Die Industrialisierung macht Probleme
Die Waffen des LichtsDie Waffen des Lichts ist der 5. Band der Kingsbrigde-Saga und Ken Follett nimmt uns mit in den Anfang des 19. Jahrhundert und lässt uns teilhaben am Leben der Arbeiter, Fabrikbesitzer und Soldaten. Wie ...
Die Waffen des Lichts ist der 5. Band der Kingsbrigde-Saga und Ken Follett nimmt uns mit in den Anfang des 19. Jahrhundert und lässt uns teilhaben am Leben der Arbeiter, Fabrikbesitzer und Soldaten. Wie bei Ken Follett üblich, ist auch dieser Roman sehr gut recherchiert. Mit seinen knapp 900 Seiten ist er meines Erachtens jedoch etwas zu lang geraten und hätte in einigen Passagen gestrafft werden können (Krieg in Frankreich).
Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich sehr gut lesen. Ken Follett gelingt es, Kingsbridge vor unseren Augen entstehen zu lassen. Man hat das Gefühl, mitten auf dem Marktplatz zu stehen, die Kathedrale vor sich und die Protagonisten bei ihrem Tun zu begleiten.
Der Anfang der Industrialisierung und die damit einhergehenden Probleme zwischen Arbeitern und Fabrikbesitzern werden glaubhaft geschildert. Die Weiterentwicklung der Protagonisten ist für mich nicht in allen Fällen glaubhaft. Die verschiedenen Handlungsstränge sind gut verknüpft, so dass es nicht schlimm ist, dass es in diesem Band nicht den Einen Hauptcharakter gibt.
In meinen Augen lässt das Buch die nötige Spannung vermissen. Mir war nach 100 Seiten klar, wie sich die Geschichten um Amos und Elsie sowie David und Arabella entwickeln werden. Bei einem historischen Roman muss sich für mich nicht alles in Friede, Freude, Eierkuchen auflösen.
Das Buch selbst ist sehr schön gestaltet. Besonders gut haben mir die Illustrationen zu Beginn eines neuen Zeitabschnitts gefallen.
Da in diesem Band sehr viele Personen handeln, wäre es schön gewesen, ein entsprechendes Verzeichnis zu finden.