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Veröffentlicht am 25.02.2025

Durchschnitt

Die Morde von Morcone
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Robert Lichtenwald ist wegen familiärer Probleme in sein Haus in der Maremma/Toskana gezogen. Schon nach kurzer Zeit entdeckt er eine Leiche. Der Tote wurde ermordet. Und er bleibt nicht der einzige. Alles ...

Robert Lichtenwald ist wegen familiärer Probleme in sein Haus in der Maremma/Toskana gezogen. Schon nach kurzer Zeit entdeckt er eine Leiche. Der Tote wurde ermordet. Und er bleibt nicht der einzige. Alles deutet auf einen religiösen Hintergrund hin und so untersucht Robert mehr notgedrungen das ganze zusammen mit der Teilzeitreporterin und Ladenbesitzerin Giada.

Zuerst einmal möchte ich das schöne Cover erwähnen. Die Toskana im Hintergrund und vorn die Schrift auf einer Art Grabstein empfand ich gut gelungen. Beim Buchinhalt muss ich leider Abstriche machen. Auch wenn es einige Tote gibt, den Grund für ihren Tod erfährt man sehr schnell und so ist es auch nicht wirklich schwer, zeitig auf den Täter zu kommen. Das hat bei mir dafür gesorgt, dass ich fast keine Spannung empfunden habe. Trotzdem war das Buch gut und auch zügig zu lesen. Man merkt dem Autor an, dass er die Toskana gut kennt. Leider hat er mit dem Einfügen vieler italischer Wörter stark übertrieben. An diesen Stellen stockte der Lesefluss und irgendwann nervte es eigentlich nur, weil es nicht wirklich irgendwie hilfreich war. Auch die so gegensätzlichen Hauptfiguren fand ich nicht unbedingt sympathisch und einige der „Ermittlungen“ nicht so richtig logisch. Alles in allem: nett zu lesen, aber nicht mehr als Durchschnitt.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Schwierig

Die Hummerkönige
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Eine kleine Insel vor 300 Jahren, Brumfitt Kings lebt vom Fischen, vom Hummerfang und vom Malen. Seine Frau ist ein „Selkie“, seine Kinder werden weiter Hummerkönige sein, aber jede Familie wird einen ...

Eine kleine Insel vor 300 Jahren, Brumfitt Kings lebt vom Fischen, vom Hummerfang und vom Malen. Seine Frau ist ein „Selkie“, seine Kinder werden weiter Hummerkönige sein, aber jede Familie wird einen Sohn an das Meer verlieren.
In der Jetztzeit hat sich nicht viel geändert. Die Kings sind immer noch die heimlichen Könige der Insel. Brumfitt ist als Maler so berühmt geworden, dass Touristen auf die Insel kommen nur wegen der Bilder. Aber es gibt auch Probleme mit den Nachbarn, die ins Hummerrevier eindringen, mit Alkohol und Drogen. Und in Ermangelung eines Sohnes will Cordelia die Tradition der Kings als Frau fortführen...

Die Beurteilung des Buches fällt mir etwas schwer. Durch die erste einhundert Seiten habe ich mich regelrecht gequält und gelangweilt und wollte oft mit dem Lesen aufhören. Diese Verknüpfung von einigen Mythen und übersinnlichen Sachen mit dem aktuellen Geschehen war nicht meins. Auch mag ich es nicht, wenn mir Gemälde beschrieben werden, was hier ständig passierte. Den Namen Brumfitt konnte ich nicht mehr lesen. Alles war so gleichförmig, selbst der Tod des Sohnes und der Frau.
Doch im Laufe des Buches wurde die Geschichte immer besser und nahm auch Spannung auf. Die Gefahren auf dem Meer, die tägliche schwere Arbeit beim Hummerfang, die Probleme der Familien, aber auch die Hilfe und der Zusammenhalt der Inselbewohner wurden gut beschrieben. Man spürte die sehr spezielle Atmosphäre. Schade, dass es nicht von Anfang an so war. So kann ich aufgrund der Startschwierigkeiten nur eine geringere Punktzahl vergeben.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Alltag

Als wir unbesiegbar waren
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Eva, Sylvie, Benedict und Lucien sind befreundet und stehen kurz vor dem Ende des Studiums. Sie kommen aus völlig unterschiedlichen Verhältnissen, aber sie verstehen sich gut. Jeder hat eigene Träume, ...

Eva, Sylvie, Benedict und Lucien sind befreundet und stehen kurz vor dem Ende des Studiums. Sie kommen aus völlig unterschiedlichen Verhältnissen, aber sie verstehen sich gut. Jeder hat eigene Träume, was er machen will: Wissenschaftler, Künstler, reich werden, nur gut leben. Doch das Leben wird ganz anders und sie verlieren sich öfter aus den Augen...

Das Buch erzählt einfach die Geschichte von 4 Freunden mit all den teilweise naiven Vorstellungen und dem, was im Leben daraus wird. Wie viele Pläne sie begraben müssen, wie viele Fehler sie machen und was klappt. Es ist einfach der Alltag des Lebens, den jeder anders erfährt, aber der im Grunde gleich ist. Nichts ist sicher, nichts für ewig und ohne den Kampf und die Anstrengung hält auch keine Freundschaft, obwohl sie zu den wenigen ganz wichtigen Dingen im Leben zählt. Und trotz dieser Alltäglichkeiten hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es war nicht belehrend und teilweise richtig spannend, immer gut lesbar. Eine sehr positive Neuentdeckung für mich.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Gelungen

Die Grausamen
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Von der 13-jährigen Tessa verliert sich auf dem kurzen Heimweg von einer Freundin jede Spur. Sie wird nie wieder gefunden, auch keine Leiche.
20 Jahre danach ist alles noch ungeklärt. Gabe und Marta werden ...

Von der 13-jährigen Tessa verliert sich auf dem kurzen Heimweg von einer Freundin jede Spur. Sie wird nie wieder gefunden, auch keine Leiche.
20 Jahre danach ist alles noch ungeklärt. Gabe und Marta werden aus diversen Problemgründen in eine neue Abteilung versetzt und sollen Cold Cases – ungeklärte Altfälle – durchsehen. Eigentlich sollen sie damit nur ruhig gestellt und abgeschoben werden und niemand erwartet ernsthaft ein Ergebnis. Doch bei der Durchsicht der alten Fälle stoßen sie auf 4 ungeklärte Morde und immer wieder auf den Namen Tessa…

Mir hat das Buch richtig gut gefallen, auch wenn ich es her als Krimi und nicht als Thriller bezeichnen würde. Auch das Cover ist gut gelungen – speziell, wenn man es im Dunkeln betrachtet. Klasse Idee. Doch das alles sind eher Äußerlichkeiten. Die Handlung selbst hat mir ebenfalls gefallen. Man kann die Entwicklung der Ermittler verfolgen. Und trotzdem läuft es nicht auf heile Welt und „Errettung“ hinaus. Sie haben weiterhin ihre Fehler, aber sie wachsen mit ihren Aufgaben und auch zusammen. Die ganze Zeit ist eine unterschwellige Spannung vorhanden, weil man überhaupt keine Ahnung hat, wohin sich alles entwickeln wird. Das Ergebnis ist teilweise überraschend und zumindest bei den Gründen lag ich eine ganze Weile sehr schief. Alles in allem kann ich das Buch nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Abgebrochen

Clockers
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In dem Buch "Clockers" geht es um schwarze Dealer und weiße Polizisten, vor allem um Strike und Rocco.
Ich bekam das Buch geschenkt und habe es entnervt nach 200 Seiten aufgegeben. Die auf der Rückseite ...

In dem Buch "Clockers" geht es um schwarze Dealer und weiße Polizisten, vor allem um Strike und Rocco.
Ich bekam das Buch geschenkt und habe es entnervt nach 200 Seiten aufgegeben. Die auf der Rückseite angepriesene Spannung könnte ich nie finden. Statt dessen kämpfte ich mich durch den Slang, aber noch viel mehr durch die vielen Nebensächlichkeiten neben der Haupthandlung. Bei denen ich mich immer fragte, was es eigentlich soll. Sie brachten die Handlung in keiner Weise voran. Statt dessen wurden eigentlich alle Figuren von Seite zu Seite unsympathischer. Und ich immer unzufriedener. Das Milieu von Drogen, Gewalt und Slums mag treffend beschrieben sein, aber es ist nicht meins und ich will es in dieser Breite auch nicht kennenlernen. Schade um meine Lesezeit.

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