen, dass sie sich im falschen Leben befindet, und in der Realität kinderlos ist?

Das Buch könnte ein Trostpflaster für junge Mütter, sowie kinderlos gebliebene Frauen sein, da beide Seiten sich verstanden fühlen dürften. Zum einen, der verzweifelte Versuch Mutter zu werden - zum anderen, der oftmals sehr beschwerliche Alltag mit einem Baby.

Der Schreibstil der Autorin ist emotional, stellenweise humorvoll und unglaublich mitreißend. Jede Frau dürfte sich - mehr oder weniger - in dieser Geschichte wiederfinden. Die Figuren sind wunderbar gezeichnet und die zwei verschiedenen Leben haben mir das Gefühl gegeben, Antonia befindet sich in einem Paralleluniversum. Oder befindet sich Toni darin?

Bei Toni und Antonia handelt sich um ein und dieselbe Frau, die sich in verschiedenen Lebenskonstellationen befindet. In Beiden konnte ich stets eine tiefe Verzweiflung spüren. Besonders die Antonia-Version hat mich sehr berührt. Wie eine Mutter, einem für sie fremden Kind, immer näher kommt, fand ich sehr berührend.

Welches Leben ist denn nun real? Diese Frage versucht mein Kopf gerade selbst zu beantworten und sämtliche Interpretationen kommen darin zum Einsatz.

Fazit

Eine Frau mit zwei verschiedenen Leben hat mich in ihre Geschichte hineingezogen und vor ihrem Ende nicht mehr herausgelassen.

In einer wunderschönen Sprache hat Anne Sauer die Vor- und Nachteile einer Mutterschaft bildlich dargestellt. Ebenso das Leben als kinderlose Frau.

Die Hauptfigur Antonia (Toni) ist authentisch in beiden Versionen gezeichnet. Die Nebenfiguren sind wunderbar in die Geschichte integriert.

Vor allem der Leidensweg von Toni zeigt, wie schwer es für eine Frau sein kann, sämtliche Behandlungen über sich ergehen zu lassen, die am Ende erfolglos bleiben.

Das Ende lädt dazu ein, eine Antwort zu finden. Meine Vermutung dazu möchte ich nicht verraten. Ich empfehle Euch, die Geschichte selbst zu entdecken.

Von mir eine klare Empfehlung. Danke, Anne Sauer

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Veröffentlicht am 16.07.2025

Ein magischer Spaß

Drei Magier und eine Margarita
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Meine Meinung

Ein magischer Spaß

Mit Tori hat die Autorin eine Hauptfigur gezeichnet, die mir von Anfang an sehr sympathisch war. Die Studentin lebt bei ihrem Bruder, da sie sich noch keine eigene ...

Meine Meinung

Ein magischer Spaß

Mit Tori hat die Autorin eine Hauptfigur gezeichnet, die mir von Anfang an sehr sympathisch war. Die Studentin lebt bei ihrem Bruder, da sie sich noch keine eigene Wohnung leisten kann. Tori jobbt als Kellnerin in verschiedenen Lokalen; fliegt aber überall innerhalb kürzester Zeit in hohen Bogen raus. Ihre Schlagfertigkeit - im wahrsten Sinne des Wortes - ist in Speiselokalen unangebracht. Als ihr die Stellenanzeige eines dubiosen Pubs förmlich entgegenfliegt, bewirbt sie sich und darf einen Abend Probe arbeiten. Schon bald stellt sie fest, dass sie es mit Magiern und deren verschiedenen Fähigkeiten zu tun hat.

Gleich am Anfang erlebt man die erste Kündigung von Tori und ich meinen ersten Lachanfall! Ihre Schlagfertigkeit ist einfach nur köstlich und für meinen Geschmack sogar wirklich angebracht. Leider nur für meinen.

Doch in dem dubiosen Lokal ist ihr loses Mundwerk sogar angebracht und von ihrer neuen Chefin gerne gesehen. Wie sonst soll sie sich bei unfreundlichen, ungehobelten Magiern durchsetzen, die sie entsetzt fragen: >>Bist du ein Mensch? << Da kommt dann der Cocktail Margarita schon mal anderweitig zum Einsatz ....

Ehrlich gesagt war ich mir nicht sicher, ob Tori eventuell auch magische Fähigkeiten besitzt. Normalerweise hätte sie das Pub gar nicht finden dürfen; geschweige denn eine Stellenanzeige. Nur Magiern und Gildenmitgliedern ist dieses Privileg vorbehalten.

In den drei Magiern Aaran, Kai und Eszran findet sie starke Verbündete, mit denen sie gefährliche Abenteuer erlebt. Während die drei Männer bei Kämpfen ihre Magie einsetzen, muss bei Tori der Regenschirm 🌂 herhalten.

Die temporeiche Geschichte konnte mich blendend unterhalten. Es gab einige Überraschungsmomente, mit denen ich nicht gerechnet habe. Das heiße Küsse fallen war vorhersehbar, hat aber keinen zu großen Raum eingenommen.

Fazit

Eine klare Empfehlung von mir an alle, die eine temporeiche, humorvolle Geschichte mögen, ohne Logik zu erwarten. Aber mal ehrlich: sind kämpferische Magier, mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, real? Ich habe mich sehr gerne von Tori durch gefährliche Abenteuer führen lassen.

Danke, Annette Marie. 🍸Ich freue mich auf das nächste Abenteuer.

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Veröffentlicht am 13.07.2025

Humorvolle Geschichtensammlung aus dem ganz normalen alltäglichen Wahnsinn

Alles muss man selber falsch machen
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Meine Meinung



Dieses kleine, wunderschöne Büchlein enthält Kolumnen, die unter anderem in der Brigitte erschienen sind. Da ich nie Zeitschriften lese, habe ich natürlich keine einzige gekannt.

Zwischen ...

Meine Meinung



Dieses kleine, wunderschöne Büchlein enthält Kolumnen, die unter anderem in der Brigitte erschienen sind. Da ich nie Zeitschriften lese, habe ich natürlich keine einzige gekannt.

Zwischen Windeln und Leidenschaft - Ansichten einer reifen Feder. (Titel aus dem Vorwort)
Dieses Windel-Dings hätte laut KI der Titel für dieses Buch sein sollen. Alena Schröder hat jedoch ihren eigenen Kopf; sowie eigene Ideen für ihre Buchtitel. Dennoch herzlichen Dank Frau Schröder, dass sie mit uns ihre KI-Erfahrung geteilt haben. Ich habe Tränen gelacht.

Die Autorin beschreibt den normalen, alltäglichen Wahnsinn auf sehr humorvolle Weise, die mir durchgehend ein Grinsen ins Gesicht gezaubert hat. Ich betrachte jetzt Wespen mit anderen Augen und versuche mir ein Beispiel an ihnen zu nehmen. Autsch! Aber nur aus der Ferne!!!

In einigen Geschichten habe ich mich selbst erkannt. Große Handtasche und die Krutschelschublade für mein inneres Kind, welche ich beide nun nie mehr ausmisten kann, ohne ein paar Lachtränen zu vergießen.

Ob Kindererziehung oder Sport - alles bekommt eine humorvolle Note verpasst. Nach dem Beenden des Büchleins stellt man sich automatisch die Frage: Warum sich über Dinge aufregen? Mit Humor wird alles leichter. Eine Kugel Eis, (egal wie teuer,) um sich zusätzlich das Leben zu versüßen, ist ja jetzt wirklich keine schlechte Idee.

Alena Schröder scheint aus ihrem eigenen Leben zu erzählen. So mein Eindruck. Sie nimmt sich nicht allzu ernst und ihre Selbstreflexion wirkt sehr sympathisch. Ich mag Menschen, die sich selbst auf die Schippe nehmen können und aus Problemen Problemchen zaubern. "Ihre Bestellung ist auf dem Weg" ist meine Lieblingsgeschichte. Ich kann wahrscheinlich nie wieder einen Lieferstatus abrufen, ohne dass mein Kopfkino auf Hochtouren läuft. Vielleicht sollte ich mir "Schiefe Töne auf Rezept" holen, um meinen Kopf wieder freizubekommen.

Fazit

Ich verschreibe Euch "Alles muss man selber falsch machen!" Zu Risiken und Nebenwirkungen fragt die Autorin oder den Verlag.

Häufigste Nebenwirkung: Lachanfälle. Solltet Ihr allergisch auf Humor reagieren, schnell-möglichst ein Drama zur Hand nehmen.

Eine klare Empfehlung von mir. Danke, Alena Schröder. Übrigens, bei mir wachsen Blumen knusprig.

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