Guter Start, flachte dann ab
Morbidly YoursNach einem schweren Verlust in Texas sucht Lark in Galway in Irland einen Neuanfang. Sie hat als Animationsdesignerin dort einen Job und ein kleines Appartment gefunden. Als sie ein Paket mit Leichensäcken ...
Nach einem schweren Verlust in Texas sucht Lark in Galway in Irland einen Neuanfang. Sie hat als Animationsdesignerin dort einen Job und ein kleines Appartment gefunden. Als sie ein Paket mit Leichensäcken vorfindet und sich auf den tatsächlichen Empfänger macht, lernt sie den schüchternen und zurückhaltenden Bestatter Callum kennen. Schnell entwickeln die beiden Sympathien füreinander, es entsteht eine Freundschaft, aus der immer mehr wird.
Ivy Fairbanks Grundidee sowie die Thematisierung von Trauer, Verlust, Neurodivergenz und Demisexualität fand ich sehr gut. Auch den Anfang mochte ich: Ich mochte Larks offene und muntere Art, Callums Humor und den beschwingten Vibe, den die beiden miteinander hatten. Doch je mehr Gefühle entstanden, die vor allem für Lark nicht da sein sollten, desto mehr Distanz entwickelte ich zu den Figuren. Ich konnte beide Figurenentwicklungen nicht nachvollziehen, fand ihre Handlungen nicht passend zu ihren beschriebenen Eigenschaften und empfand sie auch immer unglaubwürdiger. Auch die spicy Szenen konnten mich nicht überzeugen, ich fand sie ganz gut geschrieben, aber gar nicht passend für Lark und Callum.
Der Schreibstil war leicht und munter, allerdings beinhaltete das Buch sehr viele holprige Übersetzungen und aufgrund der Distanz zu den Figuren und der fehlenden Nahbarkeit und nicht nachvollziehbarer Entwicklung, ließ mein Lesefluss immer mehr nach.
An sich eine nette Idee und eine Friends-to-Lover-Geschichte, die stark startete, dann aber immer weiter abgebaut hat.