Die Erfindung des Goldbären
Haribo - Goldene Zeiten brechen anDer zweite Band rund um die Firma Haribo schließt nahtlos an den ersten Band an. Die dunkle Zeit in Deutschland beginnt, denn es ist 1939 und sowohl Hans junior, als auch Paul werden eingezogen. Zuvor ...
Der zweite Band rund um die Firma Haribo schließt nahtlos an den ersten Band an. Die dunkle Zeit in Deutschland beginnt, denn es ist 1939 und sowohl Hans junior, als auch Paul werden eingezogen. Zuvor jedoch kämpfen Hans senior und Gertrud darum, während des Krieges als kriegswichtig eingestuft zu werden, um die Produktion am Laufen zu halten. Mit Salmiakpastillen und Brustkaramellen gelingt es ihnen weiter produzieren zu dürfen. Damit bieten sie auch weiterhin Arbeitsplatze für viele Menschen in der Umgebung. Hans gelingt es lange, sich davor zu drücken in die Partei einzutreten. Doch 1944 bleibt ihm keine andere Wahl mehr, um weiterhin Rohstoffe für ein Unternehmen zu bekommen. Doch ein schlimmer Schicksalsschlag stellt die Familie vor neue Probleme...
Sehr interessant wird es, als Gertrud und Anita am Ende des Krieges darum kämpfen, die Genehmigung zu bekommen, um weiter produzieren zu dürfen. Zuerst bei den US-Amerikanern und danach bei den Briten, die Bonn besetzen. Vor allem Anita ist mit ihren Englischkenntnissen eine große Hilfe. Als es endlich weitergeht mit der Produktion, ist weiterhin Anita an der Seite ihrer Mutter. Sie erkennt, wie wichtig das Familienunternehmen ist und beginnt Freude an der Arbeit zu finden.....
Mehr will ich hier nicht mehr verraten, denn es kommen sehr turbulente Zeiten auf die Unternehmerfamilie zu, die den Zusammenhalt aller auf die Probe stellt. Das Autorenpaar nimmt uns mit an die Front, zeigt uns aber genauso, wie Gertrud und Anita um die Firma kämpfen. Sind es zuerst die Kriegswirren, werden danach die Probleme innerhalb der Familie größer. Es wird Zeit das Unternehmen an die nächste Generation weiterzugeben, doch die Kinder haben unterschiedliche Vorstellungen, wie es mit Haribo weitergehen soll....
Natürlich wird auch erzählt, wie der heute berühmte Goldbär schlussendlich entstanden ist.
Wie bereits im ersten Band, stützt sich das Autorenpaar, welches unter dem Pseudonym Katharina von der Lane schreibt, auf zugängliche historische Daten, die sie mit fiktiven Elementen vermischt. Die daraus entstehende Geschichte wird damit bildhafter und mitreißend erzählt. Eine Kooperation mit der Familie Riegel fand jedoch nicht statt.
Die Charaktere sind sehr lebendig dargestellt und haben alle ihre Ecken und Kanten. Ich habe mit ihnen mitgefiebert, mich geärgert, mich gefreut oder mitgelitten. Genauso sollte es sein, wenn man einen Roman dieses Genres liest.
Fazit:
Im zweiten Band der Dilogie erleben wir die bewegenden Jahre von 1939 bis 1956, die für alle eine große Herausforderung waren. Mit der nächsten Generation der Riegels stehen neue Herausforderungen an, die für mich genauso mitreißend erzählt wurden, wie schon im ersten Band. Natürlich erfahren wir auch wie der berühmte Goldbär erfunden wurde... Ich empfehle diese Dilogie gern weiter!