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Veröffentlicht am 21.08.2019

Furchtbar

Das Girlfriend-Experiment
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Dieses Buch ist das erste mit dem ich Probleme hatte.
Es war am Anfang unheimlich schwer die Willenskraft aufzubringen, nicht aufzuhören. Die ersten Kapitel sind so anders als meine Erwartung sie gezeichnet ...

Dieses Buch ist das erste mit dem ich Probleme hatte.
Es war am Anfang unheimlich schwer die Willenskraft aufzubringen, nicht aufzuhören. Die ersten Kapitel sind so anders als meine Erwartung sie gezeichnet hatte. Die Handlung braucht unheimlich lang um zu dem Punkt zu kommen, an dem das Projekt "Girlfriend-Experiment" (GX) überhaupt eine Rolle spielt. Zuvor wird eigentlich Mary Parson als Person auseinandergenommen. Und wenn ich auseinander genommen sage, meine ich das genau so.
Sie offenbart ihre körperlichen Gebrechen (die sie mit esoterischen Behandlungen zu heilen versucht), ihre Vergangenheit und ihr bemitleidenswertes Leben.
Wenn GX auftaucht hat man schon ein 6-tel des Buches gelesen. Bis dann das Experiment tatsächlich beginnt, ist der erste Teil schon vorbei.
Der zweite Teil ist eine Aneinanderreihung von fragwürdigen Treffen, Dialogen und unglaubwürdigen Szenen aus dem Privatleben von Mary.
Ab hier war das Buch für mich nicht nur schwer zu lesen sondern auch fragwürdig.
Dass im zweiten und dritten Teil nicht nur Marys Perspektive erzählt wird, sondern dann plötzlich auch noch die von dem Schauspieler, seinem Assistenten Matheson und anderen Experimentteilnehmern, hat den Rahmen gesprengt.
Wenn man bedenkt, dass nicht nur das GX an sich sehr verstörend und verwirrend ist, sondern Mary mittendrin auch noch versucht ihre Vergangenheit und ihre Probleme zu entschlüsseln
Auf der einen Seite war es erfrischend ein Buch zu lesen, in dem die Sprache anspruchsvoller ist. Gleichzeitig war es aber auch sehr unschön.
Die Dialoge waren am Schwersten. Dadurch, dass die wörtliche Rede nicht angedeutet wird (durch Anführungszeichen oder sonstiges), sondern nur kursiv geschrieben ist, und kein Hinweis vorhanden ist, wer jetzt spricht, war es sehr anstrengend zu lesen; an manchen Stellen haben sich die Sätze mehreren Personen zuordnen lassen. Man war also vollkommen überfordert, wenn es darum ging, Dialoge nachzuvollziehen.
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Zusammenfassend kann ich sagen, dass das Buch in einem gehobenen Schreibstil (für den Freizeitleser: anstrengendem Schreibstil) geschrieben ist, speziellen Inhalt hat und mich davon abhält, Bücher zu kaufen/zu lesen, die sich mit diesen Themen befassen.