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Veröffentlicht am 26.10.2017

Was ist wirklich passiert?

Die stille Kammer
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Emma Cartwright hat eine düstere Vergangenheit. Ihr altes Ich, Susan Webster, tötete ihren eigenen Sohn Dylan und verbrachte als Folge dessen die letzten 3 Jahre in einer Psychiatrie.
Sobald Emma jedoch ...

Emma Cartwright hat eine düstere Vergangenheit. Ihr altes Ich, Susan Webster, tötete ihren eigenen Sohn Dylan und verbrachte als Folge dessen die letzten 3 Jahre in einer Psychiatrie.
Sobald Emma jedoch versuch wieder in ein normales Leben aufzunehmen, wird ihr ein Foto von Dylan zugeschickt, den sie 4 Jahre zuvor getötet hat. Emma beginnt an ihren wenigen Erinnerungen zu zweifeln und fragt sich ob ihr Sohn überlebt hat und doch noch am Leben ist. Das Foto löst einen Dominoeffekt an Ereignissen aus, die Emma nur noch mehr verstören und immer weitere Fragen aufwerfen. Emma geht immer weiter in ihre Vergangenheit zurück und ihre Spur führt sie zu ihrem Exmann Mark. Die wahre Grausamkeit der Tat vor 4 Jahren kommt ans Licht wenn Emma in ihrer gemeinsamen Vergangenheit rumstochert und auch Marks Geheimnisse entlüftet. Schnell wird klar Emma, damals Susan ist in ein ziemlich grausames Spiel geraten…

Die stille Kammer ist für mich eine spannende Geschichte mit einem guten Mix aus Erzählungen in der Gegenwart und Flashbacks. Ich finde es ist ein sehr unterhaltsamer Thriller den ich schnell durchgelesen habe. Die Kapitel ziehen sich nicht so endloslang hin, sondern sind eher kürzer gehalten, dadurch hat man das Gefühl beim lesen schnell Fortschritte zu machen. Bei Büchern in denen sich die Puzzlestücke zusammensetzten ist es mir am Ende immer wichtig, dass ich die Geschichte logisch und nachvollziehbar finde, und in der Hinsicht hat mich Die stille Kammer auch nicht enttäuscht. Die einzige Kritik die ich an dem Buch habe ist, dass die Charaktere eher platt wirkten. Mit Emmas Freundin Cassie bin ich nicht wirklich warm geworden und Emma war mir passagenweise etwas zu naive.

Auch die Aufmachung des Covers finde ich sehr gelungen. Die kühlen Farben spiegeln die Stille wider, die ja auch Titel gebend ist. Die Stimmung des Buches ist einerseits nachdenklich, da viel schlimmes passiert ist was wieder aufgelebt wird, andererseits aber auch dynamisch und packend. Ich kann das Buch allen empfehlen die auf der Suche nach einer unterhaltsamen Lektüre sind.

Veröffentlicht am 02.10.2017

Zurecht Buchpreis für den besten Roman des Jahres.

Die Schlange von Essex
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"Die Schlange von Essex" - für mich ein zurecht mit dem Britischen Buchpreis für den besten Roman des Jahres.ausgezeichnetes Werk. Sarah Perry hat einen wunderschönen Schreibstil, denn sie beschreibt Situationen ...

"Die Schlange von Essex" - für mich ein zurecht mit dem Britischen Buchpreis für den besten Roman des Jahres.ausgezeichnetes Werk. Sarah Perry hat einen wunderschönen Schreibstil, denn sie beschreibt Situationen und Geschehnisse sehr detailliert und malerisch, sodass ich völlig in die Geschichte und zeitliche Epoche eintauchen konnte. Die Schlange von Essex bezieht sich auf die Legende eines Seeungeheuers, aber dank des fesselnden Schreibstils hielt ich es durch das ganze Buch immer wieder für möglich, dass ein solches Ungeheuer tatsächlich auftaucht.

Die Geschichte spielt im 19 Jahrhundert, doch greift Themen auf die auch im 21 Jahrhundert noch hohe Relevanz haben. Hauptthema ist Aberglaube und Glaube vs. Wissenschaft. Aber auch andere Themen wie Freundschaft und Liebe haben eine hohe Gewichtung in diesem Roman.

Sehr gelungen finde ich die Charaktere, allesamt sind sehr ausgereift und komplex beschrieben. Es sind keine platten Charaktere, sondern skurrile und außergewöhnliche Persönlichkeiten und interessante Denker vertreten. Hauptcharakter Cora ist eine junge Witwe um die gleich zwei Männer buhlen. Das spannende an diesem Roman ist, dass es viele Liebesinteressen gibt, jedoch kaum eine direkt erwidert wird.

Ich vergebe dem Buch 5 Sterne und kann hier nur eine klare Leseempfehlung für alle geben, die auf der Suche nach einem tiefgründigen und zum Nachdenken anregenden Buch sind das auch sehr gut unterhält. Ich habe nach diesem Buch auch direkt Lust bekommen mehr von der Autorin zu lesen.

Veröffentlicht am 29.08.2017

Abenteuer Pur

Supersaurier - Kampf der Raptoren
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Meine Neffen (8 und 10 Jahre alt) haben den Sommer bei mir verbracht und haben gemeinsam mit mir das Buch SUPERSAURIER - KAMPF DER RAPTOREN lesen und anschließend bewerten dürfen.

Die Geschichte der ...

Meine Neffen (8 und 10 Jahre alt) haben den Sommer bei mir verbracht und haben gemeinsam mit mir das Buch SUPERSAURIER - KAMPF DER RAPTOREN lesen und anschließend bewerten dürfen.

Die Geschichte der SUPERSAURIER spielt auf einer Pazifikinsel, in der Dinosaurier zusammen mit Menschen leben. Bea und ihre Großmutter Bunty begeben sich auf ein Dschungelabenteur. Begleitet werden sie hier durch einen Abenteuerer Logan. Der Grund für die Reise ist angeblich, dass Bunty gerne Paradiesraptoren im Dschungel sehen möchte, doch der wahre Grund kommt erst später raus.

Den Jungs hat das Buch sehr gut gefallen, da das Thema Dinosaurier für sie besonders spannend ist. Jungs in dem Alter zum Lesen zu motivieren ist nicht immer einfach, jedoch schaffte es das schön illustrierte Buch, das Actionversprechende Cover und die sympatische Protagonistin Bea, dass beide Jungs das Buch sehr gerne lesen wollten und dabei die Motivation nicht verloren haben.

Das Buch ist gut geeignet für Kinder in dem Alter, jedoch sollte man sicherstellen, dass die jungen Leser auch mit etwas rabiateren Kampfszenen umgehen können. In dem Buch gibt es nämlich nicht nur die lieben Paradiesraptoren sondern auch die bösen Schattenraptoren und bei denen geht es schon mal was brutaler zu.

Alles in allem ein sehr gelungenes Jugendbuch, das mit einer spannenden Handlung, belebenden Illustrationen und jede Menge Aktion überzeugt. Die Jungs geben volle 5 Sterne!

Veröffentlicht am 20.08.2017

Nicht so lustig wie gedacht

Weltretten für Anfänger
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Den Gefangenen Lopez in Kalmatien retten, das ist das Hauptanliegen des Gutmenschen Finnen Surunen. Dafür muss er nach Südamerika reisen, ladet aber erst einmal in Moskau wo er auf den Pinguinforscher ...

Den Gefangenen Lopez in Kalmatien retten, das ist das Hauptanliegen des Gutmenschen Finnen Surunen. Dafür muss er nach Südamerika reisen, ladet aber erst einmal in Moskau wo er auf den Pinguinforscher Lebkov trifft. Das allein klingt schon skuril, aber es passieren noch weitere absurde Dinge, z.B. hält man Surunen für einen kommunistischen Terroristen. Der Autot baut immer wieder absurd skurril humoristische Handlungsstränge in die Geschichte ein, die der Geschichte Charakter verleihen.
Leider blieben bei mir die wirklich großen Lacher aus,. Die Geschichte fand ich es doch teilweise auch etwas anstrengend, da der Autor viele Fachliche Details reinbringt. Viele der humorvoll gemeinten Szenen fand ich etwas zu makaber um wirklich darüber lachen zu können.
Jürgen von der Lippe hat jedoch eine sehr gute Arbeit geleistet, er hat eine tolle Erzählstimme und für mich hat er viele Szenen deutlich spannender und lustiger gemacht indem er mit den Fassetten seiner Stimme gespielt hat, z.B. lallt er wenn er einen Betrunkenen spricht.
Ich vergebe 3 von 5 Sternen, da sich das Buch für mich eher gezogen hat und nur ein paar wirklich amüsante Teile parat hielt.

Veröffentlicht am 07.07.2017

Ich bin die Nacht

Ich bin die Nacht
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Der Anrisstext des Buches klang sehr viel versprechend, ich erwartete viel Spannung auch eine tiefe psychologische Komponente und stellte mich drauf ein in den Kopf des Serienkillers einzutauchen. Die ...

Der Anrisstext des Buches klang sehr viel versprechend, ich erwartete viel Spannung auch eine tiefe psychologische Komponente und stellte mich drauf ein in den Kopf des Serienkillers einzutauchen. Die ersten Kapitel waren auch sehr spannend, man kam schnell rein in die Geschichte und mehrere Handlungsstränge flossen zusammen. Für mich der interessanteste Teil des Buches war die Vergangenheit von Ackermann, da klar wird, dass der Killer auch selber ein Opfer seines Vaters war und sein jetziges Verhalten ein Resultat einer abartigen Gehirnwäsche ist. Während des Lesens fragte ich mich, wer nun unmenschlicher und grausamer von den beiden ist, der Serienkiller Ackermann oder sein Vater...

Was mir nicht so gut gefiel an dem Buch war der recht häufige Perspektivenwechsel und die teilweise zu unrealistischen Handlungsstränge. Die Geschichte spart nicht an Action, jedoch erschien mir vieles zu mühelos und einfach gelöst. Ich hätte es spannender gefunden, hätten die Charaktere mehr Mühe gehabt zu entkommen, sich zu befreien oder jemanden niederzuschlagen und dafür weniger Actionszenen in Kauf genommen. Teilweise viel es mir schwer der Handlung noch weiter interessiert zu folgen und gegen Ende fing ich passagenweise an die Handlung zu überspringen, weil es für mich nicht mehr spannend und realistisch war.
Den Charakter Markus fand ich gar nicht gelungen. Leider trat dieser mit Fortlauf der Geschichte immer mehr in den Fokus und ich fand seine Hintergrundgeschichte nicht ausgereift und überzeugend genug dargestellt.

Ich vergebe 3 von 5 Sternen, da ich den Grundgedanken der Geschichte interessant finde und meiner Meinung nach auch der Hauptcharakter Ackermann sehr gelungen ist, mich die Geschichte aber nicht bis zum Ende packen konnte und doch einige sehr unrealistische Szenen beinhaltet. Das Buch „Ich bin die Nacht“ kann ich allen empfehlen die Lust auf schnelle Action haben und sich von seelischer und körperlicher Grausamkeit nicht allzu schnell abschrecken lassen. Auch Fans der Filmreihe Saw wird diese Geschichte bestimmt gefallen, da hier ähnlich grausame Spielchen vor dem Tod gespielt werden. Wer jedoch, wie ich, bei unrealistischen Handlungen schneller das Interesse verliert, der sollte nicht zu hohe Erwartungen an dieses Buch haben.