Profilbild von tigerbea

tigerbea

Lesejury Star
offline

tigerbea ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit tigerbea über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.02.2026

Etwas zu dick aufgetragen

Das Sturmhaus
0

Im Jahr 1954 kauft Mila ein Haus in Cornwall. Dort will sie mit ihrer herrischen Mutter Magda und ihrer kleinen Tochter Janey ein neues Leben beginnen. Das Haus ist alt und renovierungsbedürftig. Schon ...

Im Jahr 1954 kauft Mila ein Haus in Cornwall. Dort will sie mit ihrer herrischen Mutter Magda und ihrer kleinen Tochter Janey ein neues Leben beginnen. Das Haus ist alt und renovierungsbedürftig. Schon bald bemerken die Frauen, daß sich auf ihrem Anwesen ein Fremder eingenistet hat. Er stellt sich als Jack Lord vor und vereinbart mit Mila, daß er ihr bei der Renovierung hilft. Verwundert beobachtet sie, daß die kleine Janey sofort Zutrauen zu dem Fremden faßt. Bei den Dorfbewohnern hält sich sehr hartnäckig das Gerücht, daß auf Milas Haus ein Fluch liegt, doch Genaueres will ihr keiner erzählen. Tatsächlich verhält Janey sich plötzlich ungewöhnlich und Mila hat das Gefühl, daß auch Jack ihr etwas verschweigt...

Jane Johnson verarbeitet in ihrem Roman "Das Sturmhaus" die uralten Sagen und Mythen ihrer Heimat Cornwall zu einer geheimnisvollen Geschichte. Sie beschreibt darin die unterschiedlichen Frauen so präzise, daß man die Stimmung zwischen ihnen knistern hört. Die unsichere Mila kämpft gegen ihre kalte Mutter und hat doch nur einen Wunsch: Ihre Zuneigung und Anerkennung. Dazwischen steht die kleine Janey, die mir manchmal ein bisschen zu selbstbewusst erscheint und etwas nervig wird. Die Handlung ist durch die alten Legenden spannend, obwohl die Autorin zum Ende hin etwas übertrieben hat. Zu viele haarsträubende Geschichten machen manchmal die Handlung unglaubwürdig. Weniger ist eben manchmal mehr!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.01.2026

20. Jubiläum

Ostfriesenerbe
0

Radio Nordseewelle meldet den Fund zweier Frauenleichen - und Norden dreht durch! Da die Leichen im Teemuseum und im Krimimuseum gefunden wurden, ist schnell ein Name für den Mörder gefunden: Der Museumsmörder. ...

Radio Nordseewelle meldet den Fund zweier Frauenleichen - und Norden dreht durch! Da die Leichen im Teemuseum und im Krimimuseum gefunden wurden, ist schnell ein Name für den Mörder gefunden: Der Museumsmörder. Beide Frauen waren Erben eines beträchtlichen Vermögens. Jedoch hatte das letzte Mordopfer den Zugang zum Schatz an Ann Kathrin Klaasen übergeben, die nun selbst in Lebensgefahr schwebt!

Mit "Ostfriesenerbe" feiert Klaus-Peter Wolf nun das 20. Jubiläum dieser herausragenden Serie. Die Qualität hat im Laufe der Jahre überhaupt nicht gelitten! Es ist spannend wie eh und je. Die Charaktere der Norder Dienststelle sind mir mittlerweile so vertraut, daß ich mich jedesmal freue, wieder an ihrer Seite ermitteln zu dürfen. Privates und Kriminalfall sind hier sehr ausgewogen und das Private macht die Charaktere sehr sympathisch. Sie werden lebendig, wirken glaubwürdig und gehören zu dieser Serie wie Marzipan von Café ten Café. Auch das Cafe und sein Besitzer spielen hier wieder eine Rolle, genau wie andere real existierende Örtlichkeiten in Norden. Dies macht für mich den Reiz dieser Serie aus - sie spielt nicht an einem Fantasieort, sondern dort, wo ich mich ebenfalls sehr gut auskenne. Der Wiedererkennungswert ist immer sehr hoch. Einziger Wermutstropfen war für mich diesmal die Begegnung mit Dr. Sommerfeld, den ich bereits in seiner eigenen Serie sehr unsympathisch finde. Zum Glück war es nur ein kurzes Gastspiel von ihm! Auch wenn dieses Buch über eine ordentliche Seitenanzahl verfügt, hatte ich es im Nu ausgelesen, was natürlich an der Spannung lag, aber auch an dem eingängigen Schreibstil von Klaus-Peter Wolf! Ich kann nur noch sagen: Herr Wolf, auf die nächsten zehn Bände! Damit auch das 30. Jubiläum gefeiert werden kann! Ich wäre jedenfalls sehr gern dabei!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.01.2026

Zum Schluß wird es skurril

Die Besucher
0

Eve und ihre Lebensgefährtin Charlie haben ein altes, einsam gelegenes und renovierungsbedürftiges Haus gekauft. Eines Abends, als Eve allein im Haus ist, klingelt es und ein Mann mit seiner Frau und den ...

Eve und ihre Lebensgefährtin Charlie haben ein altes, einsam gelegenes und renovierungsbedürftiges Haus gekauft. Eines Abends, als Eve allein im Haus ist, klingelt es und ein Mann mit seiner Frau und den drei Kindern steht vor der Tür und bittet darum, daß sie sich im Haus umsehen dürfen. Er hätte in seiner Kindheit dort gewohnt. Nach einigem zögern gibt Eve der Bitte nach. Sie ahnt nicht, was sie damit herauf beschwört!

"Die Besucher" von Marcus Kliewer hat mich zunächst begeistert. Die Handlung rund um die aufdringliche Familie ist durchaus spannend. Man fragt sich genau wie Eve, wann sie endlich wieder gehen. Die Spannung wird jedoch leider immer wieder durch Einschübe von Dokumenten unterbrochen, die bei mir Langeweile erzeugten. Auch die Charaktere blieben mir fremd. Eve war mir zu naiv, die Familie zu aufdringlich und dreist und Charlie war kaum anwesend. Spannende Details flackern immer wieder auf, wenn sich im Haus etwas unnatürlich verändert. Dies ist gruselig, ebenso wie die ständigen Geräusche und der Mann im alten Haus. Bei ihm hat mich gestört, daß seine Erscheinung nie aufgeklärt wurde. Dies ist auch nicht die einzige Frage, die offen blieb, was mich am Ende gestört hat. Überhaupt fand ich das Ende sehr skurril und nicht zufriedenstellend. Es blieben zu viele Fragen offen. Mich hätte da noch so einiges interessiert. Insgesamt kann man das Buch gut lesen, wenn man sich nicht daran stört, daß zum Schluß noch viele Fragezeichen übrig bleiben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.01.2026

Petri Heil für Tischler und Fink

Prost, auf die Fischer
0

Die Brunngrieser Polizei macht einen Betriebsausflug. Luise hat dazu eine Wanderung mit Picknick zum Frillensee geplant. Dort angekommen erwartet das Team jedoch eine böse Überraschung. Der Fischer Harald ...

Die Brunngrieser Polizei macht einen Betriebsausflug. Luise hat dazu eine Wanderung mit Picknick zum Frillensee geplant. Dort angekommen erwartet das Team jedoch eine böse Überraschung. Der Fischer Harald Lorenz liegt eingewickelt in einem Fischernetz ertrunken im See. Bei der Obduktion stellt sich heraus, daß das Wasser in seiner Lunge jedoch vom Chirmsee stammt. Tischler und Fink haben einen neuen Fall!

"Prost, auf die Fischer" ist bereits der 12. Fall für die Brunngrieser Polizeidienststelle. Friedrich Kalpenstein hat es auch diesmal wieder geschafft, einen spannenden und humorvollen Krimi zu erschaffen. Das Duo Tischler und Fink ist mit seiner berühmten TuF-Methode einfach unschlagbar. Auch wenn es dabei so aussieht, als ob sie nie dem Mörder auf die Spur kommen, überführen sie ihn auch hier wieder durch ihre gute Zusammenarbeit. Als Leser tappt man hier allerdings auch bis zum Ende im Dunkeln und für Spannung ist gesorgt! Ein spannender Nebenschauplatz sind die kriminellen Handlungen von Theresa, Nori und Steiner, die sich wie ein roter Faden durch die Bücher zieht. Ich bin gespannt, wie lange das noch gut geht! Dabei erlebt man hier auch viele witzige Situationen. So z. B durch die stolze Dackeldame Resi, die schon wirklich von allen Seiten verwöhnt wird. Das gehört sich schließlich auch so. Die Vorstellung, wie sie demnächst ihre Weißwurst in süßen Senf tunkt, hat mir Lachtränen bereitet. Auch Tischler zu Gast bei Finks Mutter war ein Highlight. Die Vorstellung von Fink als Cowboy hatte auch seinen Reiz. Kurz gesagt: An Humor mangelt es hier nicht. Mir hat es wieder sehr viel Spaß in Brunngries gemacht und ich freue mich schon darauf, wenn es wieder heißt: Ein Fall für Tischler, Fink und Resi!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.01.2026

Hat mich begeistert

DIE TOCHTER. Du dachtest, niemand würde es je erfahren
0

Mirror Lake steckt mitten in einer Dürre, als Hazel an den Ort ihrer Kindheit zurückkehrt. Ihr Vater ist gestorben und hat ausgerechnet ihr das Haus am See vererbt. Ihre Brüder, die stets an seiner Seite ...

Mirror Lake steckt mitten in einer Dürre, als Hazel an den Ort ihrer Kindheit zurückkehrt. Ihr Vater ist gestorben und hat ausgerechnet ihr das Haus am See vererbt. Ihre Brüder, die stets an seiner Seite waren, gehen leer aus. Die Anspannung unter den dreien wächst täglich. Hazel wird mit ihren Erinnerungen konfrontiert. Je länger die Dürre anhält, desto mehr geht die Wasserlinie des Sees zurück - und ein jahrelang gehütetes Geheimnis kommt ans Licht. Ob auch das Schicksal von Hazels Mutter aufgeklärt werden kann, die spurlos verschwand?

"Die Tochter" von Megan Miranda läßt den Leser mit angehaltenem Atem lesen. Zwar hat man hier keinen spannungsgeladenen Actionthriller vor sich, aber die Atmosphäre allein vermittelt hier schon eine sich langsam, aber stetig steigende Spannung, die dann auch bis zum Ende hin gehalten wird. Es passieren hier nicht erklärbare Dinge, die schon manchmal eine Gänsehaut erzeugen. Megan Miranda baut immer wieder Hinweise ein, die zum Nachdenken anregen, sowie Wendungen, die ein völlig neues Licht auf das Geschehen werfen. Dadurch kommt hier garantiert keine Langeweile auf. Ihre Beschreibungen sind sehr bildhaft, sowohl was die Charaktere, als auch den Handlungsort betrifft. Bei diesem Thriller stimmt einfach alles, so daß ich ihn sehr empfehlen kann!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere