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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.07.2024

Spezieller Charakter in einem eher seichten Kriminalroman

Verbrannte Gnade
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"Verbrannte Gnade" machte mich aufgrund seines außergewöhnlichen Covers sehr neugierig. Die Inhaltsangabe sorgte dafür, dass ich den Krimi unbedingt lesen wollte.

Schwester Holiday ist eine sehr spezielle ...

"Verbrannte Gnade" machte mich aufgrund seines außergewöhnlichen Covers sehr neugierig. Die Inhaltsangabe sorgte dafür, dass ich den Krimi unbedingt lesen wollte.

Schwester Holiday ist eine sehr spezielle Hauptfigur, die durchaus vielschichtig ist. Vor allem die Rückblicke im Buch helfen, ihren Charakter zu verstehen und was sie dazu gebracht hat, dem Orden beizutreten. Doch Holiday allein macht leider noch keinen guten Kriminalroman aus.

Die Handlung des Kriminalromans war für mich eher seicht, trotz Feuer und Leichen. Es wurden zwar einige Fährten ausgelegt, sodass die Spannung in dieser Hinsicht bis zum Schluss hoch blieb. Auch die Beschreibung der Stadt hat mir recht gut gefallen. Nur bedauerlicherweise waren die Ermittlungen der Nonne dann doch eher etwas seicht und ein richtiger Sog hat sich beim Lesen des Buchs bei mir nicht eingestellt. "Verbrannte Gnade" ist ein flüssig zu lesender, aber meiner Meinung nach eher durchschnittlicher Kriminalroman. Wer einen Krimi lesen möchte, der eine außergewöhnliche Hauptfigur hat, wird hier vermutlich fündig. Wer einen tollen und unterhaltsamen Krimi lesen möchte, vermutlich eher nicht.

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Veröffentlicht am 19.07.2024

Freundschaft wie sie im Buche steht

Meine geniale Freundin
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"Meine geniale Freundin" von Elena Ferrante wollte ich unbedingt lesen, nachdem der Hype um die Reihe so groß war. Nun war es endlich so weit. Und ich wurde nicht enttäuscht! Ein wirklich toller Roman ...

"Meine geniale Freundin" von Elena Ferrante wollte ich unbedingt lesen, nachdem der Hype um die Reihe so groß war. Nun war es endlich so weit. Und ich wurde nicht enttäuscht! Ein wirklich toller Roman über Freundschaft, der Lust auf die weiteren Teile macht.

Der Roman um die Freundschaft der beiden Mädchen Elena und Lila (Lina) ist sehr gut geschrieben und lässt sich flüssig lesen. Weiterhin sind die Charaktere und der Handlungsort, Neapel, authentisch beschrieben, sodass ich mir alle und alles wunderbar vor meinem inneren Auge vorstellen konnte.
Elena Ferrante schafft es außerdem, in diesem Roman die verschiedenen Facetten der Freundschaft darzulegen, von unbedingter Unterstützung über Toleranz bis hin zu Neid und Eifersucht. Dies habe ich bisher so noch in keinem anderen Roman gelesen. Ein wirklich unterhaltsamer und fesselnder Roman, den ich allen ans Herz lege, die gerne mal ein vielschichtiges Buch über Freundschaft lesen möchten.

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Veröffentlicht am 19.07.2024

Viele Informationen, aber keine Geschichte

Das Superteam 1
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Pete und Bob, die beiden Hundedetektive, hatten es mir bereits mit ihrem schön gestalteten Cover angetan. Auch der Klappentext klang vielversprechend. Immerhin sollten die beiden Spürnasen ihren ersten ...

Pete und Bob, die beiden Hundedetektive, hatten es mir bereits mit ihrem schön gestalteten Cover angetan. Auch der Klappentext klang vielversprechend. Immerhin sollten die beiden Spürnasen ihren ersten Fall in diesem Buch lösen. Als Vorlesegeschichte aus meiner Sicht und anhand dieser Beschreibung ideal. Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt.

Das Buch ist sehr schön gestaltet und als ein reines Bilderbuch für Kinder ab 4 Jahren sicherlich eine gute Idee. Was mir ebenso gut gefiel, waren die beim Aufklappen als eine Art "Personenregister" aufgeführten Tiere, die im Buch näher vorgestellt werden, die nicht mal ich als Erwachsene alle kannte. Auch die Informationen zu den einzelnen Tieren sind sehr interessant.

Was mir wiederum an diesem Buch nicht gefiel und weshalb es zum Punktabzug kam, ist, dass es – meiner Meinung nach – nicht zum Vorlesen geeignet ist. So wird zum Beispiel die wörtliche Rede verwendet, ohne dass im Anschluss steht, wer dies gesagt hat. Kinder brauchen jedoch genau diese Information beim Vorlesen, um einer Geschichte gut folgen zu können. Und da wären wir beim nächsten Kritikpunkt: Welche Geschichte? Es wird nicht klar, warum und wohin die beiden Spürnasen unterwegs sind. Somit reiht sich von Seite zu Seite eine Tierbeschreibung an die nächste, ohne einen roten Faden erkennen zu lassen. Sehr schade, so bleibt das Superteam leider ein reines Bilderbuch, das ich nicht zum Vorlesen verwenden kann.

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Veröffentlicht am 08.07.2024

Der erste Fall für das Slough House

Slow Horses
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"Slow Horses" von Mick Herron ist der erste Band der Slough House-Reihe, die sich um in Ungnade gefallene MI5-Agenten dreht. Diese werden als Slow Horses bezeichnet und verrichten ihren nicht gerade sinnstiftenden ...

"Slow Horses" von Mick Herron ist der erste Band der Slough House-Reihe, die sich um in Ungnade gefallene MI5-Agenten dreht. Diese werden als Slow Horses bezeichnet und verrichten ihren nicht gerade sinnstiftenden Dienst im Slough House.

Der erste Band ist auch das erste Buch der Reihe, das ich aus Neugierde gelesen habe. Ich hatte mir eine spannende Lektüre erhofft, doch ganz so unterhaltsam war das Buch dann leider doch nicht. Zunächst musste ich viele Seiten Charaktervorstellungen über mich ergehen lassen, da es nicht wenige Akteure in diesem Band gibt. Da musste ich auch erst mal den Überblick behalten. Ab etwa der Hälfte des Buches nahm die Handlung allerdings Fahrt auf und entschädigte mich für das lange Durchhalten beim Lesen. Daher: drei von fünf möglichen Sternen und die Hoffnung, dass der zweite Band etwas mehr Spannung und weniger Akteure beinhaltet.

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Veröffentlicht am 08.07.2024

Regionalkrimi mit Spannung und Unterhaltung

Totholz
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Das Cover von "Totholz" ist, wie von den Krimis von Andreas Föhr gewohnt, eher etwas verspielt und bunt und fällt daher direkt ins Auge. Ich bin ein Fan der Reihe um Wallner und Kreuthner und freue mich ...

Das Cover von "Totholz" ist, wie von den Krimis von Andreas Föhr gewohnt, eher etwas verspielt und bunt und fällt daher direkt ins Auge. Ich bin ein Fan der Reihe um Wallner und Kreuthner und freue mich stets über Neuerscheinungen.

Der elfte Band der Reihe hat mich, mal wieder, nicht enttäuscht. Die Kriminalfälle sind verzwickt, es gibt wie immer einige Wendungen, Anekdoten und skurrile Figuren, die mich beim Lesen zum Schmunzeln bringen. Dabei gelingt es Föhr, meiner Meinung nach, nicht ins Slapstickartige abzurutschen und die eigentliche Handlung nicht durch Nebenstränge zu verwaschen. Für mich wieder ein gut geschriebener, unterhaltsamer und spannender Kriminalroman, den ich allen ans Herz lege, die Regionalkrimis mit speziellen Charakteren mögen.

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