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Veröffentlicht am 20.09.2017

Alles was ich von mir weiss

Alles, was ich von mir weiß
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Der Grund weshalb ich mich für dieses Buch entschied war, weil mich die Idee zu diesem sehr angesprochen hat. Das Thema Amnesie hat mich schon oft beschäftigt. Zudem lässt sich nicht leugnen, dass das ...

Der Grund weshalb ich mich für dieses Buch entschied war, weil mich die Idee zu diesem sehr angesprochen hat. Das Thema Amnesie hat mich schon oft beschäftigt. Zudem lässt sich nicht leugnen, dass das Cover wunderschön ist.
Die Geschichte beginnt auch sehr gut und man findet sich schnell in Embers Welt zurecht. Leider wurde es dann aber auch schnell etwas komisch mit dem Liebesdreieick, das bei dem ernsten Thema stört und langweilig bei den eintönigen Alltagserzählungen. Das ganze mit Kai kam mir am Anfang sehr komisch vor, weil es sich viel zu schnell und unrealistisch entwickelt. Holder fand ich von Anfang an besser, aber dafür störte mich Embers Verhalten ihm gegenüber, weil sie ihm Hoffnungen macht ohne wirklich richtig in ihn verliebt zu sein während er sie mehr als alles andere schätzt.
Wie bereits erwähnt fand ich den Roman im Mittelteil dann auch immer langweiliger, weil man das Gefühl hat bei Embers Suche kaum weiterzukommen, weil das mit Kai und Holder so in den Vordergrund rückt. Gerne hätte ich mir hier mehr Emotionalität und Ernsthaftigkeit gewünscht.
Und wenn ich hier schon bei Emotionalität bin, muss ich leider zu geben, dass diese mir komplett gefehlt hat, wobei Gefühle bei solch einem Thema extrem wichtig sind. Doch alles wirkte in dieser Hinsicht viel zu kalt.
Die Schritte, die Ember Anthony näher bringen sind auch viel zu einfach, da sie zum Beispiel plötzlich eine E-Mail entdeckt, die sie bei anfänglichen Suchen nicht bemerkt hat.
Das einzige, was mich am Ende doch noch mit dem Buch etwas mehr anfreunden lies, war das was man nach der nicht all zu emotionalen, wenn auch packenden Wende erfährt, wenn alles aufgedeckt wird. Vor allem das zu Kai war überraschend und unerwartet und erklärt schließlich die ganze viel zu schnell entwickelnde Geschichte zwischen ihm und Ember.
Abschließend muss ich also leider zugeben, dass ich mir von der Geschichte mehr erhofft habe, sie mich aber leider nicht überzeugen konnte.

Fazit: Eine Geschichte, die auf einer sehr guten Idee beruht, aber leider nicht ganz so gut umgesetzt wurde und leicht störende Punkte enthält. Auch wenn das Ende überraschend ist.

Veröffentlicht am 20.09.2017

Das Lied von Eis und Feuer - Die Herren von Winterfell

Das Lied von Eis und Feuer 01
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Nachdem mich die Serie zu meiner Überraschung so fesseln konnte, beschloss ich dem Buch eine Chance zu geben, da ich einfach nicht genug von der "Game of thrones" - Welt kriegen konnte und gleichzeitig ...

Nachdem mich die Serie zu meiner Überraschung so fesseln konnte, beschloss ich dem Buch eine Chance zu geben, da ich einfach nicht genug von der "Game of thrones" - Welt kriegen konnte und gleichzeitig mehr über die Unterschiede zwischen Buch und Film erfahren wollte. Dabei muss ich zugeben, dass ich das Buch mit einigen Befürchtungen startete. Vor allem machte ich mir Sorgen darüber, dass das Werk von seiner Sprache oder dem Inhalt her zu anspruchsvoll sein könnte. Doch falsch gedacht: Entgegen der ganzen Vorurteile liest sich der Roman sehr einfach und mit dem Vorwissen, das ich durch die Serie bereits hatte, ist es einfach dem komplexen Inhalt des Buches zu folgen.
Mein erstes Lob geht an die Charaktere, da diese wirklich sehr gut gestaltet sind und besser nicht hätten erfunden werden können. Sie sind so verschieden und facettenreich, das man durch keinen komplett durchblickt und ihnen gleichzeitig das Potential zu einer Entwicklung gibt.
Zudem ist die ganze Welt des Buches genial gestaltet und man merkt, dass sich George R.R. Martin sehr viel Mühe beim Gestalten dieser gegeben hatte und mit viel Leidenschaft an diesem Buch geschrieben hat.
Die Geschichte entwickelt sich in einem guten Tempo und nicht zu langsam oder zu schnell. Der Autor gibt dem Leser erst einmal Zeit sich in der komplexen Welt mit ihren unterschiedlichen Charakteren zurechtzufinden und lässt dann alles immer spannender werden. Man möchte einfach immer weiter lesen um mehr über die immer schlimmer werdenden Ereignisse zu erfahren.
Zudem gibt es Überraschungen und zum Schluss endet das Buch leider viel zu schnell. Es ist wahrlich zu kurz, da ich am liebsten noch mehr über die Charaktere erfahren hätte, aus deren unterschiedlichen Sichten erzählt werden. Vor allem über Dany.
Das Ende, ist auch das einzige, das ich zu bemängeln habe, da man merkt, dass das Buch hier einfach abgeschnitten wurde. Im englischen Original ist das Buch nämlich doppelt so lang, während bei der deutschen Übersetzung diese einfach zweigeteilt wurde. Gleichzeitig finde ich auch, dass es nicht nötig gewesen wäre einige der englischen Namen einzudeutschen, denn diese hören sich im Nachhinein eher komisch an.
Trotzdem ändert das nichts an dem hohen Niveau dieser Erzählung und der Tatsache, dass ich unbedingt wissen möchte wie es in den Folgebänden weitergeht.
Denn eines ist sicher: Steckt man einmal in dieser Welt, lässt sie einen nie wieder los.

Fazit: Ein komplexe Welt mit tollen Charakteren, die den Leser sofort in den Bann zieht. Zudem entwickelt sich die Geschichte immer aufwühlender, so, dass man immer nur wissen möchte wie es weitergeht


Veröffentlicht am 18.09.2017

Nur ein Tag

Nur ein Tag
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Da ich bereits nur gute Bücher von Gayle Forman gelesen habe, wollte ich auch diesem Werk eine Chance geben, vor allem um den Hype zu verstehen. Ich muss zugeben, dass ich anfangs enttäuscht beim Lesen ...

Da ich bereits nur gute Bücher von Gayle Forman gelesen habe, wollte ich auch diesem Werk eine Chance geben, vor allem um den Hype zu verstehen. Ich muss zugeben, dass ich anfangs enttäuscht beim Lesen war, da mir die richtige Gayle Forman beim Schreiben gefehlt hat, aber später wurde es dann glücklicherweise wieder besser und konnte mich überraschen.
Das was mich im ersten Teil der Geschichte so gestört hat war, dass alles viel zu klischeehaft war und mich aufgrund dessen genervt hat. Man hat alles einfach schon einmal woanders gelesen und da Gayle Forman eigentlich eine Autorin mit sehr individuellen Ideen ist, war ich auch enttäuscht. Ich las den ersten Teil über den Tag in Paris mit innerlichen Augenverdrehen und vielen Fragen im Kopf. Muss denn wirklich jede Hauptperson das brave verantwortungsbewusste Mädchen sein, das sich durch einen Jungen verändert? Muss denn wirklich jede dieser Unschuldslämmer eine beste Freundin haben, die das komplette Gegenteil ist, was zum späteren Konflikt führt? Muss denn wirklich jeder Junge so gut aussehend sein, dass er das brave unschuldige Mädchen außer Verstand bringt?
Abgesehen von diesen vielen Klischees kann man sagen, dass alles gut geschrieben wird, aber leider auch sehr unrealistisch. Solche Jungs wie Willem gibt es einfach nicht und der Teil mit dem sich verlieben in einem Tag ist sehr unrealistisch und leider ging mit der Kitsch beim Lesen sehr auf die Nerven, auch wenn es nicht schlecht war.
Was mich dann aber überraschen und umstimmen konnte, war die zweite Hälfte des nächsten Teils, der sich mit Allysons Leben nach diesem einen Tag beschäftigt.
Der Leser lernt Allyson als Collegestudentin kennen, die leider überhaupt nicht über Willem hinweg ist. Hier muss ich sagen, dass mir die Beschreibung des Collegelebens zwar gut gefallen hat, vor allem als Allyson dann auch endlich einen guten Kumpel findet, aber leider war auch ich hier sehr genervt. Und zwar davon, dass sie sich ihr Leben wortwörtlich von einem Jungen, der ich angeblich das Herz gebrochen hat, zerstören lässt. Sie muss ständig an ihn denken, weswegen sie das Collegeleben nicht genießen kann und schreibt schlechtere Noten. Im Kontrast dazu stehen ihre Mitbewohnerinnen und ihre beste Freundin, welche es nach New York verschlagen hat, da diese die Zeit ihres Lebens haben. Ein einziger Tag und vor allem ein Junge sollten nicht so große Auswirkungen auf die Zukunft eines Mädchens haben. Auch wenn ich verstehen kann, dass Allyson ihr altes Ich von diesem Tag vermisst, aber warum versucht sie dann nicht einfach mehr nach diesem zu leben anstatt in ein so graues Loch zu fallen? Hier wirkt sie leider sehr schwach und ich persönlich habe etwas genug von schwachen Hauptcharakteren, die sich über Jungen definieren lassen.
Doch dann wurde ich zum Positiven überrascht und fand endlich auch die alte Gayle Forman wieder.
Als Allyson sich endlich dafür entscheidet etwas in ihrem Leben zu verändern, wird sie mir sympatischer. Sie beginnt Kurse zu wählen, die ihr wirklich Spaß machen und plant letztendlich eine Rückkehr nach Paris um Fragen auf ihre Antworten zu finden. Sie stellt sich damit ihren Eltern und geht sogar Arbeiten um sich die Reise und den Französisch - Kurs zu bezahlen. Dadurch entwickelt sie sich vom verwöhnten unsichereren Mädchen zur selbstbewussten starken Frau, die endlich weiß was sie will. Ihr Alleintrip nach Paris wird zu einer Suche nach sich selbst und diesen Teil des Buches liebe ich einfach, weil es so viel Spaß macht von Allysons Abenteuern und starkem Willen zu lesen. Genauso wie von den neuen Bekantschaften. Das ganze entwickelt sich nicht nur zu einem Selbstfindungstrip, sondern wird auch zu einer Liebeserklärung an das Reisen an sich.
Somit schafft es die Autorin in diesem Teil Allyson eine Entwicklung zu durchgehen, was schließlich auch zum Kern der Geschichte wird und Willem fast - aber auch nur fast, vergessen lässt.
Das Ende kam schließlich auch viel zu schnell und ist um ehrlich zu sein sehr gemein, wenn man daran denkt wie offen es ist. Während ich mir anfangs ziemlich sicher damit war nicht mehr den zweiten Teil "Und ein ganzes Jahr" zu lesen, hat sich diese Meinung am Ende geändert und jetzt möchte ich tatsächlich den nächsten Teil lesen, da ich einfach wissen möchte wie es weitergeht und die Hoffnung darauf habe, dass Allyson in diesem aufgrund ihrer Suche nach sich selbst auch stärker ist.

Fazit: Ein Buch, das anfangs sehr klischeehaft und realitätsfern ist, aber mich am Ende durch eine überraschende Wende doch noch überzeugen konnte. Vor allem, weil dann eine Entwicklung der anfangs schwächeren Hauptperson zu sehen ist.

Veröffentlicht am 18.09.2017

Zurück ins Leben geliebt

Zurück ins Leben geliebt
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Als "Zurück ins Leben geliebt" letztes Jahr in Deutschland veröffentlicht wurde, habe ich mich riesig darüber gefreut, da ich immer auf neue Colleen Hoover - Bücher wartete und auch viel zu diesem Werk ...

Als "Zurück ins Leben geliebt" letztes Jahr in Deutschland veröffentlicht wurde, habe ich mich riesig darüber gefreut, da ich immer auf neue Colleen Hoover - Bücher wartete und auch viel zu diesem Werk gehört habe. Meine erste Begeisterung für den Roman, über dessen Inhalt ich kaum etwas wusste, hat sich dann jedoch gelegt, als ich mir immer mehr Rezensionen und anschließend auch den ersten Filmtrailer anschaute. Mir wurde klar, dass "Zurück ins Leben geliebt" keine normale Liebesromanze sein würde, sondern Szenen beinhaltet, die ich in Büchern eher weniger leiden kann. Etwas, dass in den Rezensionen nämlich deutlich herauskam, war, dass es in diesem Roman um die körperlichen fast gefühllosen Aspekte zu sehr geschildert werden, obwohl Tate in Miles ja wirklich verliebt ist. Nur will er keine Beziehung und sich auf das körperliche beschränken. Als ich hörte, dass diese Szenen hier zu oft vorkommen, wollte ich den Roman nicht mehr sofort lesen, sondern noch etwas abwarten
Somit fing ich also ohne große Erwartungen damit an "Zurück ins Leben geliebt" zu lesen. Und da wurde ich anfangs extrem positiv überrascht. Schon nach dem ersten Kapitel liebte ich das Buch und konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Die ersten hundert Seiten waren für mich einfach perfekt gewesen und Colleen Hoover begeisterte in diesen, wie aber auch im ganzen Roman schon mit ihrem wunderschönen Schreibstil. Was mir sofort positiv auffiel, war, dass die Kapitel immer abwechselnd aus Tates und Miles' Sicht beschrieben werden. Bei Miles wird immer davon erzählt, was vor sechs Jahren passiert ist und ihm zu dem Menschen machte, der er heute ist. Seine Kapitel sind jedoch sehr poetisch und wie Gedichte geschrieben, was ich einfach toll finde. Fans von Colleen Hoover dürften Miles' Kapitel an die "Will und Layken" - Reihe erinnern, in denen Poetry Slam eine große Rolle spielte. Mir gefielen insgesamt sogar die Kapitel von Miles deswegen besser als die von Tate und das obwohl ich es sonst eher bevorzuge, wenn nur aus der Sicht der weiblichen Hauptperson erzählt wird.
Wie gesagt, konnten mich die ersten hundert Seiten begeistern und ich verstand absolut nicht, weshalb ich erst dachte, mich könnte dieses Buch enttäuschen. Beim Lesen dieser war ich sogar davon überzeugt, dem Roman fünf Sterne zu geben, doch jetzt kommt das kleine Aber.
Als Miles und Tate schließlich sich ihre Gefühle eingestehen und auf dieses rein körperliche Verhältnis einlassen, wurde mir das zu unangenehm zu lesen, vor allem die erste Szene mit diesem Inhalt. Ich stand mehrmals davor, das einfach zu überspringen. Während des weiteren Mittelteils dachte ich dann, dass die Geschichte wieder mehr an richtigem Inhalt gewinnen würde, doch stattdessen folgten weiterer solcher Szenen, die ich wie gesagt, wenig leiden kann und mir zu detailliert waren. Vor allem, wenn absolut nichts Romantisches dabei ist.
Das einzige Gute während des Mittelteils war, dass Colleen Hoover hier sehr gut schildern konnte, wie sehr sich Tates Gefühle verändern und wie sehr sie darauf hofft, dass Miles endlich eine richtige Beziehung zu ihr eingehen würde. Die Kapitel aus Miles' Sicht bleiben so gut wie am Anfang und man wird immer mehr auf sein großes Geheimnis, das in diesen angekündigt wird, vorbereitet.
Jedoch gibt es im Mittelteil leider auch eine Sache, die alles in die Länge ziehen lässt und was nicht zu Hoovers vorherigen Werken passt. Einmal kommt es nämlich zum kleinen Drama, weil Miles Tate einfach alleine kalt stehen lässt, wodurch Tate so verletzt ist, dass man meinen könnte, sie hört mit dem ganzen auf. Danach erwartete ich eine Wendung, doch es ging wieder gleich weiter und eigentlich gehört Hoover zu den Autoren, die alles in einem schnellen Tempo ohne überflüssige Pausen erzählen.
Dafür erkannte man am Ende wieder den typischen dramatischen Höhepunkt, den viele ihrer Bücher beinhalten und diese so besonders machen. Hier wird es wieder sehr emotional, wenn man endlich erfährt, was mit Miles in der Vergangenheit passiert ist und wie sehr sich das auf die Gegenwart auswirkt. Diese letzten Seiten haben mir sehr gut gefallen, nur den Epilog fand ich leider etwas zu kitschig und unpassend für die ganze Geschichte. (Vorsicht Spolier:)Wenn man erfährt, was mit Miles in der Vergangenheit passiert ist, fällt es einem schwer an die perfekte ewige Liebe von Miles und Tate zu glauben, die man am Ende offenbart bekommt.
Nun zu den Charakteren: Ich finde, dass Miles sehr gut dargestellt wird, denn ich konnte ihn mir beim Lesen sehr gut vorstellen. Sowohl als den Zerbrechlichen in der jetzigen Zeit, wie auch als den endlos Verliebten vor sechs Jahren. Auch wenn Hoover hier in seinen Kapiteln wieder einen Jungen präsentiert, der mehr als perfekt ist.
Bei Tate war es leider so, dass ich bis zum Ende hin kein richtiges Bild von ihr hatte. Ich konnte sie auch nicht so sehr wie die anderen weiblichen Hauptpersonen aus Hoovers Büchern ins Herz schließen. Neben Miles wirkt sie oft blass und weniger wichtig für die Geschichte, obwohl sie das eigentlich ist. Ihre Charakterbeschreibung blieb mir zu oberflächlich und leider präsentiert sie keine richtige starke Seite an sich und lässt sich manchmal sogar fast schon benutzen. Es gibt viele Autorinnen, die dafür verurteilt werden, wenn sie solche naiven, fast schon hilflosen weiblichen Charaktere erschaffen und Colleen Hoover ist mit Tate leider in diese Richtung gerutscht.
Es gibt jedoch eine Person, die mir am besten gefiel und zwar Cap. Leser dieses Buches werden ihn kennenlernen und darauf wahrscheinlich auch verstehen weshalb ich ihn so mag. Er trägt die Geschichte wirklich bis zum Ende hin.
Insgesamt hat mir "Zurück ins Leben geliebt" jedoch gut gefallen trotz der bestimmten Szenen und dem etwas zu lang gehaltenen Mittelteil. Colleen Hoovers Schreibstil und der große dramatische Höhepunkt konnten mich letztendlich überzeugen. Vor allem aber auch, weil die Geschichte am Ende noch eine Botschaft mit sich bringt und auch den englischen Titel "Ugly Love" erklärt. Am Ende geht es nämlich darum, dass die schönen Momente einer Liebe es wert sind, selbst wenn diese in etwas Unschönem endet.
Colleen Hoover hat hier eine erwachsenere Geschichte erschaffen und sich weiter entwickelt. Dazu muss ich jedoch sagen, dass ich absolut nicht verstehen kann, weshalb in Deutschland dieses Werk so groß als Jugendbuch beworben wird, wenn es doch erst ab 16 empfohlen wird, denn für Leser in dem Alter darunter ist das Buch eher weniger geeignet.

Fazit: Eine nicht ganz so typische Liebesgeschichte, in der trotz des erwachseneren Inhalts wieder typische Merkmale Colleen Hoovers erkennbar sind. Trotzdem gibt es Szenen, die nicht jedem, einschließlich mir, gefallen werden.

Veröffentlicht am 13.09.2017

Legenden der Schattenjägerakademie

Legenden der Schattenjäger-Akademie
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Ich liebe die ganze "Chroniken der Unterwelt" - Reihe und Simon ist einer meiner absoluten Lieblingspersonen dieser. Das Ende des letzten Teil hat mir wahrlich das Herz gebrochen und aus diesem Grund bin ...

Ich liebe die ganze "Chroniken der Unterwelt" - Reihe und Simon ist einer meiner absoluten Lieblingspersonen dieser. Das Ende des letzten Teil hat mir wahrlich das Herz gebrochen und aus diesem Grund bin ich mehr als froh über diesen Zusatzband, da ich glücklich darüber bin jetzt zu erfahren wie es mit ihm weitergeht und natürlich ob er seine Erinnerungen zurückerhält.
Das Buch besteht aus 10 Kapiteln, die im Zusammenhang zu alten Schattenjägergeschichten Simons Leben bis zum Abschluss an der Akademie verfolgen. Natürlich fällt auf, dass dieses Buch mit seinen rund 800 Seiten dick ist, aber das merkt man beim Lesen überhaupt nicht. Die Seiten sind so unterhaltsam, dass die Zeit beim Lesen nur verfliegt. In einem angenehmen Tempo erfahren wir von Simons Anfängen in der Akademie und verfolgen sein Leben dort bis zu seinem Abschluss mit. Jeder der ihn schon in den "Chroniken der Unterwelt" - Büchern geliebt hat, wird dieses Buch auch lieben. Der Schreibstil der Geschichten entspricht nämlich total seiner humorvollen Art. Oft muss man beim Lesen schmunzeln und kann sich gleichzeitig alles genau vor seinen Augen vorstellen.
Zudem ist das Buch spannend. Zwar gibt es einige langatmige Stellen, vor allem wenn alte Legenden erzählt werden, aber dennoch ist es nie langweilig und man möchte wissen wie es weitergeht.
Dass Cassandra Clare Personen lebensnah und echt beschreiben kann, ist nichts neues, aber in "Legenden der Schattenjägerakademie" steigert sie sie sich nochmal und erschafft neue einzigartige Charaktere, die man einfach mögen muss, vor allem Simons Zimmergenossen.
Etwas, das ich an diesem Buch auch toll finde, sind die ganzen Bezüge zu bereits bekannten Charakteren von Cassandra Clares Büchern. Clary spielt auch in diesem Teil eine große Rolle, da sie natürlich die beste Freundin Simons war. Und allein für die neu erzählte Liebesgeschichte zwischen Simon und Isabelle lohnt es sich dieses Buch zu lesen. Noch nie erhielten beide so viel Zeit wie in diesem Werk und dabei wird die Liebesgeschichte zwischen beiden auf realitätsnaher Basis erzählt. Anfangs haben beide zu kämpfen, weil Isabelle Simons Erinnerungsverlust nicht ganz akzeptieren kann, aber mit der Zeit finden sie glücklicherweise wieder zueinander. Dadurch kommt es zu keinen kitschigen Szenen und bleibt alles auf einem sehr guten und romantischen Niveau.
Zudem erfährt man hier in einem Kapitel viele Hintergrundinfos zu Emma und Julian aus den "Lady Midnight" - Büchern. Und sogar Tessa aus der "Chroniken der Schattenjäger" - Reihe erhält in diesem Extrabuch einen Auftritt.
Somit schlägt hier das Herz jedes Schattenjäger - Fans höher, da man in "Legenden der Schattenjägerakademie" nicht nur alles Neue zu Simons Leben nach dem Finale der "Chroniken der Unterwelt" - Reihe erfährt, sondern auch neue Hintergrundinformationen zu bereits bekannten Charakteren.
Das einzige was ich etwas schade finde, ist das man nicht in allen Geschichten Cassandra Clares tollen Schreibstil wiedererkennt, da sie mit so viel anderen Autoren zusammen gearbeitet hat, was beim Lesen einfach auffällt.
Das was mir aber unter anderem am besten gefällt ist das Ende, da dieses mich als Simon - Fan nochmals beruhigen konnte nachdem mein Herz einst im Bezug auf sein Schicksal gebrochen war. Somit bin ich mehr als froh darüber dieses Buch gelesen zu haben, da es einen würdigen Abschluss für Simon liefert und das Ende, das er wirklich verdient hat.

Fazit: Ein äußert unterhaltsamer Zusatzband, in dem Simon das Ende erhält, das er wirklich verdient hat. Gleichzeitig erhält man weitere interessante Zusatzinformationen zur "Chroniken der Unterwelt" - Welt. Ein Muss für jeden Fan von Simon und den anderen Büchern.