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Veröffentlicht am 06.02.2020

Erwartungen übertroffen!

Love Challenge
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Nachdem Teil 1 bereits eines meiner Highlights 2019 war hatte ich hohe Erwartungen an Teil 2 - und was soll ich sagen – meine Erwartungen wurden sogar noch übertroffen.

Da sich jeder Teil um ein anderes ...


Nachdem Teil 1 bereits eines meiner Highlights 2019 war hatte ich hohe Erwartungen an Teil 2 - und was soll ich sagen – meine Erwartungen wurden sogar noch übertroffen.

Da sich jeder Teil um ein anderes Paar dreht können die Bücher auch unabhängig voneinander gelesen werden, durch kleinere Überschneidungen in der Nebenhandlung macht es aber trotzdem Sinn mit Band 1 zu beginnen.

Esme stimmt zu nach Amerika zu reisen und Khai kennenzulernen, da sie hofft ihrer Tochter ein besseres Leben bieten zu können, als das, was sie ihr durch ihre Arbeit als Putzfrau in Vietnam ermöglichen kann. Obwohl bei ihr der Wunsch nach einer besseren Zukunft, aber auch danach ihren Vater kennenzulernen im Fokus steht, ist sie bereit sich auf eine Beziehung mit Khai einzulassen und wünscht sich eigentlich die wahre Liebe. Gehindert wird sie dabei jedoch manchmal durch ihre kulturellen Unterschiede, durch die sie manchmal nicht weiß wie sie sich zu verhalten hat, sowie durch ihre Probleme dabei, Khai zu verstehen. Während des Buches macht sie eine große Entwicklung durch und konnte mir daher als Charakter sehr ans Herz wachsen.

Khai glaubt er könne niemanden lieben und ist eigentlich zufrieden damit alleine sein und sich auf seinen Beruf, seinen Sport und seine Familie zu konzentrieren. Doch während er sich selbst immer wieder einredet keine Gefühle zu haben, sagen seine Handlungen etwas ganz Anderes aus. Er sorgt sich um die Menschen, die ihm nah sind, ist liebevoll und möchte niemanden verletzen, auch wenn ihm das durch seinen Autismus öfters passiert.

Mir hat es gut gefallen, dass sich die Geschichte der beiden eher langsam entwickelt hat und dabei ein großer Fokus auf die Probleme gelegt wurde, die Khai durch den Autismus mit körperlicher Nähe und seinem Gefühlsleben hat. Auch Esmes Herkunft aus ärmeren Verhältnissen und ihr Traum davon selber etwas erreichen zu können blieben dabei nicht zu kurz.

Die Geschichte konnte mich oft zum Schmunzeln bringen und das langsame Herantasten der beiden hat für mich zu einer glaubwürdigen Liebesbeziehung geführt, bei der sich beide Protagonisten charakterlich weiterentwickelt haben und mir ans Herz gewachsen sind. Es zeigt, dass Gefühle vielfältig sind und auch unterschiedlich geäußert werden können und ich habe mich sehr darüber gefreut, dass die Protagonistin nicht „verwestlicht“ wurde, sondern aus armen Verhältnissen stammte und eine geringe Bildung hatte. Das Ende war dann ein bisschen zu kitschig, aber da der Rest der Geschichte schön abgerundet war, gebe ich verdiente 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 05.02.2020

Starke Protagonisten und eine originelle Story

Game of Gold
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In der historischen Fantasywelt in der Game of Gold spielt, stehen Hexenverfolgungen immer noch auf der Tagesordnung. So genannte Chasseure jagen die Hexen und verbrennen sie auf dem Scheiterhaufen. Dadurch ...

In der historischen Fantasywelt in der Game of Gold spielt, stehen Hexenverfolgungen immer noch auf der Tagesordnung. So genannte Chasseure jagen die Hexen und verbrennen sie auf dem Scheiterhaufen. Dadurch hat Lou ein großes Problem, denn sie ist nicht nur eine Hexe, sondern auch noch auf der Flucht vor den anderen Mitgliedern ihres „Ordens“. So versteckt sie sich schon seit 2 Jahren in der Stadt Cesare, als sie beim Versuch einen magischen Ring zu stehlen entdeckt wird und mit dem Hexenjäger Reid verheiratet wird.

Durch die ungewollte Ehe lebt sie zwar zunächst geschützt im Turm der Chasseure, muss aber ihre magischen Kräfte verheimlichen und kann sich nur ihrer Freundin Coco, die ebenfalls eine Hexe ist, offenbaren. Als sie grade beginnt ihrem Ehemann näher zu kommen, tauchen jedoch ihre Feinde wieder auf, die sich auch von einem Haufen Hexenjäger nicht so einfach aufhalten lassen.

Der Roman wird abwechselnd aus der Perspektive von Lou und von Reid erzählt, sodass man sich in beide gut hineinversetzen kann. Der Anfang war ein wenig verwirrend, da man direkt in die Geschichte hineingeworfen wird und es ein wenig gedauert hat bis ich die Verstrickungen und die Art der magischen Kräfte durchblickt habe. Als ich dann in der Geschichte drin war, war es eine originelle Geschichte, die ich so noch nie gelesen habe. Der Schreibstil war angenehm und flüssig und passte auch zu der groben Zeit in der die Geschichte angesiedelt ist.

Das Beste an Game of Gold war definitiv Lous Charakter, weil er einfach so anders war als bei den typischen weiblichen Protagonisten in Fantasybüchern. Die letzten zwei Jahre hat sie sich auf der Straße über Wasser halten müssen und dabei ein ziemlich derbes und freches Mundwerk entwickelt. Auch vor körperlichen Auseinandersetzungen hält sie nichts zurück und über ihren Ehemann und die anderen Chasseure macht sie sich nur zu gerne lustig. Ein Leben als gefügige Ehefrau passt überhaupt nicht zu ihr, doch das Leben inmitten ihrer Feinde bietet eben auch einen gewissen Schutz. Trotzdem ist Lou auch einfühlsam, steht für ihre Freunde ein und möchte den Menschen um sich herum nichts Böses, obwohl die meisten anderen Hexen mit Vorliebe Menschen „verhexen“ oder töten.

Reid hingegen lebt für die Hexenjagd. Als Waisenkind wurde er schon früh in diese Richtung gelenkt und zu einem loyalen und gehorsamen Mitglied der Chasseure erzogen. Eigentlich hat er sein Herz bereits an eine andere Dame verloren, da es für Hexenjäger aber nicht üblich ist zu heiraten gibt er sich damit zufrieden alleine zu bleiben. Die plötzliche Ehe mit Lou wirft ihn komplett aus der Bahn, da es ihm schwer fällt mit ihrer frechen Art umzugehen, die überhaupt nicht seinem Frauenbild entspricht. Bei den Chasseuren wird auch ein Fokus auf die Religion und den Fanatismus gelegt, was mir persönlich recht gut gefallen hat.

Auch einige Nebencharaktere, wie Coco und Ansel konnten mir mit der Zeit ans Herz wachsen, da sie alle Eigenschaften hatte, durch die sie hervorgestochen sind, sodass ich besonders bei Coco hoffe, dass sie in Band 2 noch mehr im Fokus stehen wird und man mehr über sie erfahren kann.

Meine einzige Kritik an dem Buch ist, dass ich mir ein bisschen mehr Informationen über das Land und die Umgebung gewünscht hätte. Der Roman war sehr stark auf die Geschehnisse und die Beziehungen ausgerichtet, ein bisschen drumherum hätte aber nicht geschadet.

Das Buch endet schließlich recht abrupt, es ist zwar kein richtiger Cliffhanger aber vieles bleibt offen, sodass ich jetzt ein bisschen traurig bin, dass Band 2 erst im September 2020 auf Englisch veröffentlicht wird, sodass es mit der Übersetzung wohl noch etwas dauern wird. Insgesamt war es aber ein tolles Fantasybuch, dass durch starke, außergewöhnliche Protagonisten punktet und sich dadurch von vielen anderen Büchern des Genres stark abhebt, dem ich 4.5 Sterne gebe.

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Veröffentlicht am 02.02.2020

Ein unglaublich nerviger männlicher Protagonist

Duty & Desire – Vorsätzlich verliebt
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In den letzten Monaten konnten mich die Bücher aus dem Kyss-Verlag eigentlich immer begeistern, da sie meist eher ruhige Geschichten sind, in denen die Emotionen im Vordergrund stehen und sich das Drama ...

In den letzten Monaten konnten mich die Bücher aus dem Kyss-Verlag eigentlich immer begeistern, da sie meist eher ruhige Geschichten sind, in denen die Emotionen im Vordergrund stehen und sich das Drama in Grenzen hält. Duty & Desire wurde damit beworben, dass es mal etwas Anderes sei, besonders da es mal nicht am College sondern an einer Polizeiakademie spielt. Dementsprechend hatte ich mir irgendwie auch mehr Szenen erhofft, die mit der Polizei zusammenhängen. Abgesehen davon, dass der Protagonist sehr ehrgeizig ist und unbedingt seine Familie stolz machen will, was ungefähr auf jeder zweiten Seite erwähnt wurde, gibt es aber kaum wirklichen Bezug zu der Ausbildung bei der Polizei. Da hätte der Typ halt auch zum College gehen können und es würde keinen Unterschied machen.

Leider hatte ich mir nach Lektüre des Klappentextes auch etwas Anderes vorgestellt. Freunde mit Gewissen Vorzügen sagt für mich aus, dass die beiden eben auch Freunde sind und mal miteinander reden. Ihre einzigen Konversationen belaufen sich aber leider auf Dirty Talk beim Sex, den ich so dermaßen unangenehm fand, dass ich die Seiten meistens nur schnell überflogen habe.

Ever fand ich Großteils recht sympathisch. Sie hat sich selbst ein Catering-Unternehmen aufgebaut, arbeitet viel, legt aber etwas zu viel Wert auf die Meinung ihrer Mutter, die in ihrer Kindheit scheinbar nie wirklich für sie da war. Das einzige was ihr immer gepredigt wurde, war dass sie bloß keine Beziehung zu einem Mann eingehen sollte und nur Affären führen sollte, wie es schon ihre Großmutter gemacht hat. Als ihre Mutter aber plötzlich ihre Meinung ändert, sieht Ever die Chance gekommen sie endlich stolz zu machen. Dieses Mutter-Tochter-Verhältnis fand ich recht absurd und ansonsten war Evers Charakter eigentlich auch nicht sehr tiefgehend beschrieben.

Leider habe ich selten einen so ätzenden männlichen Protagonisten wie Charlie erlebt. Er ist zwar ehrgeizig und möchte Leutnant bei der Polizei werden, ist aber einfach nur prollig, schwanzgesteuert und besitzergreifend. Mehr als die Hälfte des Buches möchte er Ever zurückgewinnen um die Sexbeziehung weiterzuführen. Ihre Gefühle sind ihm dabei herzlich egal und seine eigenen drehen sich nur um das eine. Um sein Ziel zu erreichen sabotiert er jegliche Versuche von Ever einen anderen Mann kennenzulernen, weil sie „ihm gehört“ und das akzeptieren soll. Solche Protagonisten sind mir leider wirklich unsympathisch, zudem hat mir die Ausdrucksweise der beiden gar nicht zugesagt, Charaktere, die sich gegenseitig als „Großer“ und „mein Einhorn“ betiteln finde ich sehr schwierig.

Emotionen sind dabei leider gar nicht rübergekommen und auch das schmalzige Ende, wo Charlie natürlich eine 180°-Wende einlegt und sich auf eine Weise verhält, die charakterlich für ihn einfach unglaublich unpassend war konnte mich nicht überzeugen.

Abgesehen von meinen zahlreichen negativen Punkten gab es natürlich aber auch positives an diesem Buch. Der Schreibstil war flüssig, sodass man das Buch in kurzer Zeit verschlingen konnte und es gab insbesondere bei Charlies Versuchen Evers Dates zu sabotieren einige Stellen, die mich wirklich zum Schmunzeln bringen konnten. Abgesehen davon fand ich die Nebencharaktere recht sympathisch, da sie mehr Tiefgang zu besitzen scheinen als die beiden Protagonisten in diesem Buch, sodass ich möglicherweise trotz meiner Enttäuschung noch die Fortsetzungen lesen werde.

Insgesamt fand ich die Geschichte eher platt und wenig emotional, durch die humorvollen Stellen, die mir immerhin mal ein Lachen entlocken konnten gebe ich dem Buch aber 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 01.01.2020

Spannender und komplexer Jugendthriller

A Good Girl’s Guide to Murder
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Inhalt:
Vor fünf Jahren wurde die siebzehnjährige Andy Bell ermordet. Doch der Fall ist längst abgeschlossen, denn alle sind sich sicher, dass ihr Freund Sal Singh die Tat begangen hat, auch wenn Andys ...

Inhalt:
Vor fünf Jahren wurde die siebzehnjährige Andy Bell ermordet. Doch der Fall ist längst abgeschlossen, denn alle sind sich sicher, dass ihr Freund Sal Singh die Tat begangen hat, auch wenn Andys Leiche nie gefunden wurde. Der einzige Beweis für Sals Schuld ist eine Textnachricht, die er kurz vor seinem Selbstmord verfasst hat.
Nur Pippa Fitz-Amobi glaubt nicht daran und will den Fall für ein Schulprojekt noch einmal aufrollen. Sie beginnt nachzuforschen und Fragen zu stellen. Aber was ist, wenn der Mörder noch frei herumläuft?
Wie weit wird er gehen, um Pippa davon abzuhalten, die Wahrheit ans Licht zu bringen?

Young Adult Thriller als harmloser Einstieg in die Welt der Erwachsenenthriller und mit jungen Protagonisten sind zwar eine gute Idee, werden aber oft auch sehr schlecht umgesetzt, da beim Versuch Brutalität wegzulassen oft auch die Spannung ausbleibt. Somit bin ich mit eher geringen Erwartungen an dieses Buch rangegangen, wurde aber komplett positiv überrascht. Statt einem klassischen Aufbau besteht das Buch abwechselnd aus Kapiteln, in denen die Handlung erzählt wird, und Kapiteln, die in Form von Protokollen (Pippas Gedanken und Verdächtigungen), Interviews, Chatverläufen und anderem verfasst sind. Ergänzt wird das noch durch Zeichnungen, wie einer Karte der Stadt.

Durch diesen besonderen Aufbau hatte ich als Leser direkt das Gefühl mit zu Ermitteln und habe mir durchgehend Gedanken gemacht wer der Mörder sein könnte, denn Verdächtige gab es mehr als genug.

Die Protagonistin Pippa ist eine ziemlich ehrgeizige Schülerin, die sich das Thema für ihr Schulprojekt ausgesucht hat, da sie den angeblich Schuldigen Sal noch von früher kennt und sich nicht vorstellen kann, dass er zu so einer Tat in der Lage gewesen sein könnte. Ihre Ermittlungen wirken zum Teil natürlich etwas naiv und kindlich, da sie eben keine wirkliche Ermittlerin ist, sie geht dabei aber sehr strukturiert vor, sodass ihr Vorgehen auch für den Leser logisch wirkt. Manchmal wird sie dabei aber zu übermütig und lässt sich auf Situationen ein, bei denen ich sie lieber gepackt und weggezerrt hätte, damit sie sich nicht schon wieder in Gefahr begibt.

Mit der Zeit bekommt Pippa immer mehr Unterstützung durch Ravi Singh, den Bruder des angeblichen Mörders. Der Leser erfährt viel über die Folgen der Anschuldigung für die Familie, aber es werden auch Themen, wie Rassismus durch die Polizei und die Presse thematisiert, den die Familie Singh immer wieder Erfahren muss.

Von Anfang an gibt es mehrere Leute, die etwas mit der Tat zu tun haben können, darunter Freunde des Opfers, Lehrer, die Polizei und die Familie. Mit der Zeit kann Pippa einige dieser Menschen wieder streichen, aber auch neue Verdächtige hinzufügen. Die Ermittlungen und auch die Rekonstruktion des Abends an dem Andy Bell verschwunden ist, waren durchgehend logisch erklärt, es gab keine Unstimmigkeiten und die Geschichte hat sich mit der Zeit erst ergeben, sodass ich bis zum Ende zwar Ideen hatte, was passiert sein könnte, davon jedoch kaum etwas zugetroffen hat und ich noch komplett überrascht wurde.

Ich kann das Buch allen Fans von Pretty Little Liars, sowie Leuten, die gerne Miträtseln wer der Mörder ist wirklich empfehlen. Die Handlung war komplex und das Ende hat mich komplett überraschen können. Durch kleine Zusammenfassungen in Pippas Protokollen habe ich auch nicht den Überblick über die vielen Verdächtigen verloren. Insgesamt einer der besten Jugendthriller den ich in letzter Zeit gelesen habe. Da es der erste Band einer Reihe ist hoffe ich sehr, dass auch die zukünftigen Bände übersetzt werden und gebe 4.5 Sterne.

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Veröffentlicht am 27.12.2019

Vielschichtige Charaktere, wichtige Themen und eine tiefgründige Story

Das Schicksal weiß schon, was es tut
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Ich bin direkt in die Geschichte eingetaucht, denn die Kapitel, die abwechselnd aus Robs und aus Maegans Sicht erzählt werden, sind sehr kurz und die Protagonisten wurden mit ihren Ecken und Kanten sehr ...

Ich bin direkt in die Geschichte eingetaucht, denn die Kapitel, die abwechselnd aus Robs und aus Maegans Sicht erzählt werden, sind sehr kurz und die Protagonisten wurden mit ihren Ecken und Kanten sehr detailliert dargestellt, wobei mir positiv aufgefallen ist, dass hier nicht immer nur die weibliche Protagonistin emotional war, sondern auch Rob Gefühle hatte, Schwäche gezeigt hat und auch mal geweint hat.

Beide Charaktere haben ihr eigenes Päckchen zu tragen. Rob wird immer mit den Taten seines Vaters in Verbindung gebracht und dafür geächtet, Maegan hat ihren Fehler selbst verschuldet. Trotzdem oder vielleicht besonders deswegen verstehen sich die beiden immer besser und geben einander Halt. Das Buch zeigt, dass ein Fehler nicht aussagt, wer man ist und dass das Leben danach weitergeht auch wenn man selbst das Gefühl hat, das alles hoffnungslos ist.

Neben den Hauptcharakteren stehen aber auch Maegans Schwester Maegan, die mit einer ungewollten Schwangerschaft zu kämpfen hat, und Owen, ein Mitschüler der beiden, dessen Familie durch die Taten von Robs Vater verarmt ist, im Mittelpunkt. Auch diese werden nicht nur mal kurz erwähnt, sondern besitzen eigene Ansichten, Probleme und Wege damit umzugehen, sodass sie die Geschichte gut ergänzt haben.

Im Laufe des Buches machen beide Protagonisten eine Charakterentwicklung durch und auch die Nebencharaktere verändern sich. Das Buch thematisiert nicht nur wichtige Themen, wie Mobbing, Einsamkeit, Armut, Verbrechen, Freundschaft, Liebe, Familie, Verlust und Schwangerschaft, sondern behandelt auch einige moralische Fragen, die behandelt werden, indem die Protagonisten dazu ihre Meinung sagen und darüber diskutieren, sodass das Buch auch zum Nachdenken angeregt hat.

Lediglich das Ende ging mir dann ein bisschen zu schnell und war auch ab einem bestimmten Punkt im Buch absehbar. Etwas weniger rosarot und happy hätte mir vermutlich mehr gefallen.

Brigid Kemmerer schafft es die Unsicherheit und die Probleme von Teenagern emotional und tiefgründig darzustellen, behandelt viele schwierige Themen und schafft dabei tolle vielschichtige Charaktere. Von mir gibt’s eine Leseempfehlung, aber einen kleinen Abzug auf 4.5 Sterne wegen dem Ende.

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