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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.01.2020

Romantik einmal anders

Mister Romance
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Journalistin Eden ist einer heißen Story auf der Spur: Ein gewisser „Mister Romance“ trifft sich zu horrenden Preisen mit zahlreichen gutbetuchten Damen New Yorks. Doch er will weder seine Identität noch ...


Journalistin Eden ist einer heißen Story auf der Spur: Ein gewisser „Mister Romance“ trifft sich zu horrenden Preisen mit zahlreichen gutbetuchten Damen New Yorks. Doch er will weder seine Identität noch seine Kundinnen preisgeben. Um ihren Job zu retten, lässt sich Eden auf eine Wette ein: sie wird für drei Dates seine Kundin. Wenn sie sich verliebt, muss sie die Story aufgeben. Da Eden weder an Liebe noch an Romantik glaubt, scheint die Beförderung bereits greifbar nah…

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Der Schreibstil ist sehr angenehm, flüssig und anschaulich. Eden ist die Ich-Erzählerin der Geschichte. Sie gibt Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle. Durch ihre teils selbstironischen Äußerungen bekommt die Sprache ein wenig Witz. Allerdings hätte ich mir hin und wieder auch einen Wechsel auf Max’ Perspektive gewünscht.

Eden ist todunglücklich mit ihrem Job. Eine Story über den mysteriösen Mann, der mit zig Frauen der New Yorker High Society ausgeht und dafür viel Geld nimmt, könnte ihr Sprungbrett sein. Zudem ist direkt ihr Interesse geweckt, was es mit dem Mann, dem alle verfallen sind, über den es aber keine offiziellen Infos gibt, auf sich hat. Eden, die nichts von Romantik und Gefühlsduselei hält, wittert einen großen Betrug. Schon die Kontaktaufnahme erweist sich als schwierig. Die Journalistin agiert hartnäckig und scheut auch kleine Gesetzesverstöße nicht, um ihre berufliche Zukunft zu sichern.
Aber auch Max’ Job steht auf dem Spiel, sodass er eine fiese Enthüllungsstory verhindern will. Klar, dass die zwei sich uneinig sind.
Die Dynamik zwischen den beiden mochte ich vom ersten Aufeinandertreffen an. Es ist eine gewisse Sympathie vorhanden, die beide nicht so recht wollen, schließlich sind sie ja „Gegner“, die um ihren jeweiligen Ruf kämpfen. Viele verbale Schlagabtausche folgen.
Erschwerend hinzu kommt für Eden, dass es Teil von Max’ Job ist, immer verschiedene Rollen auszufüllen. Es fällt ihr daher verständlicherweise schwer, herauszufinden, was echt ist, und wer Max eigentlich wirklich ist. Auch ich fand es anfangs schwierig, den durchaus sympathischen Mister Romance einzuschätzen, sodass ich mir umso mehr einen Perspektivwechsel gewünscht hätte, um einen Blick auf sein Innenleben zu bekommen, der nicht von Edens Wahrnehmung verschleiert ist.

Ich mochte das Hin und Her zwischen den beiden Hauptfiguren und die Entwicklung, die vor allem Eden durchmacht. Teilweise empfand ich die Story aber als etwas übertrieben. Der letzte Teil der Handlung zieht sich leider auch etwas und der Pfiff geht dabei verloren.
Dennoch freue ich mich auf den zweiten Band um Edens Schwester Asha und hoffe vor allem auf ein Wiedersehen mit dem lustigsten Haustier überhaupt.

Fazit

Angenehmer Schreibstil, sympathische Figuren, eine Prise Witz und jede Menge Romantik machen das Buch zu einer schönen Lektüre. Ich mochte die Auseinandersetzungen und sich verändernde Beziehung der zwei Hauptfiguren. Manchmal wird es etwas kitschig und das Ende ist leider etwas langatmig.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.01.2020

hat mich leider wenig berührt

Faded - Dieser eine Moment
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Felicity versucht, sich in Nashville ein neues Leben aufzubauen. Sie hat nicht viel im Gepäck: ihr Notizbuch, eine alte Gitarre und jede Menge schlechte Erinnerungen. Als sie ausgerechnet dem Musiker Ryder ...

Felicity versucht, sich in Nashville ein neues Leben aufzubauen. Sie hat nicht viel im Gepäck: ihr Notizbuch, eine alte Gitarre und jede Menge schlechte Erinnerungen. Als sie ausgerechnet dem Musiker Ryder Woods näher kommt, gerät das ruhige Leben, das sie sich wünscht, erneut gehörig durcheinander.

Felicity und Ryder schildern abwechselnd die Geschehnisse in der Ich-Perspektive und geben dabei Einblick in ihre Gedanken und Gefühle. Während Ryder seine Ziele klar benennt, war es anfangs schwer, Felicity einzuordnen. Sie verbirgt etwas. Irgendwas setzt ihr schwer zu, doch sie vertraut sich niemandem an. Erst spät gibt sie Bruchstücke preis, sodass die Frage, was ihr passiert ist und wovor sie wegläuft, beim Lesen immer im Hinterkopf bleibt.
Dennoch – oder gerade deswegen – fand ich es interessant, Felicitys Entwicklung zu verfolgen: Wie sie mit nichts versucht, sich ein neues Leben aufzubauen, während sie zunächst für sich bleibt und sich nach und nach verschiedenen Figuren ein Stück weit öffnet. Allerdings konnte ich ihr Handeln auch nicht immer nachvollziehen.
Ebenso habe ich mit Ryder mehrfach gehadert. Er reagiert oft impulsiv und trifft nicht immer die besten Entscheidungen. Und trotz mehrfach guter Absichten mangelt es doch manchmal einfach an seinen Kommunikationsfähigkeiten…

Spannend fand ich die Welt des Showbuiz, mit der Ryder und Felicity auf verschiedene Weise in Kontakt kommen. Verträge, Klauseln, erzwungene Images.
Die Liebesgeschichte hingegen konnte mich nicht ganz mitreißen. Dafür war mir die ganze Gefühlsentwicklung etwas überstürzt. Zunächst werfen die zwei sich nur Blicke zu und im nächsten Moment sind sie schon unsterblich verliebt.
Dennoch bin ich gespannt, wie es weitergeht. Das Ende ist komplett offen, allerdings gibt der Prolog bereits einen winzigen Blick in die Zukunft, der mich neugierig macht, was bis dahin passiert ist.

Fazit

Mit der jungen Felicity, die vor ihrem alten Leben flüchtet, und dem rauen Ryder, der sich nichts mehr als eine Musikkarriere wünscht, treffen zwei sehr unterschiedliche Charaktere aufeinander, die sich ebenso anziehen wie abstoßen. Leider konnte mich die Entwicklung der Liebesgeschichte emotional nicht berühren, ich empfand sie als zu überstürzt. Zudem habe ich mehrfach mit dem Verhalten der Figuren gehadert, welches ich nicht immer nachempfinden konnte. Dennoch ist die Entwicklung der Figuren, besonders ihre Berührungspunkte mit dem Musikgeschäft, interessant zu verfolgen. Das Ende ist komplett offen…

  • Gefühl
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.01.2020

sehr guter erster Eindruck - abwechslungsreiche, ansprechende Rezepte

WW - 100 Top Rezepte
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Das Kochbuch ist mir zufällig in die Hände gefallen. Zu WW habe ich keinen Bezug, sodass ich mit dem Punktesystem nicht vertraut bin (es gibt eine kurze Erklärung zu den abgedruckten Punkten in unterschiedlichen ...

Das Kochbuch ist mir zufällig in die Hände gefallen. Zu WW habe ich keinen Bezug, sodass ich mit dem Punktesystem nicht vertraut bin (es gibt eine kurze Erklärung zu den abgedruckten Punkten in unterschiedlichen Farben) und das Buch dahingehend auch nicht bewerten kann.

Optik und Haptik
Das Buch hat A4 Format. Mit gut 220 Seiten ist es nicht zu klobig.
Auf jeder Doppelseite befindet sich – nach ein paar kurzen Einführungsseiten – ein Rezept plus ein ganzseitige Foto. Die Bilder sind ansprechend und die Rezepte verständlich beschrieben und gegliedert.

Rezepte

Die Rezepte sind in verschiedene Kategorien unterteilgt, z.b. One Pot, Pasta, vegetarische Gerichte oder Hauptgerichte mit Fisch und Fleisch.
Schon beim ersten Durchblättern war mein Empfinden, dass die Rezeptauswahl sehr vielseitig ist. Es gibt in jeder Kategorie sehr unterschiedliche Gerichte mit verschiedenen Hauptzutaten - verschiedene Gemüsesorten, unterschiedliche Nudel-/Reis-/Kartoffelbeilagen.

Oft stört mich an Kochbüchern, wenn zu viele "exotische" Zutaten verwendet werden. Am besten immer nur in winzigen Mengen, damit man alles neu kaufen muss und dann nie wieder braucht.
Dies ist hier kaum der Fall. Klar werden auch mal ungewöhnlichere Zutaten verwendet. Bei dem meisten wüsste ich aber zumindest, wo ich im Supermarkt suchen muss ;)
Es werden auch nicht pro Rezept lauter Dinge aufgrund von Kleinstmengen angebrochen.
Viele Zutaten ziehen sich in kleineren Mengen durch viele Rezepte, beispielsweise 2 El Creme legere... aber da findet man ja auch außerhalb des Buches Verwendung für.

Werbung für die WW Fertiggerichte wäre nicht unbedingt nötig gewesen.

Fazit

Optisch ansprechend und auch die meisten Rezepte machen Lust zum Nachzukochen. Sie sind sehr vielfältig, ohne dabei zu viele Kleinstmengen oder ungewöhnliche Zutaten zu verlangen, die man dann hinterher umständlich verbrauchen müsste.

Veröffentlicht am 04.01.2020

sehr umfang- und abwechlungsreich

Rachs Rezepte für jeden Tag
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Allererster Eindruck: Puh, das Buch ist ein ganz schöner Brocken. Zwar ist es einerseits natürlich toll, dass es so umfangreich ist, ich finde dieses dicke A4 Format allerdings auch ein wenig unhandlich.

Die ...

Allererster Eindruck: Puh, das Buch ist ein ganz schöner Brocken. Zwar ist es einerseits natürlich toll, dass es so umfangreich ist, ich finde dieses dicke A4 Format allerdings auch ein wenig unhandlich.

Die Aufmachung des Buches gefällt mir ansonsten gut.
Es gibt ein Rezept je Doppelseite – eine Seite Anleitung und Zutaten, die andere ein großes, ansprechendes Bild. Die Beschreibungen sind übersichtlich und verständlich.
Die Aufteilung der Rezepte nach Kategorien (Suppen, Salat, Pasta...) ist übersichtlich. Im Register gibt es zusätzlich eine Sortierung nach einzelnen Zutaten/ Lebensmitteln, mit Seitenangabe zum jeweiligen Rezept, wobei die vegetarischen Rezepte farblich gekennzeichnet sind.

Die Rezepte sind abwechslungsreich. Keine Standardgerichte, aber auch nicht zuuuu ausgefallen. Zumeist werden gängige Zutaten und keine allzu exotischen Gewürze verwendet, die man extra kaufen müsste. Zwar treffen nicht alle Rezepte meinen Geschmack, aber es gibt doch viele, die ich gern noch ausprobieren möchte.
Schade finde ich allerdings, dass mehrfach auf Fertigprodukte zurückgegriffen wird. Bei einem Blätterteig ist dies nachvollziehbar, aber einen Pizzateig herzustellen, ist kein Hexenwerk. Zumindest ein entsprechendes Rezept im Grundrezeptebereich, in dem sich Brühe, Dressings und co befinden, wäre schön gewesen.

Alles in allem eine abwechslungsreiche Auswahl an Rezepten, die sich überwiegend unter einer Stunde zubereiten lassen.

Veröffentlicht am 29.12.2019

Märchen einmal anders

Märchenfluch, Band 1: Das letzte Dornröschen
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Kurz nach ihrem 16. Geburtstag erhält Flora einen Brief, der sie anweist, ihre ‚Pflichtjahre‘ in einem Amt in einer alten Mühle zu absolvieren. Flora hält dies für ein Missverständnis. Als sie den Fehler ...

Kurz nach ihrem 16. Geburtstag erhält Flora einen Brief, der sie anweist, ihre ‚Pflichtjahre‘ in einem Amt in einer alten Mühle zu absolvieren. Flora hält dies für ein Missverständnis. Als sie den Fehler aufklären will, gerät sie plötzlich in eine magische Welt voller Gefahren – als letzte Nachfahrin von Dornröschen…

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Die Welt der Märchenfiguren, Flüche und Gaben ist liebevoll und witzig ausgearbeitet. Es gibt ein Rapunzel, das sich nicht für eine Frisur entscheiden kann und daher mit Schere und Lockenstab munter rumprobiert, schließlich kann sie ihre Haare jederzeit nachwachsen lassen. Ein arrogantes Schneewittchen mit einer unerwartet selbstlosen Kämpfernatur. Zwerge, Zauberspiegel, Kröten… Und mittendrin Flora, das letzte Dornröschen, die nichts von ihrer Herkunft wusste und daher viel über die magischen Eigenheiten lernen muss. Als Ich-Erzählerin führt sie durch die Geschichte und lässt die Leser/innen an ihren Gedanken und Gefühlen sowie allen neuen Erkenntnissen teilhaben.

Zusätzlich gibt es zwischendurch kurze Kapitel über mysteriöse magische Pläne unbekannter Figuren, deren Bedeutung sich aber erst im Laufe der Geschichte offenbart, aber Spannung erzeugt, da sich immer mehr eine drohende Gefahr andeutet, von der Flora und ihre Freunde noch nichts ahnen.

Wobei Flo ohnehin wenig ahnt… der Teenager geht oft sehr naiv an die neuen Begebenheiten heran. Immer wieder übergeht, überhört oder vergisst sie wichtige Details, die sie klären oder überdenken müsste. Oft stellt sie Fragen nicht bis zum Ende, sodass ihr Details entgegen. Viele Dinge, die sich im späteren Verlauf ergeben, hätten sich frühzeitig klären lassen, wenn Flo den vielen Andeutungen und Hinweisen, die sie immer wieder bekommt, nachgegangen wäre.
So lassen sich viele Ereignisse vorherahnen. Doch die Zusammenhänge waren dann doch nochmal anders als erwartet, sodass mich ein paar Wendungen der Geschichte überraschen konnten.

Tatsächlich mochte ich Hektor und Neva, mit denen Flora zusammenarbeitet, aber lieber als die eigentliche Hauptfigur. Wobei mir der Teenager auch nicht unsympathisch war. Sie ist halt etwas arg blauäugig, auch für ihr junges Alter.

Die Handlung ist oft witzig, teilweise spannend und auch ein wenig gefühlvoll.

Das Buch endet mit einem Cliffhanger, der mich neugierig macht, wie es den quirligen Märchenfiguren weiter ergehen wird.

Fazit

Die Welt der Märchenfiguren, die verborgen unter den Menschen leben, hat mir sehr gut gefallen. Es gibt sehr unterschiedliche, facettenreiche Charaktere und diverse verarbeitete Märchen. Dornröschen Flora agiert teilweise leider sehr naiv, übersieht oder vergisst offensichtliche Hinweise, wodurch sich das dramatische Ende hinauszögert. Dank des flüssigen, lockeren Schreibstils liest sich das Buch super.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere