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Veröffentlicht am 15.01.2018

Ein Schloss, verbrante Zuchthengste und jede Menge spannende Ermittlungsstränge

Jeremias Voss und der tote Hengst - Der zweite Fall
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"Jeremias Voss und der tote Hengst“, ist der zweite Fall des sympathischen Hamburger Privatdetektiv, den es diesmal im Auftrag einer grossen renommierten Versicherung, auf ein Schloss mit gräflichen Gestüt ...

"Jeremias Voss und der tote Hengst“, ist der zweite Fall des sympathischen Hamburger Privatdetektiv, den es diesmal im Auftrag einer grossen renommierten Versicherung, auf ein Schloss mit gräflichen Gestüt verschlägt, die bei einem tragischen Brand oder kalkulierte Brandstiftung bitterlich verbrannt sind, geschrieben von Ole Hansen.

Jahrelang hat sich Tierarzt Dr. Bertram Rusinski um das Wohl und die Gesundheit der Zuchtpferde auf dem Gut des Grafen von Mückelsberg gekümmert. Doch seit es auf dem Schloss, einen Managerwechsel gab, ist das erscheinen des bekannten Tierarztes nicht mehr erwünscht. Da das gräfliche Gestüt, darunter ein Zuchthengst jedoch hoch versichert wurde, wird Dr. Bertram Rusinski im Auftrag der Hamburger Versicherung gebeten, das Pferdegestüt des Grafen von Mückelsberg, nochmals auf dessen Gesundheit zu überprüfen.

Doch schon wenige Tage nach der Untersuchung, brennt das Gut mitsamt seinem teuren Gestüt ab und auch der Tierarzt Dr. Bertram Rusinski, gilt seitdem als spurlos verschwunden und unerreichbar. Die Hamburger Versicherungsgesellschaft vermutet einem Betrug, denn im Falle einer Auszahlung müsse sie einen horrenden Preis bezahlen. War der Brand wirklich ein äusserst tragischer Unfall, oder handelt es sich um eine kalkulierte Brandstiftung?

Nun ist der Scharfsinn und das Gespür von Jeremias Voss gefragt, der sich durch seinem unerbittlichen Fleiss, Gespür und tadellosen Geschick zum best bezahltest und teuersten Privatdetektiven Hamburgs emporgearbeitet hat. Ausser Frage, das auch einer der grössten und renommiertesten Versicherungsgesellschaften Hamburgs, grosses Interesse an Jeremias Voss Ermittlungserfolgen hat.
Hat am Schluss doch der Tierarzt etwas mit dem Brand zu tun? Oder ist auch er zum Opfer einer kriminellen Machenschaft geworden?

Die Geschichte beginnt, mit einer sehr ausführlich und detailliert beschriebenen Einführung, die den Leser auf das gräfliche Gut und dessen hoch versicherten Gestüt mit Zuchthengst geführt hat. Anfangs dachte ich, die Ausführungen würden zu umfangreich erklärt, das sich im Nachhinein jedoch als genau richtig herausgestellt hatte.
Wie auch schon in Jeremias Voss ersten Fall, bin ich gut in die Geschichte rein gekommen, hatte durch den angenehm, flüssig und locker leichten Schreibstil des Autors Ole Hansen, grossen Spass den Privatdetektiv bei seinen Ermittlungserfolgen zu begleiten. Auch die Charaktere werden ausführlich, authentisch und lebhaft beschrieben, in die man sich beim lesen sehr gut hineinversetzten konnte. Besonders Jeremias Voss sympathische und taffe Art, mochte ich wieder sehr gerne, der durch seine Schwäche für schöne Frauen aufgefallen ist und damit immer wieder für ein schmunzeln und Augenverdrehen gesorgt hatte. Aber auch Spannung, Krimifeeling und Humor kommen in seinem zweiten Fall nicht zu kurz, denn Jeremias Voss, hat auch in der prequersten Situation immer einen smarten Spruch auf Lager, der für eine angenehme Abwechslung und frischen Wind gesorgt hatte. Die Handlungsstränge fügen sich zum Schluss authentisch zusammen und werden mit einer glaubhaften und gelungene Auflösung des Falls beschrieben. Denn Ole Hansen konnte den Täter bis zum Schluss verschleiern, das die aufkommende Spannung zusätzlich steigern konnte und im Bezug auf den Täter zumindest für mich überraschend war.

Der zweite Fall des Hamburger Privatdetektiven Jeremias Voss war auch diesmal wieder sehr unterhaltsam und mit einer guten Portion Humor, authentisch und lebhaft beschriebenen Charakteren und jeder Menge spannender Ermittlungsträge bestück, die bis zum Schluss für pures Lesevergnügen gesorgt haben. Eine lesenswerte und tolle Krimireihe mit Jeremias Voss als smartem Ermittler.

Veröffentlicht am 14.01.2018

Keine Männer – das ist die Regel

Das Haus ohne Männer
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"Das Haus ohne Männer", ist ein erfrischend, teilweise humorvoll geschriebener Roman, der von der Liebe, Lebensentscheidungen, der Sehnsucht nach Glück und Männern erzählt, geschrieben von Karine Lambert. ...

"Das Haus ohne Männer", ist ein erfrischend, teilweise humorvoll geschriebener Roman, der von der Liebe, Lebensentscheidungen, der Sehnsucht nach Glück und Männern erzählt, geschrieben von Karine Lambert.

Mitten in Paris, in einem verwunschenen Mehrstöckigen Haus, gibt es für denen Bewohnerinnen nur eine Regel - Keine Männer.
Darin eingeschlossen sind auch Ehemänner, Liebhaber, Klempner, Elektriker, Pizzalieferanten, kurz gesamt eine Männerfreie Zone. Doch die unterschiedlichen Frauen, Guiseppina ( 1. Stock), Carla ( 2. Stock), Simone ( 3. Stock), Rosalie ( 4. Stock) und der Eigentümerin, genannt die Königin (5. Stock), haben allesamt, bereits der Liebe abgeschworen. Eizig Kater Jean-Pierre wird von den Damen gestattet und erhält uneingeschränkten Zutritt in ihre sonst Männerlose Welt.

Alles ändert sich, als Carla auszieht um die Welt zu bereisen und die junge Juliette, frischen Wind, in das Leben der ungleichen Frauen bringt. Denn sie hat die Männer noch nicht aus ihrem Leben verbannt und brennt darauf ihren Herzensmenschen kennen zu lernen.

Die Idee der Geschichte ist interessant und macht direkt neugierig die Frauen kennen zu lernen, die den Männern bereits abgeschworen haben. Für mich wäre eine Männerfreie Welt unvorstellbar, zumal ich meinen Sohn, Mann, männliche Verwandte, meinen Vater und die vielen nette Freunde nicht mehr sehen dürfte. Doch alle Frauen in der Geschichte haben mehr oder weniger schlimme und schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht, um denen die kalte Schulter zu zeigen. Allenvoran die Besitzerin, "die Königin" des Hauses, die einst eine umgarnte Tänzerin war, die jedoch mit den Jahren ihren Glanz und damit für die Männerwelt auch ihren Charme verloren hatte. Doch die Rebellin Juliette bringt wieder frischen Schwung und Wind in die Welt der Frauen, ist dabei ehrlich und humorvoll und lässt dabei selbst tief, auf ihre traurige, oftmals unschöne Kindheit blicken.

Durch Karine Lamberts, unbeschwerten, locker leichten und irgendwie beflügend humorvollen Schreibstil hat es spass gemacht, in die Welt der Frauen einzutauchen und deren Geschichten kennen zu lernen. Doch irgendwie hat für mich die Tiefe, Dynamik, bewegende Momente und Spannung gefehlt. Zwar haben mir die Beschreibungen der Frauen gut gefallen, insbesondere die von Juliette, die mir von Anfang an sehr sympathisch war, doch nach dem Lesen hatte ich das Gefühl, das irgend etwas gefehlt hat. Wiedererwartend gibt es für die Frauen leider auch keine Liebesgeschichte, obwohl ich es jeder gewünscht und so sehr darauf gehofft hatte. Auch der Perspektivenwechsel der Frauen, war für mich teilweise leicht verwirrend dargestellt, da die 32 Kapitel jeweils nur aus Zahlen und ohne Überschriften versehen waren.
Erschwerend aber fehlt ein roter Faden, der sich durchweg durch die Handlung der Geschichte zieht. Denn keine Handlung führt zu einem Ergebnis und Ziel bis auf das sehr offengehaltene Ende.

Abschliessend, fand ich, den Roman sehr unbeschwert und angenehm zu lesen, die Idee hinter der Geschichte, interessant, allerdings Ereignislos, der etwas mehr Tiefe, Dynamik und Spannung gut getan hätte.

Veröffentlicht am 11.01.2018

Verheissungsvoller Auftakt dem es allerdings etwas an Spannung fehlt

Totengrab
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"Totengrab" von Keith Nixon, ist der erster Band der verheissungsvollen Solomon Gray-Reihe, in dem Detective Gray auch noch zehn Jahre nach dem verschwinden seines Sohnes, unentwegt jedem Fall nachgeht, ...

"Totengrab" von Keith Nixon, ist der erster Band der verheissungsvollen Solomon Gray-Reihe, in dem Detective Gray auch noch zehn Jahre nach dem verschwinden seines Sohnes, unentwegt jedem Fall nachgeht, um ihn zu finden.

Detective Sergeant Solomon Gray wird nach Margate, einer kleinen Küstenstadt in England, zu seinem neuen Fall gerufen. Ein Teenager ist aus dem fünften Stock eines Apartmenthauses gesprungen und dabei tötlich verunglückt.
Sein eigener Sohn Tom, der nach einem Jahrmarktbesuch vor zehn Jahren spurlos verschwand, müsste ebenfalls im selben Alter gewesen sein, wie der, als Nick Buckingham identifizierte Junge. Ein seltsames Gefühl überkommt den Detective beim Anblick des Jungen. Hat er doch bisher jeden Fall angenommen, an dem Kinder beteiligt waren, um seinen Sohn vielleicht endlich zu finden.     

Doch plötzlich droht eine Entdeckung Salomon Gray aus der Bahn zu werfen. Deine eigene Nummer, war im Namenverzeichnis, auf dem Handy des toten Teenagers gespeichert.
Die weiteren Ermittlungen führen den Detective in eine Welt voll Missbrauch, Lügen und Korruption, in der er sich schon bald seinen eigenen Ängsten und Dämonen stellen muss.

Die Geschichte beginnt mit dem Auffinden des Teenagers Nick Buckingham und nimmt so Stück für Stück seinen Lauf. Dabei führt Keith Nixon seine Leser immer wieder in die Vergangenheit zurück, und man erhält Bruchstückeweise Informationen über das Verschwinden von Grays Sohn Tom, sein eigenens tristes, mit Alkohol und Tabletten gefülltes leben und den tragischen Ableben seiner Frau. Obwohl die Charaktere nicht in die Tiefe beschrieben werden und Detective Salomon Gray alles andere als ein netter, aufgeschlossener und sympathische wirkender Ermittler ist, habe ich mich gut in ihn und seine Lage hineinversetzten können und seinen verbitterten Schmerz und die darausschliessende tiefe Trauer, beim lesen deutlich spüren können. Kurioserweise war er mir sogar irgendwie sympathisch und ich habe mich immer wieder gerne von ihm, in die Vergangenheit und das verschwinden seines Sohnes, zurück führen lassen, die mit unter die Spannensten Abschnitte der Geschichte für mich waren. Doch so spannend wie einige Handlungsstränge verlaufen, so unspektakulär zieht sich der Mittelteil dahin, dem es einfach an Spannung gefehlt hat. Auch der Schluss und Grays auflösen des Falls, wurde etwas zu einfach und simple aufgelöst, der zwar mit einer unvorhersehbare Wendung im Bezug auf den Mörder versehen war und überraschen hat, mich jedoch nicht überzeugen konnte.
Einzig das Verschwinden seines Sohnes bleibt als misteriöser Cliffhanger zurück, der sich auch noch durch die nächsten Teile der Reihe, wie ein roter Faden ziehen wird.

Angenehm fliessend und wortgewandt ist der Schreibstil von Keith Nixon, der mich flüssig durch die Kapitel geführt hat.

Im Gesamtpaket war der erste Band der Salomon Gray Reihe, für mich mit zuwenig spannenden und packenden Handlung und  Ermittlungssträngen versehen. Obwohl die Geschichte gegen Ende hin in Schwung gekommen ist und fahrt angenommen hat, konnte mich auch das Auflösen des Falls nicht vom Hocker hauen. Neugierig hingegen bin ich über das Verschwinden des Sohnes Tom, sodass ich durchaus noch einen weiteren Band der Reihe lesen werde.

Veröffentlicht am 10.01.2018

Eine abenteuerliche Reise voller neuer Erfahrungen und Eindrücke

Das Glück hinter dem Horizont
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"Das Glück hinter dem Horizon" von Maren Schütz, ist ein nettes Bilderbuch für Gross und Klein, über Freundschaft und Hilfsbereitschaft mit wunderschönen und farblich gezeichneten Aquarellen.

Die Riesenschildkröte ...

"Das Glück hinter dem Horizon" von Maren Schütz, ist ein nettes Bilderbuch für Gross und Klein, über Freundschaft und Hilfsbereitschaft mit wunderschönen und farblich gezeichneten Aquarellen.

Die Riesenschildkröte Aristotle Winthorp ist ein grummeliger oftmals schlecht gelaunter Zeitgenosse, der Könige und andere Herrschaften gesehen und erlebt hat, Fluten überstanden und Scharen seiner Kinder hat aufwachsen sehen.
Er lebt mit vielen andern Tieren auf einer abgelegenen Insel, auf dem Meer, den nichts und niemanden aus der Ruhe bringen kann. Man behauptet sogar, das Aristotle durch seine geheimnissvolle Art, sehr Waise ist, und dadurch die Zukunft vorhersehen könne.
In Wirklichkeit jedoch, ist Aristotle, einfach ein Miesepeter der oftmals schlecht gelaunt ist und zukünftige Ereignisse, sind nur ein einfacher Ausdruck seiner bitter langen Erfahrung der Weltsicht. Doch als eines Tages, nach einem tosenden Sturm, das Totenkopfäffchen Boo, auf die Insel gespült wird, hat sich in Artistotle etwas verändert.
Er beschliesst das Äffchen wieder sicher nach Hause zu bringen und stellt dabei fest, das er weit weg vom Strand seiner Insel, doch noch so viele sicher nicht gesehen hat. Für die Riesenschildkröte un das Totenkopfäffchen, beginnt eine abenteuerliche Reise voller neuer Eindrücke und Erfahrungen.

Aristotle ist zwar am Anfang der Geschichte, ein ziemlich grummerliger Miesepeter, der es jedoch schafft, den Mut aufzubringen, um über seinen Horizont zu blicken. Als das lebhafte und aufgedrehte Äffchen Boo, schliesslich in Aristotles Leben tritt, kommt endlich wieder etwas Leben in sein bisher tristes und langweiliges Leben. Beide Charaktere ergänzen sich gut und so nimmt die Geschichte ihren Lauf.
Maren Schütz hat einen sehr kindgerecht, einfachen und verständlichen Schreibstil, dem nicht nur Erwachsene sondern auch Kinder gleichermassen, gut folgen und vestehen können. Die Buchseiten und auch die Schrift, sind sehr gross, nicht zu überladen und wirken durch die liebevollen, einseitg und farblichen Aquarellzeichnungen sehr toll gestaltet.
Doch neben einer netten Geschichte, kann man auch einen lehrreichen Schluss über Freundschaft, Hilsbereitschaft und das über den Tellerrand blicken, ziehen.
Im Gesamten finde ich das Buch sehr gut gelungen, das durch die schönen Aquarellzeichnungen und der daraufschliessenden Lehre am Schluss, zu einem besonderen Bilderbuch, für Kinder ab einer Altersempfehlung von 8 Jahren - 12 Jahren empfohlen wird.

Eine schöne Geschichte, nett Bebildert zum Selbst oder Vorlesen für Kinder.

Veröffentlicht am 07.01.2018

Realitätsnaher und brisanter Stalker-Thriller mit fesselnder Thematik der Datenmanipulation

NEXX: Die Spur
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"Nexx: Die Spur" von Volker Dützer, ist ein hochspannender und rasanter Stalker-Thriller, in dem ein skrupelloser Killer alle Weg und Chancen der modernen Datenwelt nutz um sein Opfer aufzulauern.

Gabriel ...

"Nexx: Die Spur" von Volker Dützer, ist ein hochspannender und rasanter Stalker-Thriller, in dem ein skrupelloser Killer alle Weg und Chancen der modernen Datenwelt nutz um sein Opfer aufzulauern.

Gabriel Nexx, ist der Star-Wahrsager der sich bei seinen Prophezeiungen bisher kein einziges mal geirrt hat. Die ganze Welt kennt ihn und seine genauen Vorhersagen, durch die er bekannt wurde, sich jedoch nicht nur Freunde sondern auch viele Gegner gemacht hat.
Verstörend genau kann der Flugzeugabstürze, Katastrophen und sogar den Tod der Journalistin Valerie de Crécy, bei einem Auftritt vorhersagen. Doch wie macht er das? Ist Gabriel Nexx ein Scharlatan, der seine Zuschauer und Fans durch einen Trick, hinters Licht führt?
Zunächst ist die Journalistin Valerie de Crécy begeistert über die Einwilligung des medienscheuen Wahrsagers, ihr ein exklusives Interview zu geben. Doch seine Anspielungen und  Avancen wehrt sie empört von sich.
Kurze Zeit später, sterben einige Menschen in Valeries Umfeld auf äusserst fragwürdige und bizarre Weise. Sie vermutet das Nexx hinter all dem Steckt, doch kann ihm bisher nichts nachweisen.
Er hingegen scheint Alles über sie zu wissen, ist ihr immer und überall einen Schritt vorraus und kann jede ihrer Entscheidungen vorhersehen.
Als Nexx ihren baldigen Tod in den öffentlichen Medien offenbart, scheint die Welt für Valerie kurzzeitig still zu stehen. Doch sie muss weiter kämpfen um endlich hinter Nexx Geheimniss zu kommen. Doch wie besieht man einen Gegner der Allwissend zu sein scheint?

Schon auf den ersten Seiten hat mich Volker Dützer für seinen Stalker-Triller begeistern können, der schon rasant und spannungsgeladen begann. Obwohl man noch nicht all zuviel über die Charaktere wusste, konnte mich der Autor in die Welt der Prophezeiung und Fiktion, die von der Realität kaum zu unterscheiden sind, mitnehmen.
Man erfährt einiges über Gabriel Nexx, seinen genauen und treffsicheren Vorhersagen, die der Handlung eine Genialität verliehen haben. Der Spannungsbogen schlafft auch im Mittelteil nicht ab, sondern wird durch das aufdecken der Datenmanipulationen, sogar noch gesteigert, brisanter und fesselnder. Dabei spricht er eine Thematik an, die uns alle Betrifft, zum nachdenken und umdenken anregt, wie wir manipuliert und unsere Daten weiter verarbeitet, benutzt und sogar geklaut werden.

Durchweg hat mir auch der Schreibstil von Volker Dützer gefallen, der angenehm, mitreisend und bis zur letzten Seite durch seinen herausragend, wortgewandten und spannungsgeladenen Erzählstil begeistert.  Einmal von der Thematik und dem Handlungsverlauf gefesselt, gelangt man zügig und flüssig durch die Kapitel und es scheint schier unmöglich das Buch wieder aus den Händen zu legen.

Obwohl ich bis zum Schluss mitgefiebert und vom Handlungsverlauf begeistert und regelrecht gefesselt wurde, war mir Nexx am Ende, im Vergleich zum Anfang etwas zu distanziert aufgeführt. Ich hätte mir mehr Durchhaltevermögen und psychopathisches Stalkinverhalten gewünscht. Auch war das Auffinden der Journalistin nicht ganz authentisch, hat mich jedoch trotzdem auf eine atemraubende, nervenzerreisende und Spannungsgeladene Probe gestellt.

Im gesamten hat mir der Thriller richtig gut gefallen, denn er war spannend, aufregend mit vielen nervenzerreisenden Spannungsmomenten und genialen Vorgehensweisen bestückt, der durch die Thematik der Datenmanipulation sogar zum nachdenken über die eigene Mediennutzung angeregt hat.
Eine Lesehighlite das ich jedem Empfehlen kann.