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Veröffentlicht am 08.12.2025

Highlight

Eisnebel
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Theodora ist mit ihrem Verlobten Connor zum ersten Mal bei dessen Familie in deren luxuriösen Winterdomizil Idlewood. Schnell bemerkt sie, daß sie dort nicht willkommen ist. Sie wird verfolgt, erhält Drohnachrichten, ...

Theodora ist mit ihrem Verlobten Connor zum ersten Mal bei dessen Familie in deren luxuriösen Winterdomizil Idlewood. Schnell bemerkt sie, daß sie dort nicht willkommen ist. Sie wird verfolgt, erhält Drohnachrichten, in denen sie aufgefordert wird, sich von Connor fernzuhalten. Theodora bekommt Albträume, hat das Gefühl, bereits einmal auf Idlewood gewesen zu sein. Das Anwesen scheint ein Geheimnis zu verbergen - genau wie Theodora.

"Eisnebel" von Kate Alice Marshall ist ein absoluter Pageturner. Die Autorin erzählt die Geschichte aus Sicht von Theodora, wechselt ab und zu in die Vergangenheit. Dadurch wird die ohnehin schon spannende Handlung immer wieder noch ein Stück hochgepusht. Dies wird noch verstärkt durch relativ kurze Kapitel, die stets Fragen offen lassen und dadurch zum Weiterlesen animieren. Schließlich will man einfach wissen, wie es weitergeht. Als Leser wird man hier immer wieder in die Irre geleitet, erlebt überraschende Wendungen und muß sehr oft seine Meinung korrigieren. Die Autorin verfügt über einen wunderbar flüssigen Schreibstil, der es dem Leser ermöglicht, der Handlung ohne Probleme zu folgen. Auch beschreibt sie Idlewood sehr bildhaft, so daß man ein gutes Gespür für die Abgeschiedenheit und die winterliche Umgebung bekommt. Man spürt die mysteriöse Atmosphäre hautnah. Ihre Charaktere hat sie sehr vielseitig ausgewählt. Hier trifft man auf Charaktere, die mal mehr, mal weniger sympathisch sind - so wie man es im wahren Leben auch vorfindet. Theodora birgt ein Geheimnis aus ihrer Vergangenheit und setzt sich hier damit auseinander. Man spürt ihre innere Zerrissenheit deutlich. Sie muß sich beweisen und erhält nur Ablehnung - da hatte ich oft Mitleid mit ihr. Interessant war die Entwicklung innerhalb der Familie. Gespickt mit immer mehr Geheimnissen und Intrigen kommt die Wahrheit nur langsam ans Licht. Zum Schluß löst sich alles logisch und schlüssig auf. Dieses Buch ist wirklich von Beginn bis Ende auf einem hohen Spannungsniveau und erhält von mir eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 07.12.2025

Spannende Geschichte mit Gruselfaktor

Das Geheimnis von Winterthorne
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London 2024: Juliet erbt völlig überraschend von einer unbekannten Großtante ein Cottage in Winterthorne, einem Dorf an der Küste von Yorkshire. Da sie alleinstehend ist, fährt sie sofort dorthin. Zunächst ...

London 2024: Juliet erbt völlig überraschend von einer unbekannten Großtante ein Cottage in Winterthorne, einem Dorf an der Küste von Yorkshire. Da sie alleinstehend ist, fährt sie sofort dorthin. Zunächst fühlt sie sich wohl in dem kleinen Ort, doch dann kommt es zu merkwürdigen Vorkommnissen und Juliet hat immer wieder Träume von einer jungen Frau, die Xanthe genannt wird. Dann entdeckt sie im Wald die Ruine von Kearsley Castle. Sie erfährt, daß das Herrenhaus vor 100 Jahren abgebrannt ist.

Kearsley Castle 1924: Lord und Lady Kearsley leben mit ihrer einzigen Tochter Xanthe auf Kearsley Castle. Xanthe kommt gerade von einer Reise nach Paris zurück, als ihre Eltern einen Sommerball veranstalten. Sie wollen ihre Tochter mit ihrem Cousin Jonathan verheiraten, aber Xanthe liebt Tom, den Sohn des Gärtners. Sie will sich mit ihm im Park treffen, aber es kommt zu einer Tragödie.

Im Roman "Das Geheimnis von Winterthorne" werden von der Autorin Zoe Marriott gleich zwei Geschichten erzählt, wobei die eine Geschichte ohne die andere nicht möglich wäre. Dieser Roman hat einen hohen Gruselfaktor. Man muß seiner Fantasie freien Lauf lassen, und sich einfach auf die Geschichte einlassen, dann kann man sich in die Handlung hineinversetzen. Zoe Marriott versteht es, die Handlung spannend zu machen. Sie beendet die Kapitel oft gerade dann, wenn etwas unheimliches passiert. So möchte man das Buch ungern zur Seite legen. Allerdings sollte man nicht den Fehler machen und die Geschichte nach ihrem Realitätsgehalt zu bewerten. Damit verdirbt man sich nur das Lesevergnügen. Einfach zurücklehnen und ins Reich des unglaublichen abdriften ist auch schön!

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Veröffentlicht am 06.12.2025

Weihnachtsmann und Fischstäbchen

Der Weihnachtsmannkiller 3
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Der Weihnachtsmannkiller Tobias ist mit Freundin Susi nach Wismar geflohen, beide leben dort mit falschen Namen. Jedoch findet Tobias keine Ruhe, schließlich ist sein Adventkalender noch immer nicht abgearbeitet. ...

Der Weihnachtsmannkiller Tobias ist mit Freundin Susi nach Wismar geflohen, beide leben dort mit falschen Namen. Jedoch findet Tobias keine Ruhe, schließlich ist sein Adventkalender noch immer nicht abgearbeitet. Als in Norddeiich zur Adventszeit vier Menschen erschossen werden, stehen Ann Kathrin Klaasen und ihr Team vor der Frage, ob der Weihnachtsmannkiller zurückgekehrt ist oder ob es sich hier um einen Trittbrettfahrer handelt.

Mit "Der Weihnachtsmannkiller 3" schließt Klaus-Peter Wolf seine Reihe zur Adventszeit ab. Dies sehe ich sehr zwiegespalten. Einerseits hatte ich mit dieser Serie eine Menge Spaß, andererseits war dieser letzte Teil für mich leider etwas sehr an den Haaren herbeigezogen. Der Humor ist hier wieder herrlich. Rupert, der Rückenschmerzen hat und sein ganz spezieller Ausdruck dafür haben mich zum Lachen gebracht. Überhaupt ist seine Art hier wieder ein Highlight für sich und irgendwie ist er zu meinem Lieblingscharakter geworden. Auch macht es Spaß, auf alle bekannten Charaktere zu treffen. Ich habe sie nach so langer Zeit der "Ostfriesenkrimis" fest in mein Leserherz geschlossen. Der Fall ist wieder einmal sehr spannend. Permanent fragt man sich, ob der Adventkalender seinen finalen Abschluss erlebt oder ob Ann Kathrin überlebt. Eigentlich liegt die Lösung dieser Frage ja auf der Hand - aber trotzdem... Dieses Mal war es ab der Buchmitte für meinen Geschmack jedoch etwas sehr abwegig. Ab da ist auch schon klar, daß es keine Fortsetzung geben wird. Warum? Das kann ich hier leider nicht verraten, denn sonst verrate ich zu viel. Trotz dieses kleinen Mankos hat mich dieses Buch gut unterhalten. Und ich nehme mit einem lachenden und einem weinenden Auge Abschied vom Weihnachtsmannkiller.

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Veröffentlicht am 02.12.2025

Entschleunigt

Entführung im Himmelreich
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Aufruhr auf dem Campingplatz Himmelreich am Schwielowsee! Der Bäcker ist verschwunden, aufgrund nun fehlender Brötchen ist die Laune der Camper auf dem Tiefpunkt. Dauercamper Kopernikus und Annabelle entdecken ...

Aufruhr auf dem Campingplatz Himmelreich am Schwielowsee! Der Bäcker ist verschwunden, aufgrund nun fehlender Brötchen ist die Laune der Camper auf dem Tiefpunkt. Dauercamper Kopernikus und Annabelle entdecken den Lieferwagen des Bäckers in der Nähe des Sees, seine Schuhe stehen am Ufer. Die Polizei geht sofort von Selbstmord aus. Kopernikus jedoch spürt instinktiv, daß der Fall nicht so einfach gelöst ist, denn es gab auch noch einen Einbruch in ein Hausboot, die Besitzerin wurde angegriffen. Ein Motiv ist nicht zu erkennen. Kopernikus und Annabelle werden durch ihre Recherchen schnell in einen verzwickten Fall verwickelt!

"Entführung im Himmelreich" ist der zweite Fall für Kopernikus und Annabelle auf dem Campingplatz "Himmelreich. Andreas Winkelmann schreibt auch hier wieder herrlich flüssigvoller Humor und gut verständlich, so daß man der Handlung gut folgen kann. Dadurch liest man leider viel zu schnell, so daß man dies herrliche Buch viel zu schnell beendet hat. Seine Charaktere sind durchweg gut beschrieben, allesamt sehr sympathisch. Sie verfügen über Ecken und Kanten, sind auf ihre Art skurril und somit wie aus dem Leben gegriffen. Campingplatz und Umgebung werden lebendig, man bekommt eine genaue Vorstellung vom Camperleben und fühlt sich einfach wohl inmitten der Camper. Andreas Winkelmann schafft es gekonnt Humor und Spannung zu verbinden. Dabei findet er zwischen beidem die ideale Balance. Der Fall ist sehr vielseitig aufgebaut. Zum einen ermittelt man hier mit im Fall des verschwundenen Bäckers, zum anderen im Fall des Einbruches und einen unbekannten Toten gibt es auch noch! Hier kann man ordentlich miträtseln! Ich mag diese Serie sehr und kann auch diesen Band sehr empfehlen!

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Veröffentlicht am 30.11.2025

Ein nicht alltägliches Thema

Die wilden Jahre
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Das Jahr 1919: Thora hat in Düsseldorf ihr Schauspielstudium begonnen. Ihre Eltern und ihr vom Krieg zurückgekehrter Bruder Hannes leben in München-Gladbach. Die Familie ist wohlhabend. Obwohl Düsseldorf ...

Das Jahr 1919: Thora hat in Düsseldorf ihr Schauspielstudium begonnen. Ihre Eltern und ihr vom Krieg zurückgekehrter Bruder Hannes leben in München-Gladbach. Die Familie ist wohlhabend. Obwohl Düsseldorf nicht weit von Thoras Heimatstadt entfernt ist, trennen sie Welten, denn München-Gladbach gehört zu der von den Belgiern besetzten Zone. Die Geschwister standen sich schon immer nahe, doch seitdem Hannes aus dem Krieg zurück ist, hat er sich verändert. Er ist nachdenklich und still geworden. Da wird Hannes wegen Mordes verhaftet. Die Polizei hat den Fall schnell zu den Akten gelegt. Für sie ist der Mörder gefunden. Da wird Thora klar, daß sie ihrem Bruder helfen muß. Sie forscht ganz alleine nach dem wahren Täter. Erst langsam wird ihr klar, warum Hannes nicht aussagen will, denn wenn er das tut, wird sein Leben nie mehr so sein wie es einmal war.

Die Autorin Susanne Goga nimmt ihre Leser in ihrem Roman "Die wilden Jahre" mit in eine Zeit, die von Streiks und Unruhen geprägt ist. Das Buch ist eine Zeitreise in das Jahr 1919. Man erfährt viele interessante Einzelheiten über das Leben in diesem Jahr. Doch das ist nur die Beigabe. Die eigentliche Geschichte ist sehr spannend und auch anrührend. Die innige Zuneigung der Geschwister geht ans Herz und ist durch nichts zu erschüttern. Susanne Goga beschreibt das sehr warmherzig. Genauso gut gelingt es ihr, die Spannung in der Geschichte hoch zu halten. Die schrecklichen Geschehnisse im Krieg werden dabei nicht ausgespart. Das Buch behandelt ein nicht alltägliches Thema und ist deshalb ganz besonders lesenswert.

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