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Veröffentlicht am 25.03.2020

Wenn Rapunzels, Dornröschens und Schneewittchens Nachfahren die Welt retten...

Märchenfluch, Band 1: Das letzte Dornröschen
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Rezension zu „Märchenfluch (1)- Das letzte Dornröschen“
von Claudia Siegmann

Flo ist 16 Jahre alt und die letzte Nachfahrin von Dornröschen. Wie alle Nachfahren von Märchenfiguren muss sie ein Pflichtjahr ...

Rezension zu „Märchenfluch (1)- Das letzte Dornröschen“
von Claudia Siegmann

Flo ist 16 Jahre alt und die letzte Nachfahrin von Dornröschen. Wie alle Nachfahren von Märchenfiguren muss sie ein Pflichtjahr in einer Agentur ableisten, die es sich zum Ziel gemacht hat, die Menschen vor dunkler Magie zu beschützen.
Flo entdeckt eines Tages plötzlich, dass sie in der Lage ist, Dinge schwarz zu färben und ihre beste Freundin Anna benimmt sich vom einen auf den anderen Tag total seltsam. Zusätzlich treibt sich ein mysteriöser Kidnapper herum, der an seinen Tatorten Rosenblätter hinterlässt. Was erst nach einem Fall für die Polizei aussieht, stellt sich schnell als magisch heraus und ruft Flo und ihre märchenhaften Kollegen auf den Plan.
Zunächst muss ich sagen, dass ich die Idee der Nachfahren der Märchenfiguren grandios finde. Die Charaktere zeichnen sich dadurch aus, dass sie alle ihre Macken haben. Claudia Siegmann erzählt ihre Geschichte fesselnd und zwischendurch auf eine sehr humorvolle Art und Weise.
Zwischendurch wechselt die Sichtweise für kurze Sequenzen und zeigt das Erleben einer bis dato unbekannten Person.
Im Verlauf der Geschichte kommt es zu vielen Geheimnissen und Enthüllungen, die Lust auf mehr machen.
Einige Wendungen kamen für mich zwar weniger überraschend, dennoch hat dies meinem Leseerlebnis keinen Abbruch getan.
Ich bin komplett begeistert und gespannt, wie es weitergeht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.03.2020

Schneewittchens wahre Geschichte...

Die Grimm-Chroniken (Band 1)
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Rezension zu „Die Grimm-Chroniken (1)- Die Apfelprinzessin“
von Maya Shepherd

„Die Apfelprinzessin“ ist der Auftakt der Grimm-Chroniken, einer Serie, welche die wahre Geschichte hinter dem Märchen „Schneewittchen“ ...

Rezension zu „Die Grimm-Chroniken (1)- Die Apfelprinzessin“
von Maya Shepherd

„Die Apfelprinzessin“ ist der Auftakt der Grimm-Chroniken, einer Serie, welche die wahre Geschichte hinter dem Märchen „Schneewittchen“ erzählen soll.
Die Geschichte wird in zwei Zeitsträngen erzählt. Wir folgen zum einen der Mutter Schneewittchens in der Vergangenheit und zum anderen einem Jungen namens Will, der in der Gegenwart lebt. Er ist in einem Heim untergebracht, da ich sein Vater in einer Psychiatrie befindet. Er scheint Wahnvorstellungen zu haben und brabbelt unaufhörlich vom nahenden Weltuntergang.
Als Will von einem seltsamen und ebenfalls verrückten Mann besucht wird, nimmt alles seinen Lauf.
Maya Shepherd lässt den Leser mit ihrem Schreibstil in eine düstere Atmosphäre eintauchen.
Ich hatte zu Beginn meine Probleme mich zurecht zu finden. Das Buch ist nicht sonderlich dick und irgendwie hatte ich aufgrund des Klappentextes etwas anderes erwartet. Dies ist nicht negativ gemeint, ich war beim Lesen und nach dem ersten Perspektivwechsel lediglich etwas überrascht.
Insgesamt hat mir die Geschichte relativ gut gefallen. Allerdings war sie auch schon wieder zu Ende, als ich der Auffassung war, endlich die nötigen Zusammenhänge durchblickt zu haben und Zugang zu den Charakteren bekommen zu haben.
Ich werde die Grimm- Chroniken auf jeden Fall weiter lesen, um noch tiefer ins Geschehen einzutauchen.
Stand jetzt gibt es für Band 1 3 Sterne von mir.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.03.2020

Es wird ernst für die Freunde aus der Duftapotheke

Die Duftapotheke (4). Das Turnier der tausend Talente
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Rezension zu „Die Duftapotheke (4)- Das Turnier der tausend Talente“
von Anna Ruhe

In Band vier verschlägt es Luzie und ihre Freunde nach England. Dort hat Elodie de Richemont zum Turnier der Tausend ...

Rezension zu „Die Duftapotheke (4)- Das Turnier der tausend Talente“
von Anna Ruhe

In Band vier verschlägt es Luzie und ihre Freunde nach England. Dort hat Elodie de Richemont zum Turnier der Tausend Talente eingeladen, um den Plan ihres Vaters zu vollenden.
Daan, Wilhelm und sein Enkel Edgar sind ebenfalls mit von der Partie, um die Kinder zu unterstützen. Kurz nach Beginn des Turniers stellt sich heraus, dass nicht mit fairen Karten gespielt wird. Was als Spiel begann wird schnell zum Überlebenskampf und Luzie muss sich die Frage stellen, wem sie noch vertrauen kann.
Band vier der Duftapotheke ist spannender, denn je. Die Atmosphäre ist von Beginn an düster. Der Gegner sind, wie im Band zuvor auch, die De Richemonts und die Bessergeborenen.
Im Buch wird immer wieder thematisiert, dass alle Menschen den gleichen Wert haben und sich niemand als „bessergeboren“ bezeichnen sollte.
Was mir besonders gut gefallen hat ist, dass sich die Figuren alle weiterentwickelt haben. Besonders die Kinder sind gereift. Sie haben feste Überzeugungen und sind bereit für ihre Prinzipien einzustehen.
Die Duftapotheke ist ein magischer und faszinierender Ort, an den man als Leser immer wieder gerne zurückkehrt. Auch, wenn nach diesem Buch nichts mehr so sein wird, wie zuvor.
Anna Ruhe hat es wieder geschafft, mich von der ersten Seite an in ihren Bann zu ziehen. Der Spannungsbogen spitzt sich in Verlauf immer weiter zu und entlädt sich in einem Showdown, der eine riesen Überraschung mit sich bringt…
Ich gebe Band vier der Duftapotheke 5 Sterne und hoffe, die Wartezeit bis zum fünften Buch geht schnell vorüber!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.02.2020

Blut ist nicht immer dicker, als Wasser...

Familie ist, wenn man trotzdem liebt
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„Familie ist, wenn man trotzdem liebt“ von Susan Mallery
Natalie ist eine junge Künstlerin, die sich nach dem Tod ihrer Mutter ein neues Leben in der Kleinstadt Happily Inc aufgebaut hat. Gemeinsam mit ...

„Familie ist, wenn man trotzdem liebt“ von Susan Mallery
Natalie ist eine junge Künstlerin, die sich nach dem Tod ihrer Mutter ein neues Leben in der Kleinstadt Happily Inc aufgebaut hat. Gemeinsam mit den Mitchell-Brüdern arbeitet sie in einer Galerie.
Eines Tages begibt sie sich mit ihrem in die Jahre gekommenen Auto in die Berge, um dort Ronan Mitchell zu besuchen. Jedoch kommt es in Folge eines Unwetters dazu, dass ihr Wagen von einer Schlammlawine fortgespült wird und sie vorerst bei Ronan festsitzt.
Mit der Zeit kommen sich die beiden näher und Natalie bekommt Einblicke hinter Ronans Fassade…
Susan Mallery hat mit Happily Inc eine weitere charmante Kleinstadt geschaffen. Zwar geht es hier ein wenig anonymer zu, als in Fools Gold, die Bewohner sind aber nicht minder sympathisch.
Natalie ist eine akribisch arbeitende, scharfsinnige junge Frau, die weiß, was sie vom Leben will. Zudem trägt sie ihr Herz auf der Zunge und will für die Menschen, die ihr am Herzen liegen stets das Beste.
Ronan dagegen ist zurückgezogen und hadert mit sich selbst, seiner Familie und seinem Schicksal. Er ist extrem stur, hat aber durchaus auch eine sensible Seite.
Zwischen ihm und Natalie fliegen die Funken und die Chemie stimmt einfach.
Jedoch muss einer von beiden erst aufhören, sich selbst und seinem Glück im Weg zu stehen, bevor so etwas, wie ein Happy End auch nur in Sichtweite gelangt.
Suasn Mallerys humorvolle Wiese zu erzählen sorgt einfach dafür, dass die Seiten nur so fliegen. Ich hatte eine großartige Zeit in Happily Inc!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.02.2020

Diese Buch hat mein Herz gebrochen und doch habe ich jede Seite geliebt!

Faded - Dieser eine Moment
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Jeder, der dieses Buch in der Erwartung eines typischen „Rockstar-Romans“ beginnt, wird schnell feststellen, dass er ziemlich falsch liegt. Diese Geschichte ist so viel mehr.
Alles beginnt damit, dass ...

Jeder, der dieses Buch in der Erwartung eines typischen „Rockstar-Romans“ beginnt, wird schnell feststellen, dass er ziemlich falsch liegt. Diese Geschichte ist so viel mehr.
Alles beginnt damit, dass Felicity mit einem gefälschten Ausweis und einer alten Gitarre nach Nashville kommt. Dort will sie einen Neubeginn wagen, weit weg von ihrer Vergangenheit.
Während sie dabei ist, lernt sie Ryder kennen. Zuerst versucht Felicity sich gegen seine Anziehungskraft zu wehren, doch es misslingt ihr zunehmend, je näher er ihr kommt…
Um Spoiler zu vermeiden gehe ich an dieser Stelle nicht weiter auf den Inhalt ein.
„Faded“ überzeugt vor allem durch seine ausdrucksstarken Charaktere.
Es ist von Anfang an klar, dass Felicity auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit ist. Sie besorgt sich mit Hilfe eines falschen Ausweises einen Job als Kellnerin. Schnell wird klar, dass sie ihre eigenen Prinzipien vertritt und in der Lage ist, sich durchzusetzen. Sie gehört definitiv nicht in die Kategorie „passive, zurückhaltende Protagonistin“.
Zudem spielt Musik in ihrem Leben eine wichtige Rolle. Sie schreibt eigene Songs und singt, wenn niemand zuhört. Ihre Musik gehört nur ihr alleine und sie hegt keinerlei Ambitionen, in irgendeiner Weise Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
Als sie auf Ryder trifft, spürt man als Leser sofort, dass sich zwischen den beiden etwas anbahnt, das besonders ist. Auch, wenn er das komplette Gegenteil von ihr ist, scheint es, als schlügen ihre Herzen im gleichen Rhythmus.
Ryder lebt für die Musik. Er hat den Traum, es eines Tages an die Spitze der Charts zu schaffen. Als er Felicity kennenlernt, scheint es, als müsse er sich zwischen ihr und der Musik entscheiden…
Durch ihre ehrliche und authentische Darstellung war es unglaublich leicht, sich in Felicity und Ryder hinein zu versetzen.
Die Intensität ihrer Gefühle für einander zusammen mit ihrer inneren Zerrissenheit war so greifbar, dass sie mich mitten ins Herz trafen. Ich habe mir beim Lesen sehnlichst gewünscht, dass sich alle Probleme aus der Welt schaffen lassen und, dass die beiden ihr Happy End bekommen. Wäre dies der Fall gewesen, hätte die Geschichte ein schnelles Ende gefunden und ich hätte die Intensität, die dieses Buch in sich trägt niemals erlebt.
„Faded“ ist wie ein Sturm, der unaufhaltsam auf den Leser zu rast und ihn erbarmungslos mit sich reißt. Ich war machtlos gegen das Inferno an Emotionen, die auf mich einprasselten. Es gab Momente, in denen ich mit den beiden lachte und die Leichtigkeit eines Augenblicks genoss. Dann wiederum gab es Sequenzen, in denen es mir das Herz zerriss. Es tat weh, die Tragik und die Ausweglosigkeit der Lage, in der sich die beiden befanden zu ertragen. Und trotz dieser Traurigkeit konnte ich absolut verstehen, warum es so passieren musste. Dies waren die Momente, in denen ich innehalten und nach meinem Taschentuch greifen musste.
Julie Johnson hat ein Händchen dafür, dem Leser Hoffnung zu schenken, denn die hatte ich. Bis mein Herz auf den letzten 50 Seiten vollends zerschmettert wurde.
Noch immer bin ich gebannt von dem, was ich gelesen habe. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal in einem New-Adult Buch so viel beim Lesen erlebt habe. Ich weiß nicht, wann ich jemals in diesem Genre die Charaktere als so ehrlich empfunden habe. Meist haben Bücher diesen Genres einen immer gleichen Spannungsbogen. Hier dagegen ist es ein ständiges auf und ab. Man ist sich bis fast zum Schluss nicht vollkommen sicher, was am Ende auf einen warten wird. In der Regel rolle ich die Augen über das meist hausgemachte Drama in diesen Büchern. Hier jedoch hatte ich vollstes Verständnis für die Entscheidungen der Protas und bin mir ziemlich sicher, dass ich auch so gehandelt hätte.
Ich glaube, ich werde in Gedanken noch eine ganze Weile bei Felicity und Ryder sein.
Abschließend darf ich nicht vergessen zu erwähnen, wie authentisch die Autorin das Show- Business mitsamt seinen Gefahren und Tücken dargestellt hat.
Am Ende stellt sich die Frage, wie viel Ruhm wert ist, wenn der Preis ist, sich selbst und die Liebe seines Lebens zu verlieren.
Ich blicke Teil zwei hoffnungsvoll entgegen. Bis dahin dürfte ich auch alle Splitter meines armen Herzens wieder eingesammelt haben.
Selbstredend gibt es 5 Sterne von mir.

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