Etwas anstrengend zu lesen
EDEN - Wenn das Sterben beginntEin neues KI-Programm schlägt Alarm: Binnen Monaten droht eine globale Megakrise. Und die ersten Anzeichen sind bereits da. Vor den Augen der Meeresbiologin Sarah Keller und des Influencers Linus Strand ...
Ein neues KI-Programm schlägt Alarm: Binnen Monaten droht eine globale Megakrise. Und die ersten Anzeichen sind bereits da. Vor den Augen der Meeresbiologin Sarah Keller und des Influencers Linus Strand attackiert während eines Tauchausfluges ein Riesenkalmar einen Walhai, um dann selbst von einem Pottwal in Stücke gerissen zu werden. In Triest treiben Schwärme toter Fische, im Amazonas verdorrt der Boden. Sarah und Linus machen die Warnungen publik - und werden damit zur Zielscheibe mächtiger Gegenspieler.
Mit "Eden - Wenn das Sterben beginnt" hat Marc Elsberg einen sehr umfangreichen Umweltthriller geschaffen. Umfangreich nicht nur von der Seitenzahl her, sondern auch vom Inhalt. Der Autor jongliert mit politischen, wirtschaftlichen und umweltschutzrelevanten Zusammenhängen, Interessen und daraus resultierenden Spannungen. Hier merkt man deutlich, welch immense Recherchearbeit hinter diesem Buch steckt. Dieses Hintergrundwissen vermittelt er gut verständlich und packt dies in eine Handlung, die spannend ist und schockiert. Dabei läßt er Charaktere agieren, die sehr sympathisch sind und vor allem Linus hat mich oft zum Lachen gebracht. Seine zunächst naive Art und das Geplänkel mit Sarah sind einfach herrlich. Die Kapitel sind durchweg recht kurz gehalten, was Vor- und Nachteile hat. Einerseits kann man immer mal wieder noch kurz etwas lesen und das Buch wird abwechslungsreich, andererseits muß man jedoch auch sehr aufpassen, wo und mit welcher Charaktere man nun unterwegs ist. Ein weiteres Manko ist die sich ab Buchmitte sehr zum Actionthriller ändernde Handlung. Umweltgeschehen rückt gegen Verfolgungen und Schießereien in den Hintergrund. Das war sehr schade und hat mich letztlich etwas enttäuscht.