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Veröffentlicht am 05.06.2018

Wahnsinnig gefühlvoll und zutiefst ergreifend!

Die letzten Tage von Rabbit Hayes
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In "Die letzten Tage von Rabbit Hayes" geht es um Mia (Rabbit), die an Brustkrebs leidet. Der Leser weiß von vornherein, dass sie noch genau neun Tage zu leben hat und begleitet sie in ihren letzten Tagen ...

In "Die letzten Tage von Rabbit Hayes" geht es um Mia (Rabbit), die an Brustkrebs leidet. Der Leser weiß von vornherein, dass sie noch genau neun Tage zu leben hat und begleitet sie in ihren letzten Tagen durch Trauer, Liebe und Abschiednehmen.


Das heißt, das Hauptthema in diesem Buch sind der Tod und das Sterben. Doch doch ist noch lange nicht alles. Es geht auch viel um das Leben, besonders ihr eigenes und ihre Vergangenheit. Der Leser erfährt so viele Details aus ihrem Leben und dem ihrer Freunde und Familienmitglieder, sodass es leicht fällt, sich in sie hinein zu fühlen und sie zu verstehen. 


Der Schreibstil hat mir unglaublich gut gefallen. Es wurde abwechselnd aus den Perspektiven aller Charaktere geschrieben, sodass man alle Beziehungen zwischen den Figuren und ihr Handeln verstehen konnte. Auch die Geschichten aus der Jugend der Geschwister waren sehr interessant und genau an den richtigen Stellen im Buch platziert.

Die Kapitel haben sich fast von alleine weg gelesen, ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Es hatte absolut keine Spannung (im Sinne von unerwarteten Momenten bzw. Cliffhangern) und trotzdem wollte ich unbedingt weiter lesen, einfach weil mir die Charaktere so sympathisch waren. Ich habe sogar an einigen Stellen tatsächlich weinen müssen, was mir bei Büchern sonst eigentlich nie passiert. Es gab so viele ergreifende Momente!


Jetzt, wo ich das Buch ausgelesen habe, habe ich selbst das Gefühl, die Charaktere zu vermissen und fühle mich ihnen so nahe, dass ich sie selbst am liebsten persönlich kennenlernen würden. Sie waren alle nicht perfekt und genau das hat sie so greifbar und dreidimensional gemacht. 


Ein wirklich großartiges, einmaliges Buch, das man unbedingt gelesen haben muss!

Veröffentlicht am 05.06.2018

Gute Geschichte für zwischendurch

Eine wie Alaska
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Ich muss ehrlich sagen, dass mich das Cover eher abgeschreckt als motiviert hat, das Buch in die Hand zu nehmen. Es ist eines der am schlecht aussehendsten Buchcover, dass ich bisher gesehen habe.


Der ...

Ich muss ehrlich sagen, dass mich das Cover eher abgeschreckt als motiviert hat, das Buch in die Hand zu nehmen. Es ist eines der am schlecht aussehendsten Buchcover, dass ich bisher gesehen habe.


Der Inhalt dagegen gar nicht. Es geht um Miles Halter, der sehr zurückhaltend ist und kaum Freunde hat. Er wechselt die Schule und kommt auf ein Internet, in dem er einige neue Leute kennenlernt, mit denen er sich schnell anfreundet. 

Der Leser begleitet die Jugendlichen bei all ihren Unternehmungen, Streichen usw. 

Das geht ungefähr bis zur Hälfte des Buches so. Miles verliebt sich in Alaska, das verrückte, aufgeweckte Mädchen. 

Bis dahin war es für mich recht langweilig. Es war ganz okay zu lesen, was die Jugendlichen alles auf dem Internat machen, aber mehr auch nicht. Alaska war mir irgendwie auch nicht wirklich sympathisch. 


Die Kapitel tragen immer Überschriften wie "84 tage davor", sodass man weiß, dass in 84 Tagen etwas passieren wird. Was passieren wird, konnte ich mir schon nach den ersten Seiten denken und das hat sich auch bewahrheitet. Auch das Rätsel, vor dem Miles und seine Freunde nach diesem entscheidenden Tag stehen, habe ich für mich schnell lösen können. Daher hatte das Buch so gut wie gar keine Spannung für mich. 


Doch darum ging es auch nicht nur. Es ging viel um Gefühle, die besonders durch den Ich-Erzähler gut rüber gebracht wurden, besonders im 2. Teil des Buches. Das hat mir gut gefallen. Auch der Schluss gefiel mir gut. Außerdem habe ich an manchen Stellen im Buch auch schmunzeln müssen. 


Rundum eine gute Geschichte für zwischendurch, aber dadurch, dass es so vorhersehbar ist, leider mehr nicht. 

Veröffentlicht am 05.06.2018

Fitzek hat mich zum Genre bekehrt!

Passagier 23
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"Passagier 23" war der erste Psychothriller, und auch Thriller generell, den ich bisher gelesen habe. Auf Empfehlung so vieler Personen hin, habe ich mir das Buch von Fitzek zugelegt - und wurde nicht ...

"Passagier 23" war der erste Psychothriller, und auch Thriller generell, den ich bisher gelesen habe. Auf Empfehlung so vieler Personen hin, habe ich mir das Buch von Fitzek zugelegt - und wurde nicht enttäuscht.

Ich habe selten so ein packendes Buch gelesen. Es gab einige Momente, in denen ich am liebsten weggeschaut hätte, es aber nicht konnte, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weiter geht. Es hat mich selbst schockiert, wie gierig ich danach war, zu wissen, was als nächstes passiert. Sebastian Fitzek hatte mich mit seinem Schreibstil vollkommen in der Hand, was mich begeisterte und zugleich erschreckte.

Besonders spannend haben den Psychothriller für mich vor allem die Enden der Kapitel gemacht - jedes Kapitel spitzte sich am Ende zu, hörte dann plötzlich auf, und auf einmal ging es mit einem ganz anderen Handlungsstrang weiter, der genauso spannend an die vorherigen Kapitel anknüpfte.
Es gab so viele unerwartete Wendungen, die perfekt platziert und durchdacht waren, und das Ende erst - grandios!

Ich war einfach überwältigt, was ich nie gedacht hätte, weil ich vorher dachte, ich wäre absolut nicht der Typ für dieses Genre.
Doch jetzt werde ich mich mit Freude auch an weitere Bücher dieser Art heran trauen.

Veröffentlicht am 05.06.2018

Über das Schicksal und was im Leben wirklich zählt

Dein perfektes Jahr
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Der erste Eindruck ist natürlich das Aussehen, welches mich bei "Dein perfektes Jahr" sofort angesprochen hat. Das Cover sieht sehr sympathisch aus und auch der violette Buchschnitt macht einiges her. ...

Der erste Eindruck ist natürlich das Aussehen, welches mich bei "Dein perfektes Jahr" sofort angesprochen hat. Das Cover sieht sehr sympathisch aus und auch der violette Buchschnitt macht einiges her. Ich besitze den Roman in der Hardcover-Ausgabe, die durch die ziemlich kleine Größe sehr gut in der Hand liegt.

In dem Buch geht es um Jonathan Grief und Hannah Marx, deren Geschichten in abwechselnden Kapiteln durch einen beobachtenden Erzähler dargestellt werden. Zu Beginn lernt man die beiden Charaktere, die aus zwei verschiedenen Welten stammen und nichts miteinander zu tun haben, und ihre Umgebung kennen. Die ersten 100 Seiten habe ich mich noch gefragt, worauf das Ganze wohl hinauslaufen mag und was dieses merkwürdige Filofax damit zu tun hat und war noch recht gelangweilt, besonders von den Kapiteln, in denen es um Jonathan ging. Danach wurde es spannender. Ab ungefähr der Hälfte des Buches tauchten die ersten Verbindungen zwischen den beiden Handlungssträngen auf. Von da an wollte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Die Charaktere waren sehr greifbar und gut ausgebaut. Je nachdem, zu wem das Kapitel "gehörte", war der Schreibstil angepasst. Dadurch hatte ich als Leserin das Gefühl, die Charaktere und das, was sie tun, gut zu verstehen.
Was mir an "Dein perfektes Jahr" besonders gut gefallen hat, war die Wandlung der Charaktere. Die beiden Hauptpersonen haben im Laufe der Handlung beinahe die Rollen getauscht. Der anfangs noch sehr missmutige, langweilige und eintönige Jonathan entwickelt sich durch den unabsichtlichen positiven Einfluss durch Hannah zu einem Mann, der mir immer sympathischer wurde.
Genauso wandelt sich jedoch auch Hannahs Persönlichkeit durch den Schicksalsschlag, der ihr widerfährt - der beiden Charakteren eine Lebensveränderung beschert.

Nicht ganz so gut hingegen gefielen mir die letzten Kapitel, in denen die restliche Geschichte wie in einem Zeitraffer zusammengefasst wurde. Vorher war ich als Leserin immer dabei und habe genau gewusst, wo sich die Charaktere derzeit befinden. Am Ende konnte ich das nicht mehr, was ich schade fand, weil mich dieser Teil auch noch sehr interessiert hat.
Außerdem fand ich es an einigen Stellen mehr als unrealistisch, wie knapp sich die beiden so oft verpasst haben. Dass Hannah ja z.B. genau wusste, was in dem Filofax steht, weil sie ihn sich abkopiert hat, und trotzdem genau an dem Tag eine Zeitungsanzeige erstellen lässt, an dem sie in dem Kalender eine Mediendiät angeordnet hat.

Meiner Meinung nach ein schöner Roman für zwischendurch, der den Leser daran erinnert, was im Leben wirklich zählt. Es hat mir Spaß gemacht, das Buch zu lesen; ich konnte es teilweise wirklich nicht mehr aus der Hand legen. Darum gibt es von mir verdiente, gute vier Sterne und eine Weiterempfehlung.

Veröffentlicht am 05.06.2018

Das Ende des Castings

Selection – Der Erwählte
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Achtung: Spoiler!


Im dritten Teil gibt es nur noch vier Mädchen, die um das Herz des Prinzen kämpfen. Wie auch die ersten beiden Bände, fand ich den dritten in einem fesselnden Schreibstil verfasst, ...

Achtung: Spoiler!


Im dritten Teil gibt es nur noch vier Mädchen, die um das Herz des Prinzen kämpfen. Wie auch die ersten beiden Bände, fand ich den dritten in einem fesselnden Schreibstil verfasst, durch den ich das Buch nich aus der Hand legen wollte. Obwohl das Ende von Anfang an absehbar war, war es trotzdem spannend zu erfahren, wie die Charaktere dort hin gelangten.
Wie auch schon im zweiten Teil fand ich im dritten das ewige Hin und Her zwischen America und Maxon einfach zu viel. Immer, wenn sie zueinander gefunden hatte, war klar, dass im nächsten Moment doch wieder etwas passiert, was die zwei auseinander bringt.


Zudem hat sich America meiner Meinung nach für den falschen entschieden. Vom ersten Buch an war Aspen derjenige, mit dem sie zusammen sein wollte und für den sie alles getan hätte, genau wie er für sie. Ich hab für die beiden im 2. Teil mitgefiebert und war enttäuscht, dass er im 3. Teil so gut wie gar nicht mehr auftauchte. Das war sehr plötzlich, mit einem Schlag wurde er einfach aus der Handlung raus gelassen. 


Als Leser hat man die Entwicklung Americas richtig mit verfolgen können. Sie hat sich in den 3 Teilen ziemlich verändert. Sie ist selbstbewusster geworden, aber hat trotzdem noch ihre Vorstellungen und Ziele verfolgt und vertreten. 


Was nicht so richtig rein gepasst hat, war fand ich die plötzliche Wandlung Celestes. Die ganze Zeit war sie die fiese Zicke, die alle schlecht behandelte. Und auf einmal wurde das komplett umgekehrt, alle Mädchen haben ihr sofort verziehen und von jetzt auf gleich war sie sogar mit allen befreundet und hat sie getröstet, wenn sie traurig waren usw. Mir ging das viel zu schnell und wirkte unrealistisch. 


Dadurch wären es 3 Sterne von mir gewesen - wären die letzten 50 Seiten nicht gewesen. Da wurde nochmal einiges an Spannung raus geholt. Der Anschlag hat mich doch nochmal an meinem vorhersehbaren Ende zweifeln lassen, weil "Dinge" passiert sind, mit denen ich in dieser Reihe nicht gerechnet hätte. (Stichwort Celeste)


Deswegen gibt es von mir 4 Sterne.