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Veröffentlicht am 07.10.2020

Peggy Guggenheim und der Traum vom Glück

Peggy Guggenheim und der Traum vom Glück
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Ich muß gestehen, dass mich dieses Buch unheimlich fasziniert hat und auch meinen Horizont um einiges erweitert hat. Denn aufgrund dieses Buches habe ich mich mit der Kunstmäzenin Peggy Guggenheim näher ...

Ich muß gestehen, dass mich dieses Buch unheimlich fasziniert hat und auch meinen Horizont um einiges erweitert hat. Denn aufgrund dieses Buches habe ich mich mit der Kunstmäzenin Peggy Guggenheim näher befaßt, habe die einzelnen Künstler und deren Werke gegoogelt und mir alles zu Gemüte geführt und ich werde mich auch weiterhin mit diesem Thema und den Künstlern hierzu befassen. Das hier gelesene Buch umfaßt nur den Zeitraum von 1937 bis 1942, aber das Leben der Guggenheim ist derart bunt und interessant wie manches Leben in 70 Jahren nicht. Peggy lebt in Paris und hat mit dem Schriftsteller Beckett eine heiße Affäre, als sie sich entschließt, eine Galerie für zeitgenössische Künstler zu eröffnen. Doch die Galerie läuft nicht so wie gewünscht und nach 1 1/2 Jahren schließt sie diese wieder mit der Option, ein Museum zu eröffnen. Doch dann kommt ihr der Krieg dazwischen und sie als Jüdin mit amerikanischen Pass muß mit ihrer Familie aus Deutschland fliehen. Mit dabei ist ihr Exmann mit Frau und die Kinder aus beiden Ehen so wie der Maler Max Ernst, Peggy hat so manche Liebelei, ist auf Parties und in Cafes der Bohme zuhause. Sie unsterstützt aber sehr viele Freunde finanziell und verhilfe so manchen Verfolgten zur Flucht. In Amerika angekommen, legen ihr Onkel und Tante Steine in den Weg, damit sie ihr Museum nicht eröffnen kann. Aber mit ihrem Wagemut und ihrer Sturheit gelingt es ihr, das Museum Art of this century mit großer Resonanz und Erfolg zu eröffnen. In der Liebe und mit ihren Männern hat sie kein Glück. Später kehrt sie mit all ihren Kunstschätzen nach Europa zurück. Die Autorin hat den Leser in die Kunst zu dieser Zeit entführt. Die meisten Personen sind real. Einiges vermischt sie mit ihrer künsterlischen Freiheit, aber im großen und ganzen hat sie sich an ihre umfangreiche Recherche gehalten und auch an die Biografien verschiedener Künstler. Ein Buch, das den Leser gefangennimmt und ihn Seite für Seite aufsaugen läßt wie einen nassen Schwamm. Ein Buch, das einen bleibenden Eindruck hinterläßt. Auch das Titelbild mit dem typischen Pariser Flair läßt den Leser ins Träumen und Schwärmen kommen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.10.2020

Die Hexe und die Orks

Die Hexe und die Orks - Lehrjahre | Erotischer Fantasy Roman
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Ich muß sagen, ich war sofort von diesem exotischen Cover total fasziniert. Auch die Geschichte selbst ist ein erotisches Fantasiemärchen für Erwachsene, denen die Welt der Magie, der Zauberer und Feen ...

Ich muß sagen, ich war sofort von diesem exotischen Cover total fasziniert. Auch die Geschichte selbst ist ein erotisches Fantasiemärchen für Erwachsene, denen die Welt der Magie, der Zauberer und Feen gefällt und die noch verstehen, sich im Wald solche Märchengestalten vorstellen zu können. Anna wächst sehr behütet als Tochter eines Kaufmanns auf. Da wird sie eines Tages von einer Räuberbande entführt. Sie kommt in einen dunklen tiefen Wald, in dem lüsterne Elfe mit wüsten Orgien auf das Mädchen warten. Auch macht Anna Erfahrung mit dem sadistischen Magier, der seine Lust voll ausleben kann. Minotaurus ist erotisch auch fest zugange. Hier werden die erotischen Liebesspiele ohne wenn und aber beschrieben. Anna hat gar keine Zeit, zu sich zu kommen, denn sie wird von ein Abendteuer in das nächste geworfen. Was sie erstmals erschreckt, genießt sie dann plötzlich. Ein etwas anderes erotisches Buch, aber wer Fantasie hat, dem wird es auch besonders gut gefallen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.10.2020

Bis wir uns wiedersehen

Bis wir uns wiedersehen
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Ein sehr schwieriges Buch, das sehr viel Konzentration und Nachdenken vom Leser verlangt. Wer dabei denkt, dass es sich um einen Roman bzw. eine Erzählung der Fey von Hassell und deren Leben handelt, ...

Ein sehr schwieriges Buch, das sehr viel Konzentration und Nachdenken vom Leser verlangt. Wer dabei denkt, dass es sich um einen Roman bzw. eine Erzählung der Fey von Hassell und deren Leben handelt, der irrt. Hier liegt ein Sachbuch vor, das den zweiren Weltkrieg, dessen Ursachen und die Verantwortlichen dafür beschreibt. Es werden aber auch die Widerstandskämpfe, deren Inhaftierung und die Sippenhaft der Familien ausführlich dargelegt und man bekommt Einblick in so manche kriegsbedingten Handlungen, wie auch Italien mit in den Hitlerwahn involviert war. Fey heiratet jung den begüterten Italiener Detalmo Pirzio-Biroli. Sie bekommt nacheinander die beiden Kinder Corrado und Roberto. Sie leben alle in dem burgähnlichn Anwesen Brazza, in dem sich dann die deutech Wehrmacht einquartiert. Detalmo wird nach Rom versetzt und zieht in den Krieg, während die junge Fey mit den Kindern, ihren Bediensteten und den Deutschen auf Brazza bleibt. Doch dann werden die Kinder in ein Heim gebracht und Fey interniert. Ihr steht eine lange Odysee in verschiedenen Lagern bevor. Lange erfährt sie nicht, dass ihr Vater als Aufständischer hingerichtet wurde. Sie schlägt sich mehr schelcht als recht als bessere Gefangene durch, da sie ja in Sippenhaft war. Am Ende werden die Kinder kurz vor der Adoption gefunden und die Familie wieder vereint. Fey und ihr Mann wurden trotz der schrecklichen Kriegserlebnisse beide über 90 Jahre alt. In dem Buch sind sehr viele Fotos, so kann man sich alles gut vorstellen. Die Landkarten zeigen uns "das Reich" zur damaligen Zeit. Am Ende des Buches sind seitenweise Quellen und Anmerkungen enthalten. Das Foto auf dem Cover finde ich wunderschön, es zeigt Mutter und Söhne zärtlich vereint.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.10.2020

Die Sündenbraut

Die Sündenbraut
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Ein historischer Roman, der uns in die Welt des 13. Jahrhunderts ins Rheinland entführt. Fenja zieht mit ihrer Ziehmutter Runhild durch die Lande. Sie verdienen ihren Lebensunterhalt als Heilerin und manchmal ...

Ein historischer Roman, der uns in die Welt des 13. Jahrhunderts ins Rheinland entführt. Fenja zieht mit ihrer Ziehmutter Runhild durch die Lande. Sie verdienen ihren Lebensunterhalt als Heilerin und manchmal essen sie auch die Sünden von Verstorbenen auf, was allerdings im Geheimen geschehen muß. Runhild warnt Fenja immer vor den Zisterziensern. Doch dann wird Rundhild ermordet und bevor sie stirbt, zeigt sie Fenja ein Tuch mit einem eingestickten Wappen. Fenja zieht nun alleine weiter und auf ihrer Reise trifft sie auf den verletzten Gerald, den sie gesund pflegt. Er schließt sich ihr an. Er hat für den Kaiser einen geheimen Auftrag zu erfüllen. Fenja sucht nach dem Wappen und ihrer Identität. Die Beiden erleben auf ihrer Wanderung so einige gefährliche Abenteuer und Fenja wird von einem Mönch verfolgt und entkommt knapp dem Tod. Ich muß schon sagen, fast mutet dieses Buch wie ein Krimi an. Denn Jemand möchte nicht, dass das Mädchen erfährt, wer ihre Eltern sind. Auch die Liebe darf in diesem Buch nicht zu kurz kommen, denn die beiden jungen Leute finden sich mehr als sympatisch, aber Gerald ist bereits einer anderen Frau versprochen, die er bald heiraten soll. Die Autorin läßt uns in eine mittelalterliche Welt blicken mit all ihren Beschwernissen und Gefahren. Wir erleben durch das Buch, wie die Leute damals lebten und arbeiteten. Ganz begeistert hat mich das Personenverzeichnis, denn so konnte man ohne weiteres immer wieder nachschlagen, welche Person wohin gehört. Auch das Glossar mit den damaligen Ausdrücken fand ich sehr interessant. Die Landkarte am Anfang des Buches zeigt den Weg, den Fenja gegangen ist und die Städte, die sie durchquert hat. Das Cover ist sehr schön gewählt und zeigt die Mode der damaligen Zeit. Auch dieser Roman der Autorin hat mich sehr begeistert. Das Buch ist trotz seiner vielen Seiten keinen einzigen Augenblick langweilig gewesen und man fiebert mit den Protagonisten richtiggehend mit.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.09.2020

Grantlkatz

Grantlkatz
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Dies ist bereits der 5. Band um Kommissar Steinbock und seine Katze Frau Merkel. Ein Bauunternehmer der Münchner Schickeria wird in einem Park niedergestochen, während seine Frau nur verletzt ...

Dies ist bereits der 5. Band um Kommissar Steinbock und seine Katze Frau Merkel. Ein Bauunternehmer der Münchner Schickeria wird in einem Park niedergestochen, während seine Frau nur verletzt wurde. Steinböcks Ermittlungen führen ihn in das Schwarzarbeitermilieu. Doch dann wird plötzlich Steinböcks Freund Schmalzl, der Polizeipsychologe, in seiner Praxis aufgefunden voller Blut und mit einem Messer in der Hand, neben ihm seine Internetbekanntschaft mit durchschnittener Kehle. Die Frau wie auch Schmalzl stehen total unter Drogen und Schmalzl behauptet, mit dieser Sache nichts zu tun zu haben, ein Mann mit einer Södermaske habe die Frau ihm in den Arm gedrückt. Während Schmalzl noch in der Klinik ist, muß sich Steinböck um dessen Dackel kümmern. Davon ist ja die Frau Merkel überhaupt nicht begeistert, zumal er ihr immer den Thunfich wegfrißt. Um mehr über die Unterwelt zu erfahren, trifft sich Steinböck mit seinem Bekannten Sokrates, der unter der Isarbrücke wohnt. Dieses Buch ist wieder voller Spannung, Witz und Ironie. Insbesondere die Gespräche zwischen Steinböck und seiner Katze Frau Merkel geben dem ganzen eine sehr besondere Note. Die Katze ist ein richtiger Querulant und hat an allem etwas auszusetzen. Mit von der Partie sind natürlich wieder Ilona, die die Kollegen mit Butterbrezen versorgt und Emil Mayer, Afro-Bayer und Rollstuhlfahrer. So barsch Steinböck auch oft erscheint, hat er doch ein weiches Herz und spendiert desöfteren der Veronika eine Currywurst. Hier fühlt man sich wohl, im Herzen von München werden Straßen und Plätze benannt und auch der Dialekt kommt nicht zu kurz. Hier hat der Autor wieder einen tollen Krimi geschrieben, bei dem auch oft gelacht werden darf. Ich warte schon auf ein Fortsetzung der alten Bekannten in Band 6. Aber auch das Cover mit Frau Merkel und dem Dackel ist mehr als gelungen. Hier sieht man die zwei Streithähne friedlich vereint.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere