Profilbild von lisbethsalander67

lisbethsalander67

Lesejury Star
offline

lisbethsalander67 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit lisbethsalander67 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.11.2021

Die eigene Vergangenheit wird man nicht los

Die Schwimmerin
0

Inhalt

Elisabeth ist im Zweiten Weltkrieg mit ihrer Mutter in einem Dorf in Süddeutschland evakuiert, sie lebt sich als Teenager hier ein, findet Freunde in der kleinen Gemeinde. Nach Kriegsende geht ...

Inhalt

Elisabeth ist im Zweiten Weltkrieg mit ihrer Mutter in einem Dorf in Süddeutschland evakuiert, sie lebt sich als Teenager hier ein, findet Freunde in der kleinen Gemeinde. Nach Kriegsende geht ihre Mutter sofort, Elisabeth einige Zeit später zurück in die Heimatstadt Düsseldorf. Im zweiten Erzählstrang finden wir uns Anfang der 60iger Jahre wieder, Elisabeth, die sich jetzt Betty nennt, ist glücklich verheiratet, besucht häufig das Schwimmbad, nachdem sie in ihrer Jugend während der Evakuierung das Schwimmen zu einem Hobby gemacht hat. Bei ihrer täglichen Passion im örtlichen Freibad trifft sie auf eine junge Frau, die sie zu kennen scheint. Was verbindet Betty mit ihr, warum versucht sie sie zu erpressen? Nach und nach werden beide Handlungsstränge zusammen geführt, Betty muss sich ihrer Vergangenheit stellen, um in der Gegenwart ihren Weg zu gehen und glücklich zu werden.

Meine Meinung:

Gina Mayer hat hier einen großen Wurf gelandet! Nicht nur, dass sie mit ihrem flüssigen angenehmen Schreibstil das Buch zu einem unterhaltsamen Leseerlebnis werden lässt. Durch ein wahnsinnig brisantes Thema, das eine große Rolle in Bettys Vergangenheit spielt, packt die Autorin ein heißes Eisen an, das hier in Romanform gekonnt angesprochen wird. Mehr möchte ich dazu an dieser Stelle nicht schreiben, um nichts vorweg zu nehmen. Die Charaktere sind sehr authentisch gezeichnet, man kann sich in die Protagonistin hinein versetzen, besser geht`s nicht!

Fazit:

Ganz großes Kino! Wer ein tiefgründigeres Thema verpackt in einen spannenden Roman auf zwei Zeitebenen lesen möchte, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen!



  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.11.2021

Jeder Satz ein Kunstwerk

Die Jahre ohne uns
0

Zum Inhalt: Ein Man und eine Frau, beide im letzten Drittel ihres Lebens, begegnen sich rein zufällig - gibt es überhaupt Zufälle??? - in einer Hotelbar. Bereits im Vorfeld erfahren wir einiges über die ...

Zum Inhalt: Ein Man und eine Frau, beide im letzten Drittel ihres Lebens, begegnen sich rein zufällig - gibt es überhaupt Zufälle??? - in einer Hotelbar. Bereits im Vorfeld erfahren wir einiges über die Frau, auf eine, wie ich finde, sehr orginelle Art und Weise, nämlich teilweise in Form einer Enzyklopädie mit Stichworten aus dem Leben der Protagaonistin. Im zweiten Teil unmittelbar nach dem ersten Aufeinandertreffen der Beiden erzählt der Mann sein bisheriges Leben, teils etwas fantastisch, er gelangt jeweils durch eine Tür in einen anderen Teil, eine andere Geschichte seines Lebens, alles etwas surreal. Zusammenfassend hat er erst im Nachhinein begriffen, wie glücklich er im jeweiligen Lebensabschnitt war. Der dritte Teil ist recht kurz, es sortiert sich einiges, und es gibt wieder eine Zukunft, an die die beiden Protagonisten nicht mehr unbedingt geglaubt hatten.

Meine Meinung: Als erstes möchte ich anmerken, dass es mich unglaublich fasziniert hat, wie empathisch ein Autor im Alter von Mitte 30 einen Roman über ältere Menschen verfasst hat, allein deshalb war es für mich schon ein Leseerlebnis! Die Sprache von Barney Norris ist wortgewaltig, poetisch, einfach wunderbar, und er hatte mich mit seiner Geschichte von der ersten Seite an. Man gerät in einen gewissen Sog, obwohl man gar nicht so genau festmachen kann, woran es eigentlich liegt, es ist immerhin kein Pageturner. Zwar hatte ich irgendwie vom Klappentext ausgehend ein bisschen etwas Anderes erwartet, dennoch konnte mich das Buch restlos überzeugen.

Fazit: Ein Buch der etwas anderen Art, wer unaufgeregte Geschichten mag, die schön erzählt sind, sollte hier zugreifen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.11.2021

Nichts für mich

DAVE - Österreichischer Buchpreis 2021
0

Das Thema "Künstliche Intelligenz" interessiert mich, auch wenn ich kein ausgesprochener Technik-Freak bin. Aus diesem Grunde hatte ich mich für dieses Buch entschieden, allerdings wurde ich leider bitter ...

Das Thema "Künstliche Intelligenz" interessiert mich, auch wenn ich kein ausgesprochener Technik-Freak bin. Aus diesem Grunde hatte ich mich für dieses Buch entschieden, allerdings wurde ich leider bitter enttäuscht!

Inhalt: Wir befinden uns mit dem Protagonisten Syz in einer Art Labor, das allerdings eine eigene Welt für sich darstellt völlig abgeschottet von der Außenwelt. Ich habe es so verstanden, dass die Erde quasi durch Überbevölkerung unbewohnbar geworden sein könnte. Syz ist mit an der Entwicklung der künstlichen Intelligenz "Dave" beteiligt,schreibt dafür Programme. In dieser abgekapselten Gesellschaft gibt es eine festgelegte eigene Hierarchie, die zum Beispiel Ärzte und Reinigungspersonal auf eine Stufe stellt. Gegessen und geschlafen wird kaum, das Programmieren und die Projektentwicklung steht an allererster Stelle. Als Syz anfängt hinter die Kulissen zu schauen, kommen ihm erste Zweifel an diesem System.....

Meine Meinung: Eins vorweg: Es fällt mir wahnsinnig schwer, ein Buch zu rezensieren, das ich meine, zum Teil gar nicht wirklich verstanden zu haben. Ich hatte von Anfang an große Schwierigkeiten mit der Geschichte, es wimmelt nur so von technischen Fachwörtern, die ich teilweise nachgeschlagen habe, sie mir manchmal auch aus dem Zusammenhang irgendwie erklären konnte, alles in allem sehr sehr anstrengend, für mich war das Lesen keine Freude! Hätte ich dieses Buch nicht im Rahmen einer Leserunde gelesen, hätte ich es vermutlich genervt in die Ecke geschmissen; so habe ich tapfer durchgehalten, und Gott sei Dank konnte man sich mit den anderen Teilnehmern über den eigenen Frust austauschen. Allerdings habe ich mir oft die Frage gestellt, was bezweckt die Autorin, ist es bewusst kompliziert geschrieben, oder hat sie selbst so ein ungeheures Fachwissen, dass sie nicht merkt, wie abgehoben die Story ist? Aber möchte man nicht, dass die Leser einen verstehen? Für mich schwankte es zwischen einem technischen Fachbuch und einer philosophischen Abhandlung, ich habe leider einiges überhaupt nicht verstanden, befürchte ich! Das ist mir in meiner über 40jährigen Laufbahn als passionierte Leseratte, meine ich, noch nie passiert.

Fazit: Ich war froh, als ich das Buch zuklappen konnte, ich kann dafür leider keine wirkliche Leseempfehlung aussprechen, schade! Ich hatte tatsächlich viel mehr erwartet!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.11.2021

Düstere spannende Handlung a la Susanne Goga

Das Geheimnis der Themse
0

Wir befinden uns Ende des 19. Jahrhunderts in London. Charlotte und Tom Ashdown sind jung verheiratet. Charlotte hat ihre Arbeit als Gouvernante aufgegeben, allerdings ist die Ehe bisher kinderlos, was ...

Wir befinden uns Ende des 19. Jahrhunderts in London. Charlotte und Tom Ashdown sind jung verheiratet. Charlotte hat ihre Arbeit als Gouvernante aufgegeben, allerdings ist die Ehe bisher kinderlos, was die Beziehung belastet. Tom erhält den Auftrag zu einem Buch über mystische Phänomene, Charlotte ist daran ebenso interessiert, u. die beiden verbindet dieses Projekt, sie forschen gemeinsam. Eine Leiche wird gefunden, die mit der Thematik in Zusammenhang zu stehen scheint, ein spannender Plot.

Zuerst einmal fand ich es interessant und fortschrittlich, dass Charlotte zu dieser Zeit, in der eine Frau eigentlich nur Hausfrau und Mutter und Anhängsel ihres Mannes zu sein hatte, derart von ihrem Ehemann in dessen Arbeit involviert und von ihm akzeptiert wurde. Der Schreibstil der Autorin war flüssig, angenehm, ich habe das Buch leicht u. gerne gelesen. Die Stimmung in London war teilweise düster, aber so ist die britische Hauptstadt ja oft, geheimnisumwoben, ich konnte mir aufgrund der eindringlichen Schilderungen vieles genau vorstellen und nachvollziehen. Die Charaktere sind überaus authentisch gezeichnet, ich konnte mich komplett in Charlotte hinein versetzen, was sie bewegte und umtrieb.

Insgesamt habe ich mich gut unterhalten gefühlt, mochte die Protagonisten, an manchen Stellen hat es mir vielleicht noch ein kleines bisschen an Spannung gefehlt, deshalb vier Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.11.2021

Ich weiß nicht recht, was soll das bedeuten

Sidebitch
0

Ich habe mich an diesen Roman heran gewagt, weil mich Cover, Klappentext und Vorankündigung neugierig gemacht hatten. Julie gerät immer wieder an die vermeintlichen falschen Männer, da alle, in die sie ...

Ich habe mich an diesen Roman heran gewagt, weil mich Cover, Klappentext und Vorankündigung neugierig gemacht hatten. Julie gerät immer wieder an die vermeintlichen falschen Männer, da alle, in die sie sich verliebt, bereits vergeben sind. Sie wünscht sich Anerkennung, Liebe, was auch immer. Irgendwie tat mir die Protagonistin von Anfang an ein bisschen leid angesichts ihrer unglaublichen (gespielten?) Naivität, selbst unter Berücksichtigung ihres Alters konnte ich mir nur schwer vorstellen, dass man tatsächlich immer wieder an den Falschen gerät. Die Frage ist, ob man irgendwann eine Art Muster aufbaut, u. sich (unbewusst) immer wieder die gleiche Kategorie Mann auswählt, dies ist ja ein häufiges psychologisch beleuchtetes Phänomen.

So richtig überzeugen konnte mich der Roman nicht, es war eher eine Aneinanderreihung von Episoden aus Julies Leben, mich hat die Story nicht richtig gefesselt. Zwar ist der Schreibstil flüssig und kurzweilig, aber vielleicht ist es tatsächlich nicht so mein Genre? Bei den Sexszenen fehlte mir etwas Sinnlichkeit, ich weiß nicht, ob man das unbedingt so hart schildern muss. Auch bin ich mit der Protagnistin, vermutlich aufgrund ihrer Naivität, die ich ihr nicht wirklich abgenommen habe, nicht richtig klar gekommen.

Fazit: Eine nette Unterhaltung für zwischendurch, aber nichts, was ich nicht aus der Hand legen konnte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere