Ähnlich, aber wieder neu
Sie kann dich hörenBis zur zweiten Adaption aus der „Housemaid“-Reihe nach Freida McFadden ist es zwar noch was hin, aber ich wollte „Sie kann dich nicht hören“ jetzt doch lieber schnell nachziehen, nachdem ich ohnehin schon ...
Bis zur zweiten Adaption aus der „Housemaid“-Reihe nach Freida McFadden ist es zwar noch was hin, aber ich wollte „Sie kann dich nicht hören“ jetzt doch lieber schnell nachziehen, nachdem ich ohnehin schon spät in den Hype eingestiegen bin. Sowohl Band 1 als auch der Film haben ja deutlich gemacht, dass Millie noch etwas zu erledigen hat und da war ich doch sehr gespannt, wie das aussehen könnte und vor allem ob die Autorin eine Struktur findet, damit es nicht zu wiederholend wirkt.
„Sie kann dich nicht hören“ macht einen größeren Zeitsprung und wir erleben Millie, die ihre Nebenbeschäftigung offenbar schon wieder an den Nagel gehängt hat. Das fand ich zum Einstieg auf jeden Fall interessant, weil es nicht wie erwartet war und weil es vielleicht auch zu offensichtlich in der Gestaltung gewesen wäre. Auch wenn Millie mit Sozialarbeit einen neuen Traum hat, so finden wir uns mit ihr schnell in einer repetitiven Situation wieder, weil sie wieder nah an pleite ist und weil sie einen Job als Hausmädchen annehmen muss. Diesmal bei den Garricks. Ich möchte zunächst aber noch einen anderen Aspekt herausheben, denn Millies neue Beziehung zum Anwalt Brock war für mich ein Element der Handlung, was ich nervig fand. Ich glaube nicht, dass es diese Figur wirklich gebraucht hätte, zumal es um ihn herum keine Wendung gab. Stattdessen war er einfach nur nervig und ich habe nicht verstanden, was sich Millie da in Bezug auf ihn immer einreden wollte, ihre Enttäuschung wegen Enzo hin oder her. Das war ein wirklich lahmes Element.
Da war die eigentliche Hausmädchen-Anstellung doch deutlich spannender. Auch wenn es eine ähnliche Ausgangssituation ist, so habe ich mich doch sofort dabei erwischt, dass mir klar war, es wird nicht dasselbe sein. Also habe ich andere Theorien angestellt und wild mitgefiebert, was für so einen zweiten Band schonmal genial ist. Auch wenn bei manchen Hinweisen offensichtlich war, dass da was nicht stimmen kann, so muss ich doch sagen, dass mich McFadden mit Band 2 trotzdem in einige Irren führen konnte. Auch wenn ich am Ende bei einer Auflösung doch sagen muss, dass ich sie sehr unrealistisch fand und viel zu hoch gepokert, so hat für mich umgekehrt gestimmt, dass ich keine Wetten für den Ausgang hätte eingehen können. Ich hätte verloren.
Ein wichtiges Casting für den zweiten Film ist ja schon bekannt und das finde ich sehr genial. Viel mehr kann ich dazu auch gar nicht sagen, aber es ist ein wichtiges Casting, eben weil McFadden für Band 2 eine andere Struktur gefunden hat, bei der ich sehr gespannt bin, wie sie umgesetzt wird. Denn diese Perspektive war einfach absurd-herrlich.
Fazit: „Sie kann dich hören“ ist zwar strukturell sehr nah an Band 1 und trotzdem ist es McFadden in meinen Augen gelungen, noch einmal neue Seiten und Wendungen zu finden. Vorhersehbarer war die Handlung für mich keinesfalls. Es gab zwar nervige und etwas zu hoch gepokerte Elemente, aber ich lasse unterm Strich stehen, dass ich wieder gut unterhalten wurde.