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Veröffentlicht am 15.12.2016

Anders

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Durch einige Blogs wurde ich auf dieses Buch aufmerksam und der Klappentext hat mich direkt von sich überzeugt, so dass ich es einfach anfragen musste und sogar Glück hatte. Die Autorin hingegen war mir ...

Durch einige Blogs wurde ich auf dieses Buch aufmerksam und der Klappentext hat mich direkt von sich überzeugt, so dass ich es einfach anfragen musste und sogar Glück hatte. Die Autorin hingegen war mir bis zu diesem Zeitpunkt noch völlig unbekannt und so war ich auf ihren Schreibstil und die Geschichte sehr gespannt.

Die Geschichte beginnt direkt ohne Prolog. Im ersten Kapitel dreht sich alles rund um die Suche nach Sander in einem Wald. Danach erfährt man wie Sander 6 Jahre später seinen jetzt verstorbenen Entführer begräbt und sich an ein Polizeirevier in Deutschland wendet und so seine Familie wieder findet. Das Buch ist aus der Sicht der drei Familienmitglieder, Vater Linc, Schwester Iris und Mutter Alma, geschrieben, jeweils in der 3. Person. Während Iris noch an der Rückkehr ihres Bruders zweifelt und misstrauisch ist, freuen sich Vater und Mutter umso mehr, ihn wieder in die Arme schließen zu können. Aber als Leser merkt man im Laufe der Geschichte das jeder Protagonist auch seine eigenen Geheimnisse hat. Insbesondere gibt es ein Geheimnis um Iris und Sander, welches dann ab einem bestimmten Kapitel immer wieder in Kursivbuchstaben geschildert wird. An dieser Stelle möchte ich allerdings nicht zu viel verraten, da ich sonst spoilern müsste.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig, spannungsgeladen und einfach zu lesen. Ich hatte die Protagonisten immer vor meinen geistigen Augen und konnte somit richtig mit ihnen mitfiebern.

Das Buch konnte mich zwar nicht von der ersten Seite an von sich überzeugen, aber ab der Hälfte des Buches konnte es kontinuirlich den Spannungsbogen aufrecht erhalten und mich regelrecht in seinen Bann ziehen. Das Ende war für mich vollkommend überraschend, ich hätte damit absolut nicht gerechnet.

Fazit:
Von mir bekommt das Buch 4 Sterne, da es mich anfangs nicht fesseln konnte. Doch im Laufe der Geschichte wurde es richtig spannend, so dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ein sehr empfehlenswerter Thriller.

Veröffentlicht am 13.12.2016

Andreas Gruber: Rachesommer

Rachesommer
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Als Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez Fan wollte ich mal aus der Reihe tanzen und die Reihe um Kommissar Walter Pulaski lesen, die zurzeit zwei Bücher beinhaltet, nämlich Rachesommer und Racheherbst.

Bereits ...

Als Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez Fan wollte ich mal aus der Reihe tanzen und die Reihe um Kommissar Walter Pulaski lesen, die zurzeit zwei Bücher beinhaltet, nämlich Rachesommer und Racheherbst.

Bereits der Prolog nimmt mächtig an Fahrt auf und hat mich so gefesselt, dass ich das Buch nicht mehr weglegen wollte. Der Leser erlebt hierbei mit, wie eine Frau namens Lisa einen Mann namens Edward in einem Cabrio ermordete. Die Story beinhaltet zwei Handlungsstränge, die in verschiedenen Städten, nämlich Wien und Leipzig, angesiedelt sind. Zwischendurch werden diese Handlungsstränge kurz durch Rückblenden unterbrochen und man erfährt mehr über die Morde und die mysteriöse Frau aus dem Prolog.

Im ersten Kapitel lernen wir die Anwältin Evelyn Meyers kennen, die an einem Fall arbeitet und dafür sogar privat ermittelt. Ein pensionierter Kinderarzt ist in einem Abwasserkanal ertrunken aufgefunden worden und Evelyn will beweisen, dass der Schacht gut abgesichert war, damit die Baufirma ihres Onkels den Fall gewinnt und nicht insolvent geht. Doch im Laufe der Zeit kommen erneute, ähnliche Fälle hinzu und Evelyn glaubt nicht an einen Zufall. Im 5. Kapitel lernen wir den Kriminaloberkommissar Walter Pulaski kennen, der in Leipzig in Fällen von Jugendlichen in Psychiatrien ermittelt, die allesamt Selbstmord begangen haben sollen. Die Spuren führen Evelyn und Walter nach Norddeutschland, wo sie aufeinandertreffen und merken, dass ihre Fälle zusammenhängen.

Die beiden Protagonisten Evelyn und Walter wurden sehr gut ausgearbeitet und machten auf mich einen symphatischen Eindruck. Ich als Leserin konnte mich gut in sie hineinversetzen und hatte sie immer vor Augen. Bei Pulaski hat mir insbesondere gefallen, dass er sich so für die Opfer einsetzt und die Suche nach Beweisen und Hinweisen nicht erfolglos aufgibt. Pulaski selbst hat seine Frau an den Folgen einer Chemotherapie verloren, hat eine Tochter, ist ein sportlicher Vegetarier, aber auch starker Raucher und braucht ständig schwarzen Kaffee.

Auch bei "Rachesommer" bleibt sich Andreas Gruber wieder seinem Schreibstil treu, einfach und flüssig, dazu hält er seine Sätze überwiegend sehr kurz. Die Geschichte wird aus der Sicht eines auktorialen Erzählers erzählt und die Kapitel sind recht kurz gehalten, was ich bei Büchern ansich sehr mag.

Erneut hat Andreas Gruber es geschafft, mich von sich zu überzeugen und ich konnte das Buch kaum mehr weglegen. Neben Fitzek ist er definitiv zu meinem Lieblings Thriller Autor geworden.

Fazit:
Ich empfehle es allen Thriller-Fans, aber auch Thriller-Neulingen und werde mir nach diesem gelungenen Reihenauftakt nun"Racheherbst" bestellen.

Veröffentlicht am 11.12.2016

Kalt erwischt

Kalt erwischt
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Gerade in der heutigen Zeit kann es jeden kalt erwischen: Die Depression, das schwarze Loch, das einen umringt und nicht mehr loslassen will. Ca. 4 Millionen Menschen sind in Deutschland erkrankt und die ...

Gerade in der heutigen Zeit kann es jeden kalt erwischen: Die Depression, das schwarze Loch, das einen umringt und nicht mehr loslassen will. Ca. 4 Millionen Menschen sind in Deutschland erkrankt und die Tendenz steigt, zudem kommt noch die Dunkelziffer dazu, nicht jeder traut sich das Thema anzusprechen oder Hilfe zu holen. Oftmals bekommt man vielleicht noch dumme Sprüche zu hören wie "Stell dich nicht so an" oder "Das ist ja nicht so schlimm". Psychische Krankheiten sind für viele immer noch ein großes Tabuthema oder werden erst gar nicht anerkannt.

Buchzitat: "Depressionen sind kein Zeichen von Schwäche oder Faulheit. Nie!"

Die Autorin selbst lebt nun seit 3 Jahren "depressionsfrei". Ihr erster Zusammenbruch war im August 2006 auf einer Journalistenreise nach Norwegen. Sie leidet zu dieser Zeit an starkem Liebeskummer sowie Trennungsschmerz und ist in Therapie bei einem Psychologen, der zugleich Psychiater ist. Sie nimmt Beruhigungs- und Schlafmittel sowie Antidepressiva und denkt an Suizid. Nach der Norwegen Reise bekommt sie von ihrem Psychiater eine Einweisung in die Klinik, ihr erster Klinikaufenthalt naht. Der Klinikaufenthalt wird im dritten Kapitel geschildert, zumindest der erste Kliniktag. Einiges kannte ich schon aus meinen Klinikalltagen, die Abläufe sind ja immer gleich oder sehr ähnlich mit Untersuchungen, Psychologen-Erstgespräch, Zimmereinteilung uvm. Nur die Mitpatienten waren bei der Autorin so, wie man sie sich nicht gerade wünscht.

Das zweite Kapitel handelt davon, wie sich eine Depression anfühlt. Ich hätte es selbst nicht besser beschreiben können, als Betroffene weiß ich es ja selbst, wie es sich anfühlt und fühlte mich durch das Buch auf einmal sehr verstanden. Das Kapitel endet mit einer Symptome-Liste und der Erklärung für die Einteilung im ICD. Das 5. Kapitel handelt von den Ursachen einer Depression, die hier auch wieder genau dargestellt werden. Das wären zum einen biologische Faktoren, zum anderen psychosoziale Faktoren, aber auch die Unfähigkeit zur Stressbewältigung und psychodynamische Faktoren. Darauf folgt ein Interview mit Privatdozent Dr. Reinhard Lindner. Auch finde ich super am Buch, dass alles anschaulich gestaltet wird, zum Beispiel mit Infografiken. Kapitel 8 beschäftigt sich mit dem Thema "Depressionen und Frauen" und zeigt unter anderem auf, dass Frauen häufiger depressiv werden, während Männer überproportional kriminell werden und dass eine Depression bei Frauen in der Regel länger verläuft als bei Männern. Im 10. Kapitel geht es dann um Psychopharmaka wie Antidepressiva. Frau Fuhljahn schildert hierbei ihre Erfahrung mit Medikamenten, die sie bekommen hatte, aber schreibt auch über Medikamentgruppen, die sie selbst nicht ausprobiert hat. Hierbei gibt es ein Interview mit einem Professor einer psychiatrischen Universitätsklinik in Zürich über die Wirkung von Antidepressiva. Interessant fand ich auch Kapitel 12, welches sich mit verschiedenen Therapieformen beschäftigt. Im 18. Kapitel werden dann auch verwandte Krankheiten wie Persönlichkeitsstörungen oder Essstörungen aufgegriffen.

Wir begleiten die Autorin von ihrer Kindheit, die vom Tod ihrer Mutter geprägt wurde, zum Internatsleben und Abitur sowie Studium, die Jugend bishin zum Erwachsenenalter.

Heide Fuhljahn vermischt in ihrem Buch Autobiografie mit Fachartikeln sowie Interviews, welches ihr sehr gelungen ist und auch gut verständlich für die Allgemeinheit gehalten ist. Sie selbst schreibt, dass sie das Buch geschrieben hat um anderen Frauen zu helfen, leichter und schneller Hilfe zu finden als sie sie gefunden hat. Zum Schluss gibt es einen 15-seitigen Service Teil zur Selbsthilfe, der Antworten auf Fragen gibt (z.B. "Wann zum Hausarzt", "Wann zum Psychiater" etc.), aber auch Hilfsangebote und wichtige Internetadressen preisgibt.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es ist sehr hilfreich und nützlich, sowohl für Betroffene als auch für Angehörige von Betroffenen. Aber auch jeder, der mehr zum Thema Depression erfahren möchte kann auf dieses Werk zurückgreifen.

Fazit:
Ein absolut lehrreiches Buch, welches ich wärmstens empfehlen kann.

Veröffentlicht am 30.11.2016

Jay Asher: Dein Leuchten

Dein Leuchten
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Die Gestaltung:
Das Cover zeigt eine Frau mit rosafarbener Strickmütze, ringsherum sind Lichterketten-artige Leuchten in verschiedenen Farben zu sehen. Der Autorenname sowie der Titel sind in Punkten geschrieben. ...

Die Gestaltung:
Das Cover zeigt eine Frau mit rosafarbener Strickmütze, ringsherum sind Lichterketten-artige Leuchten in verschiedenen Farben zu sehen. Der Autorenname sowie der Titel sind in Punkten geschrieben. Das Buch ist in 24 Kapitel eingeteilt und die Schriftart sowie Schriftgröße ist gut leserlich gewählt.

Meine Meinung:
Nachdem ich Jay Asher's Bestseller "Tote Mädchen lügen nicht" nicht ganz so gelungen fand, wollte ich ihm - schon alleine wegen dem schönen Cover - noch eine Chance geben, mich von sich zu überzeugen.

Im ersten Kapitel lernen wir die 15-jährige Sierra und ihre beiden Freundinnen Hazel und Elizabeth kennen. Das Dreiergespann trinkt Kaffee und Hazel und Elizabeth schenken Sierra zum Abschied jeweils ein eingerahmtes Foto von sich, denn Sierra fährt mit ihren Eltern jährlich von Thanksgiving bis nach Weihnachten nach Kalifornien, wo sie ihre gezüchteten Tannenbäume verkaufen. Im dritten Kapitel wird uns Heather vorgestellt, Sierras beste Freundin aus Kalifornien. Erst zum Ende des 5. Kapitels lernen wir allmählich den mit Grübchen ausgestatteten Caleb kennen, der Weihnachtsbäume kauft und an Menschen spendet, die sich keinen leisten können. Obwohl Sierra für den Monat, den sie in Kalifornien ist, sich nicht verlieben möchte, funkt es zwischen den beiden gewaltig. Doch da wäre noch das Gerücht, dass Caleb mit einem Messer seine eigene Schwester angegriffen haben soll...

Die Protagonistin Sierra war mir auf Anhieb symphatisch. Sie ist zwar stellenweise noch etwas kindlich, aber das liegt eben daran, dass sie erst 15 ist. Auch dass sich ziemlich viel um das Gesprächsthema "Jungs" dreht ist wohl typisch für dieses Alter. Den Protagonisten Caleb habe ich ebenfalls schnell ins Herz geschlossen, weil er eben sehr gutmütig ist und armen Menschen hilft.

Der Schreibstil des Autors ist sehr flüssig und einfach. Er schreibt aus der Sicht von Sierra in der Ich-Form, so dass man sich gut in in die Protagonistin hineinversetzen kann.

Ich persönlich fand die Story sehr unterhaltsam und das Setting konnte mich auch in eine weihnachtliche sowie friedliche Stimmung versetzen, aber das Buch hat mich nicht fesseln können. Stellenweise fand ich mich sogar zu alt für die Story, obwohl ich schon zig Jugendbücher gelesen habe, die mich auch in meinem Alter noch angesprochen haben.

Fazit:
Ein sehr unterhaltsames Jugendbuch, passend zur kalten Jahreszeit, welches seine Leser in eine schöne Weihnachtsstimmung versetzt. Jedoch konnte es mich nicht fesseln und ich habe ziemlich lange für das Buch gebraucht, so dass ich leider zwei Sterne abziehen muss. Empfehlen würde ich es tatsächlich eher jüngeren Lesern, die sich mit der Thematik "Jungs und die erste große Liebe" besser anfreunden können.

Veröffentlicht am 28.11.2016

Ein richtiges Schmuckstück für alle Katzenliebhaber.

Katzen
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"Wenn du nicht weißt, was du von einem Menschen halten sollst, frag deine Katze, wenn du nicht weißt, was du von dir selbst halten sollst, frag sie ebenfalls". Hach, das Buch besteht aus ganz vielen Sätzen, ...

"Wenn du nicht weißt, was du von einem Menschen halten sollst, frag deine Katze, wenn du nicht weißt, was du von dir selbst halten sollst, frag sie ebenfalls". Hach, das Buch besteht aus ganz vielen Sätzen, die ich am liebsten alle zitieren würde, so schön klingen sie.

Marina Mander schreibt sehr bildlich und leicht überspitzt. Das Cover, welches eine getigerte Katze mit blauen Augen zeigt ist wunderschön und ein wahrer Eyecatcher für alle Katzenfans. Außerdem finde ich den geschwungenen "Katzen" Schriftzug sehr gelungen und schön anzusehen.

Anstelle von einem Inhalt ist das Buch eine reine Lobeshymne für Katzen oder besser gesagt die beiden Katzen der Autorin, die auf die Namen "Spritz" (Namensträger war hier Aperol Spritz und er ist ein rot-weiß getigerter Kater) und "Schatzi" (eine Siam Katze) hören. Auf dem Buchumschlag sieht man auch ein Bild von dem Dreiergespann, leider kann ich es euch aus urheberrechtlichen Gründen nicht zeigen.

Die Anekdoten sind wirklich sehr unterhaltsam und man lernt sogar noch was dazu. Zum Beispiel weiß ich nun, dass ein Mensch 100 Minuten am Tag träumt und die REM Phasen für Katzen sowie Menschen überlebensnotwendig sind.

Fazit:
Ein richtiges Schmuckstück für alle Katzenliebhaber.