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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.11.2019

Schlecht Wetter Thriller

Stranger Things: Finsternis - DIE OFFIZIELLE DEUTSCHE AUSGABE – ein NETFLIX-Original
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Habt ihr euch schon mal gefragt was mit Jim Hopper geschah, bevor er als Ermittler nach Hawkins kam? In der Vorgeschichte "Finsternis" von "Stranger Things" wird genau dies thematisiert:
Der Leser begleitet ...

Habt ihr euch schon mal gefragt was mit Jim Hopper geschah, bevor er als Ermittler nach Hawkins kam? In der Vorgeschichte "Finsternis" von "Stranger Things" wird genau dies thematisiert:
Der Leser begleitet Hopper auf der Suche nach einem Serienmörder im Sommer 1977 in New York. Jedoch lassen sich keine Hinweise finden und nach einiger Zeit wird ihm der Fall entzogen. Doch er beschließt alleine weiter zu ermitteln und ehe er sich versieht, riskiert er sein Leben inmitten von New Yorker Straßengangs.

Während des Lesens erfuhr ich viel über Jim Hopper und ich konnte auch einige seiner stereotypischen Charakterzüge aus "Stranger Things" wiedererkennen, was mir echt gut gefallen hat. Ein weiterer Bezug zu der Serie kam durch Eleven auf, was auch so ziemlich alles ist was mit der Serie verknüpft wurde. Dies hat mich ein wenig enttäuscht, da ich mir mehr Verknüpfungen zu "Stranger Things" erhofft hatte.
Dennoch war die Handlung sehr spannend und auch atmosphärisch, durch das Setting in New York, gelungen dargestellt.
Abschließend kann ich keine wirklich gute, aber auch keine schlechte Empfehlung für dieses Buch aussprechen, da es nicht wirklich an die Erfolgsserie "Stranger Things" anknüpft. Das Buch erscheint mir eher als netter Thriller für einen schlecht Wetter Tag.

Veröffentlicht am 13.11.2019

Bildgewaltiger Reihenauftakt

One True Queen, Band 1: Von Sternen gekrönt
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Dunkelheit. Das Gefühl, zu fallen. Und dann: nichts. Mailin, frustriert von ihrem Streit mit ihrer Mutter und niedergedrückt von der Sorge um ihre Schwester befand sich vorhin noch in einer Trainingshalle ...

Dunkelheit. Das Gefühl, zu fallen. Und dann: nichts. Mailin, frustriert von ihrem Streit mit ihrer Mutter und niedergedrückt von der Sorge um ihre Schwester befand sich vorhin noch in einer Trainingshalle und von einer Sekunde auf die andere findet sie sich in einem fremden, gefährlichen Reich wieder: Lyaskye. Dort muss sie fortan um ihr Überleben kämpfen, denn alles und jeder trachtet nach ihrem Leben. Außer ein mysteriöser Fremder, der zugleich Rettung und Verderben für sie sein wird. Nachdem sie am Königshof ankommt, begreift Mailin den Grund für ihre Ankunft in diesem grausamen Reich: Sie ist dazu bestimmt die nächste Königin zu werden. Doch dies ist in Lyaskye gleichzeitig Ihr Todesurteil.


"One True Queen - Von den Sternen gekrönt" ist der Auftakt einer neuen Reihe aus der Feder von Jennifer Benkau. Bildgewaltig und ausdrucksstark ist es der Autorin gelungen, mich als Leserin von der ersten Seite an in eine faszinierende, grausame und doch fantasiereiche Welt zu entführen, von der ich mich nur schwer losreißen konnte. Die Geschichte wird von Anfang an aus der Sicht von der Protagonistin Mailin erzählt, in dessen öfters rebellischen Weltansichten und Gedanken ich schnell eintauchte. Als Figur wirkte sie auf mich authentisch sowie nicht zu weit hergeholt und von ihrem Charakter her passt sie einfach perfekt in die Handlung: Mailin ist tough, nicht auf den Mund gefallen, clever und mutig sowie rebellisch.
Des Weiteren brachten detailreiche Beschreibungen des Landes, also der Natur, Tiere, Dörfer, Städte, des Palastes und der prunkvollen Palastzimmer mich immer wieder zum Träumen. Das ein oder andere mal habe ich mir wirklich gewünscht auch nach Lyaskye reisen zu können, um dieses wundervolle Land bereisen zu können, obwohl es tödlich ist.
Verknüpft mit den tief ausgearbeiteten Figuren entstand in dem Fantasy Roman eine atemberaubende Welt mit einer ziemlich beeindruckenden Tiefe, was mich positiv überrascht hat.


Des Weiteren hat die Autorin, mich als Leserin mit ziemlich vielen Wendungen und einer interessanten, unerwarteten Entwicklung der Geschichte ebenfalls positiv überrascht. Mit ihrem stets spannenden und auch flüssigen Schreibstil ist es Jennifer Benkau somit gelungen, eine gewisse Grundspannung zu halten sowie Spannung und Emotionen authentisch zu transferieren.
Insgesamt gehört "One True Queen - Von den Sternen" gekrönt zu meinen Jahreshighlights da die Autorin die Geschichte mit einem tollen Worldbuilding, facettenreichen Figuren und mehr als genug Spannung perfekt abgerundet hat. Optisch gesehen ist das Buch ebenfalls ein Hingucker, selbst wenn der Schutzumschlag von dem Buch abgenommen wird. Nichtsdestotrotz bin ich sehr gespannt auf den zweiten Band und freue mich auf die Fortsetzung von Mailins Abenteuer in Lyaskye.

Veröffentlicht am 01.11.2019

Beeindruckendes Ende

Palace of Blood - Die Königin
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C. E. Bernard katapultiert den Leser direkt in das scheinbar aussichtslose Ende in "Palace of Fire" zurück. Während der Rebellion fällt ein Schuss und weitere folgen. Die Ritter des Königs schießen unermüdlich ...

C. E. Bernard katapultiert den Leser direkt in das scheinbar aussichtslose Ende in "Palace of Fire" zurück. Während der Rebellion fällt ein Schuss und weitere folgen. Die Ritter des Königs schießen unermüdlich auf die Protestierenden und das Blutbad scheint kein Ende zu nehmen. Bis die Königin den Mut aufbringt zu handeln, aus ihrer Rolle auszubrechen und ihren Mann, den König ermorden lässt. Danach hat sie nur ein Ziel: Die Schüsse zu stoppen und Robin, den Kronprinzen auf den Thron zu setzten. Doch dieser und seine große Liebe Rea wünschen sich nichts sehnlicher als ein ruhiges Leben. Doch Rea und Robin werden zu Königin und König ernannt und am Tag ihrer Vermählung verwandelt sich der gläserne Palast in ein Meer aus Blut und Scherben.
Der Schreibstil von C. E. Bernard ist wieder einmal großartig: Die aus verschiedenen Perspektiven geschilderte Handlung erscheint mir abgerundet und spannend. Der Leser eilt förmlich mit den Figuren von einem Ereignis zum nächsten. Erst gegen Ende darf der Leser zur Ruhe kommen, wenn die Charaktere ihren inneren Frieden finden. Des Weiteren gefällt mir die Ausdrucksweise und Wortwahl der Autorin immer wieder aufs neue. Sie erscheint mit rhetorisch äußerst gewandt.
Des Weiteren haben mich besonders zwei Figuren überrascht: Einmal die englische Königin, die aus ihrer Rolle ausbricht und eigenständig zu handeln beginnt. Zum anderen Madame Hiver, die meiner Meinung nach die beeindruckendste Entwicklung vollzieht. Sie erscheint menschlicher und nicht mehr ganz so kühl sowie kalkuliert. Ihr Verhalten scheint transparenter zu sein, aber dennoch steigt sie nicht direkt zum Sympathieträger auf. Von allen Charakteren finde ich Madame Hiver neben Rea und Sir Galahad im vierten Band am eindrucksvollsten.
Rea erschien mir größtenteils noch zerissener, aber auch noch zerfressener von ihren inneren Dämon, aber auch Ängsten und Sorgen. Ich finde es bewundernswert was sie für ihr Land alles auf sich genommen hat sowie neues erschaffen, aber auch altes zerstört hat. Dagegen blieb Robin in seiner Rolle etwas dünn und blass.
Das Ende ist sehr mitreißend, spannend und natürlich ziemlich dramatisch gestaltet worden. Es gibt einige Lichtblicke für die Zukunft, die aber durch einige Schatten getrübt werden. Außerdem gibt es Ausblicke auf die einzelnen Figuren in den Aspekten Selbstfindung und Selbstbestimmung: Wer will ich sein und was möchte ich zukünftig machen.
Zuletzt begegnet dem Leser ein neuer, schillernder Charakter, der gleichzeitig als Zeichen für das neue Zeitalter, für den Wandel und dem Aufbruch steht.
Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem Ende und freue mich auch schon auf das neue Projekt von C.E. Bernard. Ich bin sehr gespannt welches Meisterwerk sie für die Zukunft bereit hält.

Veröffentlicht am 26.10.2019

Gelungener Abschluss

Brave - Eine Liebe zwischen Licht und Dunkelheit
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Ivy ist dem finsteren Prinzen des Winterhofes entkommen und hat einen Unterschlupf am Sommerhof gefunden. Doch nicht alle Fae sind ihr freundlich gesinnt und schon bald treten Konflikte auf. Zu Ren fühlt ...

Ivy ist dem finsteren Prinzen des Winterhofes entkommen und hat einen Unterschlupf am Sommerhof gefunden. Doch nicht alle Fae sind ihr freundlich gesinnt und schon bald treten Konflikte auf. Zu Ren fühlt Ivy eine immer größer werdende Distanz, da etwas Dunkles und Gefährliches in ihr zu leben scheint. Doch dann erreicht sie die Nachricht, dass der dunkle Prinz einen neuen Halbling aufgespürt hat und somit müssen die Fae sich mit ihrem größten Feind verbinden, um den Untergang der Welt zu verhindern.




Meine Meinung:

Der Schreibstil hat mir, wie in den vorherigen beiden Bänden, gut gefallen. Dieser erschien mir einfach zu lesen, aber auch atmosphärisch und sehr spannend. Die Handlung wurde wie gewohnt aus der Sicht von Ivy geschildert, welche meiner Meinung nach eine starke Entwicklung durchgemacht: Anfangs ist sie gereizt, gerät immer wieder in Tiefs und versucht zu sich selbst zurückfinden. Diese Phase nimmt einem Großteil der Geschichte ein. Ren erscheint mir in der Beziehung sehr geduldig, hilft ihr und steht immer zu ihr, selbst als ihre Beziehung zu zerstören drohte. Erst als Ivy wieder zu sich selbst gefunden hat und auch zu Ren zurückkehrt, beginnt der spannendste Teil des Buches: Der finale Kampf gegen dem Winterhof. In diesem Teil kommen sehr viele Kämpfe und Intrigen vor, die jedes Fantasyherz vor lauter Spannung und unerwarteter Ereignisse höher schlägen lässt.
Insgesamt erschien mir "Brave" als ein passender Abschluss für die Trilogie "Eine Liebe zwischen Licht und Dunkelheit". Allerdings freue ich mich auch schon auf den vierten Band "Kissed", der die Geschichte rund um den Prinzen erzählt.

Veröffentlicht am 25.10.2019

Zutiefst berührend

Mein Leben basiert auf einer wahren Geschichte
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Am anderen Ende der Welt treffen Rosa und Frank aufeinander. Er ist still, zurückhaltend und ein Denker, während Rosa voller Widersprüche steckt. Sie beschließen eine Zeit lang zu zweit weiterzureisen ...

Am anderen Ende der Welt treffen Rosa und Frank aufeinander. Er ist still, zurückhaltend und ein Denker, während Rosa voller Widersprüche steckt. Sie beschließen eine Zeit lang zu zweit weiterzureisen und kaufen dafür einen Camper. Doch unerwart kreuzt David auf - Franks bester Freund. Während sie tausende Kilometer durch Australien reisen stellen die drei sich immer wieder eine Frage: Sind drei einer zu viel oder genau richtig?



Meine Meinung:

Die richtigen Worte für dieses Buch zu finden ist nicht sehr einfach und doch findet man sie unausgesprochen zwischen den Zeilen. So unausgesprochen wie die vielen Worte zwischen David, Frank und Rosa, denn jeder von den dreien schleppt seinen eigenen Ballast mit sich herum.
David wird von einer innerem Wut beherrscht, die durch Wohlstandsverwahrlosung ausgelöst wird. Ihm erscheint vieles bedeutungslos und gilt als Provokateur sowie Frauenheld. Frank ist still, denkt viel nach und liest gerne. Er ist das genaue Gegenteil von David. Dagegen befindet sich Rosa genau zwischen Frank und David. Sie ist rebellisch, versucht niemanden zu gefallen, klug und sinnlich.
Im Laufe ihrer Backpacking Tour durch Australien erlebt jeder der drei Charaktere seine eigene innere Reise und entwickelt sich zu einem Menschen mit tiefgehender Persönlichkeit weiter. Eine Reise, in der Australien selber als Setting in den Hintergrund rückt, und Dialoge, Gedanken und Worte zwischen den Zeilen im Vordergrund stehen. Dadurch erschafft Anne Freytag einen emotionalen, zutiefst berührenden, geistreichen und tiefgründigen Jugendroman.
Ihren Schreibstil empfinde ich als erfrischend anders, ehrlich und wunderschön. Jeder Satz hinterließ in mir ein Gefühl des Glücks, der Verträumtheit und Schwerelosigkeit.
Letztendlich erschien mir das Buch wie ein unendlicher langer Sommer, von dem ich mir wünschte, er würde nie enden.