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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.09.2021

Gewohnt intensiv, aufwühlend und facettenreich

Wie die Stille vor dem Fall. Erstes Buch
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Buch 1/2 des zweiten Teils der Chances-Reihe von Brittainy C. Cherry

Inhalt
Die beliebteste Schülerin der Jackson High, der kühle Badboy dem die Mädchen zufliegen, und eine Wette: Wer sich als erstes ...

Buch 1/2 des zweiten Teils der Chances-Reihe von Brittainy C. Cherry

Inhalt
Die beliebteste Schülerin der Jackson High, der kühle Badboy dem die Mädchen zufliegen, und eine Wette: Wer sich als erstes in den anderen verliebt, hat verloren. Obwohl sich Shay und Landon nicht ausstehen können, kommen sich die beiden im Kampf um den Sieg schnell näher. Beide entdecken ungeahnte Seiten an sich und dem jeweils anderen und je mehr sie übereinander erfahren, desto ernster wird die Sache. Schon bald können sie nicht mehr ohneeinander, doch Landon trägt eine Dunkelheit in sich, die sich den beiden in den Weg stellt…

Mein Eindruck
Wieder einmal hat BCC es geschafft, mit ihren Worten eine ganz besondere Atmosphäre zu erschaffen, in die ich wieder sehr gerne eingetaucht bin.
Im Gegensatz zu Band 1 ist die Stimmung gerade zu Beginn viel lockerer und lustiger, was ich so nicht erwartet hätte. Allgemein gab es immer wieder Stellen, an denen ich laut lachen musste :D Trotzdem erfährt man schnell, dass hinter den Fassaden der beiden Protagonisten so viel mehr steckt, als es nach außen hin den Anschein macht.

Das ganze Buch über öffnet sich vor allem Landon immer mehr und es ist spannend, ihn dabei zu begleiten, wie er sich seinen Dämonen stellt. Wie auch Shay entwickelt man ein unglaubliches Mitgefühl und Verständnis für ihn und ich habe ihn immer mehr ins Herz geschlossen. Es ist wirklich ergreifend, wie er sich im Laufe der Story entwickelt und man möchte ihn einfach nur umarmen! Auch Shay hat keine einfache Geschichte, sie beeindruckt dabei durch ihre innere Stärke und Entschlossenheit. Trotz ihrer eigenen schwierigen Familiensituation sorgt sie sich selbstlos um Andere und steht Landon in seinem Schmerz zur Seite. Beide tun sich so gut und man gönnt es ihnen von Herzen.

Die Wette als Ausgangspunkt für ihre gemeinsame Geschichte fand ich allerdings nicht sehr innovativ und etwas kindisch. Eine Zeit lang ist es dadurch ein eher oberflächliches Hin und Her: Beide spüren zwar, dass da mehr ist, aber keiner will es zugeben, da sonst die Wette verloren wäre. Also ist es auch für uns Leser:innen weniger intensiv, bis die beiden endlich aufhören, ihre Gefühle füreinander herunterzuspielen.

Von den Nebencharakteren hat mich Shays Großmutter am meisten berührt, sie erinnert an die wunderbare Claire aus Band 1. Mit Monica haben wir quasi eine böse Gegenspielerin, sie ist die Verbindung zu Landons Vergangenheit, von der er nicht so einfach loskommt.

Wie in Band 1 lesen wir aus beiden Perspektiven. Die Story spielt komplett während der Highschoolzeit, was zumindest mir nicht bewusst war. Ich freue mich deshalb sehr auf Teil 2, wenn Landon und Shay eher in meinem eigenen Alter sind und ich somit noch besser eintauchen kann ;) Zum Schreibstil muss ich nicht viel sagen, es geht wohl kaum emotionaler. Das gefällt mir sehr, aber trotzdem habe ich immer im Hinterkopf, dass sich im normalen Leben wohl niemand so ausdrücken würde und dann kommt es mir manchmal übertrieben vor :/

Fazit
Im Vergleich zu „Wie die Ruhe vor dem Sturm“ hatte ich teilweise andere Erwartungen, weshalb mich hauptsächlich der Anfang nicht komplett überzeugt hat. Aber Landon und Shay konnten mich durch ihre persönlichen Schicksale dann doch mitreißen und für sich und ihren gemeinsamen Weg begeistern. Wieder ist vor allem das Schicksal der männlichen Hauptfigur sehr berührend und es werden schwierige, schmerzvolle Themen angesprochen, die zum Nachdenken anregen.

Abschließend mein Lieblingszitat: „Du hast Licht in eine Welt gebracht, von der ich glaubte, dass sie für immer in Schatten getaucht sein würde. Du lässt mich wünschen und hoffen und von einer Zukunft träumen, über die ich bisher nicht einmal nachgedacht habe.“

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.08.2021

Inspirierend, informativ, vielschichtig

Lehrerin einer neuen Zeit
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Band 1 aus der Reihe „Bedeutende Frauen, die die Welt verändern“

Inhalt
Als eine der ersten Medizinstudentinnen Italiens hat Maria Montessori mit vielen Vorurteilen zu kämpfen und muss doppelt so hart ...

Band 1 aus der Reihe „Bedeutende Frauen, die die Welt verändern“

Inhalt
Als eine der ersten Medizinstudentinnen Italiens hat Maria Montessori mit vielen Vorurteilen zu kämpfen und muss doppelt so hart arbeiten, wie ihre männlichen Kommilitonen. Doch Maria überzeugt durch ihre exzellenten Leistungen und erlangt durch ihren Universitätsabschluss große Bekanntheit weit über die Grenzen Italiens hinaus. Eine außergewöhnliche Karriere beginnt. Bei ihrer Arbeit in einer psychiatrischen Klinik baut Maria dann nicht nur zu den wie Gefangene behandelten Kindern eine innige Beziehung auf, sondern auch zu ihrem Kollegen Giuseppe. Und wieder hat sie mit Umständen zu kämpfen, die sie vor eine folgenschwere Entscheidung stellen…

Mein Eindruck
Diese Mischung aus biografischem und fiktivem historischem Roman zeigt eindrücklich die Hürden auf, welche Frauen zur damaligen Zeit in der (italienischen) Gesellschaft zu überwinden hatten. Umso mehr kommt dadurch Marias innere Stärke und Vorbildfunktion zur Geltung: Sie kämpft immer weiter für ihren Traum und lässt sich von all den Stolpersteinen nicht unterkriegen. Dadurch gewinnt sie von Anfang an die Sympathie der Leser:innen und man verfolgt mit Freude und Genugtuung, wie sich sowohl beruflich als auch privat zunächst alles sehr positiv entwickelt.

Als Lehrerin war für mich vor allem der berufliche Teil wirklich interessant und spannend. Es ist einfach traurig zu lesen, wie damals mit „schwachsinnigen“ Kindern umgegangen wurde. Marias Arbeit und was sie dadurch (auch für die Frauenbewegung) alles erreicht, ist daher sehr inspirierend. Umso trauriger ist natürlich, was sie für ihre Karriere aufgeben muss und wie selbstlos sie ihr privates Glück dem Beruf unterordnet.

Der Roman ist aus Marias Perspektive geschrieben und die Kapitelüberschriften geben den jeweiligen Ort und Zeitpunkt des insgesamt 8-jährigen Lebensausschnittes an. Einzelne Kapitel sind aus Sicht eines der Kinder geschrieben, mit welchen Maria arbeitet. Dieser Perspektivwechsel ist quasi genau das, was ihre Arbeit so erfolgreich machte und was den meisten Menschen zur damaligen Zeit leider nicht in den Sinn gekommen ist.

Fazit
Erfolgreiche und inspirierende Karrierestory, tragische Liebesgeschichte, Familiendrama, ehrliche Freundschaft, … Wie in solchen Romanen üblich ist auch hier von allem etwas dabei und er spricht somit viele Leser:innen an, auch wenn man sonst nichts mit der Montessoripädagogik am Hut hat. Man erhält einen mitreißenden Einblick in das Leben einer bewundernswerten Frau. Ein perfektes Buch „für Zwischendurch“, das leicht zu lesen und doch sehr einnehmend ist.

Mein Lieblingszitat: „Ich war in den letzten Wochen eure Lehrerin“, sagte sie ergriffen. „Aber in Wahrheit wart ihr es, die mich unterrichtet habt.“

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.05.2021

Zu schön, um wahr zu sein!

Wie die Ruhe vor dem Sturm
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Erstes Buch der Chances-Reihe von Brittainy C. Cherry

Inhalt
Eleanor Gable wird als Nanny bei einem wohlhabenden, alleinerziehenden Vater eingestellt. Dieser entpuppt sich als Greyson East – ihre einstige ...

Erstes Buch der Chances-Reihe von Brittainy C. Cherry

Inhalt
Eleanor Gable wird als Nanny bei einem wohlhabenden, alleinerziehenden Vater eingestellt. Dieser entpuppt sich als Greyson East – ihre einstige erste große Liebe, mit dem sie als Teenager eine unvergessliche Zeit verbracht hat. Doch der distanzierte CEO hat kaum noch Ähnlichkeiten mit dem einfühlsamen Jungen von damals. Ellie setzt alles daran, diesen gebrochenen Mann ins Leben zurück zu holen - so, wie er einst ihr in ihren dunkelsten Stunden zur Seite stand.

Mein Eindruck
Aufgrund der vielen positiven Bewertungen waren meine Erwartungen sehr hoch und sie wurden definitiv nicht enttäuscht:

Durch die Zweiteilung des Romans begleiten wir die Protagonisten abwechselnd aus beiden Perspektiven einerseits in ihrer Teenagerzeit und anschließend 16 Jahre später, als Ellie durch Zufall wieder in Greysons Leben tritt. Dieser Zeitsprung lässt einen gespannt sein, was die beiden in der Zwischenzeit erlebt haben.

Im ersten Teil konnte mich die zunächst recht nerdige Ellie aufgrund ihrer Harry Potter-Sucht dann doch schnell für sich einnehmen, man muss dieses liebevolle Mädchen einfach mögen! Wie sie und Grey als Teenager zueinanderfinden ist trotz oder gerade wegen des traurigen Hintergrundes einfach wunderschön, so einen Mister Perfect wünscht sich ja wohl jeder! Was Ellies Bilderbuchfamilie dann durchleiden muss gibt einem schon am Anfang der Story den Rest, die Emotionen sind nicht nur an dieser Stelle überwältigend!

In Teil 2 ist Greyson nicht wiederzuerkennen. Es ist, als würde die Story plötzlich von einer ganz anderen Person handeln und genau wie Ellie wünscht man sich den alten, unbeschwerten Grey zurück. Auch wenn ich über sein Verhalten teilweise den Kopf schütteln musste, möchte man sich gar nicht vorstellen, wie sehr dieser Mann leidet. Seine anschließende Entwicklung ist bemerkenswert und herzerwärmend.
Gegen Ende wird dann vieles etwas schnell abgehandelt, aber was Ellie und Grey im Endeffekt alles füreinander getan haben lässt einen tief beeindruckt und bewegt zurück.

Auch die Nebencharaktere sind perfekt eingearbeitet und bereichern die Geschichte mit ihren eigenen Schicksalen, ohne zu sehr abzulenken. Besonders Claire fand ich sehr bewunderns- und liebenswert.

Fazit
„Zu schön, um wahr zu sein“ ist für mich die perfekte Beschreibung dieses Buches: Sowohl Inhalt als auch Schreibstil/Sprache sind so berührend, tiefgründig und einfach schön, dass man gar nicht mehr aufhören will zu lesen. Dennoch ist gerade die (für die Autorin typische) fast schon poetische Sprache tatsächlich etwas zu schön, um wahr zu sein: In der Realität drücken sich (leider) wohl eher weniger Menschen so aus. Doch das macht die Geschichte umso besonderer und ich möchte unbedingt mehr davon 😉

Mein Lieblingszitat: „Manchmal muss man im Leben einfach springen. Du musst springen und hoffen, dass du fliegen kannst“.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.05.2021

Aschenputtelähnliche Lebensgeschichte einer starken Frau zum Mitfiebern

Jane Eyre
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Erfolgreichstes Werk der ältesten Brontë -Schwester und ein Klassiker der britischen Literatur

Inhalt
Jane Eyre wächst als Waise unter der strengen Herrschaft ihrer hartherzigen Tante auf und erlebt ...

Erfolgreichstes Werk der ältesten Brontë -Schwester und ein Klassiker der britischen Literatur

Inhalt
Jane Eyre wächst als Waise unter der strengen Herrschaft ihrer hartherzigen Tante auf und erlebt neben ihrem gemeinen Cousin und dessen Schwestern wahrlich keine schöne Kindheit. Auch als spätere Internatsschülerin ist ihr Leben geprägt von Entbehrung und Gehorsam. Erst als sie als Gouvernante auf Thornfield Hall angestellt wird, beginnt für Jane ein besseres Leben. Sie verliebt sich zudem in den geheimnisvollen Hausherren Mr. Rochester. Als ihr Glück seinen Höhepunkt erreicht zu haben scheint, wird plötzlich ein Geheimnis aufgedeckt, welches Janes Leben erneut zum Negativen wendet…

Mein Eindruck
Direkt vom ersten Kapitel an gewinnt Jane die Sympathie der Leser:innen: Aufgrund ihrer demütigenden Erfahrungen und ungerechten Strafen im Haus ihrer Tante ist man sofort auf Janes Seite und möchte ihr helfen. Dieses Mitleid verwandelt sich auch in Wut gegenüber ihren Peinigern und man hofft ständig auf Besserung für Jane.

Im Internat ist sie dann zwar befreit von ihrer lieblosen Familie und sie erfährt Freundschaft und Zugehörigkeit, aber erst auf Thornfield Hall kann Jane erstmals richtig „aufatmen“. Beim Lesen habe ich mich richtig für sie gefreut, dass sie nun so selbstständig ist und ihr eigenes Ding machen kann.

Richtig spannend wird es, als das Geheimnis von Thornfield Hall ans Licht kommt. Es ist eine unerwartete Wendung der Story und Janes Leben schlägt ab hier erneut einen anderen Weg ein. Darüber war ich zunächst etwas enttäuscht, aber auch in diesem Abschnitt folgen einige unerwartete Ereignisse. Und umso erfreulicher war dann auch das Ende des Romans.

Obwohl er aus dem 19. Jh. stammt ist die Sprache und Übersetzung gut verständlich. Brontë verwendet viele Adjektive, die das Ganze anschaulich und lebhaft machen. Allerdings sind die Sätze oft recht lang und an manchen Stellen zieht sich die Story etwas unnötig. Sie wird von der erwachsenen Jane erzählt, die auf ihr Leben zurückblickt und dieses ab und zu aus dem Off kommentiert.

Fazit
Im Vergleich zu manch anderem Klassiker fand ich diesen Roman eher etwas „leichter“ und wirklich gut zu lesen. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen und es kam mir oft gar nicht so vor, als ob die Story in einer längst vergangenen Zeit spielt, da Jane für damalige Verhältnisse recht unkonventionell denkt und handelt. Es war spannend, diese willensstarke Protagonistin durch viele Höhen und Tiefen zu begleiten und zu sehen, wohin ihre Prinzipientreue sie im Leben führt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.01.2021

Spannungsvolle Lovestory mit viel drum herum

Fall of Legend
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Verheißungsvoller Auftakt der Legend-Trilogie von Meghan March

Inhalt
Mit Scarlett Priest und Gabriel Legend prallen zwei Welten aufeinander, als das New Yorker Society-Girl und der geheimnisumwobene ...

Verheißungsvoller Auftakt der Legend-Trilogie von Meghan March

Inhalt
Mit Scarlett Priest und Gabriel Legend prallen zwei Welten aufeinander, als das New Yorker Society-Girl und der geheimnisumwobene Clubbesitzer einen Deal eingehen: Nach einer Schießerei am Eröffnungsabend ist sein legendärer Ruf im Nachtleben der Stadt zerstört. Scarlett ist die Einzige, die ihm helfen kann, indem sie ihren Einfluss als beliebte Unternehmerin und Influencerin nutzt. Durch einen Besuch im Legend soll sie dem Club wieder zum alten Erfolg verhelfen. Bei dieser reinen Geschäftsbeziehung bleibt es jedoch nicht lange, denn Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an. Und genau das könnte den beiden noch zum Verhängnis werden…

Mein Eindruck
Scarlett und Legend begegnen sich auf eine recht ungewöhnliche Art und Weise, die zwar eine tolle Abwechslung darstellt, aber als Grundlage für die weiteren Entwicklungen für mich eher unrealistisch wirkte. Trotzdem konnte mich die Story vor allem aufgrund der vielfältigen Charaktere und der andauernden Spannung in ihren Bann ziehen:

Entgegen meiner Erwartungen stellte sich Scarlett nicht als eingebildet oder abgehoben heraus und gewann im Laufe der Geschichte an Sympathie und Mitgefühl. Trotz der Schattenseiten ihrer Bekanntheit zieht sie ihr Ding durch und bricht immer mehr aus ihrem goldenen Käfig aus. Neben der hart arbeitenden Karrierefrau zeigt sie auch eine verletzliche Seite, die sich nach Zuneigung und Familienglück sehnt.

Der Reiz an Legend ist definitiv seine rätselhafte Vergangenheit, über welche Stück für Stück mehr ans Licht kommt. Hinter seiner unnahbaren Fassade steckt ein liebevoller Beschützer, der sich buchstäblich durchs Leben kämpfen musste. Er hat Angst, dass ihn seine kriminelle Vergangenheit einholt und alles um ihn herum in Gefahr bringt. Meghan March hat hier zwei interessante, vielschichtige Protagonisten geschaffen, denen man nur das Beste wünscht und die gemeinsamen Erlebnisse miteinander so richtig gönnt.

Immer wieder lockt March mit kleinen Andeutungen, die zum Weiterlesen animieren und die Spannung dauerhaft hoch halten. Auch die Anziehung zwischen Scarlett und Legend steigert sich immer mehr, sodass man selbst richtig auf das nächste Treffen hinfiebert. Da man abwechselnd aus beiden Perspektiven liest, bekommt man von beiden Seiten die vollen Emotionen ab. Die oftmals sarkastischen Gedankengänge der Figuren waren genau mein Ding und ergänzen den lockeren Schreibstil. Die Kapitellängen waren für mich ebenfalls angenehm.

Richtig toll sind auch die (meisten) Nebenfiguren und wie sie die Story bereichern: Hass auf Scars Exfreund, Lachanfälle mit ihren Freundinnen, Enttäuschung über ihren Vater, Erstaunen über ihre Stiefschwester…von allem ist etwas dabei und ich hatte nicht das Gefühl, dass sie von der Haupthandlung ablenken oder überflüssig sind.

Fazit
Dieses Buch macht seiner Funktion als Auftaktband alle Ehre: Vollgepackt mit verschiedensten Charakteren entsteht eine große Erzählgrundlage, die man natürlich weiter verfolgen möchte. Die (zumindest nach außen hin) glänzende Welt von Scarlett und die von Dunkelheit geprägte Vergangenheit Legends (welche sich auch perfekt im Cover widerspiegeln) bringen alle möglichen Emotionen mit sich und werden mit Sicherheit immer mehr Einfluss aufeinander nehmen. Das ganze Buch über besteht eine gewisse Spannung und natürlich endet es mit einer fiesen Wendung, wenn es gerade am schönsten ist 😉

Zum Schluss wieder mein Lieblingszitat: „Such nicht nach dem tobenden Inferno der Liebe, Scarlett“, riet mir meine Mutter einmal. „Such nach der gleichmäßigen Wärme einer stetigen Flamme. Sie wird sehr viel länger anhalten und nicht so viele Narben in deinem Herzen hinterlassen.“

  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Cover
  • Gefühl