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Veröffentlicht am 02.06.2020

gut für zwischendurch, aber schnell wieder vergessen

Strandkorbliebe
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Strandkorbliebe ist ein leichter und schnell gelesener Roman, der mit gemütlichen Handlungsorten und sympathischen Protagonisten punktet.

Ich konnte an diesem besonders die deutschen Handlungsorte wertschätzen, ...

Strandkorbliebe ist ein leichter und schnell gelesener Roman, der mit gemütlichen Handlungsorten und sympathischen Protagonisten punktet.

Ich konnte an diesem besonders die deutschen Handlungsorte wertschätzen, gerade weil die meisten Romane, die ich sonst lese in Amerika oder England spielen. Die Handlungsorte haben bei mir gleichermaßen Urlaubsfeeling ausgelöst (einfach weil ich aus Thüringen komme): das tiefste Bayern mit seinen Bergen und Norderney mit den traumhaften Küsten und inseltypischen Bungalows.

Leider konnte mich der Roman an sich nicht begeistern, da hat mir einfach das Drama gefehlt. Es gab zwar einen kleinen Plottwist, dieser stand aber in keinem Vergleich zu den Plottwists, mit denen ich es normalerweise zu tun habe. Schlecht war es deshalb aber auf keinen Fall. Es hat mir "nicht nicht gefallen", dass man schnell lesen konnte, nicht emotional belastet wurde und nicht im Nachgang an das Buch denken muss. Solche Bücher gibt es viel zu selten - werden aber genauso selten gesucht.

Um das Buch empfehlen zu können, ist es mir zu kurz, zu oberflächlich und greift keine wichtigen Themen auf. Es entspannt, keine Frage, auch weil die Protagonisten nicht "nerven", hat aber keinerlei Nachwirkungen, außer dass ich vielleicht Lust auf einen Strandurlaub hätte. Die Begeisterung, die mich dazu verleiten würde, andere Werke der Autorin zu lesen, fehlt schlicht und einfach. Da kann selbst der vollkommen ordnungsgemäße Schreibstil nicht viel dran rütteln.

Dieses Buch ist glaube ich eher für ältere Herrschaften geeignet oder Personen, die auf der Suche nach einem Langeweileschinder sind.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.05.2020

Helena Hunting hat´s drauf.

HOPE
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Wenn man die äußeren Umstände des Buches sieht, ist man zuerst etwas überrascht. Ich habe schon ein paar Bücher gelesen, in denen die Protagonisten einen größeren Altersunterschied hatte. Ein paar waren ...

Wenn man die äußeren Umstände des Buches sieht, ist man zuerst etwas überrascht. Ich habe schon ein paar Bücher gelesen, in denen die Protagonisten einen größeren Altersunterschied hatte. Ein paar waren dramatisch angelegt, andere regelrecht versaut. Ich habe aber noch nie ein Buch mit diesen Umständen gelesen, dass so witzig geschrieben ist. Es gab einige Stellen an denen ich mich vor Lachen nicht mehr eingekriegt habe. Gleichzeitig gab es aber mindestens genauso viele Stellen, bei denen ich mich wegen meines roten Kopfes tiefer unter meiner Decke vergraben habe - an Feuer hat´s also auch nicht gefehlt.
An Drama habe ich auch nicht vermisst; einige Entwicklungen hatten eine weniger intensive Wirkung, weil man sich im Hinterkopf schon gedacht hat, dass das noch nicht erledigt ist oder man durch die vorherigen Kapitel aus der Sicht des männlichen Protagonisten (Griffin) wusste, dass es nicht stimmen kann. Andere Szenen haben dafür kurz den Atem stocken lassen, weil sie so unerwartet waren und man sich fast schon selbst betroffen gefühlt hat, weil Griffin und Cosy so real und greifbar sind.
Vielleicht ist das Cover nicht super geeignet, weil die Frau auf dem Bild einfach nicht wie 22 aussieht. Sieht eher nach 40 aus. Wäre ja schon gut, wenn die Beschreibungen wenigstens ansatzweise im Cover auftauchen, wenn schon Personen abgebildet sind.
Ich habe es wirklich genossen, in die Mills Reihe nochmal einzutauchen, auch wenn man von den Protagonisten der vorherigen Bände nur einen kurzen Blick erhaschen konnte. An manchen Stellen hätte ich mir mehr von ihnen gewünscht, einfach weil sie mir so ans Herz gewachsen sind, aber das sind Cosy und Griffin ja auch.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.05.2020

sehr enttäuschend

Die Pan-Trilogie 1: Das geheime Vermächtnis des Pan
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Die ersten Seiten des Buches geben eine hervorragenden Situation vor, die echt Bock macht weiter zu lesen. Das war wahrscheinlich auch der Grund, warum ich das Buch hoffnungsvoll zu Ende gelesen habe. ...

Die ersten Seiten des Buches geben eine hervorragenden Situation vor, die echt Bock macht weiter zu lesen. Das war wahrscheinlich auch der Grund, warum ich das Buch hoffnungsvoll zu Ende gelesen habe. Ich hatte nach den ersten 50 Seiten eine Pause eingelegt und dann ist das Buch irgendwie in Vergessenheit geraten. Die Anfangssituation ist mir aber so im Gedächtnis geblieben, dass ich es einfach nochmal versuchen musste. Ich meine, eine Verwechslung zwischen zwei Mädchen, wobei eine als Retterin und gleichzeitig zukünftige Ehefrau vorbestimmt ist, die dann aber alles andere als den Erwartungen entspricht und leider die andere geküsst wurde… Das ist einfach genau mein Buch. Das hatte schon in den ersten Seiten das richtige Maß an Drama, was ich mir für das Buch vorgestellt habe.
Leider waren aber die ersten Seiten keine Maßstab für den Rest des Buches. Dieser bestand eigentlich nur immer wieder aus dem Gleichen. Er versucht seinen Fehler vom Anfang auszubügeln und sich ihr Vertrauen zu sichern, was aber komplett ohne Drama und ohne richtigen Kampf um ihre Gunst abläuft und mich an eine flache, sehr flache Highschoolromance erinnert hat; sie entdeckt langsam, dass sie Zugang zu einer anderen Welt hat, was aber wiederum ohne Spannung passiert. Da waren im ganzen Buch (ausgenommen die letzten 50 Seiten) keine Erlebnisse oder Ereignisse, die die Handlung auch nur ansatzweise spannend gemacht haben. (Selbst die letzen Seiten waren da ein Fail, obwohl es da einen Ausflug in die andere Welt gab. Ich kann noch nicht mal sagen, ob es an der flachen Gestaltung der Handlung lag, die selbst in der Situation wenig Raum für Drama/Action gelassen hat oder ob der Schreibstil hier einfach keine Emotionen übertragen oder Spannung aufbauen konnte. ) Das ist so unfassbar schade, weil es durch die Anfangssituation so viele mögliche Handlungsverläufe gegeben hat. Diese Vorbestimmung wurde einfach garnicht mehr thematisiert, geknistert hat es zwischen ihm und ihr auch nicht und zusätzlich ist sie irgendwie in jemanden anderen verliebt. Das eigentliche Problem, warum sie zur Retterin vorbestimmt ist, wurde auch nur am Rande angesprochen… Scheint so, als wäre das mögliche Pensum an Dram und Spannung auf den ersten Seiten verpulvert worden. Na super.
Jetzt bereue ich es echt mich durch dieses Buch gequält zu haben. Gut möglich, dass es in den Folgebänden spannender und interessanter zugeht, hier war das aber definitiv nicht der Fall. Da werde ich mir die Folgebände nicht antun.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.05.2020

Potenzial zum Jahreshighlight wäre da nicht das Ende

Forever Free - San Teresa University
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Forever Free erzählt von Selbstfindung und einer sich langsam entwickelnde Liebesbeziehung, die im Laufe der Handlung getestet wird. Generell passiert fast alles an diesem Buch in einem gemütlichen Tempo. ...

Forever Free erzählt von Selbstfindung und einer sich langsam entwickelnde Liebesbeziehung, die im Laufe der Handlung getestet wird. Generell passiert fast alles an diesem Buch in einem gemütlichen Tempo. Diese Schritt-für-Schritt-, manchmal sogar „Ein Schritt vor, zwei Schritte zurück“- Entwicklung spiegelt sich in jedem Aspekt der Handlung und Charaktere wider. Das hat es manchmal schwer gemacht überrascht zu werden, weil man die meisten Dinge einfach erwartet hat. Langweilig war es deswegen aber auf keinen Fall, denn es gab immer wieder Szenen bei denen ich herzlich gelacht, vor Aufregung gebibbert und wegen heißen Wangen kurz unterbrechen musste. Das zeugt auch von dem wirklich guten Schreibstil. Es fiel schwer, das Buch aus der Hand zu legen, einmal weil es sich so schön und flüßig lesen lassen hat, aber auch weil sich mit den ersten Seiten eine Wohlfühlatmosphäre verbreitet hat. Nicht nur wegen dem traumhaften Handlungsort, sondern vor allem wegen weiteren Charakteren wie Kate , April und Tyler. Besonders Kate ist mir mit ihrer gut gelaunten Art und positiven Einstellung im Laufe des Buches ans Herz gewachsen. Definitiv werde ich deswegen Forever Mine, den zweiten Band der Reihe, der sich um Kate dreht, lesen.
Meine Begeisterung für das Buch hat mit dem Ende leider einen kleinen Dämpfer bekommen. Gerade weil alles in diesem Buch so Schritt-für-Schritt ist, bin ich davon ausgegangen, dass die letzen 20 % der Handlung genauso werden. Man hat vorher schon gemerkt, dass immer mal wieder so kleine aber für mich als Leser wichtige Ereignisse etwas übergangen wurden und deshalb spätere Entwicklungen als teilweise fragwürdig, nicht wirklich passend und schwer nachvollziehbar erschienen.
Auch geht in den letzten 30-50 Seiten noch eine Riesenbombe hoch. Dieser Plottwist hat mir ganz schöne Bauchschmerzen bereitet. Einerseits weil ein Happy-End doch nicht mehr die einzige Ausgangsmöglichkeit zu sein scheint und nochmal richtig Spannung aufkam. Andererseits weil wegen den wenigen verbleibenden Seiten Zweifel aufkamen, ob die Handlung überhaupt gekonnt fertig geführt werden kann. Diese Zweifel haben sich auch leider bewahrheitet, denn plötzlich war nichts mehr Schritt-für-Schritt. Das Ende, was für mich normalerweise bedeutet, dass meine offenen Fragen Antworten finden und ich mit einem Lächeln das Buch schließe, gab es hier in dieser Form nicht. Der Plottwist, der es eigentlich zwingend gemacht hat, dass das Klärungsgespräch/Ende viel detaillierter ausfällt, wurde nicht bedient und wirklich fertiggeführt.
Sehr schade, weil das Buch echt Potenzial zum Jahres- oder zumindest Monatshighlight hatte.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 23.04.2020

teils lustige, abwechslungsreiche Perspektiven, aber echt langatmig

Chilling Adventures of Sabrina: Tochter des Chaos
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Ich bin in dieses Buch eingestiegen, ohne die Serie gesehen oder den vorherigen Band gelesen zu haben. Es wäre also komplett logisch, wenn ich Probleme mit dem Einstieg hätte. Dass ich verwirrt bin, was ...

Ich bin in dieses Buch eingestiegen, ohne die Serie gesehen oder den vorherigen Band gelesen zu haben. Es wäre also komplett logisch, wenn ich Probleme mit dem Einstieg hätte. Dass ich verwirrt bin, was die Figurenkonstellation angeht, dass ich mich mit den Begriffen aus der Welt der Hexen schwer tue... all das war nicht der Fall. Der Einstieg ist schnell gelungen und ohne Probleme.
Trotzdem habe ich das Buch immer wieder weg legen müssen. Nicht, weil ich es nicht verstanden oder ich Probleme mit dem Schreibstil hatte. Der Schreibstil war sehr explizit und beschreibend und ich hatte auch fast sofort ein jeweiliges Bild der Figuren vor Augen. Nein, der Grund warum ich nie mehr als 30 Seiten am Stück lesen konnte, war die fehlende Spannung.
Achtung, Spoiler!
Mindestens die Hälfte des Buches dreht sich eigentlich nur um die Dreiecksbeziehung zwischen Sabrina (Hexe), ihrem Exfreund Harvey (Sterblicher aus einer Hexenjägerfamilie) und Nick (Sabrinas Verehrer, Hexer). Das ist auch völlig ok, gerade auch, weil das im Klappentext wirklich deutlich rauskommt. Anfangs empfand ich dieses Dreiecksding auch als ansprechend, gerade auch wegen der ungewöhnlichen "Verbindung" zwischen Nick und Harvey. Die Situation an sich, dass Nick Harvey um Tipps bittet, wie er bei Sabrina landen kann, obwohl Harvey über die Trennung noch nicht hinweg ist, ist an sich ja schon amüsant. Wenn man das Piesacken der beiden dann noch mit beachtet, hat man ein paar echt lustige Szenen. Diese gute Chemie bleibt zwar nicht das ganze Buch über bestehen, trotzdem war das ein großer Pluspunkt. da habe ich mich gut unterhalten gefühlt.
Dafür, dass das Buch fast 500 Seiten hat, sind 250 Seiten, die sich um eine Dreiecksbeziehung drehen und sonst nichts anderes passiert (kein Verrat, kein Betrug, kein Geheimnis, keine intimen Szenen), dann aber doch echt viel. Man hat zwar immer mal unterschwellig gemerkt, dass sich da irgendwas hexenbezogenes anbahnt, trotzdem haben die 250 Seiten mich nicht im geringsten gespannt fühlen lassen.
Abwechslung haben die verschiedenen Perspektiven gebracht. Ich war ja eigentlich nicht begeistert, als ich gemerkt habe, dass die Perspektiven nicht nur zwischen den Protagonisten immer wieder wechseln. Ich habe mich regelrecht gefürchtet, dass durch die vielen Perspektiven, keine richtig ausgearbeitet ist und zu viele Sprünge stattfinden. Das war dann aber nicht der Fall (wieder ein großer Pluspunkt).
In meinem Fall hat sich meine Unwissenheit, da bin ich mir sicher, sehr zugunsten des Buches ausgewirkt. Die Seiten, die ich lesen musste, um überhaupt das Grundgerüst des Buches/der Handlung/der Charakterkonstellation zu verstehen, haben die fehlende Spannung ganz schön unscheinbar werden lassen. In letzten hundert Seiten war dann zwar nochmal Spannung und etwas Action, aber das macht auf keinen Fall die vorherigen 350 Seiten ohne Spannung wieder gut. Dafür dass das Buch in einer Welt spielt, in der es Hexen gibt, wird für mich der magische Teil in diesem Buch sehr unbefriedigend behandelt, nämlich fast garnicht. Eigentlich hätte es auch in der normalen Welt ohne Hexerei und Magie spielen können.
Letztendlich habe ich im Durchschnitt keine 2 Abende für das Buch gebraucht, sondern an die 20. Ich bin zwar drangeblieben, obwohl es zum Ende hin echt verdammt schwierig wurde, wäre ich aber wahrscheinlich nicht, wenn das nicht der einzige Lesestoff gewesen wäre, den ich momentan zur Verfügung gehabt hätte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere