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Veröffentlicht am 27.10.2025

Schicksalsschläge, die unter die Haut gehen …

Lebensbande
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Mein neuestes Buch „Lebensbande“ von Mechthild Borrmann ist ein fesselnder zeitgeschichtlicher, historischer Roman über drei unterschiedliche Frauen, in Ost- und Westdeutschland, den man unbedingt gelesen ...

Mein neuestes Buch „Lebensbande“ von Mechthild Borrmann ist ein fesselnder zeitgeschichtlicher, historischer Roman über drei unterschiedliche Frauen, in Ost- und Westdeutschland, den man unbedingt gelesen haben sollte. Das Cover ist ansprechend gestaltet und zeigt zwei der Frauen, die sich untergehakt haben, vor einem verschwommenen Hintergrund. Die Situation ist sehr dynamisch und spiegelt für mich die Frauen-Freundschaft, die auch im Roman vorkommt, deutlich wider.
Vorab steht ein Zitat von Marc Aurel, dass mir gut gefällt:
Man bereut nie, was man getan,
sondern immer,
was man nicht getan hat.
Das Buch startet mit einem packenden Prolog, als Leser begleitet man die Protagonistinnen Lene, Nora und Lieselotte „vom 2. Weltkrieg bis zum Mauerfall“ und taucht dabei tief in deren, teils dramatischen Lebensgeschichten ein. Gruselige, „damalige Zeitgeschichte“ trifft dabei auf die teils „verwobenen Schicksalsfäden“ der eben genannten Frauen. Die mir vorher unbekannte Autorin, hat sich „von wahren Ereignissen und Schicksalen“ inspirieren lassen und schreibt sehr spannend. Der Schreibstil, die Wortwahl und die Beschreibungen sagen mir sehr zu. Ich mag den Mix aus historisch und fiktiv, bildgewaltig und gut recherchiert. Die Charaktere sind gut erdacht und fein beschrieben. Der Plot hat es in sich, fast schon, wie bei einem Krimi. Und ich könnte mir den Roman-Stoff daher auch gut als packenden Film vorstellen. Ich empfehle euch vorsorglich Taschentücher bereit zu legen, denn der Plot ist mitreißend und unter die Haut gehend. Er unterteilt sich in zwei Zeitebenen und spielt u.a. in Kühlungsborn, am Niederrhein oder in Ratingen. Die 34 geschriebenen Kapitel sind dabei erschütternd und sehr, sehr traurig. Mechtild Borrmann gelingt es in der Erzählung immer wieder „große Schicksalsschläge“ und „Hoffnung/Glück“ glaubhaft und nachvollziehbar zu beschreiben. Ich leide, wie bei jedem guten Buch, kräftig mit den mir sehr sympathischen Protagonistinnen mit. Ihre Schilderungen lassen mein Kopfkino kurzerhand anspringen. Es gibt einige Trigger: Vergewaltigung, Verschleppung, Tod oder massive Gewalt, die für Zartbesaitete nur schwer zu ertragen sein dürften. Die Romanfiguren Lene, Nora und Lieselotte kannten sich vorher nicht, werden dann aber nach und nach zu guten Freundinnen, die einander Halt geben und große Risiken auf sich nehmen, um einander beiseite zu stehen. Dieser Mut und die besondere Freundschaft der Mädchen, gefällt mir sehr, insbesondere weil Krankenschwester Nora alles ermöglicht, um Lene und ihren kleinen Sohn Leo zu retten. Das war zur damaligen Zeit, wie man als Leser, im Roman erfährt, ein großes Risiko, denn wegen eines Handicaps gilt Leo als »Reichsausschusskind«, dem nach dem Leben getrachtet wird. Später lernt Nora Lieselotte in Danzig kennen und drei Jahre später werden die Frauen in einen Gulag der Sowjetunion verschleppt. Was für eine Tragödie, beim Lesen musste ich immer wieder mal weinen, denn unter den neunhunderttausend Arbeitskräften, die Stalin unter anderem im Rahmen der Reparationszahlungen zugesichert wurden, waren ja auch die Frauen, von denen zuvor berichtet wurde. Zu viel möchte ich euch natürlich nicht verraten, denn dieser Roman hat wirklich alles, was einen Bestseller ausmacht und nach wie vor hochaktuell und brisant ist.

Die Autorin:
Mechtild Borrmann, Jahrgang 1960, verbrachte ihre Kindheit und Jugend am Niederrhein. Bevor sie sich als Schriftstellerin einen Namen machte, war sie u. a. als Tanz- und Theaterpädagogin und Gastronomin tätig.

Weitere Bücher:
Der Geiger
Die andere Hälfte der Hoffnung
Trümmerkind
Grenzgänger
Feldpost

Fazit: ***** Der Roman „Lebensbande“ von Mechtild Borrmann ist im Droemer Verlag erschienen. Das gebundene Buch hat mit Epilog, Nachwort und Danksagung 281 Seiten, die mich tief bewegt haben.



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Veröffentlicht am 20.10.2025

Übersinnlich?

Remain – Was von uns bleibt
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Nicholas Sparks zählt zu einem meiner Lieblingsautoren und ich besitze fast alle seiner Bücher und habe sie immer begeistert gelesen. Sein neuester Roman: „Remain – Was von uns bleibt“ ist allerdings irgendwie ...

Nicholas Sparks zählt zu einem meiner Lieblingsautoren und ich besitze fast alle seiner Bücher und habe sie immer begeistert gelesen. Sein neuester Roman: „Remain – Was von uns bleibt“ ist allerdings irgendwie etwas anders, als all die vorherigen Werke. Das fängt schon beim Buchcover und dem bedruckten Einband an, lasst euch überraschen und staunt wie ich. Als Betrachter sieht man einen funkelnden Sternenhimmel, rosa Wolken, ein beeindruckendes Haus mit Flügelfenstern und Veranda und hinter einem Erkerfenster eine Schattenfigur im Licht. Ich finde, die neue Kombination richtig toll und gelungen. Der Autor hat zudem einen mystischeren, neueren Schreibstil entwickelt und scheint sich irgendwie neu „zu erfinden“. Berührend und spannend waren die anderen Bücher immer, aber dieses Buch ist eine mysteriöse Mischung aus Crime, Tod, Begegnungen und nicht enden wollender Liebe und auch Hoffnung. Der Protagonist und sehr naturverbundene Architekt Tate Donovan hat durch den Tod seiner Schwester Sylvia heftige Depressionen. Sein Freund Oscar und dessen Frau Lorena möchten gerne ein Sommer-Haus auf „Cape Cod“, dass Tate planen und umsetzen soll, um auf andere Gedanken zu kommen. Tate stürzt sich in die Arbeit und ist während dessen in einem Bed & Breakfast in der Nähe untergebracht. Allerdings ist es dort, für meinen Geschmack, etwas „spookie“ und die mysteriöse Besitzerin Wren hat viele Geheimnisse, die man als Leser nach und nach erfährt. Und die ich euch natürlich nicht alle auf die Nase binden möchte, denn ihr sollt das Buch ja noch selber lesen. Der Schreibstil von Nicholas Sparks ist auch bei diesem Roman mitreißend und spannend zugleich. Die Seiten fliegen beim Lesen nur so vor meinen Augen dahin. Ich mag die geschilderten Szenen und die Mischung aus Tod, Liebe, Crime und ganz vielen Gänsehautmomenten gefällt mir ausnehmend gut. Mal etwas ganz anderes als sonst und mit einem Schuss Parapsychologie. Der Plot hat es in sich und erinnert mich ein wenig an den Film „Ghost-Nachricht von Sam“, der mal in den 90- ziger Jahren in den Kinos lief. Und ich kann euch empfehlen, euch ebenfalls Taschentücher bereit zu legen, denn am Ende wird es, auch bei dem mir vorliegenden Roman, wieder mal gewohnt traurig.


Weitere Bücher:
Seit du bei mir bist, Mein letzter Wunsch, Im Traum bin ich bei dir, Wo wir uns finden, Wenn du zurückkehrst, Kein Ort ohne dich, Du bist nie allein, Wie ein Licht in der Nacht, Wie ein einiger Tag, Mein Weg zu dir, u. v. mehr

Fazit: ***** Der Roman „Remain- Was von uns bleibt“ von Nicholas Sparks ist im Heyne Verlag erschienen. Das gebundene Buch hat 382 Seiten und ist in meinen Augen äußerst lesenswert und genial geschrieben. Es wirkt auch nach dem Ende der Lektüre länger nach, wenn ihr euch darauf einlasst.








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Veröffentlicht am 05.10.2025

Taschentuch-Alarm

Little Germany - Der Geschmack von Freiheit
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Little Germany – Der Geschmack von Freiheit

Endlich, endlich geht es mit der berührenden Familiensaga „Little Germany – Der Geschmack von Freiheit“ von Maria Nikolai weiter. Dieser Roman besitzt alles, ...

Little Germany – Der Geschmack von Freiheit

Endlich, endlich geht es mit der berührenden Familiensaga „Little Germany – Der Geschmack von Freiheit“ von Maria Nikolai weiter. Dieser Roman besitzt alles, was für mich einen Lieblingsschmöker ausmacht „Tod, Trauer, Wut, Ängste, Sorgen, Nöte, Liebe, Mut, Neuanfang, Freiheit“ und ich empfehle euch vorsorglich Taschentücher bereit zu legen, den Teil zwei startet gleich sehr „unter die Haut gehend“ und traurig mit der verheerenden Katastrophe, dass das deutsche Viertel in Aufruhr versetzt. Die Hauptprotagonistinnen Lissi und Julia von Varrell, die mir bereits im ersten Teil, ans Herz bewachsen sind, müssen neue Herausforderungen überstehen und meistern. Der Roman startet mit einem Text von John Newton:
Amazing grace, how sweet the sound
That saved a wretch like me
I once was lost, but now am found
Was blind, but now I see
Das erste Kapitel beginnt, wo der erste Teil geendet hat, dass dramatischen Unglück wird wort- und bildgewaltig von der Autorin beschrieben. Sehr packend und spannend zugleich, wird man so als Leser tief in die Geschichte hineingezogen. Der Plot spielt u.A. im North Brother Island im East River (New York), Fifth Avenue Hotel, Brooklyn, Little Germany, Bronx oder in der Backstube der Swabian Pretzel Bakery, um nur ein paar zu nennen.

Buchrücken:
Zwei Frauen, zwei Entscheidungen, die alles verändern

Das Cover ist auch bei der Fortsetzung wieder wunderschön und macht durch seine geglückte Motivwahl den Eindruck als wäre es tatsächlich aus der damaligen Zeit. Als Betrachter sieht man in Sepia-Tönen und teilendsättigt ein Paar am rechten Bildrand, darunter ist die Brücke und die Skyline von New York zu sehen. Der Titel „Little Germany“ ist in Glanzgold-Druck und wirkt sehr edel. Im broschierten Buchumschlag ist ein Kartenausschnitt von New York City um 1903, So etwas mag ich immer besonders, da es einen zusätzlichen optischen Einblick in die Gegebenheiten zum Buch gibt.

Die Seiten fliegen beim Lesen nur so vor meinen Augen dahin, hochatmosphärisch, realistisch wirkende und bildhafte Beschreibungen machen das Buch, für mich, zum neuen Lieblingsbuch. Die Wortwahl und die Beschreibungen gefallen mir sehr gut und sind dadurch perfekt lesbar, der Plot ist traurig, der Spannungsbogen perfekt und die vielen Einschübe aus „fiktiv/historisch“ bilden für mich das i-Tüpfelchen.
Sie sind von der Autorin super recherchiert, dass werdet ihr beim Lesen ebenfalls feststellen.

Die Autorin:
Maria Nikolai liebt historische Stoffe und zarte Liebesgeschichten und war mir schon durch die Romane der Schokoladenvilla bekannt, die ich ebenfalls besitze.

Weitere Bücher:
„Die Schokoladenvilla“, „Die Schokoladenvilla. Goldene Jahre“, „Die Schokoladenvilla. Zeit des Schicksals“, „Töchter der Hoffnung. Die Bodensee-Saga“, „Töchter des Glücks. Die Bodensee-Saga“, „Töchter eines neuen Morgens. Die Bodensee-Saga“, „Little Germany-Der Duft der neuen Welt“.

Fazit: ***** Der Roman „Little Germany – Der Geschmack von Freiheit“ von Maria Nikolai ist im Penguin Verlag erschienen. Das broschierte Taschenbuch hat 509 Seiten und ist ganz fantastisch geschrieben und perfekt für regnerische Herbsttage. Hier wurde an alles gedacht, neben einem Personenverzeichnis, historischen Romanhintergründen und einem Glossar, gibt es zu meiner großen Freude „REZEPTE“, aus Lissis Kleiner Konditorei, die ich selbstverständlich als begeisterte Leserin ausprobieren werde.


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Veröffentlicht am 02.10.2025

Pasta-Zauber …

Il mondo della Pasta
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Ich liebe Italien, Kochbücher, kochen, essen und fotografieren und bin daher super glücklich mit „Il mondo della Pasta“, aus dem ZS Verlag. Das in meinen Augen, sensationelle Buch zeigt die ganze Vielfalt ...

Ich liebe Italien, Kochbücher, kochen, essen und fotografieren und bin daher super glücklich mit „Il mondo della Pasta“, aus dem ZS Verlag. Das in meinen Augen, sensationelle Buch zeigt die ganze Vielfalt der italienischen Pasta-Kultur auf. Das Cover startet mit einem echten und italienischen Eyecatcher. Als Betrachter sieht man auf der Titelseite, mit einer unterlegten italienischen Fahne, frisch hergestellte Pasta. Der Speichelflussreflex setzt ein…
Der Bestseller-Autor und Koch @DomenicoGentile hat hier großartiges und gut strukturiertes geschaffen. Ich blättere und studiere Seite für Seite und finde den Aufbau und die Gestaltung famos. Draußen ist es nass und kalt und daher perfekt für die "Brotnudeln in Brühe", die im Buch vorgestellt werden. Die Fleischbrühe habe ich etwas kräftiger abgeschmeckt und zusätzlich zum geriebenen Parmigiano noch mit Petersilie getoppt. Uns hat es sehr gut geschmeckt und wir werden es bestimmt noch des Öfteren kochen. Gestern habe ich das Vorwort gelesen, mich über das „Pasta-Wissen“ mit den unterschiedlichen Pasta-Sorten, Pasta-Regeln, usw. hergemacht, mich als Fotografin über die ansprechenden Fotos gefreut und beim Lesen, ganz nebenbei, zahlreiche Infos und Wissenswertes über die Nudelherstellung erfahren. Ergänzt werden die Informationen mit den unterschiedlichen regionalen Besonderheiten. Viele Dinge wusste ich als „gieriger“ Pasta-Esser bisher nicht und ganz erstaunt war ich, dass traditionell keine Sahne verwendet wird. Beim Lesen, Blättern und Stöbern im Buch, bin ich wahnsinnig hungrig geworden. Wahrscheinlich geht es euch allen ähnlich, wenn ihr euch dieses Buch anschafft, da kann einem als Betrachter und Leser „nur das Wasser im Munde zusammenlaufen“ und später der Magen zu knurren anfangen! Vorhin war ich dann einkaufen und habe „Semola, Tipo 00, Kräuter, Knoblauch, Milch, Gorgonzola, Babyspinat und Gnocchi (aus dem Kühlregal besorgt), um ein weiteres Rezept von Seite 236 nach zu kochen… Und den Pasta-Teig von Seite 48 musste ich auch unbedingt ausprobieren, um damit „SFOGLIE mit Kräutern“ zu zaubern. Das hat schon etwas mehr Arbeit gemacht, war aber nach den Vorgaben aus dem supertollen Pasta-Buch von Domenico Gentile, zu zweit als Küchen-Team, gut zu erledigen. Die Rezepte und Beschreibungen sind gut verständlich und lesbar. Ich weiss gar nicht was ich zuerst ausprobieren soll, da die Kochrezepte und Anleitungen alle so genial sind.
Der Teig von Seite 48 ist prima und gelingt mir immer besser. Kicher aber für mehr als zwei Leute „frische Pasta“ herzustellen, ist schon eine Herausforderung und benötigt viel Zeit und Liebe, bei der Herstellung!
„Die Nudel-Szene“ ist einer der bekanntesten Sketche des deutschen Humoristen Loriot und für mich eine Erinnerung an meine Kinder -und Jugendzeit.
„Bitte sagen Sie jetzt nichts“, habe ich auch schon wörtlich genommen… Mit meinem Lieblingsmenschen hatten wir super viel Spaß bei der Zubereitung von der Pasta auf Seite 190. Bei den „Calamarata“ ging erst einiges schief… Die Nudeln waren zu kurz und uns fehlte der Weißwein. Scusi, bitte den Deckmantel des „Schweigens“ benutzen, wir sind ja unter uns: Ich hatte „Ouzo“ zur Hand. Schmeckt ja auch irgendwie mediterran?! Oder? Und was soll ich sagen, der Lieblingsmensch hat ein neues Lieblingsgericht und ich auch! Schaut euch dieses Buch unbedingt mal genauer an, es lohnt sich !!!

Fazit: ***** Das gebundene Buch „Il mondo della Pasta: Die ganze Welt der italienischen Pasta-Formen, ihre Saucen und Rezepte“ hat mit Rezeptverzeichnis gut 264 Seiten, die feiner nicht sein könnten. Hier wurde an alles gedacht und mit raffinierten Rezepten, Infos und hilfreichen Tipps und Tricks dem Leser ein „perfekter Augenschmaus“ aufgetischt! Und meiner Meinung nach, gehört dieses „Pasta-Buch“ in jeden Haushalt, der Nudeln liebt!




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Veröffentlicht am 20.07.2025

Glück und Glas

Das Geheimnis von Murano
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Ich liebe den venezianischen Karneval, das italienische Essen, den Wein und ganz besonders Burano und Murano mit seinen ganzen, edlen Glasschätzen. Mein neuester Roman „Das Geheimnis von Murano“ von Jessica ...

Ich liebe den venezianischen Karneval, das italienische Essen, den Wein und ganz besonders Burano und Murano mit seinen ganzen, edlen Glasschätzen. Mein neuester Roman „Das Geheimnis von Murano“ von Jessica Amankona passt daher perfekt in mein Lesebeute-Schema. Den ersten Teil „Das Vermächtnis von Murano“ habe ich bereits begeistert gelesen. Nun folgt Band zwei. Das neue Buchcover passt, für meinen Geschmack, perfekt. Als Betrachter sieht man eine Szene aus der schönsten Laguna mit Blick auf Gondeln und Fährschiffen und Stadtansicht mit einer Kirche im Hintergrund. Der Titel ist in einer Art ovalen Schildform, ist im Hintergrund angeordnet und wird von Oliven-Zweigen begrenzt. Im Booklet des broschierten Taschenbuchs findet man einen hilfreichen Kartenausschnitt von Venedig und Murano. Als Leser kann man sich so die Gegebenheiten vor Ort besser vorstellen. Das Setting gefällt mir hervorragend. Die Rolle der Frau im historischen Italien wird fein von der Autorin dargestellt. Ich leide ordentlich mit Flavia mit…. Der flüssige, informative und trotzdem detailreiche Schreibstil der Autorin ist gut verständlich und lesbar. Die Murano-Saga zieht mich schnell wieder in den Bann. Ich mag die Insel besonders, da ich schon öfter selbst vor Ort war und sogar schon in dem beschriebenen Glasmuseum war. Und ich finde es spannend nun in Romanform historisch, fiktives Wissen um 1895 zur damaligen Glasbläser-Kunst zu erlangen. Das den Frauen Venedigs das Handwerk und der Besuch der Bibliothek untersagt war und meine Protagonistin Flavia Volpato offiziell „kein cristallo“ herstellen durfte, ist schon ein Hammer. Das muss man sich mal vorstellen und dass es dadurch in der Familie zu vielen Geheimnissen kommt, ebenfalls. Mir gefällt gut, dass auch andere mir bereits vertraute Charaktere wieder mit von der Partie sind. Zusätzlich taucht nun, neben einigen anderen, noch der englische Glaskenner John Pomeroy auf, der für Aufregung und Herzklopfen in Flavias Leben sorgt. Der Spannungsbogen ist gut dosiert und am Ende wird es romantisch und auch etwas traurig, dass verspreche ich euch. Aber zu viel verraten möchte ich selbstverständlich nicht, denn dieser Roman lohnt es, gelesen zu werden.
Buchrücken:
Die Glasbläserin, von der niemand wissen darf
Murano, 1895: Schon lange fertigt die schöne Flavia Volpato heimlich an Stelle ihres eher untalentierten Zwillingsbruders das cristallo der Familie an, auch wenn den Frauen Venedigs das Handwerk immer noch untersagt ist. Trotzdem muss sie machtlos mitansehen, wie der Vater schließlich mit dem Erzrivalen Dal Corso fusioniert. Obendrein bekommt sie einen Glaskenner, den adligen John Pomeroy, auf den Hals gehetzt, der im Auftrag von Sibilla Veridiani ihrem gut gehüteten Geheimnis auf der Spur ist. Sollte er die Wahrheit herausfinden, wäre ihre Teilnahme an der Biennale in Gefahr und damit das Schicksal ihrer ganzen Familie besiegelt. Doch Flavia und John kommen sich immer näher. Beherrscht die begabte Glasbläserin das Spiel mit dem Feuer, oder werden ihre Gefühle sie am Ende alles kosten?
Die Autorin:
Jessica Amankona wurde 1987 in Osnabrück geboren, und wuchs in einem Frauenhaushalt mit vier Schwestern und ihrer Mutter auf. An der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster studierte sie spanische und französische Philologie.
Weitere Bücher:
Das Vermächtnis von Murano (Band 1)
Azurie 1: Tochter aus Mondlicht und Tränen
Fazit: ***** „Das Geheimnis von Murano“. Ist im Heyne Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat mit Epilog und Danksagung 480 Seiten wundervollen Lesespass, den ich euch wärmstens empfehle.

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