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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.09.2022

Wilde Welt

Shadow Land
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Eine Zivilisation am Abgrund. Eine dystopische Welt die wir als Lesende so nicht erwarten würden. „Shadow Land“ von Rainer Wekwerth ist ein toller und zugleich ereignisreicher Ausflug in die Zukunft.
Die ...

Eine Zivilisation am Abgrund. Eine dystopische Welt die wir als Lesende so nicht erwarten würden. „Shadow Land“ von Rainer Wekwerth ist ein toller und zugleich ereignisreicher Ausflug in die Zukunft.
Die Story und auch die Umsetzung sind gelungen. Es ist temporeich und es passiert auf den Seiten einiges. Langweilig wird es auf gar keinen Fall. Die Protagonistin Kaia gewährt einen guten Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt. „Mein Leben war nicht gut, aber es war alles, was ich kannte. Nun fühle ich mich verloren.“ [104]
Ihre Entwicklung ist toll, auch wenn es am Ende etwas rasant erscheint. Vielleicht ein bisschen zu extrem, zumindest für meinen Geschmack. Mir gefällt, dass sie die Dinge hinterfragt und durchaus stark daherkommt.
„Die Funken sind wir. Für einen Moment funkeln wir hell und feurig, doch dann vergehen wir im Nichts.“ [171]
Der Schreibstil ist gelungen. Meiner Meinung nach hätten es gerne ein paar Seiten mehr sein dürfen. Man hätte etwas mehr auf das Virus und die Welt eingehen können. Das Ende dürfte für mich länger sein. Das war schon ganz schön rasant.
Die Botschaft hinter der Geschichte überzeugt und passt auch wunderbar in unsere aktuelle Zeit.
„Die Rückkehr zu einem Leben innerhalb der natürlichen Ordnung.“ [227]

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Veröffentlicht am 14.09.2022

Pantheratem

Als wir einen Panther fangen wollten und dabei etwas viel Größeres fanden
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Im Südpol Verlag ist „Als wir einen Panther fangen wollten und dabei etwas viel Größeres fanden“ von Tino Schrödl erschienen. Bereits das Cover ist ansprechend gestaltet und macht neugierig, was man noch ...

Im Südpol Verlag ist „Als wir einen Panther fangen wollten und dabei etwas viel Größeres fanden“ von Tino Schrödl erschienen. Bereits das Cover ist ansprechend gestaltet und macht neugierig, was man noch größeres als einen Panther finden könnte.

Die Geschichte startet mit einem aufregenden Prolog und kommt im weiteren Verlauf ruhig daher. Intensiv erzählt, fesselnd und atmosphärisch dicht geschrieben, begleiten wir den Protagonisten Nico durch ein spannendes Abenteuer in dem manches so anders kommt, als man zuvor vermutet hätte.

Manchmal ist alles ein wenig schwierig oder gar kompliziert. Nico weiß davon zu berichten. „Er beobachtete lieber. Viele Mitschüler fanden ihn deshalb vielleicht ein wenig sonderbar.“ [76]

Es geht um Akzeptanz, Freundschaft und darum, sich seinen Ängsten zu stellen und erfolgreich zu meistern.

„Weil echte Freunde niemals vergessen. (…) Egal, was passiert, sie werden dich niemals vergessen.“ [201]

Aufgrund des Schreibstils und den bereits angesprochenen Themen haben geübte junge Leser*innen ihren Spaß an dieser wunderschönen Geschichte. Aber auch zum Vorlesen ist das Werk bestens geeignet.

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Veröffentlicht am 09.09.2022

Walfänger

Die Grünen Piraten – Wale in Not
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In ihrem elften Fall verschlägt es die Grünen Piraten, das sind Ben, Flora, Pauline, Lennart und Jannik, auf ein Forschungsschiff in die Ostsee. Dort lernen sie, dass herrenlose Fischernetze als Synonym ...

In ihrem elften Fall verschlägt es die Grünen Piraten, das sind Ben, Flora, Pauline, Lennart und Jannik, auf ein Forschungsschiff in die Ostsee. Dort lernen sie, dass herrenlose Fischernetze als Synonym für Gefahr in der Tiefe stehen. Und wie immer wird es auch ordentlich spannend, denn die Freunde ermitteln wieder. Diesmal heißt es: „Die Grünen Piraten – Wale in Not.“
„Angespannt lauschten die Piraten in die Dunkelheit. (…) Mit angehaltenem Atem blieben die Kinder stehen.“ [71] Die Geschichte bietet genügend Momente, wo die Kinder mitfiebern und ebenfalls die Luft anhalten können. Durch den guten Schreibstil und die frischen Dialoge ist man schnell in der Geschichte. Gespannt folgt man den Protagonisten. Die Kombination aus Sachinfos und Krimielementen ist der Autorin Andrea Poßberg wieder gelungen. Das Ganze ist erfrischend fesselnd. Dazu kommen noch die schön gestalteten Illustrationen von Corinna Böckmann. Diese vermitteln einen guten Eindruck was sich auf See und unter Wasser abspielt.
Positiv und sehr passend finde ich auch, dass das Buch im nachhaltigen Verfahren gedruckt wurde. Das passt zum Umweltgedanken und rundet den positiven Gesamteindruck ab. Dazu kommen noch die interessanten letzten Seiten. Jeder der Freunde stellt ein Thema auf einer Doppelseite vor. Dabei geht es um Bastelideen, spannende Sachinformationen und Experimente. Das Ganze hat natürlich Bezug zum Thema Wale.

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Veröffentlicht am 09.09.2022

Umwelt und Ökologie trifft auf Krimi

Die Grünen Piraten – Jagd auf die Müllmafia
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„Die Grünen Piraten – Jagd auf die Müllmafia“ von Andrea Poßberg ist der erste Band der Reihe. Doch wer sind eigentlich Die Grünen Piraten? Das sind die fünf Freunde Pauline, Lennart, Ben, Flora und Jannik. ...

„Die Grünen Piraten – Jagd auf die Müllmafia“ von Andrea Poßberg ist der erste Band der Reihe. Doch wer sind eigentlich Die Grünen Piraten? Das sind die fünf Freunde Pauline, Lennart, Ben, Flora und Jannik. Sie werden uns mit einem kurzen Steckbrief vorgestellt. Und dann geht der Start in die Kinderbuchreihe schon los.
Thematisch dreht sich hier alles um den Müll. Das fängt mit einem „das kannst du doch nicht alles in eine Tüte werfen! Du musst den Müll trennen“ [7] an und zieht sich konsequent durch das Buch. Natürlich wird es für die fünf Kinder auch spannend. Als Leser*in darf man da mitfiebern und des Öfteren auch mitlachen. Prägnante Stellen sind mit Illustrationen von Corinna Böckmann versehen und veranschaulichen das Geschehen rund um fünf Freunde.
Die Umsetzung und auch die Auseinandersetzung mit der Thematik Müll ist kindgerecht und anschaulich dargestellt. Das Ganze kommt ohne den erhobenen Zeigefinger aus.
Umwelt und Ökologie trifft auf eine durchdachte Kriminalgeschichte. Der Schreibstil ist flüssig und auch die Herangehensweisen sind modern. So wird dann die Taschenlampen App benutzt und Fotos mit dem Handy gemacht, um die Umweltverschmutzer zu fotografieren.
Am Ende des Buches gibt es noch Sachinfos, Experimente und Ideen zum Upcycling. Man darf selbst aktiv werden. Mir gefallen die letzten Seiten sehr gut. Das Thema wird dadurch vertieft und es erfolgt nochmals eine tiefere Auseinandersetzung damit.
Positiv und sehr passend finde ich auch, dass das Buch im nachhaltigen Verfahren gedruckt wurde. Das passt zum Umweltgedanken und rundet den positiven Gesamteindruck ab.

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Veröffentlicht am 07.09.2022

Grandios düster

Das Dunkle bleibt
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"In den Städten wimmelt es von Verbrechen. In allen. (…) Kommen genügend Menschen an einem Ort zusammen, macht sich das Böse in irgendeiner Form bemerkbar.“ [7] Sehr stark und düster beginnt „Das Dunkle ...

"In den Städten wimmelt es von Verbrechen. In allen. (…) Kommen genügend Menschen an einem Ort zusammen, macht sich das Böse in irgendeiner Form bemerkbar.“ [7] Sehr stark und düster beginnt „Das Dunkle bleibt“ von William McIlvanney und Ian Rankin.
Mich hatte bereits der Spruch „Wenn die Wahrheit im Schatten liegt, geh mir aus dem Licht!“ auf dem Cover, das auch schon einen Vorgeschmack auf die Geschichte macht, neugierig gemacht. So suggeriert dieser einen Ermittler, welche Ecken und Kanten hat, sich auf den Straßen auskennt und weiß wie man mit Gangs und Gangstern umgeht. Das Schöne daran ist, dass man nicht enttäuscht wird.
Für mich ist dieses Prequel der perfekte Einstieg in die Reihe "Jack Laidlaw". Zeitlich spielt sich das Ganze innerhalb von sechs Tagen im Oktober 1972 ab. Durch die kurzen Kapitel entsteht ein Sog beim Lesen. Der Schreibstil ist gut und die beiden Autoren bringen die düster herrschende Atmosphäre gut zu den Lesenden.
Das Setting und die Charaktere gefallen mir gut, obwohl man sagen muss, dass die auftretende Anzahl der Charaktere einen fordert, gerade am Anfang. Aber es lohnt sich am Ball zu bleiben. Für mich, der die Trilogie noch nicht kennt, bietet die Figur Jack Laidlaw noch Potential.
Mein persönliches Fazit nach diesem Noir. Ich komme, was das Lesen betrifft, gerne wieder nach Glasgow und freue mich auf mehr Laidlaw.

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