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Veröffentlicht am 04.01.2020

Einfach perfekt für Weihnachten

Der Weihnachtosaurus und die Winterhexe
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Da sich meine Rezension auf den zweiten Band der Reihe bezieht, kann sie Spoiler zum ersten Teil enthalten.

Ein Jahr ist vergangen, seit William das verrückteste und schönste Weihnachtsfest überhaupt ...

Da sich meine Rezension auf den zweiten Band der Reihe bezieht, kann sie Spoiler zum ersten Teil enthalten.

Ein Jahr ist vergangen, seit William das verrückteste und schönste Weihnachtsfest überhaupt erlebt und den Weihnachtosaurus kennengelernt hat. In diesem Jahr erhält er nun vom Weihnachtsmann persönlich eine Einladung zum Nordpol, wo er eine exklusive Tour zu allen magischen und einzigartigen Sehenswürdigkeiten erleben darf.
Dabei trifft er auch auf die unheimliche Winterhexe, die Herrscherin über die Zeit, die dem Weihnachtsmann ermöglicht, in einer Nacht allen Kindern auf der Welt ihre Geschenke zu bringen. Doch plötzlich wird das Weihnachtsfest – und die Zukunft – bedroht, sodass William und der Weihnachtosaurus alles geben müssen, um das, was sie lieben, zu retten.

Mir hatte der erste Band „Der Weihnachtosaurus“ so gut gefallen, dass ich natürlich auch Band 2 unbedingt lesen musste. Natürlich machen vor allem auch die unglaublich schönen und detailreichen Illustrationen auf beinahe jeder Seite diese Bücher zu einem einzigartigen Erlebnis.
Das Buch kam pünktlich zu Heilig Abend noch bei mir an – womit ich gar nicht mehr gerechnet hatte – und ich habe es trotz des Weihnachtstrubels tatsächlich auch an diesem Tag angefangen und beendet. Die Geschichte ließ sich wieder so wunderbar flüssig und schnell lesen und hat den ersten Weihnachtsabend perfekt abgerundet.

Es war wieder sehr spannend und vor allem hat mir in diesem Teil total gut gefallen, dass auch vor allem Brenda eine große Rolle in der Geschichte gespielt hat. Wir kennen sie ja schon aus Band 1, in dem sie ziemlich gemein zu William war und erst zum Ende hin eine Art Freundschaft mit ihm eingegangen ist. In diesem Teil wohnen die beiden zusammen – sind also quasi Stiefgeschwister – und demnach hat sich Brenda ebenfalls zu einem kleinen Hauptcharakter entwickelt und spielt nicht mehr das böse Mädchen von Nebenan. Mir hat ihre Entwicklung hier wirklich gut gefallen.

William und der Weihnachtosaurus waren natürlich wieder ein Herz und eine Seele und ich liebe ihre außergewöhnliche Freundschaft total. Aber vor allem liebe ich die Idee, dass eine der Hauptrollen in einer Weihnachtsgeschichte ein Dinosaurier spielt!

Dennoch war dieser Teil ein kleines bisschen schwächer als Band 1. Ich war so begeistert vom ersten Abenteuer von William und dem Weihnachtosaurus, dass ich vielleicht mit zu hohen Erwartungen an diese zweite Geschichte herangegangen bin. Es war natürlich wieder unglaublich niedlich, die Illustrationen einfach wunderschön und die Atmosphäre so toll weihnachtlich. Aber es gab eben auch den ein oder anderen Kritikpunkt. Vor allem hatte ich in diesem Teil das Gefühl, als würde man zu viel wollen. Vor allem die zukunftsbezogenen Aspekte und das Chaos mit der Winterhexe waren zum Teil doch etwas verwirrend und zu „actiongeladen“ für meinen Geschmack. Ich finde, dass die Geschichte derartiges eigentlich gar nicht nötig hatte. Diese ganze „Weihnachten muss gerettet werden“- Story ist im Grunde ja wirklich spannend, aber die Umsetzung hat mir nicht ganz so gut gefallen. Es war einfach etwas chaotisch zum Teil. Aber trotzdem hat mir das Buch natürlich wieder gut gefallen – es war einfach ein bisschen schwächer als der grandiose erste Teil. Demnach bekommt „Der Weihnachtosaurus und die Winterhexe“ von mir 4,5/5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.12.2019

Ich werde diese Reihe vermissen ...

Find me in the Storm
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Als Joshua Hayes in Airins Bed&Breakfast auftaucht, ist es vorbei mit der Ruhe. Der TV-Star mischt nicht nur die Einwohner des kleinen Städtchens auf, sondern überrascht auch Airin mit einer ungewöhnlichen ...

Als Joshua Hayes in Airins Bed&Breakfast auftaucht, ist es vorbei mit der Ruhe. Der TV-Star mischt nicht nur die Einwohner des kleinen Städtchens auf, sondern überrascht auch Airin mit einer ungewöhnlichen Wette. Dabei hat sie überhaupt keine Zeit für so etwas, da ein heftiger Familienstreit eigentlich all ihre Aufmerksamkeit erfordert. Doch dem charmanten jungen Mann kann sie einfach nicht ignorieren ...

Seit ich mich in Castleduns in Irland, seine Bewohner und die atemberaubende Landschaft durch „Show me the stars“ und „Save me from the night“ verliebt habe, habe ich mich auf Airins Geschichte ganz besonders gefreut. Warum? Weil sie sich schon in den ersten beiden Teilen als mein Lieblingscharakter herauskristallisiert hat – und das obwohl sie dort eigentlich nur ein Nebencharakter war. „Find me in the storm“ besitzt meiner Meinung nach nicht nur das schönste Cover der dreiteiligen Reihe, sondern auch die tollste Geschichte. Zumindest hat sie mir persönlich am allerbesten gefallen – ich habe Airins Geschichte spontan angefangen und noch am gleichen Tag beendet, weil ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen.

Airin ist eine wundervolle Protagonistin und eine ganz starke Persönlichkeit. Natürlich waren das Liv und Seanna ebenfalls, aber Airin hat einfach etwas an sich, weswegen man sie sofort ins Herz schließen muss. Sie ist ein herzensguter Mensch und immer für alle in jeder erdenklichen Situation da – und dabei schleppt sie ebenfalls einige Sorgen und Probleme mit sich herum. Doch trotzdem nimmt sie sich die Zeit – nicht nur für ihre Freunde, sondern auch für ihre Gäste in dem kleinen B&B, dass sie führt. Ich habe sie als Charakter auch schon vorher geliebt, aber mit diesem Buch hat Kira Mohn nochmal einen drauf gesetzt. Airin ist bestimmt nicht perfekt – immerhin ist das kein Mensch und kein Charakter – aber sie ist so authentisch, so stark, so voller Gefühl und Leben. Ich würde sie unglaublich gern als Freundin haben.

Was mir an dem Buch besonders gut gefallen hat, sind die „alltäglichen Sorgen“, mit denen sie zu kämpfen hat. Launische Gäste, familiäre Probleme – vor allem mit ihrer Mutter, die unverhofft plötzlich wieder mit ihr unter einem Dach lebt -, die Sorgen um ihre Freunde – und den Trost und Beistand, den sie ihnen schenkt -, Geldsorgen und zusätzlich dann natürlich noch das Auf und Ab der Gefühle wegen eines Gastes, der plötzlich in ihr Leben stürmt und alles durcheinanderbringt.
Das Buch war sehr emotional. Ich habe nicht nur einmal ein paar Tränen wegwischen müssen, war aufgewühlt, hatte Herzklopfen, habe mich mit Airin zusammen aufgeregt, mit ihr getrauert und gelitten. Ich habe sie für ihre Entschlossenheit, ihren Mut und ihre Stärke bewundert. Oft ist es so, dass mir Protagonisten zu schnell einknicken, auf emotionaler Ebene nicht auf sich selbst aufpassen und alles mit sich machen lassen. Bei Airin hatte ich dieses Gefühl nicht.

Der Schreibstil von Kira Mohn war natürlich wieder total flüssig und wie gewohnt einfach toll. Aber vor allem hatte ich in diesem Teil wieder mehr dieses Fernweh nach Irland, was mir im zweiten Band ein bisschen gefehlt hat. Dieser Teil kam für mich atmosphärisch wieder mehr an Band 1 heran und im Moment würde ich am liebsten direkt einen Flug nach Irland nehmen, ein paar Tage in Airins Pension verbringen, Ausflüge zum Leuchtturm Matthew unternehmen und die Gegend erkundigen.

Die Liebesgeschichte mit Josh war irgendwie auch niedlich – nicht zu schnell, nicht zu langsam. Ich konnte mir vieles, was passiert ist, schon denken, demnach war es wohl etwas vorhersehbar. Aber gestört hat mich das eigentlich auch nicht. Ich hätte mir nur gewünscht, dass wir Josh schon eher richtig kennenlernen. Während Niall in Band 2 wohl der männliche Protagonist mit der meisten Tiefe war, ging Josh wieder mit in Richtung Kjer, was ich etwas schade fand. Allerdings hat Airins Charakter, ihre Gedanken und Gefühle, da tatsächlich einiges für mit wettgemacht und herausgeholt.

Letztendlich habe ich nur zwei kleine Kritikpunkte, die aber nicht wirklich ins Gewicht fallen. Einmal hat es ein paar Seiten gedauert, bis die Geschichte so richtig Fahrt aufgenommen hatte. Es war definitiv nicht langweilig, hätte aber doch ein bisschen eher an Geschwindigkeit zulegen können. Aber wie gesagt – das ist kaum der Rede wert, schließlich konnte ich das Buch trotzdem irgendwann nicht mehr weglegen. Und über den zweiten Punkt kann ich hier nicht reden, weil ich sonst einen massiven Spoiler verraten würde.

Das Buch bekommt also von mir 4,5/5 Sterne und war für mich definitiv das beste Buch der Reihe. Airin ist ein wundervoller Charakter und ich habe ihre Geschichte sehr genossen. Insgesamt kann ich die ganze Reihe sehr empfehlen – aber Achtung: es kann durchaus passieren, dass ihr nach dem Lesen dieser Bücher genau wie ich das Bedürfnis habt, Irland zu erkunden, euch eine Auszeit auf einer einsamen Insel in einem Leuchtturm zu nehmen oder im Pub der Liveband zu lauschen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.12.2019

Ich werde diese Reihe sehr vermissen!

JACKABY - Der gnadenlose König
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Da sich meine Rezension auf den vierten Teil der Reihe bezieht, kann sie Spoiler zu den vorherigen Bänden enthalten.

Der Detektiv Jackaby und seine Assistentin Abigail müssen sich ihrem letzten und gefährlichsten ...

Da sich meine Rezension auf den vierten Teil der Reihe bezieht, kann sie Spoiler zu den vorherigen Bänden enthalten.

Der Detektiv Jackaby und seine Assistentin Abigail müssen sich ihrem letzten und gefährlichsten Kampf stellen. Ihr Gegner ist niemand anderes als der böse und gnadenlose König, der mithilfe von Magie und Technik den Schleier zwischen den Welten niederreißen will. Das würde Chaos und viele Tote bedeuten. Gemeinsam mit ihren Verbündeten, wie Polizist Charlie, der Geisterdame Jenny und vielen anderen Freunden, versuchen sie alles, um dieses grausame Schicksal abzuwenden. Denn wenn sie dies nicht schaffen, ist die Zukunft aller Wesen bedroht ...

Mit diesem vierten Teil endet die Reihe um den skurrilen Seher und Privatdetektiv Jackaby und seine mutige und schlaue Assistentin Abigail, die gemeinsam schon so manches Rätsel gelöst und viele Abenteuer zusammen durchgestanden haben.
Es war ein würdiger Abschluss, auch wenn ich diesen Band ein bisschen schwächer als den dritten Teil fand. Trotzdem werde ich die Geschichte, die Welt und vor allem die Charaktere sehr vermissen.

Der letzte und entscheidende Kampf um das Schicksal der Welten hat sich bereits vor allem im dritten Teil angekündigt. In diesem letzten Band geht es schließlich um alles und Abigail und Jackaby müssen nochmal ihr Leben riskieren, um den bösen König zu besiegen. Demnach war es wie auch schon in den vorherigen Büchern sehr spannend und dieses Mal gab es durch den finalen Kampf auch einiges an Action.

Ich liebe an der Reihe natürlich am meisten die Charaktere. Diese machen die Bücher einfach aus und sind mir wahnsinnig ans Herz gewachsen. Besonders natürlich der kauzige und ein bisschen schräge Jackaby hat mich wieder herzlich zum Lachen gebracht. Seine Gespräche mit Abigail sind wieder durch den herrlich trockenen Humor extrem witzig. Das liebe ich so an dieser Reihe. Abigail, aus deren Sicht wir die Geschichte wieder erzählt bekommen, war ebenfalls einfach toll und wie gewohnt unglaublich sympathisch. Besonders schön fand ich auch die Beziehungen zu den Nebencharakteren. Die Freundschaft, der Zusammenhalt und auch die paar romantischen Gefühle, die sich im Laufe der Zeit entwickelt haben, waren wieder wirklich toll ausgearbeitet, standen aber nicht aufdringlich im Vordergrund. Sowohl Geist Jenny, als auch Charlie habe ich ebenso wie die Protagonisten ins Herz geschlossen.

Es wurde ziemlich emotional – vor allem zum Ende hin – sodass ich doch die ein oder andere Träne unterdrücken musste. Wie gesagt war es auch wieder sehr spannend. Und auch wenn ich ein paar Geschehnisse bereits hatte vorhersehen können, wurde ich dann doch ab und zu immer noch ein bisschen mit einigen Wendungen überrascht.

Der Schreibstil war natürlich auch wieder gewohnt toll und angenehm. Besonders gut gefällt mir die doch zum Teil leicht altertümliche Sprache, die den Humor der Charaktere nochmal mehr unterstreicht.

Warum ich den letzten Teil trotzdem ein wenig schwächer fand als seinen Vorgänger? So ganz kann ich das gar nicht sagen. Ich glaube, ich habe mir diesen finalen Kampf einfach ein bisschen anders vorgestellt und hätte mir einen etwas anderen Fokus auf die Dinge gewünscht. Ich hatte einfach die ganze Zeit das Gefühl, als würde da etwas fehlen – was genau das ist, kann ich leider aber nicht sagen. Vielleicht hätte ich mir bezüglich der Handlung ein wenig mehr Tiefe gewünscht, vielleicht war mir die Erklärung für alles nicht ausführlich genug. Ich weiß es nicht.

Trotzdem wurde ich wieder sehr gut unterhalten, die Charaktere sind eindeutig das Herzstück der Reihe und in der Hinsicht wurde ich auch definitiv nicht enttäuscht. Das Buch bekommt gute 4/5 Sterne von mir und ich kann die Jackaby-Reihe allen, die Detektivgeschichten mit Fantasyelementen und skurrilen und einzigartigen Charaktere mit einem tollen Humor mögen, auf jeden Fall empfehlen. Ich werde die Geschichte um Jackaby und Abigail wirklich vermissen und bin froh, dass ich sie entdeckt und gelesen habe.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.12.2019

Anders als erwartet, aber trotzdem wieder super!

TAKEN PRINCESS
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In „Taken Princess“ spielt dieses Mal Wres die Hauptrolle. Er plant eine große Aktion – und trifft dabei unerwartet auf eine Frau, die nicht nur ihn, sondern auch seine Pläne ziemlich durcheinanderbringt. ...

In „Taken Princess“ spielt dieses Mal Wres die Hauptrolle. Er plant eine große Aktion – und trifft dabei unerwartet auf eine Frau, die nicht nur ihn, sondern auch seine Pläne ziemlich durcheinanderbringt. Denn die Prinzessin ist nicht wie andere Frauen …

Ich muss ehrlich sagen – anfangs war ich total verwirrt. Die Geschichte war komplett anders, als ich sie mir vorgestellt hatte. Ich war so gespannt auf Wres' Geschichte, da er mir in Catching Beauty und Hunting Angel schon immer so sympathisch war und ich unbedingt endlich mehr über seine Vergangenheit erfahren wollte, da diese bisher immer ein kleines Rätsel gewesen ist.
Es war wirklich toll, endlich mehr über diesen doch eher schweigsamen und ernsten Charakter zu erfahren, der für mich in den anderen beiden Reihen immer ein kleines Mysterium war. Ich mag Wres immer noch sehr – jetzt vielleicht noch mehr als vorher. Man hat einfach einen noch besseren Einblick bekommen, was genau ihn antreibt, was seine Prinzipien sind, wie seine Moralvorstellung aussieht und wie weit er bereit ist zu gehen. Man erfährt von seinen erbrachten Opfern, seiner Vergangenheit, seinen Wünschen, seinen Gefühlen. Dadurch hat er mehr Tiefe bekommen und es wurde gezeigt, wie komplex seine Persönlichkeit ist.

Mein Problem war wohl auch eher ein bisschen die Prinzessin. Auch jetzt nach dem Beenden des Buches bin ich mir nicht sicher, was ich von ihr halten soll. Sie steckt voller Widersprüche. Saige ist irgendwie ganz anders als Amber und Eden – was ich prinzipiell gut finde, da man so mehr Abwechslung bekommt und nicht immer über total ähnliche Charaktere liest. Sie verbringt ihr Leben von Anfang an ganz anders, steckt bereits tief im kriminellen Milieu und hat sogar eine sadistische Ader. Irgendwie macht sie das total interessant. Gleichzeitig zeigt sie aber auch – vor allem Wres gegenüber – ein völlig anderes Verhalten, eine völlig andere Seite. Und das verwirrt nicht nur den ehemaligen Box-Champion, sondern hat auch mich ab und zu ziemlich verwirrt. Manchmal war sie die knallharte Frau, die über Leichen geht ohne einen Funken Mitgefühl, manchmal hat sie sich benommen wie ein kleines Kind, das noch nichts von der Welt gesehen hat.
Trotzdem war sie irgendwie … ich will nicht sagen sympathisch, aber auf jeden Fall total interessant und faszinierend und es hat mir gefallen, wie sie Wres trotzdem immer die Stirn geboten hat.

Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt super und das Buch lässt sich ebenfalls wie die vorherigen Bände um Crack, Ly und Wres sehr schnell lesen. Außerdem war es wieder extrem spannend und nervenaufreibend und hat einen – wie immer – nicht losgelassen, ehe man nicht auf der letzten Seite angekommen war.
Storytechnisch hat es mich – genauso wie Saige auch – halb wahnsinnig gemacht, dass Wres nie direkt genau erklärt hat, wie und warum er das alles tut. Letztendlich entspricht das ja auch seinem Charakter und dadurch wollte man nur noch mehr weiterlesen, um endlich alles zu erfahren. Das Ende war wieder wirklich fies – Cliffhanger vom Feinsten. Ich bin wahnsinnig gespannt, wie es im zweiten Teil weiter geht!

Das Buch bekommt von mir 4/5 Sterne, da mich die Geschichte wieder völlig in den Bann ziehen konnte und ich vor allem Wres komplexen Charakter, die Einblicke in seine Vergangenheit und seine Gefühlswelt einfach toll fand. Nur am Anfang brauchte ich ein bisschen Zeit, um in die Geschichte hinein zu finden und mich darauf einzulassen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.12.2019

Zuckersüße Weihnachtsgeschichte

Der Weihnachtosaurus
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Dinosaurier und Weihnachten und noch mehr Dinosaurier und noch mehr Weihnachten. Dieses außergewöhnliche, aufregende und magische Weihnachtsfest wird der kleine Junge William bestimmt nie mehr vergessen!

„Der ...

Dinosaurier und Weihnachten und noch mehr Dinosaurier und noch mehr Weihnachten. Dieses außergewöhnliche, aufregende und magische Weihnachtsfest wird der kleine Junge William bestimmt nie mehr vergessen!

„Der Weihnachtosaurus“ ist sowohl von außen, als auch von innen ein einzigartigs, wunderbares und zuckersüßes Werk, das mich wie auf Knopfdruck in Weihnachtsstimmung versetzt hat. Was kann man sich mehr von einem Weihnachtsbuch erhoffen? Nicht nur das Cover ist total niedlich. Besonders auch die unglaublich schönen Illustrationen, die beinahe auf jeder Seite mal in größerer Form, mal nur ganz klein, zu finden waren, haben mich völlig verzaubert.Die Zeichnungen haben nicht nur den Zauber dieser süßen Geschichte visualisiert, sondern auch nochmal verstärkt und unterstrichen. In jedem Bild hat so viel Liebe zum Detail gesteckt – schon allein dafür hat sich das Buch definitiv gelohnt.

Aber das ist natürlich nicht alles. Auch die Geschichte selbst hat mir wahnsinnig gut gefallen. Angefangen von der Kombination aus Weihnachten und Dinosauriern – die bestimmt jedes Kind begeistert – bis hin zu der doch auch sehr emotionalen Geschichte mit eingebauten ernsteren Themen wie Verlust und Einsamkeit, Mobbing, den Umgang mit Behinderung und natürlich, was wirklich wichtig im Leben ist und wie Träume und der Glaube an etwas oder sich selbst, schier Berge versetzen können. Die Botschaft des Buches war einfach toll. In meinen Augen hatte es also definitiv auch einen pädagogischen Wert und dies wurde sehr gut in der Geschichte verpackt. An der ein oder anderen Stelle hatte ich auch Tränen in den Augen und ich habe dann für einen kurzen Moment überlegt, ob das für manche Kinder nicht ein bisschen sehr traurig ist. Aber ich schätze, das muss jeder selbst wissen. Dazu war die Geschichte natürlich auch wundervoll weihnachtlich und hat sich schon allein deswegen (und natürlich durch den für Kinder leicht gehaltenen Schreibstil) sehr schnell lesen lassen. Spannend war es ebenfalls, als es dann vor allem gegen Ende hin ein wenig brenzlig für unsere Protagonisten wurde.

Was mir ebenfalls extrem gut gefallen und mich immer wieder laut zum Lachen gebracht hat, waren die Reime. Die Wichtel am Nordpol sprechen nämlich ausschließlich in Reimen und das war wirklich sehr witzig. Man merkt einfach, wie viel Mühe man sich gegeben hat. Mir persönlich haben auch die ulkigen Namen der Wichtel sehr gefallen.

Auch die Charaktere waren einfach toll. William – ein riesiger Dinosaurier-Fan – und sein Vater, der vermutlich größte Weihnachtsfan der Welt, leben in ihrem skurrilen kleinen Häuschen und versprühen sehr viel Wärme und Herzlichkeit. Ich will nicht allzu viel verraten, aber William hat es durch ein Mädchen nicht sehr leicht in der Schule und ist dementsprechend sehr einsam und traurig. Deswegen wünscht er sich vom Weihnachtsmann einen echten Dinosaurier, auch wenn er nicht glaubt, dass er einen bekommt. Als der Weihnachtosaurus dann aber doch durch ein paar Umstände bei ihm auftaucht, beginnt ein ziemlich turbulentes Abenteuer und es entsteht eine wirklich niedliche und außergewöhnliche Freundschaft.

Für mich hat diese Geschichte alles, was ein weihnachtliches Buch haben sollte und passte damit perfekt in den Dezember. Es war einfach zuckersüß, emotional, spannend und sehr lustig. Die wunderschönen Illustrationen runden das ganze noch zusätzlich ab und da man das Buch wirklich sehr schnell lesen kann, bekommt es definitiv 5/5 Sterne und eine große Leseempfehlung. Und man muss kein Kind sein, um Spaß an dem Buch zu haben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere