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veronique

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.03.2021

Wortgewaltig

Warten auf Wind
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Inhalt:

Vinga verbringt den Sommer bei ihrem Opa auf einer Insel. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, ein Boot seetauglich zu machen. Dabei lernt sie die unsympathische Ruth kennen, die ganz anders ist, ...

Inhalt:

Vinga verbringt den Sommer bei ihrem Opa auf einer Insel. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, ein Boot seetauglich zu machen. Dabei lernt sie die unsympathische Ruth kennen, die ganz anders ist, als es auf den ersten Blick scheint. Und auch bei ihren Eltern passiert viel...



Meine Meinung:

Oskar Kroon ist ein unfassbares Schreibtalent. Seine Geschichte lebt durch seine gefühlsbetonte Art. Den Leser schickt er zusammen mit der jungen Vinga auf eine Reise, die so viel mehr ist als nur ein Ortswechsel. Wortgewaltig erzählt er von den besonderen Momenten, aber auch von den Problemen eines Teenagers. Von der ersten Seite an konnte ich mich in Vinga hineinversetzen. Ihre Geschichte ist sehr authentisch, Probleme die bei sehr vielen Realität und Alltag sind, muss sie durchleben.

Der Autor greift in seinem Buch besonders die Aspekte “Lebe den Moment” und “Vergänglichkeit” auf, die zwischen den Zeilen zu lesen sind. Deshalb ist es nicht nur etwas für jüngere Leser- gerade Erwachsene, (z.B. Fans von Anne Freytag) dürften mit der Geschichte ihre Freude haben.



Fazit:

Oskar Kroon hat hiermit ein wortgewaltiges Werk erschaffen, dass keinen Wunsch offenlässt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.03.2021

Großes Schreibtalent

Darling Rose Gold
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Inhalt:

Als Patty nach 5 Jahren Gefängnis entlassen wird, holt ihre Tochter Rose Gold sie ab. Doch Rose Gold ist auch die, die ihre Mutter mit ihrer Zeugenaussage hinter Gitter gebracht hat. Was ist ...

Inhalt:

Als Patty nach 5 Jahren Gefängnis entlassen wird, holt ihre Tochter Rose Gold sie ab. Doch Rose Gold ist auch die, die ihre Mutter mit ihrer Zeugenaussage hinter Gitter gebracht hat. Was ist zwischen den beiden wirklich vorgefallen?



Meine Meinung:

Das Buch ist aus zwei Sichten, der Tochter Rose Gold und der Mutter Patty, erzählt. Durch die abwechselnde Erzählung von Gegenwart und Vergangenheit erlangt der Leser einen vollständigen Eindruck, der einerseits Fragen klärt, andererseits Neue aufwirft.

Zwischen Rose Gold und ihrer Mutter ist nicht alles so, wie es auf den ersten Blick scheint. Das Buch behandelt das gestörte Verhältnis zwischen den beiden, weshalb der Leser auch dazu gewillt sein muss, zwischen den Zeilen zu lesen. Die Autorin setzt hierbei auf Vorurteile, baut scheinbar nette Charaktere auf, dessen Vorstellung im nächsten Moment wieder in sich zusammenbricht. Dadurch gewinnen die Protagonisten sehr an Tiefe, aber auch die Nebencharaktere sind ausdrucksstark.

Durch die stark von Gefühlen geprägte Geschichte, gerät der Leser automatisch ins Mitfiebern und Mitbangen mit den Protagonisten. Stephanie schreibt sehr geschickt und geht an psychologische Grenzen.

Die Auflösung am Ende lässt keine Fragen offen und ist verständlich.



Fazit:

Stephanie Wrobel ist ein großes Schreibtalent! Ein außergewöhnlicher psychologischer Roman über die Abgründe zwischen Mutter und Tochter.

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Veröffentlicht am 17.11.2021

Bodypositivity

The Sky in your Eyes
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Elin besucht einen veganen Kochkurs, der sie von der gescheiterten Beziehung mit Daniel ablenkt. Sie plagen große Selbstzweifel, doch ihr Kochpartner Jon scheint sie so anzunehmen wie sie ist.

Meine Meinung: ...

Elin besucht einen veganen Kochkurs, der sie von der gescheiterten Beziehung mit Daniel ablenkt. Sie plagen große Selbstzweifel, doch ihr Kochpartner Jon scheint sie so anzunehmen wie sie ist.

Meine Meinung: Kira Mohn gelingt es, verschiedene aktuelle und wichtige Themen vor dem Setting Islands zu vereinen. Die Geschichte setzt genau da an, wo viele Bücher enden: Die Protagonistin Elin ist von einer toxischen Beziehung geschändet. Dem Leser gewährt sie tiefe Einblicke in ihre Gedankenwelt, Ängste und Selbstzweifel. Jon dagegen erscheint als ausgeglichen und ein Ruhepol.
Die ersten 100 Seiten liegt der Fokus deutlich auf dem Kochkurs, den die Protagonisten besuchen. Die Beschreibungen über vegane Zutaten und deren Zubereitung muss man mögen, ansonsten wird es langatmig. Ist dieser Part überbrückt, führt uns die Autorin mit traumhaften Beschreibungen an die schönsten Ecken Islands.
Die Geschichte kommt ohne Drama aus, vielmehr steht Elins Entwicklung im Vordergrund. Aufgrund ihres Gewichts beschäftigt sie sich dauerhaft mit Bodyshaming und Bodypositivity. Kira Mohn ist es dabei gelungen, den massiven Einfluss von anderen Menschen einzufangen und zu Papier zu bringen.

Fazit: Eine ruhige Geschichte über Wertschätzung gepaart mit einer Protagonistin, die ich in mein Herz geschlossen habe.

Veröffentlicht am 05.11.2021

Toxisch

Das Archiv der Träume
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Mit diesem autobiographischen Roman gewährt Carmen Maria Machado tiefe Einblicke in das Leben einer queeren toxischen Beziehung. Sie erfasst dabei unglaublich intensiv die Ungerechtigkeiten dieser Welt ...

Mit diesem autobiographischen Roman gewährt Carmen Maria Machado tiefe Einblicke in das Leben einer queeren toxischen Beziehung. Sie erfasst dabei unglaublich intensiv die Ungerechtigkeiten dieser Welt und zieht Vergleiche von psychischer und physischer Gewalt.
Die Geschichte setzt als Setting ein “Traumhaus” an, indem Carmens Partnerin lebt. Die Besonderheit dabei ist, dass das Traumhaus nicht nur auf der Handlungsebene bleibt, sondern auch eine narrative, literarische Darstellung bietet. Dem Leser wird von Beginn an eine schwermütige Stimmung zugemutet, dann das Traumhaus darf nicht für bare Münze genommen werden. Vielmehr erzählt Carmen von ihrem Alltag mit psychischer Gewalt und stellt den Psychoterror der Freundin schonungslos dar. Die Freundin bleibt dabei namentlich unbenannt.
Durch die kurzen Kapitel, die sich meist auf einer oder zwei Seiten abspielen, werden viele verschiedene Einblicke gegeben. So werden interessante Informationen, wie beispielsweise zu queeren Beziehungen oder häuslicher Gewalt eingeschoben. Leider gibt es auch zahlreiche intertextuelle und intermediale Bezüge, die meinen Lesefluss gestört haben, da ich die Bezugsgröße vorher nicht kannte.
Bis zum Ende hin bleibt die Autorin sich selbst treu. Gefühle haben keinen An- und Ausschalter, und so lässt auch das Ende der Geschichte den Leser in einer Gedankenspirale zurück.
Fazit: Caren Maria Machado hat hiermit ein Meisterwerk geschrieben, dass die psychischen Abgründe einer toxischen Beziehung offenlegt.

Veröffentlicht am 21.10.2021

Wissenschaftlicher Schwerpunkt

Probe 12
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Der Forscher Anasias fühlt sich schon länger nicht mehr sicher in seinem Labor. Als Nina sich auf dem Weg zu ihm macht, wird sie in einen Anschlag auf den Forscher hineingezogen. Sie erfährt, dass er ein ...

Der Forscher Anasias fühlt sich schon länger nicht mehr sicher in seinem Labor. Als Nina sich auf dem Weg zu ihm macht, wird sie in einen Anschlag auf den Forscher hineingezogen. Sie erfährt, dass er ein Medikament gegen multiresistente Keime entwickelt hat. Genau das, was die schwer erkrankte Sylvie dringend nötig hätte...

Meine Meinung: Das Buch spielt in der nahen Zukunft und setzt einen wissenschaftlichen Schwerpunkt. Auch die Politik ist ein Thema und mit dem aktuellen Bezug auf das Coronavirus ging mir das Buch sehr nahe. Die Forschung an Bakterien und Viren sowie der Einsatz von Medikamenten hat eine tragende Rolle. Oft sind die Ausführungen sehr detailreich, werden aber für das Verständnis ausreichend erklärt. Ein Glossar unterstützt dies ebenfalls.
Als Leser verfolgt man mehrere Perspektiven. Mit Nina, einer Journalistin, Tom, einem Foodhunter, Sylvie, Toms schwerkranker Tochter und der Ermittlerin Voss werden verschiedenste Blickwinkel eingenommen. Jede Figur ist individuell und hat eine tragende Rolle in dem Buch.
Auf etwa 480 Seiten passiert sehr viel, es gibt Wendungen und Twists. Die Spannung bleibt stets hoch, doch die Erzählweise an sich hat manchmal zu Verwirrung geführt. Es wird sehr häufig in der Perspektive gesprungen, sodass mir teilweise gar nicht bewusst war, von wem an einigen Stellen erzählt wurde. Kaum hatte ich mich eingefunden, wechselte die Perspektive wieder. Hier hätten vorangestellte Namen geholfen, die Passagen schneller verorten zu können.

Fazit: Eine vielschichtige Geschichte, die den Leser durch einen spannungsgeladenen Plot führt und eine grausame Zukunftsvorstellung erzeugt. 4 ½*

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