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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.06.2024

Ein etwas anderer Blick hinter die Kulissen der Nürnberger Prozesse

Das Schloss der Schriftsteller
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"Das Schloss der Schriftsteller" von Uwe Neumahr hat mich gereizt, weil es eine mir eher unbekannte Seite der Nürnberger Prozesse beschreibt. So bekam ich einen Einblick in das Leben der Berichterstatter ...

"Das Schloss der Schriftsteller" von Uwe Neumahr hat mich gereizt, weil es eine mir eher unbekannte Seite der Nürnberger Prozesse beschreibt. So bekam ich einen Einblick in das Leben der Berichterstatter von den Prozessen. Größtenteils handelte es sich dabei um Schriftstellerinnen und Schriftsteller, nicht wenige darunter, die vor dem Nationalsozialismus ins Ausland fliehen mussten.

Die Schriftstellerinnen und Schriftsteller werden in eigenen Kapiteln jeweils porträtiert und ihr Leben während der Prozesse im Schloss Faber-Castell in Stein bei Nürnberg geschildert. Ein für mich interessanter Einblick in eine besondere Zeit.

Wer mehr zu den Nürnberger Prozessen außerhalb der eigentlichen Prozesse erfahren möchte, sollte zu "Das Schloss der Schriftsteller" greifen.

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Veröffentlicht am 17.06.2024

Familiendrama als Thriller verkleidet

Das Waldhaus
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"Das Waldhaus. Jede Lüge führt dich näher an die Wahrheit" von Liz Webb ist ein Familiendrama, das als Thriller verkleidet daherkommt.

Meine Erwartungen an das Buch waren, dass es von Beginn an knisternde ...

"Das Waldhaus. Jede Lüge führt dich näher an die Wahrheit" von Liz Webb ist ein Familiendrama, das als Thriller verkleidet daherkommt.

Meine Erwartungen an das Buch waren, dass es von Beginn an knisternde Spannung gibt, aber da wurde ich leider enttäuscht. Vielmehr entspinnt sich in diesem Roman Seite für Seite ein Familiendrama, über dessen Hintergründe Stück für Stück mehr ans Licht kommt. Die Lektüre hatte dadurch durchaus ihren Reiz, auch wenn nicht drin war, was draufstand. Sprachlich ist der Roman gut und flüssig zu lesen und auch nicht zu langatmig. Auch die Idee hinter der Familientragödie gefiel mir recht gut. Die Hauptfigur ist ebenfalls gut gelungen. Deshalb erhält der Roman von mir drei Sterne.

Insgesamt kann ich das Buch allen empfehlen, die gerne Familiendramen lesen. Wer einen Thriller lesen möchte, sollte sich ein anderes Buch schnappen.

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Veröffentlicht am 10.06.2024

Träge wie ein See

Das Schweigen des Wassers
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"Das Schweigen des Wassers" von Susanne Tägder hat mich allein wegen des Covers und des Klappentexts sehr als Lektüre gereizt. Ich hatte mich auf einen spannenden cold case-Krimi gefreut und bekam stattdessen ...

"Das Schweigen des Wassers" von Susanne Tägder hat mich allein wegen des Covers und des Klappentexts sehr als Lektüre gereizt. Ich hatte mich auf einen spannenden cold case-Krimi gefreut und bekam stattdessen eine laue Lektüre, die sich träge dahinzog.

Der Autorin gelang es meiner Meinung nach nicht, die einzelnen Protagonisten authentisch und nahbar darzustellen. Es wirkte auf mich alles sehr gewollt und konstruiert und viele Entscheidungen und Gedankengänge waren für mich nicht nachvollziehbar.

Die Krimihandlung war für mich leider auch sehr fad und träge. Sie schleppt sich so dahin und es kam für mich keine rechte Spannung auf. Irgendwie war die Auflösung dann auch vorhersehbar, obwohl ich finde, da wäre mehr drin gewesen.

Ein Krimi, der mich bedauerlicherweise nicht überzeugt hat und den ich daher auch nicht empfehlen kann. Er erhält von mir 2,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 10.06.2024

Schönes Porträt über Agatha Christie

Agatha Christie
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"Agatha Christie" ist der erste Roman, den ich von Susanne Lieder gelesen habe und ich bin direkt begeistert! Er ist wunderbar geschrieben und lässt sich so flüssig lesen, dass ich die letzten beiden Tage ...

"Agatha Christie" ist der erste Roman, den ich von Susanne Lieder gelesen habe und ich bin direkt begeistert! Er ist wunderbar geschrieben und lässt sich so flüssig lesen, dass ich die letzten beiden Tage durch die Seiten nur so geflogen bin.

Der Autorin gelingt es hervorragend, den Lesenden (meiner bescheidenen Meinung nach) die Person hinter der Romanautorin näherzubringen und sehr authentisch zu beschreiben. Dies liegt sicherlich auch daran, dass die Autobiografie Agatha Christies von der Autorin zuvor gelesen wurde. Somit entsteht ein rundum gelungenes Porträt einer Ausnahmeautorin, die es alles andere als leicht im Leben hatte, aber ein ums andere Mal die Zähne zusammenbiss. Gerade Agatha Christies Stärke im Angesicht der Stürme des Lebens hat mir enorm imponiert.

Ein starkes Frauenporträt für alle, die gerne Romane mit starken weiblichen Hauptfiguren und/oder biografische Romane lesen.

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Veröffentlicht am 06.06.2024

Schöner Einstieg in die Krimireihe rund um Commissaire Chevalier

Tod in La Rochelle
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"Tod in La Rochelle" ist der erste Teil der Reihe um Commissaire Chevalier. Ich hatte zunächst den zweiten Teil gelesen und den ersten nun nachgeholt. Die Bände lassen sich unabhängig voneinander lesen, ...

"Tod in La Rochelle" ist der erste Teil der Reihe um Commissaire Chevalier. Ich hatte zunächst den zweiten Teil gelesen und den ersten nun nachgeholt. Die Bände lassen sich unabhängig voneinander lesen, aber ich empfehle allen Interessierten besser mit Teil 1 anzufangen, dann werden manche Zusammenhänge noch klarer.

"Tod in La Rochelle" ist ein spannender Kriminalroman, der wunderbar geschrieben ist und sich daher sehr angenehm lesen lässt. Die Protagonisten, allen vor Clement Chevalier, sind authentisch beschrieben und ihre Beweggründe konnte ich allesamt nachvollziehen. Jean-Claude Vinet gelingt es in diesem Kriminalroman, wie im zweiten Teil übrigens auch, die Spannung bis zum Schluss aufrechtzuerhalten, sodass ich lange Zeit im Dunklen tappte. Hinzu kommt das spezielle Setting an der französischen Atlantikküste, das dem Krimi das gewisse Etwas verleiht.

Ein Roman für alle Krimi- und Frankreichfans. Wer gerne Martin Walker liest, dürfte auch Jean-Claude Vinet gut finden.

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