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Veröffentlicht am 13.01.2023

Aquitanien

Aquitania
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„Aquitania: Das Blut der Könige“ von Eva García Sáenz erzählt die spannende Geschichte der absolut faszinierenden Herrscherin Eleonore von Aquitanien.
Im Jahr 1137 wird der mächtige Herzog von Aquitanien ...

„Aquitania: Das Blut der Könige“ von Eva García Sáenz erzählt die spannende Geschichte der absolut faszinierenden Herrscherin Eleonore von Aquitanien.
Im Jahr 1137 wird der mächtige Herzog von Aquitanien in Santiago de Compostela unter mysteriösen Umständen tot aufgefunden. Mit einem Schlag wird seine damals erst dreizehnjährige Tochter Eleonore zur begehrtesten Frau Frankreichs, denn mit ihrem Erbe ist die Herrschaft über das unglaublich reiche Herzogtum Aquitanien verknüpft. Bevor die Jagd auf sie eröffnet wird, nimmt Eleonore ihr Schicksal kurzentschlossen in die eigenen Hände und sorgt dafür, dass sie den französischen Thronfolger Louis VII. heiraten wird. Eleonore hält den machthungrigen König Frankreichs für den Mörder ihres geliebten Vaters und sie will unbedingt Rache. Doch dann stirbt König Louis VI. auf die gleiche Weise und Eleonore muss sich für die Nachforschungen mit ihrem Ehemann verbünden.

Bisher kannte ich nur die erfolgreiche Krimireihe der Autorin, die mich ganz klar begeistern konnte. Mit ihrem historischen Roman hat mich Eva García Sáenz daher ziemlich überrascht, aber auch hier zeigt sie überzeugend, was sie kann. Sie vermischt die geschichtlichen Überlieferungen mit der richtigen Menge Fiktion, so dass den Figuren neues Leben eingehaucht wird und man trotz der Kenntnis über ihr wahres Schicksal mit ihnen mitfiebern muss. Dazu tragen auch die unterschiedlichen Perspektiven bei, die sich eben nicht nur auf Eleonore fixieren, sondern vor allem auch Louis eine ganz neue Stimme verleihen.
Ich gebe zu, dass ich mich bisher noch nie mit Eleonore von Aquitanien beschäftigt habe, was mir jetzt fast leidtut. Sie war eine absolut außergewöhnliche Frau, die unglaublich ehrgeizig, selbstbewusst und strategisch ihr Schicksal gelenkt hat. Das Buch konzentriert sich auf die Zeit bis zu ihren frühen Zwanzigern, was im Prinzip nur ein kleiner Ausschnitt ihrer ereignisreichen Biografie ist. Immerhin wurde Eleonore über achtzig Jahre alt.
Die Autorin hat sehr umfangreich und gründlich recherchiert, was man dem Buch deutlich anmerkt. Trotzdem bleibt der Erzählstil total mitreißend und fesselnd, so dass es nie langweilig oder trocken wird.

Mein Fazit:
Die packende Story wird dieser erstaunlichen Frau definitiv gerecht und ich gebe eine unbedingte Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 13.01.2023

Come as you are

NIGHT – Nacht der Angst
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„NIGHT – Nacht der Angst von Riley Sager ist ein hochspannender und atmosphärischer Thriller, der mit überraschenden Twists punkten kann.
Die Filmstudentin Charlie ist nach dem brutalen Mord an ihrer ...

„NIGHT – Nacht der Angst von Riley Sager ist ein hochspannender und atmosphärischer Thriller, der mit überraschenden Twists punkten kann.
Die Filmstudentin Charlie ist nach dem brutalen Mord an ihrer besten Freundin und Zimmergenossin schwer traumatisiert. Sie möchte nur noch nach Hause flüchten und Abstand zu allem gewinnen. Am Schwarzen Brett der Uni findet Charlie unerwartet schnell eine Mitfahrgelegenheit bei einem anderen Studenten, der kurzfristig zu seinem kranken Vater reisen muss. Josh wirkt vertrauenswürdig, aber bereits wenige Kilometer nach der Abfahrt kommen in Charlie erste Zweifel auf. Irgendetwas stimmt an Joshs Geschichte nicht. Mit jeder weiteren Minute auf dem dunklen Highway keimt in Charlie der Verdacht auf, dass Josh der gefährliche Campus-Killer sein könnte, der auch ihre Freundin auf dem Gewissen hat.

Dies ist mein erstes Buch von Riley Sager, aber ganz bestimmt nicht mein letztes. Das Neunzigerjahre Setting hat mich sofort angesprochen, da die gesamte Atmosphäre wie ein alter Teenager-Horror-Movie aus dieser Zeit wirkt.
Die Handlung erstreckt sich über eine einzige Nacht, die wie in einem Film in einzelne Schauplätze und Szenen unterteilt ist. Hauptsächlich geht es um die Perspektive und die Gefühle von Charlie, die sich immer stärker in ihren Ängsten und Psychosen verfängt. Aber für mich wird es immer dann noch viel spannender, wenn auch einer der anderen Charaktere einen Blick aus seiner Sicht gewährt.
Charlie ist in ihrem eigenen Film gefangen, was manchmal schwierig nachzuvollziehen ist. Das Spiel zwischen Realität und Einbildung ist aber überaus geschickt geknüpft, so dass man genau wie Charlie nie weiß, was nun echt und was Fantasie ist. Die beklemmende und sich immer weiter zuspitzende Grundstimmung ist absolut packend eingefangen. Ich hatte selbst mit Gänsehaut zu kämpfen, jedes Mal, wenn ein weiteres kleines Puzzleteil in die richtige Position fällt. Ohne Atempause folgen neue Überraschungen, wodurch keine Langeweile aufkommt. Vor allem die Auflösung ist für mich persönlich einfach nur genial.

Mein Fazit:
Ein großartiger Thriller, der gekonnt mit den Ängsten spielt. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung und ein volles Sternchenfeuerwerk!

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Veröffentlicht am 12.01.2023

Fehler der Vergangenheit

Lipstick & Kilts - Arran
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„Lipstick & Kilts - Arran“ von Annie Stone ist der Auftakt zu ihrer neuen knisternden Reihe, die diesmal im schönen Schottland spielt.
Arran hat seine schottische Heimat Edinburgh vor zehn Jahren verlassen ...

„Lipstick & Kilts - Arran“ von Annie Stone ist der Auftakt zu ihrer neuen knisternden Reihe, die diesmal im schönen Schottland spielt.
Arran hat seine schottische Heimat Edinburgh vor zehn Jahren verlassen und in London als Anwalt eine steile Karriere hingelegt. Der Kontakt zu seinen Freunden und seiner Familie blieb in dieser Zeit ziemlich sporadisch, denn Edinburgh steht für Arran immer mit dem größten Fehler seines Lebens in Verbindung. Damals brach er seiner großen Liebe Ailsa das Herz und seins irgendwie auch. Als ein Schicksalsschlag Arrans kurzfristige Rückkehr notwendig macht, hätte er nie gedacht, dass ihn das unerwartete Wiedersehen mit Ailsa derart aus der Bahn werfen würde. Offensichtlich hasst sie Arran noch immer abgrundtief, während ihm immer klarer wird, dass sie die absolut Eine für ihn war und noch ist.

Ich liebe die Bücher von Annie Stone und nun verlegt sie ihre neue romantische Reihe direkt an meinen Lieblingsschauplatz Schottland. Ihr Schreibstil liest sich wie gewohnt leicht und locker, so dass man direkt in die Handlung einsteigen kann. Dieser Auftakt erzählt eine Second Chance Lovestory, die mit einer äußerst schwierigen Ausgangslage startet.
Arran ist tief in seinem Herzen ein schottischer Junge geblieben, auch wenn seine teuren Anzüge darüber hinwegtäuschen. Die Rückkehr nach Edinburgh konfrontiert ihn mit seinem größten Tiefpunkt, den er sich selbst nie verzeihen konnte. Und ich muss das mal hier so klar sagen, damit hat er auch vollkommen recht. Seine Aktion war komplett unterirdisch, auch wenn seine damalige Situation im Laufe der Geschichte nachvollziehbarer wird.
Ailsa ist charakterlich der klare Gegensatz zu Arran, wobei das nichts schlechtes bedeutet. Manchmal hätte ich ihr mehr Rückgrat und Ansporn gewünscht, weil sie immerhin schon zehn Jahre mit den Folgen von Arrans Verhalten schwer zu kämpfen hat. Ihre Entwicklung ist aber authentisch und glaubwürdig beschrieben, genau wie Arrans Kampf um das angeschlagene Herz seiner Traumfrau.
Romantikherzchen dürfen in diesem Buch höherschlagen, denn die Emotionen fahren wahrlich Achterbahn. Dabei bleibt die Handlung nah an den Charakteren und man kann ihre Entscheidungen nachempfinden.

Mein Fazit:
Ein toller Auftakt, der definitiv Lust auf mehr macht! Klare Empfehlung!

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Veröffentlicht am 08.01.2023

Glitzer gegen Gehstöcke

Match on Ice
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„Match on Ice“ von Allie Well ist eine süße Sports Romance, die zwei Rivalen auf dem Eis ihre Vorurteile überwinden lässt.
Die Studentin Romy ist als Paarläuferin im Eiskunstlauf auf Erfolgskurs, bis ein ...

„Match on Ice“ von Allie Well ist eine süße Sports Romance, die zwei Rivalen auf dem Eis ihre Vorurteile überwinden lässt.
Die Studentin Romy ist als Paarläuferin im Eiskunstlauf auf Erfolgskurs, bis ein böser Scherz der Eishockeymannschaft für Romy in der Notaufnahme endet. Die Rivalität der Eiskunstläufer und des Eishockeyteams ist nach und nach immer weiter eskaliert, bis die Uni jetzt die Reißleine zieht. Romys Ängste nach dem Unfall sollen gemeinsame Trainingsstunden mit Jack, dem Captain des Eishockeyteams, wieder kurieren. Nach anfänglichen Schwierigkeiten raufen sich die beiden zusammen und Romy hat endlich wieder Spaß am Eislaufen. Doch die gemeinsamen Fortschritte gefallen nicht jedem in ihrem Umfeld.

Allie Well taucht in ihrem Buch tief in die Welt des Eissports ein und zeigt den enormen Leistungsdruck und die hohen Anforderungen am Beispiel ihrer Protagonisten. Romy und Jack sind beide Leistungssportler, deren Zukunft an ihren Erfolg geknüpft ist. Daher unterscheidet sich ihre Beziehung automatisch von anderen, denn sie müssen auf ganz andere Faktoren Rücksicht nehmen.
Der Schreibstil liest sich leicht und locker und ich mag die beiden Hauptfiguren Romy und Jack. Die gesamte Handlung wird aus Romys Perspektive erzählt, was grundsätzlich gut funktioniert. Nur ab und zu hätte ich mir gern mal Jacks Sichtweise gewünscht.
Romy liebt ihren Sport, aber diese Liebe ist mit der Zeit zur Pflicht geworden. Erst durch Jacks spielerischen Einfluss entdeckt Romy erneut, was sie eigentlich am Eiskunstlaufen fasziniert hat. Die Dynamik mit ihrem Eislaufpartner und Ex Dan habe ich manchmal nicht so richtig nachvollziehen können. Aber ihre Gefühle für Jack und das Knistern zwischen ihnen kann man absolut spüren.
Jack ist ehrlich, fürsorglich und liebevoll, so dass man sich nur Verlieben kann. Mir hat die offene Kommunikation der beiden sehr gut gefallen, die nicht mit künstlichen Missverständnissen aufgebauscht wurde.
Die Lovestory mit all ihren Höhen und Tiefen ist romantisch und emotional erzählt, so dass ich bis zum Schluss mitgefiebert habe. Einige Fragen blieben am Ende offen, aber ansonsten kann man die unterhaltsame Sports Romance entspannt genießen.

Mein Fazit:
Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 08.01.2023

Neue Abenteuer

Ice Planet Barbarians – Kira und Aehako
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„Ice Planet Barbarians – Kira und Aehako“ von Ruby Dixon ist der dritte Band der unterhaltsamen Weltraum-Trash-Serie, der sich Menschenfrauen und heiße Außerirdische näher kommen.
Fast hat sich in der ...

„Ice Planet Barbarians – Kira und Aehako“ von Ruby Dixon ist der dritte Band der unterhaltsamen Weltraum-Trash-Serie, der sich Menschenfrauen und heiße Außerirdische näher kommen.
Fast hat sich in der gemeinsamen Höhle der gestrandeten Frauen und des einheimischen Stammes eine Art Alltag eingependelt. Nur Kira fühlt sich alles andere als zuhause, denn durch ihr Sprach-Implantat sieht sie sich selbst als Außenseiterin, die ungewollt alle Gespräche mitbekommt. Als schließlich ihre größte Angst und Befürchtung tatsächlich wahr wird, will Kira die Gruppe nicht in Gefahr bringen und sich so weit wie möglich von der Höhle entfernen. Doch ihr hartnäckiger Verehrer Aehako spielt dabei nicht mit. Er hat Kira als Gefährtin auserkoren, auch wenn ihre Symbionten nicht angeschlagen haben.

Ich glaube, man kann diese Reihe von Ruby Dixon entweder lieben oder einfach nur furchtbar finden. Dazwischen wird es nicht viel geben. Ich persönlich bin ganz klar für die erste Variante, denn mit jedem Teil mach mir diese Serie mehr Spaß. Die Story ist völlig trashig und unrealistisch, aber gleichzeitig bringt die Autorin auch ernste und berührende Themen gekonnt unter.
Kira hat Sorge, dass das Implantat der bösartigen Aliens eine Gefahr für alle darstellen könnte. Zudem hat sie ein weiteres Geheimnis, was sie von der Gruppe isoliert. Ihre Ängste sind nachvollziehbar, da sie sich immerhin auf einem fremden Planeten und inmitten eines Stammes von Außerirdischen befindet, deren Dynamik sie nicht einschätzen kann. Im Laufe der folgenden Ereignisse legt Kira aber eine enorme Entwicklung hin und beweist, was wirklich in ihr steckt.
Aehako ist der Spaßvogel der Truppe und extrem an Kira interessiert. Ich würde die Lovestory der beiden fast als noch intensiver als die vorherigen bezeichnen, denn Aehako entscheidet sich ganz bewusst für Kira, ohne dass der Symbiont das Ruder übernimmt. Seine Bemühungen sind total süß und zum Dahinschmelzen, aber oft auch sehr witzig.
Die Handlung ist spannend, hat unerwartete Twists und sprüht natürlich vor knisternder Alien-Romantik. Ich bin jetzt schon neugierig auf Harlows Geschichte, die hier bereits ihren rätselhaften Anfang nimmt.

Mein Fazit:
Nicht viel nachdenken und einfach genießen. Die Ice Planet Barbarians sorgen für beste Unterhaltung und bekommen von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

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