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Veröffentlicht am 08.11.2025

Eine Hommage an mutige Frauen während des 2. Weltkriegs

Wir dachten, das Leben kommt noch
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"In Frankreich war alles so aufregend gewesen, und ich fühlte mich wichtig und gebraucht, aber nach dem Krieg wollte niemand mehr etwas über uns wissen, und erzählen durften wir auch nichts. ...

"In Frankreich war alles so aufregend gewesen, und ich fühlte mich wichtig und gebraucht, aber nach dem Krieg wollte niemand mehr etwas über uns wissen, und erzählen durften wir auch nichts. Dabei dachten wir, das Leben kommt noch. Wir Agentinnen sind unsichtbar geworden, und das, obwohl sie doch dauernd betont haben, wie bedeutend wir gewesen seien, aber die toten Männer waren wichtiger." (S. 262f.)

In dem historischen Roman "Wir dachten, das Leben kommt noch" von Elisabeth Sandmann geht es um die mutigen Frauen, die selbstlos und unerschrocken in Frankreich ab 1942 im Untergrund spionierten, funkten, sabotierten und damit ihr Leben riskierten.

Der Roman spannt einen Bogen von 1998 zurück in die Zeit des Nationalsozialismus.
Gwen Farleigh ist Redakteurin in London bei der BBC und soll ein Buch verlegen, über Frauen, die während des 2. Weltkriegs für die "Special Operations Exectutive" (SOE) in Frankreich tätig waren.
Auf der zweiten Zeitebene wird von Pat Conway berichtet, die als junge Frau für die von Winston Churchill gegründete spezielle Einsatzgruppe im Einsatz war. Pat wurde nach Paris rekrutiert und nahm eine neue Identität als Emma Fleury an.

Die Autorin hat die Frauenfiguren stark und realistisch ausgearbeitet. Es ist beeindruckend, was diese mutigen Frauen geleistet haben. Sie haben ihr Leben riskiert oder sogar verloren, um den Widerstand gegen die Nazis zu unterstützen. Vor allem wird deutlich, dass die Frauen in der gleichen Intensität wie die Männer ausgebildet wurden.

Spannend ist es mitzuerleben, wie aus dem trotzigen und schüchternen Mädchen Pat eine gefasste, mutige und aufmerksame Agentin wurde. Besonders gelungen finde ich, dass Pat menschlich dargestellt wird mit Schwächen. Dies ist meiner Meinung wichtig, da deutlich wird, dass diese Heldinnen alltägliche Menschen waren, die Zweifel, Nöte und Probleme hatten. Dies regt zum Nachdenken an. Wie weit würde ich selbst gehen?

Elisabeth Sandmann gelingt es, die Vergangenheit mit der Gegenwart zu verknüpfen.

Einen kleinen Kritikpunkt habe ich: Es sind einfach zu viele Figuren, die in dem Roman auftauchen, die trotz Personenverzeichnis am Ende des Romans, etwas verwirrend sind.

Der Roman ist tiefgründig und vor allem lehrreich.

Ich sehe den Roman als große Hommage an die Frauen, die im 2. Weltkrieg einen selbstlosen und kriegsentscheidenden Dienst erwiesen haben. Diese Frauen dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Sie sind inspirierend und tragen dazu bei, die Wahrnehmung der Fähigkeiten der Frauen in der Geschichte und Gesellschaft zu beeinflussen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden viele Männer als Kriegshelden gefeiert, die vielen unerschrockenen Frauen gerieten dabei in Vergessenheit. Elisabeth Sandmann zeigt daher mit dem Roman ein bisher wenig beleuchtetes Kapitel der Kriegsgeschichte.

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Die Lebensgeschichte der Liebesromanschreiberin Hedwig Courhs-Mahler

Ein gutes Ende
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Hedwig Courths-Mahler (1867-1950) hatte kein einfaches Leben. Sie wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf und schaffte es mit viel harter Arbeit und Beharrlichkeit, ihren Lebenstraum zu verwirklichen und ...

Hedwig Courths-Mahler (1867-1950) hatte kein einfaches Leben. Sie wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf und schaffte es mit viel harter Arbeit und Beharrlichkeit, ihren Lebenstraum zu verwirklichen und war Anfang des 20. Jahrhunderts Deutschlands erfolgreichste Autorin.


Die Autorinnen (Pseudonym Clara Bachmann) setzen mit der Romanbiographie „Ein gutes Ende“ der Liebesromanschreiberin ein würdiges Denkmal.

Durch den bildhaften Sprachstil wird man in die damalige Zeit hineinversetzt. Die sozialen Unterschiede und die Ungleichbehandlung von Frau und Mann und vor allem die eingeschränkten Möglichkeiten für Frauen sind immer wieder spürbar.

Der Roman räumt vor allem Hedwigs Kindheit und Jugend einen größeren Raum ein. Es wird deutlich, dass sie es nicht leicht hatte, aber einen starken Willen entwickelte, aus der Armut herauszukommen und einen anderen Lebensweg einzuschlagen und Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen.
Gut finde ich, dass sie sich immer wieder eingesteht, auch schöne Dinge zu erleben (Chor, Theaterbesuche). Das Schreiben wird für sie ein Ventil. Sie findet Trost im Schreiben, obwohl ihre Familie und auch später ihr Ehemann (der Kunstmaler Fritz Courths) dies strikt ablehnten. Ich fand es unerträglich, wie zum Beispiel Fritz seine Arbeit als Kunst ansah und Hedwigs Schreiben als lächerlich abtat. Dabei war sie diejenige, die Dinge voranbrachte und Situationen schnell und richtig durchschaute.

Mir hat der Roman sehr gefallen. Ich kannte Hedwig Courths-Mahler vor dem Lesen der Romanbiographie nicht. Liebesromane sind einfach nicht die Geschichten, die mich ansprechen. Dennoch habe ich großen Respekt vor ihrer Stärke, ihren eigenen Weg zu gehen. Den Autorinnen gelingt es uns an den Gedanken und Träumen Hedwigs teilhaben zu lassen. Es wird deutlich, dass das Schreiben Unbeschwertheit in den Alltag Hedwigs brachte. Ihr Schreiben war das Fenster in eine andere Welt. Eine Welt voller Romantik, Leidenschaft und Schönheit. All jener Dinge, an denen es ihr in der Wirklichkeit mangelte.

Das Buch ist absolut lesenswert, weil es ein mutmachendes Buch ist, für seine Träume einzustehen.

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Veröffentlicht am 27.10.2025

Mystisch, magisch, abenteuerlich!

Keltische Winternächte
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Dieser wundervolle Märchenschatz entführt uns in eine Welt voller Magie und zauberhafter Wesen. Feen, Riesen, Geister und andere magische Wesen begegnen uns in den 10 Märchen, die aus Schottland, Cornwall, ...


Dieser wundervolle Märchenschatz entführt uns in eine Welt voller Magie und zauberhafter Wesen. Feen, Riesen, Geister und andere magische Wesen begegnen uns in den 10 Märchen, die aus Schottland, Cornwall, Irland und Wales stammen.

Mein Lieblingsmärchen aus der Märchensammlung ist „Der Schnee und die Krähe“. Es ist ein irisches Märchen, das Heldenmut, Tapferkeit und Hilfsbereitschaft vereint. Jack, Sohn des Königs von Irland, macht sich auf die Suche nach einem Mädchen, das schwarzes Haar wie eine Krähe und weiße Haut wie Schnee hat. Auf seiner Reise zu dem besagten Mädchen muss er 3 Prüfungen bestehen, die zeigen, wie weise und mutig er ist. Ein kleiner roter Mann steht ihm dabei zur Seite. Wird es Jack gelingen, das Mädchen (die Prinzessin des Ostens) von ihrem Zauber zu befreien, der sie jede Nacht zum Tanzen zwingt?

Generell spielen Musik und Tänze in den keltischen Märchen eine große Rolle. Im schottischen Märchen „Donal im Feenland“ zum Beispiel begegnet Donal auf dem Weg ins „Land der Ewigen Jugend“ einen bärtigen Mann, der mit seiner Geige fiedelt und singt. Außerdem gibt es Feen, die wunderbar tanzen und musizieren. Der bärtige Mann erlaubt sich einen großen Spaß mit Donal, sodass mich das Märchen schmunzelnd zurück ließ.

Zu jedem Märchen gibt es detailreiche und stimmungsvolle Illustrationen. Diese fangen die mystische Atmosphäre vor allem durch die filigranen Zeichnungen ein. In zarten und erdigen Farben ist alles illustriert. Die Bilder wirken dadurch ruhig und sanft und fast schon lebendig, die in uns die Anderswelt eintauchen lassen.

Diese wundervoll gestaltete Märchensammlung ist vor allem für kalte und gemütliche Winterabende geeignet, da sie die frostige Welt der Kelten beinhaltet. Manche Märchen kommen auch etwas düster daher.

Nicht nur Kinder werden die mystischen und magischen Geschichten lieben. Geheimnisvolle Wesen, die seit Jahrhunderten in den langen Winternächten ihr Unwesen treiben, mutige Helden und magische Momente entführen Groß und Klein in eine Welt voller Magie, Wunder und keltischer Mythologie. Sie erzählen vom Geheimnis der Anderswelt und von übernatürlichen Kräften.

Ein ästhetisch ansprechender und hochwertiger Märchenschatz!

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Veröffentlicht am 24.10.2025

Zu gewollt lustig

Frankie
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Eine Katze, die spricht. Leider zu „gewollt lustig“.

Ich kann die vielen positiven Stimmen zu dem Buch leider nicht nachvollziehen. Der Protagonist Gold, der mit seinem Leben abschließen will, findet ...

Eine Katze, die spricht. Leider zu „gewollt lustig“.

Ich kann die vielen positiven Stimmen zu dem Buch leider nicht nachvollziehen. Der Protagonist Gold, der mit seinem Leben abschließen will, findet in einem zugelaufenen Kater Frankie wieder einen Lebenssinn. An sich eine nette Idee. Die Umsetzung misslingt aber, meiner Meinung nach. Es ist sehr oberflächlich geschrieben.
Die Geschichte nimmt uns mit in die Gedankenwelt Frankies.

Ausgedachte Namen wie „Puschnelka Schnurrilenko“ oder manche Dialoge Frankies sind zu gewollt lustig.

Der Brief am Schluss und der Hoffnungsschimmer lassen mich aber versöhnlich stimmen.

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Veröffentlicht am 24.10.2025

Zwei Mädchen kämpfen um die Anerkennung ihrer Mutter

Wenn nachts die Kampfhunde spazieren gehen
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Eine Mutter und ihre zwei erwachsenen Töchter - beide Mädchen kämpfen ihr Leben lang um die Anerkennung der Mutter.

In dem Buch geht es um Wanda und Antonia. Sie sind Schwestern und unterschiedlicher ...

Eine Mutter und ihre zwei erwachsenen Töchter - beide Mädchen kämpfen ihr Leben lang um die Anerkennung der Mutter.

In dem Buch geht es um Wanda und Antonia. Sie sind Schwestern und unterschiedlicher als die beiden kann man kaum sein. Antonia ist alleinerziehend und bekommt oftmals nichts auf die Kette. Wanda ist die Fleißige, Erfolgreiche und kämpft ihr Leben lang mit einer Essstörung.

Die Mutter ist sehr dominant, lässt ihre Töchter auch immer wieder spüren, was sie für sie aufgegeben hat bzw. was für Abstriche sie in ihrem Leben für sie machen musste.

Der Roman zeigt sehr gut, wie subtil oftmals das Mutter-Tochter-Verhältnis ist und wie schwer es ist, sich selbst als Erwachsene von den Erwartungen eines Elternteil zu lösen.

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