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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.12.2018

wirklich gute Ansätze - mehr jedoch nicht

Rat der Neun
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Meinung:

Zunächst einmal: Die Welt von „Rat der Neun“ ist einfach großartig! Zwar brauchte es ein wenig Zeit, bis ich mich in die verschiedenen Kulturen hineingedacht hatte, aber danach funktionierte ...

Meinung:

Zunächst einmal: Die Welt von „Rat der Neun“ ist einfach großartig! Zwar brauchte es ein wenig Zeit, bis ich mich in die verschiedenen Kulturen hineingedacht hatte, aber danach funktionierte sie für mich prima.
Nur schien sie mir irgendwie zu groß für das Buch. Viele Kulturen und ihre Planeten wurden nur angerissen, blieben ansonsten aber an der Oberfläche. Bei so einer großen, facettenreichen Welt hatte ich mir mehr erhofft.

Die Handlung startete vielversprechend, flachte dann aber leider erstmal ab. Die Feindschaft der beiden Völker Thuve und Shotet rückte mehr und mehr in den Hintergrund – zugunsten der Beziehung zwischen Akos und Cyra, die sich langsam entwickeln konnte. Positive Anmerkung: Es gibt keine Schockverliebtheit! Endlich mal wieder ein aktuelles Jugend(fantasy)buch, das ohne sie auskommt. Nur mit den großen Gefühlen hat es gehapert. Empathie konnte ich für die beiden zumindest kaum empfinden.
Durch den verschobenen Fokus ging leider auch einiges an Spannung flöten. Erst im letzten Drittel baute sie sich wieder auf – das dann aber auch ziemlich überzeugend.

Die Figuren selbst waren, egal ob Haupt- oder Nebenfigur, abwechlungs- und facettenreich gestaltet. An der Überzeugungskraft hat es jedoch ab und an gefehlt.
Bsp. hat sich die Freundschaft zwischen Cyra und Akos für mich zu schnell entwickelt. Die beiden sind Feinde, er ist ein Gefangener und Diener. Trotzdem mochten sie sich erstaunlich schnell.
Überhaupt erschien mit die Feindschaft zwischen Thuve und Shotet über weite Strecken zu platonisch. Zwar wird sie immer wieder betont, aber letztlich koexistieren beide Völker einfach und hassen sich, aber auch nur mit Worten. Auseinandersetzungen gibt es so gut wie keine.
Zudem hat mich die Geschichte vereinzelt wirklich verwirrt: Warum reagiert niemand, wenn zwei Kinder entführt werden? Wenn eines der Kinder zudem in den Händen der Shotet die Zukunft massiv beeinflussen kann? Und warum wird ein Gefangener zusammen mit den eigenen Soldaten ausgebildet? Ungeklärte Fragen …



Fazit:

Tolle Welt, gute Ansätze, facettenreiche Charaktere – es war DER Bausatz für eine packende Geschichte. Für die Umsetzung reicht es nur für ein „Okay“. Mir fehlte schlichtweg zu oft die Spannung und Empathie für die Figuren.

3✨/ 5✨

Veröffentlicht am 14.10.2018

Antica hat mich verzaubert

Throne of Glass – Der verwundete Krieger
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Meinung:

Cover & Aufbau:

Über das Cover kann man sich ja wirklich streiten. Viele sind der Meinung es wäre langweilig und unästhetisch. Andere sind der Auffassung, dass es perfekt zur Geschichte passt. ...

Meinung:

Cover & Aufbau:

Über das Cover kann man sich ja wirklich streiten. Viele sind der Meinung es wäre langweilig und unästhetisch. Andere sind der Auffassung, dass es perfekt zur Geschichte passt. Ich bin ehrlich gesagt Zwiegestalten. Ich liebe die englischen Cover und habe sie auch alle im Regal stehen. Bei den deutschen Ausgaben find eich es wirklich toll, dass sie sie Charaktere aus dem englischen übernommen haben, trotzdem bin ich der Meinung aus dem weissen Hintergrund hätte man mehr machen können.

Wie jedes Buch von Sarah J. Maas wird auch Throne of Glass – der verwundete Krieger aus der Erzählperspektive, was bei den vielen vielen Charakteren sinnvoll ist.

Die Kapitel an sich sind recht lang. Aber wenn man genauso doll mitfiebert wie ich, vergehen sie wie im Schlaf. Versprochen.

Ein weiteres Detail, über das ich mich unglaublich gefreut habe, ist die Karte von Antica. Es ist wirklich interessant zu sehen, was es ausser Erilea noch zu entdecken gibt.



Inhalt:

Ich war wirklich skeptisch diesem Teil gegenüber und war nicht sicher, ob ich mich mit diesem Band wirklich wohl fühle werde. Das liegt nicht an Sarah J. Maas oder der Tatsache, dass unsere Gewohnten Charaktere nicht mitspielen. Es geht viel mehr um Chaol, den ich anfangs zwar mochte, ab Band 3-4 aber eher nervig fand.

Schon nach den ersten 100 Seiten wusste ich, wie lächerlich das war. Hier lernt man ihn von einer ganz anderen Seiten kennen. Er ist verletzt, in einer fremden Stadt und hat seine Position als Captain an Nesryn verloren. Er ist nicht mehr der charmante draufgängerische Captain/Lord aus Adarlan.

Auch neue Charaktere wie Yrene oder Sartaq haben mir sehr gut gefallen. Und Nesryn einmal wirklich kennenzulernen war hilfreich, denn jetzt kann ich ihre Handlungen um einiges besser nachvollziehen.

Das world building ist unglaublich! Sarah J. Maas schafft es einfach immer wieder, dass man sich in einer fiktionalen Welt zuhause fühlt und sie sich bildlich vorstellen kann. Der Roman erzähl die Storyline die auf dem südlichen Kontinent spielt, parallel zu den Erlebnissen von Band 5, Throne of Glass – die Sturmbezwingerin. Es war spannend zu sehen, wann und ob es zu Überschneidungen beider Geschichten kommt.

Obwohl in dieser Geschichte nicht Aelin im Mittelpunkt steht, ist er genauso wichtig wie alle bisherigen Bände. Obwohl er zunächst nur als Novelle angesetzt war, offenbart Band 6 wichtige Informationen die für das Finale der Reihe benötigt werden. Also auch wenn ihr kein Fan von Chaol seid und glaubt, der verwundete Krieger ist nichts für euch, lest es!!!



Fazit:

Throne of Glass – der verwundete Krieger hat mich wirklich umgehauen. Ich bin ein emotionales Wrack. Sarah J Maas schreibt und entwickelt Geschichten wirklich unglaublich gut und ich kann ihre Bücher wirklich jedem Fantasy-fan empfehlen. Jetzt warte ich gespannt auf das grosse Finale.

5✨/5✨

Veröffentlicht am 07.10.2018

leider viel zu oberflächlich

Now and Forever - Weil ich dich liebe
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Meinung:

Zu aller erst möchte ich etwas zu diesem traumhaft schönen Cover sagen. Als ich das Paket, das ich vom Blanvalet-Verlag erhalten habe, geöffnet habe, musste ich sofort Fotos machen. Die Farben, ...

Meinung:

Zu aller erst möchte ich etwas zu diesem traumhaft schönen Cover sagen. Als ich das Paket, das ich vom Blanvalet-Verlag erhalten habe, geöffnet habe, musste ich sofort Fotos machen. Die Farben, die Schrift und die Anordnung einzelner Details passen einfach unglaublich gut zusammen. Das einzige, was mir weniger gefällt, ist der fehlende Bezug zum Inhalt.

Ich bin ohne grosse Erwartung an das Buch heran gegangen. Die Autorin kannte ich schon durch frühere Reihen, also hatte ich eine grobe Ahnung, wie die Atmosphäre sein wird. Dennoch hat es mich überrascht, das es sich hierbei um eine College-Geschichte handelt, denn sowas in der Art hat man von Geneva Lee bisher noch nicht gekannt.

Ihr Schreibstil ist wie immer wirklich flüssig und man findet recht schnell in die Geschichte hinein. Die Tatsache, dass wir ohne grosse Vorgeschichte beginnen, hat mir sehr gefallen. Normalerweise treffen wir auf den männlichen Protagonisten erst nach mehreren Seiten. Hier befinden wir uns direkt »am Morgen danach« und werden mit leckeren Waffeln überrascht.

Die Charaktere haben am Anfang an recht authentisch gewirkt und auch ihre Beziehung hat meist Sinn ergeben. Was mir jedoch stark aufgefallen ist, sind die Dialoge, die oft einfach keinen Sinn ergeben. Ich weiss nicht ob es an der Übersetzung liegt, weil der Humor im deutschen nicht richtig rüberkommt oder ob es an mir liegt, aber es hat mich unglaublich gestört und alles fast schon ins lächerliche gezogen.

Geneva Lees Bücher hatten noch nie wirklich viel Tiefgang. Dieses Mal ist mir aber besonders aufgefallen, wie oberflächlich die Liebesgeschichte eigentlich ist. Jillian und Liam kennen sich kaum, haben kaum über wirklich wichtige Dinge geredet, verbringen dann eine weitere Nacht zusammen und schon meint einer von beiden, er sei verliebt. Es wirkt einfach nicht authentisch und realistisch. Das ist auch der Grund, warum ich als Leserin überhaupt nichts gefühlt habe, was bei Liebesromanen doch eigentlich der Fall sein sollte.

Ein Pluspunkt an der Geschichte war für mich aber Jillians Krankheit, von der man in New Adult Büchern eher selten liest. Es war wirklich interessant mitzuverfolgen, wie Jillian mit dieser Krankheit im Alltag zurecht kommt.



Fazit:

Leider konnte »Now and Forever« mich nicht überzeugen. Die Geschichte hatte zu wenig Tiefgang und die Beziehung der Protagonisten wirkte zu oberflächlich. Trotzdem bin ich der Meinung Geneva Lees Bücher haben Potential und deswegen gebe ich die Hoffnung nicht auf.

2✨/ 5✨

Veröffentlicht am 07.10.2018

toller Reihenauftakt

ASH PRINCESS
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Meinung:

Cover & Aufbau:

Ich hatte das Buch schon länger im Auge. Als ich hörte, dass es endlich übersetzt wird war mein erster Gedanke: Hoffentlich übernehmen sie das Cover. Und jetzt schmück dieses ...

Meinung:

Cover & Aufbau:

Ich hatte das Buch schon länger im Auge. Als ich hörte, dass es endlich übersetzt wird war mein erster Gedanke: Hoffentlich übernehmen sie das Cover. Und jetzt schmück dieses wunderschöne Buch endlich mein Bücherregal. Ich liebe die Idee der Ashekrone, die durch einzelne Elemente wirklich neugierig auf die Geschichte macht. Man möchte unbedingt herausfinden, was es damit auf sich hat.

Die Kapitel an sich sind nicht durch nummeriert. Stattdessen findet man über jedem neuen Kapitel eine kleine Überschrift, die dem Leser einen kleinen Ausblick auf den Inhalt des jeweiligen Kapitels geben. Ich finde das eine sehr schöne Idee.

Insgesamt sind die Kapitel eher länger. Der Schreibstil ist sehr der Grundatmosphäre angepasst, was zu beginn zwar recht gewöhnungsbedürftig war, nach einer Zeit aber angenehmer wurde.

Ein weiteres wirklich schön überlegtes Detail sind Prolog und Epilog, die wirklich interessant zusammenhängen.



Inhalt:

((mögliche Spoiler))

Die Geschichte beginnt genau so wie ich es auch den Klappentext vermutet habe.

Der kalovaxianische Kaiser hat Astrea eingenommen und hält nun seit mittlerweile 10 Jahren die junge rechtmäßige Königin als Gefangene am Hof. im Prinzip versucht sie dort nur zu überleben. Bis sich eines Tages die Möglichkeit bietet Rache zu nehmen. Dafür muss sie aber das Herz des kalovaxianischen Prinzen gewinnen, ohne dabei selbst Gefühle zu entwickeln.

Die Grundidee klingt wirklich interessant und hat mich sofort angesprochen. Trotzdem habe ich recht langsam in die Geschichte hineingefunden. Das liegt vor allem an fehlenden Erklärungen, besonders zu Beginn der Geschichte. So dachte ich zum Beispiel der Kaiser und der Theyn sind dieselbe Person. Folglich dachte ich auch Cress und Soren sind Geschwister. Hier hätte man den Fokus besser auf die Erklärung der Figurenkonstellation legen sollen.

Auch wenn die Geschichte an sich recht ruhig beginnt und man zu Beginn nicht viel erwartet, besitzt das Buch einen riesigen Spannungsbogen. Das letzte drittel hatte es besonders in sich. Ich konnte das Buch nicht mehr aus den Händen legen. Auch kleine Details die im Laufe des Buches gestreut wurden, machten endlich einen Sinn.

Die Charaktere sind authentisch und man kann sich gut in sie hineinversetzten. Besonders Blaise und Art habe ich ins Herz geschlossen.

Die Dreiecksbeziehung (von der ich nicht mal sicher bin ob sie überhaupt existiert) hat mich seeeeeeehr verwirrt. In meinen Augen wurden hier die Gefühle mancher Beteiligter nicht immer nachvollziehbar oder überhaupt nicht beschrieben. Das fand ich schade, da diese Entwicklung wirklich potential hatte.



Fazit:

Die Geschichte war voller Spannung und es hat wirklich spass gemacht, den Charakteren bei ihren Intrigen zu folgen. Auch wenn an manchen Stellen die Erklärung gefehlt hat und Gefühle nicht immer plausibel beschrieben wurden, freue ich mich auf einen 2. Band.

4✨/5✨

Veröffentlicht am 10.09.2018

an vielen Stellen hat die Spannung gefehlt

Eine Krone aus Feuer und Sternen
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Meinung:

Cover & Aufbau:

Das Cover ist gleichzeitig schlicht, edel, fällt aber trotzdem sofort ins Auge. Als ich es zum ersten Mal gesehen habe, war für mich klar, dass ich es lesen MUSS. Der Klappentext ...

Meinung:

Cover & Aufbau:

Das Cover ist gleichzeitig schlicht, edel, fällt aber trotzdem sofort ins Auge. Als ich es zum ersten Mal gesehen habe, war für mich klar, dass ich es lesen MUSS. Der Klappentext hat dieses Vorhaben nur noch einmal endgültiger gemacht.

Das Buch wird aus insgesamt zwei Sichten erzählt, wodurch der Leser einen besseren Einblick in die Gefühlswelt von sowohl Dennalaia, als auch Mara bekommt.

Der Schreibstil ist zu beginn des Buches nicht ganz so flüssig, wie man es sich gerne wünscht. Mit der Zeit findet man aber in den Stil, der sehr an die Grundatmosphäre angepasst wurde, hinein und er wird immer angenehmer.

Inhalt:

Die Geschichte beginnt mir einem Prolog, der wirklich interessant und fesselnd geschrieben wurde. Schon nach diesen paar Seiten war für mich klar, dass das Buch durchaus Potential hat. Im weiteren Verlauf verfolgen wir Denn, die am Hof in Mynaria ankommt um dort Thandi, den Thronfolger, zu heiraten.

Schon zu Beginn kommt es zu unzähligen wirklich spannenden Momenten, in denen der Leser neugierig gemacht werden sollte. Jedoch werden diese Szenen nur recht oberflächlich erzählt. Es hätte viel mehr Spannung aufgebaut werden können und die Autorin hätte mehr in die tiefe gehen können. So wurden spannende Stellen nur zu normalen Szenen, was leider sehr schade war.

Ein Punkt, der für den Leser wirklich zum Problem werden kann, sind die Namen. Diese passen zwar perfekt in die Welt, sind teilweise aber so kompliziert, dass man sie mehrmals lesen muss, um später einen flüssigen Lesefluss zu haben.

Mit Denna hatte ich stellenweise meine Schwierigkeiten. Nicht dass sie unsympathisch gewesen wäre, aber sie wurde eben zur Prinzessin erzogen, und das merkt man ihr zunächst einmal einfach an. Ihre Entwicklung im Laufe der Handlung hat mir allerdings sehr gut gefallen.
Meine persönliche Favoritin in dieser Geschichte ist allerdings Mara, eine starke kämpferische junge Frau, die ihren eigenen Willen hat und sich nicht eine Rolle drängen lassen will. Wer mir auch total ans Herz gewachsen ist, war Nils, der beste Freund von Mara. Obwohl er nur eine Nebenrolle in dieser Geschichte hat, ist er eine loyale liebenswerte Person, und man hat die tiefe Freundschaft der beiden richtig gespürt.
Es gab auch andere Charaktere, die aber sehr oberflächlich rüberkamen, was bestimmt so gewollt war, und das ist auch gut gelungen. Bei vielen wusste man wirklich nie so genau, woran man ist und ob man ihnen trauen kann.

Fazit:

An sich war die Geschichte wirklich gut und auch viele der Charaktere waren mir sehr sympathisch. Das einzige, was ich wirklich schade finde, ist, dass die Spannung in spannenden Szenen gefehlt und das hat irgendwann auch der Story geschadet. Trotzdem freue ich mich schon auf einen zweiten Band.

3,5✨/ 5✨