Außergewöhnliche Suche
Die verschollene BernsteinketteAlex lebt in München als Schriftsteller und hat gerade eine Schreibblockade und irgendwie viel Zeit. Durch familiären Zufall trifft er Anne wieder, die er von einem Urlaub auf Sylt kennt und mit der 40 ...
Alex lebt in München als Schriftsteller und hat gerade eine Schreibblockade und irgendwie viel Zeit. Durch familiären Zufall trifft er Anne wieder, die er von einem Urlaub auf Sylt kennt und mit der 40 Jahre keinen Kontakt hatte. Gleiches gilt für die anderen Jugendlichen aus der damaligen Urlaubsgruppe. Irgendwie verselbständigt sich die Suche nach den anderen und vor allem nach Tina, die kurz nach dem Urlaub verschwand. Die Vermutung, es könnte eine Straftat begangen worden sein (und Alex der Täter) steht urplötzlich im Raum …
Eine interessante Suche, bei der ich mich anfangs aber an den Schreibstil gewöhnen musste. Sehr kurze und extrem schnell wechselnde Kapitel, die vorwiegend an sehr schönen Orten dieser Welt spielen, machten mir am Anfang die Zusammenhänge etwas schwer. Leider empfand ich das extrem Kurze auch als Nachteil. Das zufällige Treffen empfand ich als möglich, die daraus resultierenden Schlussfolgerungen aber etwas überzogen (hier fehlten mir eben einfach ein paar ausführlichere Begründungen). Schließlich gab es danach nicht nur einfache, sondern schon sehr komplexe Nachforschungen. Ich gehe davon aus, dass der Autor recherchiert hat: Wenn man allerdings so einfach an diverse Informationen bei einer Stadtverwaltung kommt als „Normalbürger“, kann es mit dem Datenschutz nicht so weit sein. Das macht mir ein wenig Angst.
Das Ende/die Auflösung der Suche empfinde ich als sehr gut gelungene Idee.
Falls das Buch in einer späteren Auflage erscheint, sollte nochmals Korrektur gelesen werden. In einigen Sätzen fehlte ein „er“. Einige Formulierungen sind zwar verständlich, aber nicht unbedingt grammatikalisch richtig (Bespiel: eine erholsame und warme Badewanne … statt Badewanne wäre hier Bad korrekt). Das ist aber nur als Anregung gemeint. Da es nur Einzelfälle sind, beziehe ich das nicht in die Bewertung ein.
Insgesamt würde ich 3,5 Punkte vergeben, da es ein erstes Buch ist, runde ich auf 4 auf.