Wie man einem Zombie das Nicht-Leben rettet
Nightmore - Das gruseligste Internat der Welt (Band 2) - Zombie gesucht„Fynn stapft allein durch das düstere Moor, das hinter dem Friedhof beginnt. Es heißt Darkmoor und ist echt gruselig. Jede Menge gefährlicher Gestalten sind hier zu Hause. Nur ist Fynn so wütend, dass ...
„Fynn stapft allein durch das düstere Moor, das hinter dem Friedhof beginnt. Es heißt Darkmoor und ist echt gruselig. Jede Menge gefährlicher Gestalten sind hier zu Hause. Nur ist Fynn so wütend, dass er ganz vergisst, sich zu fürchten. Der Wind wispert in den Baumkronen. Irgendwo ruft ein Kautz wie eine traurige Frau. Oder eine Frau wie ein trauriger Kautz.“ (S. 52)
Meine Meinung:
Werwölfe, Zombies und Dämonen in einem Kinderbuch? Für Kinder ab 7 Jahren? Aber ja, auf jeden Fall! Wenn eine Autorin das hinbekommt, dann Vanessa Walder!
Nach dem großartigen Start in die Reihe mit „Plötzlich Werwolf“ (unbedingt auch lesen!) gibt es mit „Zombie gesucht“ nun einen nicht minder phantastischen Nachfolger. Und der geht gleich auf der ersten Seite der Geschichte richtig fesselnd los, denn Fynn, der Jung-Werwolf mit Lupomorphomorbus (wer wissen will, was das ist, muss das Buch lesen!), befindet sich gefesselt im Folter-Verlies von Nightmore, während ein wenig intelligenter Geist ihn zeitlich unter Druck setzt. Hört sich gruselig an? Ist es auch! Aber von der wohlig-gruseligen Sorte mit echt angenehmer Gänsehaut - versprochen!
Also: wer die erste Seite gelesen hat, wird garantiert auch bis zur letzten Seite lesen wollen, denn es bleibt spannend und - na klar! - dabei auch immer ganz wunderbar humorvoll, denn Gänsehaut und Lachkrampf wechseln sich hier immer wieder ab, wenn sie uns nicht sogar parallel heimsuchen. Und auch in dieser Geschichte stehen wieder Werte ganz vorne, die heutzutage nicht oft genug vorgelebt werden können: Freundschaft, Mut und Hilfsbereitschaft. Und das Ganze natürlich in Vanessa Walders einzigartigem und unvergleichlichem Schreibstil, der jede ihrer Geschichten zu einem Leseerlebnis für sich macht.
Egal, wie lesemufflig manch junge Lesende sind, wenn es diese Geschichte nicht schafft, sie an ein Buch zu fesseln, dann wohl auch keine andere. Durch die große Schrift, den deutlichen Zeilenabstand und die wirklich großartigen Illustrationen von Philipp Ach wird jedes Umblättern hier zu einem eigenen kleinen Abenteuer, das man kaum erwarten kann. Und - gefühlt viiieeel zu schnell! - hat man auch schon das Ende dieser tollen Story erreicht Und damit auch ein ganzes Buch gelesen. Ein echtes Erfolgserlebnis für Leseanfänger, das auch noch Spaß macht - und zwar jede Menge!
FAZIT:
Kindgerechtes Cosy-Gruseln mit ganz viel Spannung und Humor - einfach nur toll!