Märchenhaft
SirenVon "Siren" wurde ich positiv überrascht. Dieser einzelne Roman gefällt mir sogar besser als die ganze "Selection"-Reihe der Autorin.
Die Geschichte beginnt sofort spannend und es werden auch keine Fragen ...
Von "Siren" wurde ich positiv überrascht. Dieser einzelne Roman gefällt mir sogar besser als die ganze "Selection"-Reihe der Autorin.
Die Geschichte beginnt sofort spannend und es werden auch keine Fragen zum Sirenenleben offen gelassen. Gleich der Prolog entführt den Leser in Kahlens Welt und lässt den Leser mit ihr mitfühlen. Der weitere Verlauf der Geschichte entwickelt sich nicht zu schnell, sondern in einem mäßigem Tempo, wodurch Kiera Cass eine entspannte Leseatmosphäre schafft, in die man gerne wieder eintaucht. Die vorkommenden anderen Sirenen kann man sich gut vorstellen und trotz ihrer Fehler auch ins Herz schließen, da jede Figur etwas hat, das man einfach an ihr mögen muss. Auch Kahlens Unterschied zu den anderen Siren wird verständlich dargestellt, so, dass man ihre Traurigkeit gut nachvollziehen kann.
Eine Idee, die mich sehr begeistert hat, war, dass der Ozean personifiziert wurde, wodurch Kahlens Schicksal dramatischer wirkte und man ihre Situation auch besser verstehen konnte. Man wusste oft nicht, ob man den Ozean verabscheuen soll oder doch mögen, weil man auch, vor allem gegen Ende für diesen Mitgefühl empfindet.
An die Liebesgeschichte zu Akinli hatte ich auch keine hohen Erwartungen und dachte im Vorfeld, dass Kiera Cass diese unrealistisch darstellen würde, doch das passierte glücklicherweise nicht. Akinli ist ein so liebenswerter Junge, dass man ihn man sofort mögen muss und mit seinem Charakter ähnelt er den Märchenprinzen unserer Kindheit. Die Geschichte der beiden entwickelt sich über mehrere Monate hinweg, in welchen beide trotz Trennungen sich verbunden fühlen. Die Gefühle beider zueinander kann man komplett nachvollziehen, vor allem Kahlens zu dem Jungen. Ihre Verliebtheit in ihn ist einfach nur bezaubernd. Man fiebert mit beiden mit und wünscht ihnen einfach ein Happy-End.
Und dann das Ende... Dieses hat mich fast zu Tränen gerührt, weil es so perfekt ist, aber auch traurig zugleich.
"Siren" ist ein modernes Märchen, was man beim Lesen nicht vergessen darf, weil die Geschichte auch in dieser Atmosphäre erzählt wird. Genauso wirken auch die Personen, vor allem Akinli aus einem Märchen entsprungen. Jeder, der für so etwas offen ist, wird "Siren" sicherlich gefallen.
Fazit: Ein wunderschönes modernes Märchen, das den Leser berührt und mit einem perfekten und gleichzeitig auch traurigen Schluss endet.