Innere Konflikte statt äußerer Handlung
Venator Band 3 der „W&R Academy“-Reihe von Isabelle North
Inhalt
Savannah hat es geschafft: Mithilfe der Saviors konnte sie der Akademie und somit der Ausbeutung durch die Vampire entfliehen. Doch auch im Unterschlupf ...
Band 3 der „W&R Academy“-Reihe von Isabelle North
Inhalt
Savannah hat es geschafft: Mithilfe der Saviors konnte sie der Akademie und somit der Ausbeutung durch die Vampire entfliehen. Doch auch im Unterschlupf der Rebellen ist sie nicht wirklich frei. Zudem plagen Savannah Zweifel darüber, ob sie die richtige Entscheidung getroffen hat. Noch immer fühlt sie sich zu den Regents hingezogen und die Rebellen handeln nicht weniger brutal, als jene Vampire, die sie bekämpfen. Ist dies der richtige Weg? Wer ist der wahre Feind und wo Savannahs Platz?
Mein Eindruck
Wie schon bei Teil 2 geht die Story nahtlos weiter. Wieder lesen wir sowohl aus Savannahs als auch aus Adrians Perspektive und die Kapitel haben eine angenehme Länge. Die an Savannah gerichteten Worte am Ende jedes Kapitels stammen diesmal von Xander. Nachdem er in Band 2 nur wenig präsent war, hat mich dies besonders gefreut.
„Praeda“ hatte für mich eine Steigerung im Vergleich zu „Regents“ dargestellt. Leider kann ich das von „Venator“ nicht behaupten. Die Gesamtidee und nun konkret die Inhalte von Band 3 hätten so viel mehr Potenzial, doch leider hatte ich das Gefühl, dass nur wenig passiert. Der Großteil der Geschichte besteht aus Gedanken anstatt aus tatsächlichen Ereignissen und wieder bleiben viele Charaktere ziemlich oberflächlich.
Savannah jammert ständig über ihre Lage und trifft erneut die ein oder andere unglaubwürdige bzw. naive Entscheidung. Obwohl sie sich bei den Rebellen befindet, bekommt man kaum etwas von diesen mit. Die Gedanken, die Sav sich macht, sind zwar wichtig für ihre Entwicklung, aber ein bisschen mehr Action wäre schön gewesen.
Adrians Perspektive fand ich daher interessanter. Man spürt seinen inneren Kampf und die Zerrissenheit aufgrund seiner gegensätzlichen Gefühle gegenüber Sav. Aber bei ihm ist es nicht so übertrieben. Allgemein die Reaktionen der Regents auf das Geschehene und ihre daraus folgenden Pläne waren einfach spannender zu verfolgen.
Das Ende konnte schließlich nochmal punkten: Durch überraschende Offenbarungen ergibt rückblickend nun einiges Sinn und wir bekommen die ein oder andere Auflösung. Dennoch bleibt vieles auch unklar oder unlogisch. Für mich werden allg. zu viele wichtige Aspekte nicht näher erklärt oder Schwierigkeiten zu einfach gelöst.
Extrem aufgefallen sind mir auch wieder sehr viele Kommafehler…
Fazit
Bei allen 3 Bänden hatte ich das Gefühl, dass das inhaltliche Potenzial nicht richtig ausgeschöpft wurde und bei vielem nur an der Oberfläche gekratzt wurde. Trotz zahlreicher Kritikpunkte haben mich die Regents jedoch in ihren dunklen Bann gezogen und ich liebe es, wie menschlich sie sich oft zeigen. Ich würde sehr gerne noch mehr über sie erfahren und bin gespannt, in welche Richtung die Nachfolgereihe gehen wird.
Lieblingszitat
„Ich hasse dich für das, was ich wegen dir fühle. Ich hasse es, wie du meine Gedankenwelt beherrschst. Dass ich mir mehr Sorgen um dich, als um meinen gottverdammten Plan mache. Dass es den restlichen Regents genauso geht. Dass wir alle in dieser verdammten Hölle aus verzwickten Situationen stecken.“