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Veröffentlicht am 17.07.2025

Wettlauf mit dem Tod

Not Quite Dead Yet
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Zum Inhalt:
Die 27-jährige Jet hat in ihrem Leben bisher noch nichts richtig beendet. Wozu auch, sie hat ja noch so viel Zeit.
Doch dies wird an Halloween bei einem Überfall auf Sie beendet. Sie erwacht ...

Zum Inhalt:
Die 27-jährige Jet hat in ihrem Leben bisher noch nichts richtig beendet. Wozu auch, sie hat ja noch so viel Zeit.
Doch dies wird an Halloween bei einem Überfall auf Sie beendet. Sie erwacht mit einer Kopfverletzung im Krankenhaus und sie muss sich entscheiden, für eine sofortige Operation mit 0,01%-tiger Überlebenschance oder noch 7 Tage Zei,t bis sie stirbt. Doch Jet hat noch einiges zu erledigen, vor allem muss sie herausfinden, wer sie umgebracht hat. Ihr zur Seite steht Billy, ein Freund aus Kindheitstagen, denn selbst ihrer Familie kann sie nicht mehr trauen. Wird Jet es in 7 Tagen schaffen, ihren Mörder zu finden?

Meine Meinung:
Der erste Erwachsenen-Roman aus der Feder von Holly Jackson, die bisher mit ihren Jugendromanen brillierte. Doch so manches Verhalten von Jet, ihre Aussprache und ihre Art gaben mir eher das Gefühl, dass es sich hier um Young Adult handelt.
Der flüssige Schreibstil sowie die rasante Handlung lassen die Seiten nur so dahin fliegen, auch wenn einiges nicht realistisch erschien und eine gewisse Tiefe fehlte. Mit Billy an der Seite deckt Jet rücksichtslos so manches Geheimnis auf und ihre Familie scheint mitten drinzustecken. Holly Jackson bietet geschickt verschiedene mögliche Täter und ich konnte munter rätseln, wer es denn nun letztendlich auf Jet abgesehen hat. Die Autorin hat mich mit den letzten Seiten doch noch emotional eingebunden und ich musste nach dem letzten Satz erst einmal, wie die Autorin am Anfang ihres Schlusswortes schrieb. „Tief durchatmen“. Auch wenn es für mich ein paar Mankos gab, so hat mich die Story durchweg gut unterhalten.

Fazit:
Eher ein rasanter Young Adult Thriller, mit einigen Mankos, aber dennoch gute Unterhaltung.

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Veröffentlicht am 17.07.2025

Wenn das eigene Verhalten zur Gefahr wird

Eine falsche Lüge – Wird es ihre letzte sein?
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Zum Inhalt:
Sloane ist eine notorische Lügnerin und so gibt sie sich kurzerhand als Krankenschwester aus, als sie den gutaussehenden Jay im Park kennenlernt, dessen Tochter Harper von einer Biene gestochen ...

Zum Inhalt:
Sloane ist eine notorische Lügnerin und so gibt sie sich kurzerhand als Krankenschwester aus, als sie den gutaussehenden Jay im Park kennenlernt, dessen Tochter Harper von einer Biene gestochen wird. Schon bald lernt sie Jays Frau Violet ebenfalls im Park kennen. Violet und Caitlin/Sloane werden zu Freundinnen und so springt Sloane schnell ein, als Violet ein Kindermädchen für Harper sucht. Schritt für Schritt drängt sich Sloane in die Familie, nicht ahnend, dass nicht alles so ist, wie es scheint, denn auch ihre neuen Freunde haben ihre Geheimnisse.

Meine Meinung:
Mit seinem kräftigen Rot am Rand und dem düster wirkenden Haus im Hintergrund zog das Cover meinen Blick auf sich und der Klapptext musste unbedingt gelesen werden, und schon war meine Neugier geweckt.
Einfache und kurze Sätze bieten einen zügigen Lesefluss. In ihrem Drang unbedingt zur Familie zu gehören, wirkt Sloane auf mich in ihrer exzessiven Art unbekümmert, wenn nicht gar etwas naiv. Die Einführung mit ca. 190 Seiten wird aus der Ich-Perspektive von Sloane, mit wenig Spannung und vielen kleinen Details erzählt, eher wie ein Roman als ein Thriller und hat mich in meinen Erwartungen schon etwas enttäuscht.
Erst mit dem Perspektivwechsel, in dem nun aus der Sicht der raffinierten Violet erzählt wird, wurde es für mich langsam spannend. Obwohl ich ahnte, wie sich das Ganze entwickeln wird, konnte mich die Autorin Sophie Stava zum Schluss mit den Wendungen in diesem Thriller-Debüt doch noch überraschen.
Für zwischendurch kann ich diesen leichten Thriller empfehlen, und ich bin sehr gespannt, wie die Autorin sich mit ihren eigenen Büchern weiterentwickeln wird.

Fazit:
Ein leichter Thriller für zwischendurch, der langsam beginnt, aber sich zum Ende hin spannend entwickelt.

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Veröffentlicht am 03.07.2025

Spannungsroman mit Tiefgang

Happiness Falls
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Zum Inhalt:
Eine faszinierende Geschichte über die Familie Parkson, bestehend aus den 20-jährigen Zwillingen Mia und John, dem 14-jährigen Eugene und ihren Eltern.
Eugene kann sich mit seiner Autismus-Spektrum-Störung ...

Zum Inhalt:
Eine faszinierende Geschichte über die Familie Parkson, bestehend aus den 20-jährigen Zwillingen Mia und John, dem 14-jährigen Eugene und ihren Eltern.
Eugene kann sich mit seiner Autismus-Spektrum-Störung seinen Mitmenschen nicht mitteilen. Nach einem Ausflug mit seinem Vater Adam kehrt er alleine völlig verstört zurück. Wo ist Adam? Die Polizei macht sich auf die Suche nach dem Vermissten, lenkt aber schnell aufgrund der Aussagen von Wanderern ihr Augenmerk auf Eugene, mit dem Verdacht, dass er seinem Vater etwas angetan hat. Während Mutter und Bruder John sich auf die Suche machen, durchforstet Mia Unterlagen und Computer des Vaters und macht dabei eine ungeheuerliche Entdeckung. Wie viele Geheimnisse hatte ihr Vater?

Meine Meinung:
Nach Miracale Creek wartete ich voller Spannung auf den nächsten Roman von Angie Kim.
Endlich konnte ich nach 5 Jahren ihren neuesten Roman Happiness Falls in den Händen halten und ich muss sagen, die Autorin hat mich nicht enttäuscht. Geschickt werden sensible Themen aufgegriffen und wundervoll und interessant in die Geschichte eingebunden, dabei wird ein konstanter Spannungsaufbau beibehalten.
Der Roman erzählt aus der Perspektive von Mia, die analytisch die Geschehnisse und ihre Nachforschungen angeht. Ihre Entdeckungen ergeben ein komplexes Bild, in dem mit Tiefgang auf die Autismus-Spektrum-Störung von Eugene eingegangen wird und welche Fortschritte Adam mit Eugene gemacht hat. Auch wenn es manchmal etwas nüchtern erscheint, so konnte ich die Emotionen, vor allem bei Eugene, sehr gut nachempfinden, seine Freude, seine Begeisterung, die in Enttäuschung und Wut umschlägt.
Die Entdeckungen der Familie, sowie die Aussagen einiger Wanderer lassen mich stets meine Meinung ändern und die Frage bleibt: „Hat Eugene Adam etwas angetan oder war es nur ein bedauerliches Unglück?“ Dies muss jeder Leser für sich selbst entscheiden.
Buch aufschlagen und eintauchen in einen Roman, der Spannung verspricht und in seiner besonderen Art brilliert.

Fazit:
Ein Spannungsroman der anderen Art für mich eine Lesehighlight.

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Veröffentlicht am 25.04.2025

Ruhiger Capri-Krimi

Grünes Gold
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Zum Inhalt:
Zur falschen Zeit am falschen Ort oder ein gezielter Mord? Ein junger Mann kommt eines Morgens tot im Sessellift auf dem Monte Solaro an. Die Inselpolizisten Enrico Rizzi und Antonia Cirillo ...

Zum Inhalt:
Zur falschen Zeit am falschen Ort oder ein gezielter Mord? Ein junger Mann kommt eines Morgens tot im Sessellift auf dem Monte Solaro an. Die Inselpolizisten Enrico Rizzi und Antonia Cirillo beginnen mit ihren Ermittlungen, dabei stellt sich die Frage, ob es sich hier um einen Jagdunfall handelt oder gezielt auf diesen Mann geschossen wurde? Da die Identität des Mannes vorläufig nicht klar ist, muss zunächst erst diese ermittelt werden, denn der Mann ist kein Einheimischer und könnte somit seine Probleme mit auf die Insel Capri gebracht haben. Eine erste Spur führt zur Trattoria der Schwestern Graziella und Claudia und ihrem Olivenhain. Bei weiteren Ermittlungen stoßen Rizzi und Cirillo auf extravagante Ideen rund um kostbares Olivenöl - und auf einen Baum mit einer Olivensorte, die es nur hier auf Capri gibt, hat dies mit dem Mord an dem jungen Mann zu tun?

Meine Meinung:
Das Cover weckt die Sehnsucht nach Urlaub, allerdings hätte es zum Inhalt besser gepass,t wenn ein Olivenbaum statt einer Kaktusfeige im Vordergrund wäre.
Ich hatte keine Ahnung, dass es sich hierbei um eine Reihe mit den beiden Ermittlern handelt, konnte mich aber mühelos in den 6. Band einfinden. Luca Ventura beschreibt die Landschaft so gut, dass man geistig in dem Olivenhain spazieren geht, den Fahrtwind auf der Vespa sich um die Nase wehen lässt oder die Sonnenstrahlen auf seiner Haut spürt. Da die Ermittlungen teilweise in einem Olivenhain stattfanden und ich gutes Olivenöl liebe, war es für mich natürlich interessant, etwas über die Olivenbäume und das Olivenöl zu lesen, denn Capri bietet tatsächlich eine Vielfalt an Olivenbäumen.
Das Privatleben der Ermittler wird gut in die Geschichte eingebaut. Da ich die ersten 5 Bände leider nicht kenne, fehlte mir evtl. etwas, um Rizzi und Cirillo näherzukommen. Antonia Cirillo ermittelt manchmal, ohne ihren Kollegen zu informieren, wo sie sich gerade befindet, was mich zunächst etwas irritierte, denn es könnte ja etwas passieren. Da aber der Kriminalroman mehr in die ruhige Ermittlungsebene geht, war meine anfängliche Befürchtung unbegründet. Große Spannungsmomente gab es zwar nicht, dennoch erreichte der Autor in seinem flüssigen Schreibstil, dass ich bis zum Schluss nicht wusste, weshalb Alessandro erschossen wurde.
Insgesamt betrachtet wurde ich gut unterhalten, hätte mir aber etwas mehr Spannung gewünscht.

Fazit:
Guter Kriminalroman mit Urlaubsflair, der ruhig etwas mehr Spannung vertragen hätte.

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Veröffentlicht am 08.04.2025

Bewegende Geheimnisse

Ms Darling und ihre Nachbarn
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Zum Inhalt:
Die 77-jährige Dorothy Darling lebt zurückgezogen in Ihrer Wohnung im über 100-jährigen Shelley House, das insgesamt mit sechs Mietparten bewohnt wird. Wachsam beobachtet sie das Treiben ihrer ...

Zum Inhalt:
Die 77-jährige Dorothy Darling lebt zurückgezogen in Ihrer Wohnung im über 100-jährigen Shelley House, das insgesamt mit sechs Mietparten bewohnt wird. Wachsam beobachtet sie das Treiben ihrer Nachbarn und spricht schon mal ein Machtwort, wenn Regeln nicht eingehalten werden. Argwöhnisch beobachtet sie eines Tages, wie die 25-jährige Kat bei ihrem Nachbarn Joseph zur Untermiete einzieht und befürchtet das Schlimmste. Dorothy sowie Kat wollen keinen Kontakt zu den Nachbarn, doch ein Unfall und die Tatsache, dass die Räumung droht zwingt die beiden dazu, miteinander zu reden, und schneller als gedacht sind sie aufeinander angewiesen.

Meine Meinung:
Liebevoll ist das Cover mit dem Shelley House, Ms. Darling hinter dem Fenster und Kat auf der Dachbalustrade sitzend, gestaltet. Freya Sampson hat mich bisher mit ihren Büchern gut unterhalten und so war ich natürlich auf ihre neue Geschichte gespannt. Abwechselnd wird aus der Sicht von Dorothy und Kat erzählt, dadurch erhält man einen Einblick in deren Leben, das jedoch mit einigen Geheimnissen aufwartet. Kein Wunder, dass man unbedingt wissen will, was den beiden wohl widerfahren ist. Kat, die einst in dieser Stadt öfters ihren Großvater besucht hat und nun seit Jahren keinen Kontakt mehr zu ihm hat und Dorothy, die sich einst ein Versprechen gab und ihren Nachbarn Joseph hasst. Was mag da wohl passiert sein? Wie bei Freya Sampson üblich nähert man sich den beiden Hauptprotagonistinnen nach und nach an und schließt sie mit all ihren Macken ins Herz. Beide sind von Schuldgefühlen geplagt und haben wenig Vertrauen zu ihren Mitmenschen. Dorothy wirkt wie der neugierige Drachen einer Hausgemeinschaft, die alles und jeden kritisiert, kein Wunder, dass Kat mit ihren roten Haaren und den Tattoos ihr suspekt vorkommt. Die weiteren Figuren in der Hausgemeinschaft sind facettenreich und wirken dabei genauso realistisch wie Dorothy und Kat, darüber hinaus bietet die Autorin ihren Charakteren genügend Raum, sich zu entfalten.

Die Geschichte um die skurrilen Bewohner zeigt, wie leicht man über Menschen urteilt, ohne sie näher zu kennen und die Gründe für ihr Verhalten versteht. Mangelnde Kommunikation, vor allem in deren Vergangenheit, spielt ebenfalls eine wichtige Rolle.
Geschickt werden Themen aufgegriffen und mit den Bewohnern des Shelley House verbunden und entfachten in mir ein Wechselbad der Gefühle.
Fazit:

Ein tolles Buch, das mich mit seinen Charakteren und Themen sehr bewegt hat.

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