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Veröffentlicht am 21.10.2025

Die Reise geht weiter

Nagashino V: Onryo – So rufen sie des Berges Wind
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Kenshin und Watanabe-San machen sich auf eine Wanderung zu den heiligen Bergen von Dewa. Es ist eine Reise, die voller Gefahren steckt, denn die Totengeister sind rachsüchtig und dürsten nach Blut.

Dieses ...

Kenshin und Watanabe-San machen sich auf eine Wanderung zu den heiligen Bergen von Dewa. Es ist eine Reise, die voller Gefahren steckt, denn die Totengeister sind rachsüchtig und dürsten nach Blut.

Dieses Buch schließt nahtlos an den vierten Teil an, es kann nicht unabhängig von den vorherigen Bänden gelesen werden. Es gibt zu Beginn zwar eine Zusammenfassung aller Bücher, allerdings ist es zum besseren Verständnis unumgänglich, die Reihenfolge der tollen Jugendbuchreihe einzuhalten.

Bereits zum fünften Mal entführt Christiane Kromp die Leserinnen und Leser in eine Welt voller Magie, Geister, spiritueller Begegnungen sowie Abenteuern, die sich über Jahrhunderte hinweg abspielen. Auch die Liebe kommt dabei nicht zu kurz. Die Einblicke in die japanische Kultur sind faszinierend, ob Religion oder asiatische Rituale, Essgewohnheiten oder Kampftechniken, das Wissen, das vermittelt wird, ist enorm. Gekonnt führt die Autorin durch die Geschichte, baut Spannung auf und lässt ihren Helden dramatische Situationen durchstehen. Das Ende ist offen und lässt mich ungeduldig auf die Fortsetzung warten. Hoffentlich nicht zu lange. Das hat Spaß gemacht!

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Veröffentlicht am 19.10.2025

Ein Schmuckstück fürs Bücherregal

Von Göttern und Menschen
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»Stellen Sie sich vor, Sie hätten eine Möglichkeit gefunden, in der Zeit zurückzureisen und eine Stadt im antiken Griechenland zu besuchen. Schauen Sie sich um: Sie sind umgeben von Mythen. Auf dem Marktplatz ...

»Stellen Sie sich vor, Sie hätten eine Möglichkeit gefunden, in der Zeit zurückzureisen und eine Stadt im antiken Griechenland zu besuchen. Schauen Sie sich um: Sie sind umgeben von Mythen. Auf dem Marktplatz stehen prächtige Statuen, Athene mit einem Speer in der Hand oder Poseidon mit seinem Dreizack.« (Seite 13)

Dieses Buch enthält die umfangreichste und für mich persönlich am besten recherchierte sowie am unkompliziertesten erzählte Sammlung von griechischen Mythen und Sagen. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie langwierig und anstrengend die Recherche dafür gewesen sein muss, welchen Aufwand Sarah Iles Johnston betrieben hat, um dieses phantastische Werk zu schaffen. Natürlich kenne ich die bekanntesten Götter, fast jeder weiß, wer Zeus, Poseidon, Athene und Orion sind. Wie aber verhält es sich mit Hyrieus, der Orion erschaffen hat, warum starb Dionysos und wer gebar ihn wieder, und ist Artemis gar kein Parfüm, sondern doch eine Göttin? Wer immer schon wissen wollte, wie alles begann, für den ist dieses Buch ein toller Einstieg und ein großartiges Nachschlagewerk.

Bereits das ausführliche Vorwort fesselte mich, die folgenden Geschichten, aus dort genannten Gründen nicht immer chronologisch erzählt, lassen mich restlos begeistert zurück. Dabei wird man erschlagen von der Hülle und Fülle an Namen, fremd klingenden Worten, manche davon klingen, wie zufällig aneinandergereihte Buchstaben, andere wiederum verursachen Bilder im Kopf, die passend zur jeweiligen Person oder einer Gottheit sind. Es ist nicht notwendig, dass man sich die Namen alle merkt, die wichtigsten Figuren tauchen wiederholt auf, andere verschwinden und hinterlassen keine Lücke, manche kehren kurz oder dauerhaft zurück. Die Erzählungen sind unterschiedlich lang, alle haben jedoch gemeinsam, dass sie unterhaltsam und oft spannender als ein Thriller sind.

Die Götter waren gut, die Götter waren böse, sie waren fies, durchtrieben, hochmütig, arrogant und oft auch grundlos gemein. Sie ließen es krachen und sprangen über Tisch und Bänke; irgendwoher müssen ja die unzähligen Nachkommen, ob göttlich oder sterblich, hergekommen sein. Die Götter konnten gut sein, sanftmütig und freundlich, ihre Taten durch Mitleid gesteuert, dem Menschen zugewandt, hilfreich zum Glück.

Gerne empfehle ich dieses Buch weiter, für Anfänger, Fortgeschrittene oder Leserinnen und Leser, die ein Geschenk suchen, denn das Buch ist nicht nur unterhaltsam, sondern mit dem tollen Cover und dem wunderschönen Farbschnitt zudem ein richtiges Schmuckstück. Die wirklich sehr schönen Illustrationen, die der Sohn der Autorin beigesteuert hat, vervollständigen das Gesamtbild. Große Empfehlung.

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Veröffentlicht am 16.10.2025

Farben der Liebe

Was du siehst
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Es ist das Jahr 1967, als die schwangere Ruth in dem kleinen Dorf in Mecklenburg ankommt, wo sie Unterschlupf findet bei ihrem Onkel, nachdem der Vater ihres ungeborenen Kindes verschwunden ist und ihr ...

Es ist das Jahr 1967, als die schwangere Ruth in dem kleinen Dorf in Mecklenburg ankommt, wo sie Unterschlupf findet bei ihrem Onkel, nachdem der Vater ihres ungeborenen Kindes verschwunden ist und ihr eigener Vater sie wegen ihrer Schwangerschaft vor die Tür gesetzt hat. Schnell findet sie in Hannah eine Freundin, die fast zeitgleich geborenen Kinder der beiden Frauen wachsen gemeinsam auf. Jule und Andi sind unzertrennlich, bis ein lange gehütetes Geheimnis Jule dazu bringt, das Dorf zu verlassen und damit auch ihre große Liebe Andi.

»Alle im Dorf hatten es gewusst. Von Anfang an war klar gewesen, dass diese beiden Kinder die dicksten Freunde werden würden. Juliane und Andi - Andi und Juliane, die beiden Namen gehörten untrennbar zusammen.« (Seite 82)

Der Debütroman von Laura Maaß enthält für mich persönlich die schönste Liebesgeschichte, die ich dieses Jahr lesen durfte. Der Schauplatz ist ein fiktives Dorf in Mecklenburg, an der Elbe gelegen und direkt an der damaligen Grenze, denn die Geschichte spielt in den 1970er und 1980er Jahren, was einige nostalgische Erinnerungen mit sich brachte, wenn ich diese auch nicht mit der damaligen Geschichte der DDR verbinde. Das Leben ohne Computer und Handy, ohne Internet und sonstige Annehmlichkeiten der späteren Jahre war ein anderes, und noch ein bisschen anders mag es gewesen sein, wenn man in einem kleinen Dorf aufgewachsen ist, besonders zu der schwierigen Zeit.

Ich lese selten Liebesgeschichten, aber die von Jule und Andi traf mich mitten ins Herz. Über Jahrzehnte durfte ich beide begleiten, schaute ihnen über die Schulter, sah sie lachen und weinen, fühlte manches mal beider Schmerz. Nicht jede Entscheidung fand meine Zustimmung, nicht jeder Weg war meiner, aber gemeinsam erlebten und überlebten wir viele Situationen und ich war traurig, als es zu Ende ging, die letzte Seite gelesen war und der Abschied unumgänglich. Die vielen Farben aber bleiben für immer. Für immer in meinem Herzen. Danke dafür.

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Veröffentlicht am 09.10.2025

Herrlich böse!

Todeskälte
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Lucas wird vermisst, sein Vater meldet sein Verschwinden an Sheriff Cohen, der herausfindet, dass der Junge entführt worden ist. Als ans Licht kommt, dass der Entführer ein Serienkiller ist, auf den bereits ...


Lucas wird vermisst, sein Vater meldet sein Verschwinden an Sheriff Cohen, der herausfindet, dass der Junge entführt worden ist. Als ans Licht kommt, dass der Entführer ein Serienkiller ist, auf den bereits eine hohe Belohnung ausgesetzt wurde, reift in Sheriff Cohen ein Plan. Da er gerade in finanziellen Schwierigkeiten steckt, käme ihm diese Belohnung entgegen, dafür müsste er allerdings alle seine Skrupel überwinden und das Gesetz brechen.

Paul Cleave ist zurück und er ist besser denn je! Dieser Thriller brachte alles mit, was meine dunkle Seite erfreute, die Geschichte war finster, hinterhältig und böse, der Humor so schwarz, dass es düsterer fast nicht mehr geht. Drei Seiten präsentierte der Autor, nur die des Sheriffs nutzt die Ich-Perspektive. Teilweise ging es so turbulent zu, dass ich nicht wusste, ob ich lachen oder weinen soll. Das soll aber nicht heißen, dass es wirklich lustig war, denn diese Art der Komik entwächst der Verzweiflung und ist zum lachen nun wirklich nicht. Oder doch ein bisschen, ich will mal nicht so sein.

Wer sich darauf einlässt, der wird mit einer phänomenalen Story belohnt, der Einfallsreichtum verdient eine Medaille und an großartigen Wendungen mangelt es zudem hier wahrlich nicht. Für mich eines der Highlights im Genre, das ich am liebsten erneut lesen würde. Mit einem Wort: Genial!

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Veröffentlicht am 05.10.2025

Eher schwach

Die Unbehausten
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Willa Knox ist freie Journalistin ohne Aufträge, ihr Mann Iano hat seine Professur verloren, der gemeinsame Sohn Zeke ist nach einer Tragödie alleinerziehend und quasi mittellos. Als ob das nicht genug ...

Willa Knox ist freie Journalistin ohne Aufträge, ihr Mann Iano hat seine Professur verloren, der gemeinsame Sohn Zeke ist nach einer Tragödie alleinerziehend und quasi mittellos. Als ob das nicht genug wäre, ist das Haus der Familie eine baufällige Ruine, die von Grund auf saniert werden müsste. Vor 150 Jahren lebt an gleicher Stelle ein Lehrer namens Thatcher Greenwood. Charles Darwin Evolutionstheorie erschüttert die Welt, es wird gestritten und diskutiert. Was verbindet die Familien über Jahrzehnte hinweg miteinander? Ist es das viktorianische Haus oder die ähnlichen Lebensumstände, die eine Gemeinsamkeit schaffen?

»Es ging darum, ob die Evolutionslehre unterrichtet werden durfte. Er bekam Schwierigkeiten mit dem Schuldirektor und den Stadtvätern und wurde zurechtgewiesen.« (Seite 389)

Fiktion trifft historische Fakten, zwei Zeitebenen bemüht die Autorin hierfür, kann das funktionieren? Für mich persönlich leider nicht, denn das hier nach ihrem grandiosen „Demon Copperhead“ übersetzte, zeitlich allerdings Jahre davor geschriebene Buch konnte mich nicht überzeugen. Nach einem interessanten und amüsanten Anfang verlor mich die Geschichte beim ersten Zeitsprung und danach wurde es nicht wirklich besser. Die geschichtlichen Ereignisse waren faszinierend, das schon, allerdings hat mir das Gesamtkonstrukt einfach nicht gefallen. Die Charaktere weckten keine Emotionen bei mir und blieben mir bis zuletzt fremd. Hier lag die Latte nach dem eingangs erwähnten Werk eben sehr hoch und meine Erwartungen wurden nicht erfüllt. Schade, aber nicht zu ändern. Dennoch freue ich mich auf weitere Bücher der Autorin und verbleibe solange in freudiger Erwartung.

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