Profilbild von hapedah

hapedah

Lesejury Star
offline

hapedah ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit hapedah über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.09.2024

Fantasievoll und farbenfroh geschriebener Reihenauftakt

Nightbirds, Band 1 - Der Kuss der Nachtigall
0

Matilde, Sayer und Æsa arbeiten als Nightbirds - sie verkaufen ihre Magie, die mit einem Kuss übertragen werden kann, an zahlungskräftige Mitglieder der Gesellschaft. Das tun sie im Verborgenen, denn offiziell ...

Matilde, Sayer und Æsa arbeiten als Nightbirds - sie verkaufen ihre Magie, die mit einem Kuss übertragen werden kann, an zahlungskräftige Mitglieder der Gesellschaft. Das tun sie im Verborgenen, denn offiziell ist Magie in Simta verboten, besonders die Kirche geht streng gegen alle magischen Substanzen und Personen vor. Als eines Nachts ein Anschlag auf die Nightbirds verübt wird, beginnen die jungen Frauen, alles was ihnen über ihre Gaben erzählt wurde zu hinterfragen. Nachdem sie schließlich aus ihrem vertrauten Umfeld fliehen mussten, entdecken sie, wie weitreichend sich die Magie in ihrer Heimat tatsächlich entfaltet.

"Nightbirds, Band 1: Der Kuss der Nachtigall" von Kate J. Armstrong ist der Auftaktband einer Fantasyreihe, bei den es etwas gedauert hat, ehe ich mich emotional in die Geschichte hinein gefunden habe. Zu Beginn werden die drei Nightbirds, aus deren Perspektiven die Handlung abwechselnd beschrieben wird, in ihrem Alltag vorgestellt. Erst nach und nach bekam ich das Gefühl, Matilde, Sayer und Æsa etwas besser kennen zu lernen, deshalb bin ich auch eher langsam mit ihnen warm geworden. Spätestens ab der Buchmitte hatte mich der Lesefluss aber gepackt und die Protagonistinnen sind mir ans Herz gewachsen.

Das Magiesystem, das den Hintergrund dieses Romans bildet, fand ich sehr neu und andersartig - möglicherweise lag es auch daran, dass ich zunächst etwas mit der Geschichte gefremdelt habe. Die fantasievoll erdachte Welt, in der die Nightbirds leben, hat mich dennoch sehr fasziniert, den Schreibstil habe ich als sehr farbenfreudig und mitreißend empfunden und all die Facetten der Magie, die in Simta existieren, haben meine Begeisterung noch gesteigert. Die Spannung, die ich anfangs noch etwas vermisst hatte, nahm mich irgendwann so gefangen, dass ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen wollte und es in relativ kurzer Zeit durchgeschmökert habe. Das Ende hat mich neugierig zurück gelassen, so dass ich mich jetzt schon sehr auf den Fortsetzungsband freue, obwohl ich mich bis zu dem Erscheinungstermin noch lange gedulden muss. Für diesen farbenfrohen und fesselnden Reihenauftakt spreche ich gern eine Leseempfehlung aus.

Fazit: Nach einen eher gemächlichen Einstieg hat mich die spannende Geschichte it ihrem farbenfrohen Hintergrund und in ihrem Bann gezogen und bis zur letzten Seite gefesselt und begeistert. Das wunderbare Leseerlebnis empfehle ich daher gern weiter.

Veröffentlicht am 26.08.2024

Spannender Reihenauftakt mit einem Hauch Fantasy

Five Broken Blades
0

Aus verschiedenen Ecken des Reiches machen sich fünf Personen auf den Weg in die Hauptstadt - mit einem gemeinsamen Ziel, sie alle wurden angeheuert, den Gottkönig Joon zu töten. Mit ihnen reist der verbannte ...

Aus verschiedenen Ecken des Reiches machen sich fünf Personen auf den Weg in die Hauptstadt - mit einem gemeinsamen Ziel, sie alle wurden angeheuert, den Gottkönig Joon zu töten. Mit ihnen reist der verbannte Prinz, der nach dem Tod seines Bruders die Drachenkrone übernehmen soll. Jeder hat andere Gründe, sich auf diesen Verrat einzulassen, doch um erfolgreich zu sein, müssen sie zusammen arbeiten und einander sogar vertrauen. Gar nicht so einfach, den keiner der engagierten Verräter ist gewillt, sich von den Anderen in die Karten schauen zu lassen.

"Five Broken Blades" von Mai Corland ist der spannende Auftakt einer Fantasy-Reihe, der mich bis zur letzten Seite gefesselt und begeistert hat. Der Anfang gestaltet sich gemächlich, zunächst habe ich die Protagonisten nach und nach kennen gelernt - jeden aus seinem eigenen Blickwinkel. Diese Schreibweise fordert beim Lesen Konzentration, ich habe mich mehr als einmal dabei ertappt, zum Kapitelanfang zurück zu blättern, um noch einmal nachzuschauen, wessen Perspektive ich gerade mit erlebe. Dadurch hatte ich aber auch das Gefühl, alle sechs Verschwörer intensiv kennen zu lernen, so dass ich emotional stets an ihrer Seite war - trotzdem sie Lügner, Diebe und sogar Mörder sind, habe ich jede Person in dieser zusammengewürfelten Truppe gemocht.

Vordergründig bewegt sich die Handlung um die gefährliche Reise der Gefährten und ihren unmöglich erscheinenden Auftrag, die Fantasy hielt sich erst einmal dezent im Hintergrund. Lediglich die Historie des Reiches, in der von einem Drachenherrscher die Rede war, der für die nachfolgenden Könige einige magische Artefakte schuf, sowie ein paar mystische Tiere, ließen erkennen, dass es sich nicht um eine reine Abenteuergeschichte handelt. Die Spannung hat sich meiner Meinung nach immer weiter gesteigert, zwischenzeitlich mochte ich den E-Reader kaum aus der Hand legen. Das Ende hat mich überrascht und die Lust auf den Fortsetzungsband geweckt, auf den ich mich bereits sehr freue. Insgesamt hatte ich ein äußerst unterhaltsames Leseerlebnis, das ich gern weiter empfehle.

Fazit: Die Geschichte wird aus sechs verschiedenen Perspektiven erzählt, was war zu Beginn einige Konzentration verlangt, mich aber emotional tief in die Handlung hinein gezogen hat. Für diesen fesselnden Reihenauftakt mit einem Hauch Fantasy im Hintergrund, spreche ich gern eine Leseempfehlung aus.

Veröffentlicht am 24.08.2024

Fesselnde Gruselgeschichte

Starling House
0

Seit frühester Jugend ist Opal fasziniert vom Starling House, obwohl die meisten Kleinstadtbewohner das verfallene Anwesen eher meiden. Oft träumt sie träumt sie sogar von dem alten Herrenhaus und findet ...

Seit frühester Jugend ist Opal fasziniert vom Starling House, obwohl die meisten Kleinstadtbewohner das verfallene Anwesen eher meiden. Oft träumt sie träumt sie sogar von dem alten Herrenhaus und findet die schwache Fensterbeleuchtung in dunklen Abendstunden äußerst anheimelnd. Einst lebte dort die Autorin des Buches "The Underworld", eine Geschichte die in Opals Kindheit dauerhaft präsent war. Inzwischen ist sie erwachsen, lebt allein mit ihrem Bruder Jasper in einem Motelzimmer und rackert sich in mehreren Jobs ab, um ihm eine bessere Zukunft zu ermöglichen - da kommt ihr das Angebot von Arthur Starling, einen Putzjob in seinem Anwesen zu übernehmen, wie gerufen. Neben der guten Bezahlung bietet sich ihr die Möglichkeit, nun jeden Tag das Haus aufzusuchen, zu dem Opal eine merkwürdige Verbindung spürt, doch was hat es mir dem Fluch auf sich, von dem die Leute in Eden ständig munkeln?

"Starling House" von Alix E. Harrow ist eine Geschichte, die mich praktisch von der ersten Zeile an in ihren Bann gezogen hat. Opal ist in meinen Augen zwar keine typische Sympathieträgerin, dennoch habe ich sie von Anfang an gemocht und war emotional sofort in ihrer Welt versunken. Nach dem Tod der Mutter hat sie die Verantwortung für ihren jüngeren Bruder übernommen, diese Fürsorglichkeit hat mich trotz Opals eher negativem Selbstbildes sehr für die Protagonistin eingenommen. Ein wenig länger hat es gedauert, ehe ich mit Arthur warm geworden bin, er lebte so lange allein, dass er zunächst kaum etwas von sich preis gibt, erst nach und nach zeigt sich in kleinen Schritten sein wirkliches Wesen.

Den Schreibstil habe ich als sehr fesselnd empfunden, die Spannung zog sich für mich auf einem konsequent hohen Niveau durch die gesamte Handlung. Die unterschiedlichen Geschichten, die Opals Mitmenschen von der Vergangenheit des Starling Houses und über die damit verbundenen Personen erzählen, ließen mich vom erzählerischen Aufbau her an einen Krimi denken, bei dem ich auf der Suche nach der Wahrheit vielen verschiedenen Spuren folge. Die etwas düstere Atmosphäre der Kleinstadt fand ich authentisch dargestellt, auch die Personen wirkten auf mich lebensecht. Durch die detaillierte Beschreibung des Hintergrunds hatte ich ständig Bilder vor meinem geistigen Auge, die Ereignisse liefen beinahe wie ein Film in meinem Kopf ab. Insgesamt kann ich von einem faszinierenden Lesevergnügen sprechen, von dieser Art Buch möchte ich gern mehr kennen lernen.

Fazit: Mich hat die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite begeistert, die düster-atmosphärische Beschreibung der Kleinstadt und der stelleweise fast märchenhaft anmutende Erzählstil vereinen sich zu einer fesselnden Lektüre, für die ich gern eine Leseempfehlung ausspreche.

Veröffentlicht am 21.08.2024

Unterhaltsame Geschichte mit viel expliziter Erotik

Three Swedish Mountain Men (Why Choose 1)
0

Nachdem Daisy überstürzt nach Schweden gereist ist, läuft ihr ausgerechnet ein Elch vor das Auto. Der mürrische Ranger Cole hilft ihr aus dem Wrack und da sich ein Sturm ankündigt, nimmt er sie notgedrungen ...

Nachdem Daisy überstürzt nach Schweden gereist ist, läuft ihr ausgerechnet ein Elch vor das Auto. Der mürrische Ranger Cole hilft ihr aus dem Wrack und da sich ein Sturm ankündigt, nimmt er sie notgedrungen mit in seine Hütte. Coles Mitbewohner, der Arzt Riven und der Skilehrer Eli, sind sofort angetan von der hübschen Besucherin und es dauert nicht lange, bis Daisy in ihre starken Arme sinkt. Nur Cole bleibt misstrauisch - ahnt er, warum sie aus ihrem alten Leben in die abgelegene schwedische Bergwelt geflüchtet ist?

"Three Swedish Mountain Men" von Lily Gold ist eine nette Geschichte für zwischendurch, die mit reichlich erotischen Szenen gewürzt ist. In dieser Hinsicht übertreibt der Klappentext nicht, wer das Buch lesen möchte, sollte von den sehr explizit beschriebenen Aktionen nicht überrascht sein, trotz des so unschuldig anmutenden Covers handelt es sich um eine Reverse-Harem-Romance. Mich hat der Roman schnell in seinen Bann gezogen, sowohl Daisy als auch die drei Bergmänner waren mir schnell sympathisch und ich bin emotional tief in ihrer abgelegenen Welt versunken. Sämtliche anderen Personen habe ich eher als Randfiguren empfunden, der Großteil der Handlung spielt sich in der verschneiten Berghütte ab.

Den Schreibstil habe ich durchaus als fesselnd empfunden, zwischenzeitlich mochte ich den E-Reader kaum aus der Hand legen. Dass der Hintergrund von Daisys Flucht aus der Heimat vielleicht etwas konstruiert war (auch die Reaktion ihrer Eltern, mit denen sie davor doch ein recht gutes Verhältnis gehabt hatte, fand ich ein wenig befremdlich), hat dem Lesevergnügen meiner Meinung nach keinen Abbruch getan. Wer Lust auf eine locker-leichte Geschichte mit jeder Menge Spice hat, dem empfehle ich dieses Buch gern weiter.

Fazit: Mich hat die Geschichte gut unterhalten, Daisys Geheimnis fand ich zwar ein klein wenig an den Haaren herbei gezogen, insgesamt hatte ich aber ein entspanntes Leseerlebnis, das ich gern weiter empfehle.

Veröffentlicht am 14.08.2024

Düster, spannend und fantasievoll - ein fesselnder Dilogieauftakt

One Dark Window - Die Schatten zwischen uns
0

Im Königreich Blunder fürchten sich die Menschen vor dem Nebel, der geheimnisvolle Magie überträgt, denn die königliche Garde hat Befehl, jeden zu töten, in dem sich eine magische Begabung zeigt. Elspeth ...

Im Königreich Blunder fürchten sich die Menschen vor dem Nebel, der geheimnisvolle Magie überträgt, denn die königliche Garde hat Befehl, jeden zu töten, in dem sich eine magische Begabung zeigt. Elspeth Spindle ist es allerdings gelungen, den Häschern zu entkommen, seit Kindertagen lebt sie im Haus ihrer Tante und verbirgt das düstere Wesen, das in ihrem Körper haust, vor der Welt. Bis sie eines Tages Ravyn Yew begegnet, der als Hauptmann der Königsgarde auf gar keinen Fall von ihrem Geheimnis erfahren darf - doch Ravyn hat eigene Geheimnisse und zur Umsetzung seiner Pläne ist er auf Elspeths Hilfe angewiesen, denn nur sie kann die magischen Karten sehen, die er benötigt, um das Land vom Nebel zu befreien.

"One Dark Window - Die Schatten zwischen uns" von Rachel Gillig ist der Auftaktbande einer fantastischen Dilogie, der mich sofort in seinen Bann gezogen und bis zur letzten Seite nicht wieder los gelassen hat. Elspeth war mir schnell sympathisch, auch wenn es etwas länger gedauert hat, ehe ich das Gefühl bekam, sie besser zu kennen. Denn von Anfang an war ihre Perspektive von den inneren Gesprächen mit dem Nachtmahr erfüllt, was ihren eigenen Charakter ein wenig in den Hintergrund gerückt hat. Ravyn wurde fast ausschließlich durch Elspeths Augen betrachtet, daher bin ich ihm ebenfalls nur langsam näher gekommen und auch das im Klappentext versprochene Knistern zwischen ihnen hätte für meinen Geschmack gern etwas intensiver ausfallen dürfen. Dennoch habe ich sowohl die Protagonisten, als auch alle anderen Figuren als authentisch und lebensecht empfunden.

Der Schreibstil hat mich während der gesamten Lektüre gefesselt, den fantasievollen Ansatz um die Herrin des Waldes und die magischen Karten habe ich sehr gemocht. Auf mich wirkte die Handlung besonders im Hinblick auf die historische Geschichte des Königreiches wie ein düsteres Märchen, gemischt mit einem guten Teil Fantasy, was dieses Buch für mich zu einem mitreißenden Lesevergnügen gemacht hat. Der Ausklang von Elspeths innerem Kampf hat mir bereits Lust auf den Folgeband gemacht, auf den ich mich sehr freue. Für diesen fantastischen Auftaktband spreche ich gern eine Leseempfehlung aus.

Fazit: Mich hat die spannende Fantasygeschichte stellenweise an ein düsteres Märchen erinnert, ich war von Anfang bis Ende gefesselt und empfehle dieses Lesevergnügen gern weiter.