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veronique

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.04.2021

1905

Die Senfblütensaga - Zeit für Träume
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Metz 1905. Emma Bergmann ist eine talentierte und kluge Frau, die den sehnlichen Wunsch nach einem Studium hat. Ihr Vater will ihr diesen ungewöhnlichen Wunsch für eine Frau austreiben und sie stattdessen ...

Metz 1905. Emma Bergmann ist eine talentierte und kluge Frau, die den sehnlichen Wunsch nach einem Studium hat. Ihr Vater will ihr diesen ungewöhnlichen Wunsch für eine Frau austreiben und sie stattdessen verheiraten. Tatsächlich findet Emma Interesse an den besten Freunden Antoine und Carl, doch ob diese Männer den Vorstellungen ihrer Eltern entsprechen?

Meine Meinung:

Der Einstieg in die Welt im 20. Jahrhundert gelingt der Autorin durch einen lockeren Schreibstil. Auch ihre Figuren Antoine, Carl und Louise schafft sie individuell und realistisch. Schade dabei ist, dass gerade die Protagonistin Emma nichts mehr von der Authentizität abbekommen hat. Teilweise ist sie viel zu forsch, wie es sich für eine Frau in dieser Zeit ziemte, andererseits verfügte sie in jungen Jahren schon über großes, spezielles Wissen.

Auch wenn die Einführung gelungen ist, zog sich die erste Hälfte des Buches. Leider wurde mehr geredet, als dass großartig etwas passiert wäre. Erst nach 250 Seiten kam der wirkliche Lesespaß. Auch geht es dann endlich um die bevorstehende Verlobung, auf die Emmas Eltern drängen. Auf den letzten 100 Seiten überschlagen sich die Ereignisse schließlich, aber das im positiven Sinne. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt.

Das Ende lässt einige Fragen offen, die in dem zweiten Teil beantwortet werden wollen.



Fazit: 3,5 Sterne

Ein Buch, was in der ersten Buchhälfte etwas handlungsarm ist, es sich aber dann legt. Die Autorin schafft ganz verschiedene Figuren mit Unterhaltungspotenzial.

Veröffentlicht am 25.08.2021

Abgedreht

Die verschwundenen Studentinnen
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Inhalt:
Als eine ermordete Studentin aufgefunden wird, ist die Kommilitonin Zoe in hellem Aufruhr. Auch ihre Tante Mariana, die als Traumatherapeutin tätig ist, sorgt sich um ihre Nichte und reist zu ...

Inhalt:
Als eine ermordete Studentin aufgefunden wird, ist die Kommilitonin Zoe in hellem Aufruhr. Auch ihre Tante Mariana, die als Traumatherapeutin tätig ist, sorgt sich um ihre Nichte und reist zu ihr. Schnell gerät Professor Fosca mit einem passenden Motiv ins Visier.



Meine Meinung:
Die Identität des Täters scheint von Beginn an eindeutig und genau daran klammert sich die ganze Geschichte. Die Protagonistin Mariana, die zunächst seriös auftritt, verliert bei zunehmender Handlung an Glaubwürdigkeit, da sie sich eisern an ihre Theorie klammert. Für sie gibt es nur einen in Frage kommenden Täter, andere Perspektiven lässt sie nicht zu.

Das ist sehr schade, da die Geschichte sehr schnell eintönig wird und die aufgebaute Spannung ab einem gewissen Punkt in Langeweile und Langatmigkeit umschlägt.

Die griechische Mythologie wird hochangesehen und muss bei der Ermittlung des Täters mitgedacht werden. Leider war die in dem Buch dargestellte Mythologie für mich nicht greifbar, da dessen Aspekte zu schnell abgehandelt wurden und teilweise ohne weitere Erklärung im Raum verblieben.
Durch den schlichten Schreibstil bin ich trotz der Kritik schnell zum Ende gekommen. Die anderen Figuren, welche durchweg interessante und verschiedene Charaktere hatten, haben die Geschichte mit Leben gefüllt.
Mit dem Abschluss hat der Autor jedoch über das Ziel hinausgeschossen. Der Täter und sein Motiv sind für mich schlüssig gewesen, jedoch wird die Auflösung um einige Unglaubwürdigkeiten ergänzt, dass es doch abwegig erschien.



Fazit:
Nach dem vorhersehbaren Vorgänger folgt die nächste Enttäuschung von Alex Michaelides. Eine einseitige, starre Blickseite gepaart mit einem kuriosen Ende werfen einen großen Schatten auf die gelungenen Aspekte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.07.2021

Mittelmaß

Gib deinem Glück eine Chance, Keiko Carter
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Inhalt:
Die drei Freundinnen Keiko, Audrey und Jenna besuchen die siebte Klasse. Nachdem Jenna sich wegen der Trennung ihrer Eltern etwas zurückgezogen hat, beschließen die Mädchen einen Partner für den ...

Inhalt:
Die drei Freundinnen Keiko, Audrey und Jenna besuchen die siebte Klasse. Nachdem Jenna sich wegen der Trennung ihrer Eltern etwas zurückgezogen hat, beschließen die Mädchen einen Partner für den Herbstball zu finden. Doch das führt zu Streit.



Meine Meinung:
Das Buch ist für eine jüngere Zielgruppe, etwa 10- 14 Jahre bestimmt. Die drei Protagonistinnen handeln teilweise noch sehr naiv, doch im Laufe der Geschichte lässt sich eine Entwicklung von Keiko feststellen. Über die drei Mädchen erfährt der Leser zwischenzeitlich auch aus ihrer gemeinsamen Vergangenheit. Die Dreierkonstellation und das Verhältnis zu anderen Figuren wirkten sehr konstruiert.
Debbi Michiko Florence greift typische Themen für dieses Alter auf. Besonders das Thema Liebe und Jungs steht hier im Vordergrund, aber auch Freundschaft und Familie bekommen ihren Raum. Die Geschichte nimmt leider einen – auch für Jüngere - vorhersehbaren Verlauf an, die mit einem unerwarteten Ende jedoch noch überraschen konnte. Je weiter die Geschichte voranschreitet, desto mehr machte es mir den Eindruck, dass Jenna immer unwichtiger für die Geschichte wurde und mehr Erwähnung hätte finden können.



Fazit:
10- 14-Jährige werden sicherlich ihren Spaß an dem Buch finden, da Themen behandelt werden, die gerade in diesem Alter aktuell sind. Der Verlauf mag etwas vorhersehbar sein, dennoch vermittelt die Pointe am Schluss eine wichtige Botschaft.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.05.2021

Mehr Potenzial

Berlin Heat
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Inhalt:

Tom Lohoff ist süchtig und verbringt seine Zeit fast ausschließlich in der Spielhalle. Seine 12000 Euro Schulden bei einem Sexbarbetreiber muss er so schnell wie möglich begleichen. Als er unter ...

Inhalt:

Tom Lohoff ist süchtig und verbringt seine Zeit fast ausschließlich in der Spielhalle. Seine 12000 Euro Schulden bei einem Sexbarbetreiber muss er so schnell wie möglich begleichen. Als er unter Druck gerät, beklaut er seinen Kumpel und stellt unter der Hand zwei Fremden eine Wohnung seines Vaters zur Verfügung...



Meine Meinung:

Die Geschichte soll zeitlich nach der Corona- Pandemie spielen, doch davon ist nicht viel zu merken. In einigen Nebensätzen wird etwas dazu gesagt, doch Thema ist es nicht mehr wirklich. Für mich scheint es so, als wäre es bloß eine Verkaufsmasche.

Der Protagonist Tom Lohoff wird als absoluter Looser dargestellt. Mich wundert das nicht, da er nicht vorausschauend denkt und zu impulsiven Handlungen neigt.

Die ersten 60 Seiten lernt man Tom Lohoffs Lebensumstände und Umfeld kennen, dann setzt der rote Faden ein. Es gibt eine spannende Pointe, die der Autor jedoch ein gutes Drittel später selbst wieder zunichtemacht. Schade. Ich hätte mir für die Geschichte einen anderen, spritzigeren Verlauf gewünscht. Ein paar mehr Seiten als 254 hätten der Geschichte gutgetan, da sie definitiv mehr Potenzial hat! An sich ist die zugrunde liegende politische Thematik lesenswert.

An dieser Stelle möchte ich jedoch noch eine Warnung aussprechen, da in dem Buch eine raue, grobe Sprache verwendet wird und durchaus ekelhafte Szenen vorkommen. Wen das triggert, sollte das Buch besser nicht lesen.



Fazit:

Eine Geschichte, die mehr Potenzial hat, dieses jedoch nicht in der Kürze entfalten konnte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.05.2021

Hin und Her

Hailey Blake
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Hailey Blake 2

Inhalt:

Zu Kai verspürt Hailey eine gewisse Verbindung, doch dann tritt der neu hergezogene Jess in ihr Leben. Eine Reihe von Ereignissen bringen ihre Entscheidung für einen Mann ins ...

Hailey Blake 2

Inhalt:

Zu Kai verspürt Hailey eine gewisse Verbindung, doch dann tritt der neu hergezogene Jess in ihr Leben. Eine Reihe von Ereignissen bringen ihre Entscheidung für einen Mann ins Wanken.



Meine Meinung:

Dieser zweite Band knüpft direkt an die Geschehnisse des ersten Bandes an. Vorwissen des ersten Bandes ist demnach sinnvoll. Die Autorin schreibt locker leicht und setzt viele Dialoge ein, durch welche das Buch schnell wegzulesen ist.

Leider kann ich mich mit den Protagonisten noch nicht anfreunden. Hailey ist noch sehr unreif, lässt sich stark von anderen Meinungen beeinflussen und agiert aus ihrer Naivität heraus. Kai, der männliche Part, wird als der klassische Badboy deklariert, doch diese Züge sind mehr oder weniger stark ausgeprägt. Ich denke, dass sich eine jüngere Zielgruppe, etwa 12- 17 Jahre besser mit den Figuren identifizieren kann und der Geschichte mehr abgewinnen können.

Die Grundidee basiert auf einer Dreiecksgeschichte, die definitiv Potenzial hat. Was im ersten Band nicht entschieden werden konnte, war wegen Haileys Stimmungslagen auch wieder ein einziges Hin- und Her. Abwechslungsreich war immerhin das Setting und die “Attraktionen”, die die Figuren erleben durften.



Fazit:

Eine jüngere Zielgruppe (12- 17 Jahre) wird vermutlich Freude an dem Buch haben. Ich habe es jedoch mit gemischten Gefühlen beiseitegelegt, weil ich keine Entwicklung der Charaktere und generell keinen wesentlichen Fortschritt in der Geschichte erkennen konnte.