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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.11.2025

Ein solider Fitzek, der mich bestens unterhalten hat - Simon Jäger war wieder einmal genial!

Der Nachbar
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Nachdem ich gerne Thriller lese, war ich auf das neuste Buch von Sebastian Fitzek gespannt. Ich habe schon einige Bücher des Autors gelesen, von dem her wusste, ich dass er schreiben kann. Der Schreibstil ...

Nachdem ich gerne Thriller lese, war ich auf das neuste Buch von Sebastian Fitzek gespannt. Ich habe schon einige Bücher des Autors gelesen, von dem her wusste, ich dass er schreiben kann. Der Schreibstil ist locker-flockig und ich war schnell in der Story. Und da lernte ich, was Monophobie ist, denn daran leidet die Strafverteidigerin Sarah Wolff, an der Angst vor Einsamkeit. Nach einem furchtbaren Vorfall ist Sarah mit ihrer an den Berliner Stadtrand gezogen. Und plötzlich geschehen rätselhafte Dinge. Sachen verschwinden auf magische Weise oder tauchen an einem anderen Ort wieder auf. Doch was steckt dahinter? Oder wer?
Die meisten Kapitel werden aus der Sicht von Sarah erzählt, es gibt aber auch einige Kapitel aus Sicht der Opfer.
Die Spannung steigt langsam, aber stetig und sie lässt auch nicht mehr nach. Für das passenden Gänsehautfeeling sorgt Simon Jäger. Er vermittelt mit seiner Stimme und seinem ruhigen, aber doch energiegeladenen Vortrag immer die richtige Atmosphäre. Er hat einen richtig guten Job gemacht!
Was ich an den Büchern des Autors liebe, ist dass man herrlich miträtseln kann. Wer ist der Täter? Was ist sein Motiv? Doch kaum glaubt man auf der richtigen Spur zu sein, schon wird man eines Besseren belehrt. Außerdem gab es nicht nur eine unerwartete Wendung. Und ganz ehrlich, nicht nur Sarah hat sich im Lauf der Zeit gefragt, wem sie trauen kann.
Wie immer ist der Thriller nicht wirklich etwas für zartbesaitete Gemüter, denn es wird zwischendurch ganz schön heftig.
Das Ende, ja, damit kann man leben, muss man aber nicht. Ich kann es für mich noch nicht richtig einsortieren, aber es passt zum Thriller. Die Spannung ist da, der Plot hat mich gefesselt, doch es gibt ein Aber: Dadurch, dass es immer wieder Wendungen gibt und neu Verdächtige auf dem Radar erscheinen, wirkt einiges meiner Meinung nach etwas konstruiert und manches sogar etwas abgedreht. Das passt zu Fitzek, aber hier wäre weniger mehr gewesen – die Story hätte es so oder so hergegeben.
Insgesamt ein solider Thriller, der mich gefesselt hat und bestens unterhalten hat.

Veröffentlicht am 26.10.2025

Ein absolutes Wohlfühlbuch

This could be forever
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Ich lese mich durch die unterschiedlichsten Genres, aber als ich gesehen habe, dass „This could be forever“ als Hörbuch erscheint, da war ich sofort Feuer und Flamme. Warum? Weil ich die Hawaii-Love-Reihe ...

Ich lese mich durch die unterschiedlichsten Genres, aber als ich gesehen habe, dass „This could be forever“ als Hörbuch erscheint, da war ich sofort Feuer und Flamme. Warum? Weil ich die Hawaii-Love-Reihe bisher geliebt habe. Kennt ihr das, wenn ihr nach nur wenigen Minuten merkt, dass das Buch ein absolutes Wohlfühlbuch ist? So ist es mir mit der Geschichte von Millie und Chip gegangen. Beide kannte ich schon aus den anderen beiden Bänden und ich habe mich sehr auf ihre Story gefreut.
Es geht um eine zweite Chance und das hat die Autorin richtig gut gemacht. Chip war der beste Freund von Millies Bruder, bis ein schreckliches Unglück geschah. Und Chip war den BigWaves verfallen, was Millie nicht verstand. Sie hat Hawaii verlassen und versucht sich als Regisseurin. Als sie kurzerhand einen Job für eine Netflix Doku bekommt, sagt sie direkt zu, obwohl im Mittelpunkt der Doku der Big Wave Surfer Chip steht – ihr Ex. Doch das hält Millie nicht davon ab, ihre Chance zu ergreifen.
Ich war recht schnell von der Story gefesselt, die neben der Wohlfühlatmosphäre auch Tiefgang hat. Millies Familie hat den Schicksalsschlag nicht gut verkraftet, was die Autorin nachvollziehbar darstellte. Themen wir Tod, Trauer und ein Neuanfang wurden ebenso tiefgründig dargestellt wie das Thema Leidenschaft und für mich als Laien die Filmproduktion.
Ich fand beide Protagonisten sympathisch, wobei Millie manchmal etwas naiv war. Unterhalten wurde ich trotzdem gut, denn es war schön zu sehen, wie sich beide Protagonisten wieder einander annäherten. Für den ein oder anderen Lacher sorgte Chips Henne Hennifer.
Und gegen Ende wurde es dann nochmal richtig spannend. Ich wurde bestens unterhalten, auch wenn manche Nebenfiguren etwas blass blieben und ich finde es schade, dass die Reihe nun zu Ende ist.

Das Hörbuch hat Chantal Busse gesprochen und sie hat einen richtig guten Job gemacht. Sie hat abwechslungsreich mit Höhen und Tiefen gesprochen und sie hat auch die Emotionen super rübergebracht. Für mich war das ein kurzweiliges Hörererlebnis.

Veröffentlicht am 30.09.2025

Ein Genuss für Buchliebhaber

Mondia-Dilogie 1: Silent Secrets
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Was gibt es für einen Bücherliebhaber schöneres als ein Buch über eine Weltenbibliothek? Ohne die Bibliothek Mondia drohen künftige Katastrophen die Welt zu vernichten, denn Mondia ist gefüllt mit Büchern, ...

Was gibt es für einen Bücherliebhaber schöneres als ein Buch über eine Weltenbibliothek? Ohne die Bibliothek Mondia drohen künftige Katastrophen die Welt zu vernichten, denn Mondia ist gefüllt mit Büchern, die über das Schicksal der Menscheit wachen. Und die letzte Ripari ist gestorben. Wer kann als die Bibliothek am Laufen halten? Da tauchte Kasimir im Blumenladen von Remys Schwester auf und verlangt nach einem Kästchen, von dessen Existenz Remy nichts weiß und dann sind da noch ihre verborgenen Fähigkeiten.
Der Schreibstil ist locker-flockig, spannend und fesselnd. Bereits nach wenigen Seiten war ich mittendrin in der Welt von Remy und Kasimir. Und mit den Actionscenen wird es nie langweilig. Ich fand das Setting super, den Mondia liegt unterhalb von Paris, welches man durch das Buch neu entdeckt, ebenso wie man lesetechnisch auch weitere europäische Städte besucht.
Ich mochte Remy und Kasimir sehr, sie waren mir von Beginn an sympathisch und sie wirkten sehr authentisch. Der Romanze ging eher langsam voran, was aber nicht weiter gestört hat. Die Seiten sind so dahingeflogen, wie gesagt, es gab einiges an Action und das Buch endet mit einem fiesen Cliffhanger. Aber auch ohne diesen steht die Lektüre des nächstens Bandes auf meiner Agenda!

Veröffentlicht am 21.09.2025

Ein kurzweiliger und spannender Krimi im historischen Wien - hervorragend vertont

Der Totengräber und die Pratermorde (Die Totengräber-Serie 4)
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Der Klappentext klang interessant und der Autor versteht es, spannende und interessante Bücher zu schreiben. Außerdem ist es nicht mein erstes Buch in dieser Reihe. Also habe ich mir das Hörbuch angehört, ...

Der Klappentext klang interessant und der Autor versteht es, spannende und interessante Bücher zu schreiben. Außerdem ist es nicht mein erstes Buch in dieser Reihe. Also habe ich mir das Hörbuch angehört, das mit fast 17 Stunden eine ordentliche Länge hat. Eins vorneweg: Es wird nicht eine Sekunde langweilig und die Hörstunden fliegen so dahin!
„Der Totengräber und die Pratermorde“ entführt den Leser oder wie in meinem Fall den Hörer ins Wien des Jahres 1896. Dort treten am Prater zwei rivalisierende Zauberer auf. Bei dem Zaubertrick „Die zersägte Jungfrau“ wird ebendiese tatsächlich zersägt und so beginnt Leopold von Herzfeldt mit seinen Ermittlungen. Seine frühere Freundin Julia Wolf hat sowohl ihn als auch die Polizei verlassen und arbeitet nun als Reporterin. Und schon treffen beide aufeinander, denn Julia berichtet erfolgreich über den Fall. Doch das ist nicht der einzige Mord, es werden mehrere Frauen, die am Prater gearbeitet haben, vermisst und auch bald darauf gefunden.
Der Schreibstil ist klasse. Einmal angefangen zu lesen, wird man in die Story hineingezogen. Sowohl die Charaktere als auch die Schauplätze werden detailliert und facettenreich beschrieben. Der Autor versteht es sehr gut, seine Leser in das historische Wien zu versetzen.
Auch der Kriminalfall ist spannend. Es gibt anfangs viele Fragen und es gibt auch viele schillernde Figuren am Prater, die einen sind mehr sympathisch, die anderen weniger.
Um in dem Fall weiterzukommen, wendet sich Leopold an den Totengräber Augustin Rothmayer. Es sind somit wieder alle bekannten Protagonisten mit an Bord und diese haben sich allesamt weiterentwickelt. Leopold denkt mitunter nun schon mal an andere, Augustin kämpft sehr lebensnah mit seiner pubertierenden Ziehtocher Anna, die diesmal eine etwas größere Rolle bekommt und Julia muss feststellen, dass ihr Herz immer noch an Leo hängt.
Der Kriminalfall hat es in sich: Es geht um Entführung und Mord, um Erpressung, um Unterschlagung, um Zauberei und den Einsatz der ersten technischen Wunderwerke, um falsche Versprechungen, um Liebe, um Neid und um Verrat. Außerdem kommen Themen wie Antisemitismus und der Besuch des Kaisers in Wien zur Sprache.
Und neben den kurzweiligen Ermittlungen fand ich es klasse beschrieben, wie z. B. der Fußball von England aus gerade den Kontinent erobert, wie der Kinematograph die ersten Bilder laufen lässt. Das alles ist sehr faszinierend in die Story mit eingebaut.

Das Hörbuch liest Hans Jürgen Stockerl und der überzeugt mit einer hervorragenden Leistung. Er hat den Charakteren einzigartige Stimmen gegeben, er bringt den Wiener Dialekt super rüber und überhaupt liest er sehr lebendig. Man spürt als Hörer die jeweilige Stimmung und er hat das Buch im wahrsten Sinne des Wortes zum Leben erweckt. Klasse gemacht!

Veröffentlicht am 21.09.2025

Interessantes Thema, das mich in der Umsetzung nicht ganz überzeugen konnte

Ein Grab für zwei
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Die Autorin kannte ich bisher noch nicht, doch der Klappentext hat mich neugierig gemacht, da ich bisher zum Thema Skifahren und Doping eher selten etwas gefunden habe.
Der Schreibstil ist gelungen und ...

Die Autorin kannte ich bisher noch nicht, doch der Klappentext hat mich neugierig gemacht, da ich bisher zum Thema Skifahren und Doping eher selten etwas gefunden habe.
Der Schreibstil ist gelungen und das Buch wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was mir grundsätzlich gut gefällt.
Die Anwältin Selma Falck ist in ihrem Leben ganz unten angekommen, als Jan Morell ihr Hilfe braucht. Seine Tochter behauptet unschuldig zu sein, was die Doping-Vorwürfe gegen sie betrifft. Und dann wird ein toter Skifahrer gefunden. Die Lage ist ernst.
Der Fall beginnt spannend und man begleitet die unterschiedlichsten Personen bei ihren Aktivitäten, was mich als Hörer einfach neugierig gemacht hat, wie alles zusammenhängt. Die Autorin beschreibt die Gegebeneiten sehr ausführlich, wodurch sich leichte Längen einschleichen.
Es gibt viele verschiedene Handlungsstränge und man muss echt aufpassen, dass man nicht den Überblick verliert. Dazu haben sicher auch die norwegischen Namen beigetragen, die mir nicht so geläufig waren.
Die Protagonisten Selma wurde tiefgründig geschaffen und dennoch hat ich so meine Probleme, sie sympathisch zu finden.
Was degegen gut gelungen ist, das war die Auflösung des Falles, mit der ich so nicht wirklich gerechnet habe.
Ich habe mir das Hörbuch angehört und die Sprecherin Katja Bürkle war ebenfalls neu für mich und auch etwas gewöhnungsbedürfitg. Sie hat zwar eine angenehme Stimme, aber manchmal hätte ich mir ein bisschen mehr Gefühl beim Vorlesen gewünscht. Da das Buch zwischendurch Längen hat, konnte sie diese mit ihrem teilweise monotonen Vortrag nicht ausgleichen.
Fazit:
Ein interessanter Klappentext, der für mich leider nicht das gehalten hat, was er versprochen hat. Von mir gibt’s solide 3,5 Sterne.