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Veröffentlicht am 20.05.2022

Es wäre ein Verbrechen...

Mallorquinische Rache
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Mallorquinische Rache
Diane Jordan
Es wäre ein Verbrechen...
Es wäre ein Verbrechen, es nicht zu lesen. Mein neuester Kriminalroman „Mallorquinische Rache“ von Lilly Alonso spielt auf meiner Lieblingsinsel ...

Mallorquinische Rache
Diane Jordan
Es wäre ein Verbrechen...
Es wäre ein Verbrechen, es nicht zu lesen. Mein neuester Kriminalroman „Mallorquinische Rache“ von Lilly Alonso spielt auf meiner Lieblingsinsel Mallorca und zudem noch in der idyllischen Kleinstadt Sóller. Da ich mit meinem Lieblingsmenschen Karsten mindestens einmal im Jahr dorthin muss, weil mich sonst die Sehnsucht packt und ich Krimis und Thriller liebe, ist dieses Buch perfekt für mich. Der Klappentext ist genau nach meinem Geschmack. Die Protagonisten Lluc Casanovas, seine große Liebe Rosa, Ramón Cabot sowie Ramón Cabot sind perfekt erdacht und fein beschrieben. Sie wirken mit all ihren Macken sehr menschlich und echt. Lilly Alonso begeistert mit einem flüssigen und bildgewaltigem Schreibstil. Als Leser riecht man förmlich die Orangen und Zitronen an den Bäumchen in der verführerischen und traumhaften Landschaft. Der Plot begeistert mich von der ersten Seite an. Die Handlung ist extrem spannend und toll und mitreißend beschrieben. Voll scherzhafter Pointen, Geistesblitze und Wortspielen. Die Insel und ihre Bevölkerung werden erzählerisch gut wiedergegeben. Die Seiten fliegen beim Lesen nur so vor meinen Augen dahin. Zu gerne würde ich wissen, was da im Orangen-Express passiert ist und wer für den Mord verantwortlich ist. Aber so sehr ich auch versuche, dem Mörder auf die Schliche zu kommen, irgendwie liege ich immer falsch. Es gibt einige Verdächtige und zahlreiche Spuren. Und wie im wirklichen Leben, steht das Privatleben des Ermittlers zeitgleich Kopf. Ich muss ehrlich zugeben: „Ich liiiiieeebe diesen Kriminalroman!“ Er hat alles was einen Top-Krimi ausmacht und erinnert mich auch an den Klassiker Orient-Express, der unlängst erst neu verfilmt in die Kinos kam. Allerdings geschieht „unser“ Mord ja jetzt vor smaragdgrünem Meer und der Serra de Tramuntana (Gebirge im Nordwesten Mallorcas). Zudem menschelt er sehr und punktet mit mega viel Lokalkolorit, was mir fantastisch gefällt. Am liebsten würde ich sofort wieder in den Flieger hüpfen und ab auf meine „Insel“ düsen. Vielleicht wandere ich sogar, wie die Schriftstellerin, in späteren Jahren dahin aus. Wer weiss.
Diane Jordan
Inhalt:
Kurz vor der Frühpension geht’s erst richtig los: Sargento Lluc Casasnovas muss noch einmal alles geben

Ramón Cabot wird am hellichten Tag im voll besetzten Sóller-Express erstochen. Der Fall scheint klar: Cabot hat sich während der Fahrt mit seinem Erzfeind Pablo Rivera gestritten. Sargento Lluc Casasnovas übernimmt den Fall. Es soll der krönende Abschluss seiner Karriere werden, bevor er in Frühpension gehen und sich endlich seinem sträflich vernachlässigten Garten widmen kann. Doch so einfach ist das nicht: Es scheint einfach keine Zeugen zu geben, genauso wenig wie eine Tatwaffe. Und dann ist da auch noch Llucs Nachfolgerin Josefina García, die ihm ständig dazwischen pfuscht.
Die Autorin:
Geboren und aufgewachsen in Hannover, hat Lilly Alonso in Berlin studiert und gelebt, bis die Liebe sie schließlich nach Mallorca geführt hat. Hier genießt sie seit fast 20 Jahren das Inselleben, arbeitet als Zahnärztin, beobachtet Land und Leute und schreibt Krimis.
Fazit: *****Der Kriminalroman „Mallorquinische Rache“ von Lilly Alonso ist im Heyne Verlag erschienen. Das broschierte Taschenbuch hat 480 Seiten, die nicht nur Mallorca-Fans wie mir gefallen dürften!



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Veröffentlicht am 19.05.2022

Die Welt entdecken ...

Das Geheimnis von Granada
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Mein neuester Roman „Das Geheimnis von Granada“ ist ein Buch ganz nach meinem Geschmack. Das Cover ist hinreißend gestaltet und macht Lust auf Urlaub. Als Betrachter sieht man eine junge Frau mit Strohhütchen ...

Mein neuester Roman „Das Geheimnis von Granada“ ist ein Buch ganz nach meinem Geschmack. Das Cover ist hinreißend gestaltet und macht Lust auf Urlaub. Als Betrachter sieht man eine junge Frau mit Strohhütchen und luftigen Sommerkleid auf einer Steintreppe sitzen. Die Blickrichtung ist abgewandt und man sieht Teile einer alten Stadt, Palmen und prächtig blühende Büsche. Die gesamte Szene ist in güldenes Licht getaucht und wirkt dadurch sommerlich und leicht. Gleich am Anfang meiner Lektüre finde ich eine persönliche Widmung der Autorin Emma Wagner für mich. Das war eine große Überraschung und Freude für mich. Dankeschön ! Dort steht nun in meiner Ausgabe ein Spruch des Dichters Ibn Zamrak: „Selig ist das Auge, das diesen Garten der Schönheit sieht.“ Herzchen Emma Wagner
Der Klappentext liest sich verführerisch und zieht mich schnell in den Bann. Der Roman teilt sich grob in zwei Zeitebenen, „Vergangenheit & Gegenwart“ und startet mit einem Prolog der 6 Jahre zuvor beginnt. Die Wortwahl und der Schreibstil begeistern mich sofort. Die Armut und der Freiheitsgedanke sind authentisch und greifbar. Ebenso wie die Protagonisten Schneiderin Mina, Gitarrenbauer Diego oder auch die Ärztin Marisol und Fabio. Ich tauche schnell in diese fremde und ferne Welt ein. Die geschriebenen Worte sowie die sehr gute und detailreiche Recherche begeistern mich. Genauso wie das ganze Hintergrundwissen um die Franco-Diktatur. Unmenschlich und besonders fies wurde dort vorgegangen. Der spanische Diktator Franco unterdrückte politische Gegnerinnen mit einer besonderen Gemeinheit. Den Müttern wurden ihre Neugeborenen weggenommen und mitgeteilt, dass die Babys bei der Geburt gestorben sein. Dieser „Babyraub“ und „Kinderhandel“ in Spanien (S.492 ff.), spielt im Roman auch eine zentrale und tragische Rolle. Der geschichtlich reizvolle und zeitgenössische Urlaubsroman entwickelt nach und nach eine gewaltige Eigendynamik. Er wartet mit großartigen Szenen auf, die mein Kopfkino begeistert anspringen lassen. Romantik, Emotionen, große Liebe, aber auch das spannende Familiengeheimnis halten mich davon ab, die Nachttischlampe auszuknipsen. Ich kann einfach nicht aufhören zu lesen. Die Seiten fliegen nur so vor meinen Augen dahin. Alles ist von der Autorin atmosphärisch und warmherzig beschrieben und die Erzählstränge werden nach und nach zu einem großartigen Mosaik, aus vielen farbenfrohen Steinchen zusammengefügt. Als Leserin spüre ich die Liebe der Autorin zu Granada (Südspanien) und der Bevölkerung. Als Fotografin gefallen mir die Schilderungen der Alhambra, die prächtigen Königspaläste sowie die beschaulichen Innenhöfe oder die gigantischen Parkanlagen besonders. Das ist alles so schön beschrieben, dass ich am liebsten sofort in den Flieger hüpfen würde, um dorthin zureisen um meine mir liebgewonnen Romanfiguren dort in „echt“ zu treffen und mit meiner Kamera die ganzen vielen Bildideen umzusetzen, die ich gedanklich, nun entwickelt habe. Und ich empfehle diesen Roman unbedingt als Urlaubslektüre einzupacken.

… Alle neugierigen Reisenden tragen Granada in ihren Herzen, auch ohne es besucht zu haben. -William Shakespeare- …

Bei mir hat dieses Buch jedenfalls die Lust geweckt „die fremde, geschilderte Welt“ zu entdecken und demnächst eine Reise dorthin zu buchen. Und am Ende wird alles gut, denn Märchen enden (fast) immer glücklich.


Inhalt:
Ein bewegender Roman um Liebe und Verlust, um den Zauber Granadas und die Macht der Vergebung von #1-Kindle-Bestsellerautorinn Emma Wagner.
Granada in der Franco-Ära: Für den jungen Gitarrenbauer Diego und die Schneiderin Mina ist es die Zeit ihrer großen Liebe. Aber die Diktatur verlangt den Menschen viel ab, Armut, Angst und Überwachung bestimmen das Leben. Mina und Diego kämpfen für eine gemeinsame Zukunft in Freiheit und ahnen nicht, wie hoch der Preis ist, den sie für ihre Liebe zahlen werden …
Jahrzehnte später macht die deutsche Ärztin Marisol sich Hals über Kopf auf den Weg nach Granada, um ihre spanischen Großeltern zu besuchen – dem geliebten Großvater geht es schlecht. Kaum angekommen, lernt Marisol den verschlossenen Fabio kennen, der sie auf eine rätselhafte Weise anzieht. Während die junge Frau in die verschlungenen Pfade ihrer Familiengeschichte eintaucht, scheint Fabio sein ganz eigenes Spiel zu spielen …


Die Autorin:
Emma Wagner lebt mit ihrer Familie bei Heidelberg. Sie spielt mehrere Instrumente und liebt es auch, mit Leinwand und Farben kreativ zu sein.

Weitere Bücher:
Weil ich von Dir träumte (Inselträume), Weil du mich riefst (Inselträume), Wir.Für immer, Irish feelings: Greycastle in love, Irish feelings – Als ich dich traf, Mit Ski, Charme und Pinguin, Irish feelings: Als ich dich küsste, Irish feelings: Als ich dich sah, Dein.Für immer, Winter, Liebe und ein Wiesel (Herz über Kopf- Bd.3), Eine Schildkröte macht noch keine Liebe, Von Träumen, Eidechsen und der Liebe, Liebe und andere Fettnäpfchen, Schneegestöber, You.Forever., Klappe, Action und Liebe, Die Liebe ist (k)ein Basketballspiel (Bd. 1), Das Handy in der Hummersuppe: oder ein harter Job für die Liebe, Himmelreich mit kleinen Fehlern, Liebe und andere Fettnäpfchen, Mein Kochbuch – Den Verlobten gewidmet,

Fazit: ***** Der Roman „Das Geheimnis von Granada“ ist im „Tinte & Feder“ Verlag erschienen. Das broschierte Taschenbuch hat 588 Seiten, die mich schwer begeistert haben. Dankeschön, an die liebe Emma Wagner, für dieses fantastische Buch!


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Veröffentlicht am 17.05.2022

Das zweite Geheimnis (Die Spionin-Reihe, Band 2)

Das zweite Geheimnis
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Ost-West-Konflikt …
Auf meinen neuen Roman „Das zweite Geheimnis“ von Titus Müller habe ich mich schon sehr lange gefreut und der Veröffentlichung entgegengefiebert. Das Cover ist, wie auch schon bei Teil ...

Ost-West-Konflikt …
Auf meinen neuen Roman „Das zweite Geheimnis“ von Titus Müller habe ich mich schon sehr lange gefreut und der Veröffentlichung entgegengefiebert. Das Cover ist, wie auch schon bei Teil 1, wieder ein echter Eyecatcher. Teilendsättigte Farben, das Brandenburger Tor, einige nostalgisch wirkende Passanten und in der Mitte ein giftgrüner Trabant. Der Buchtitel ist diesmal in einem grün-glänzenden Farbton erhaben aufgetragen. Die Farbe symbolisiert für mich Würde, Autonomie und Umweltfreundlichkeit. Und irgendwie ist die Farbe für mich auch politisch. Der Klappentext ist spannend geschrieben und verspricht gute Unterhaltung. Der Auftakt der Spionin-Reihe hatte es in sich und ich möchte natürlich zu gerne erfahren, wie es meinen Romanfiguren weiter ergangen ist. Besonders wie es Protagonisten Ria Nachtmann und ihrer Tochter Annie ergangen ist. Da gab es ja noch einige Geheimnisse und Fragen zu klären. Und natürlich möchte ich auch erfahren was aus Jens, dem westdeutschen Journalisten geworden ist. Auch dieses Mal ist der Plot raffiniert und fesselnd aufgebaut. Die neue Romanreihe ist eine Trilogie, in der vom Bau bis zum Fall der Berliner Mauer alles gut recherchiert und mit viel Fachwissen aufbereitet durch den Autor, verständlich an den Leser übermittelt wird. Sehr spannend und gut gemacht, wie ich finde. So wird zeitgenössisches prima wiedergegeben. Ich könnte mir die Trilogie auch gut als TV-Produktion vorstellen. Die Ost-West Geschichte wird dramatisch und nervenkitzelig in den selbstständigen, aber thematisch zusammengehörenden Büchern erzählt. Ich mochte den Roman auch dieses Mal kaum aus der Hand legen. Die Zeitreise und die Geschehnisse fesseln mich sehr. Fiktion gemischt mit Realität, scheinbare Wahrheiten und Heimatliebe sind gut gemixt, wie ein Agentencocktail a la James Bond. Undurchsichtig und teils unvorstellbar, begibt man sich als Leser immer tiefer in dieses „Katz und Maus“ Spiel der Stasi. Diesmal wird sogar Tochter Annie auf Rita angesetzt, was ich als besonders perfide und gemein empfinde. Und ich frage mich auch diesmal als Leserin, wie war das durchgeplante Leben in der DDR, wie die Trennung von Verwandten im Westen oder gar die ständige Bespitzelung und das Misstrauen allem und jedem gegenüber? Nach und nach werden viele meine Fragen geklärt und es kommt etwas Licht ins Grau der Unterwelt und deren Machenschaften. Der Schreibstil von Titus Müller gefällt mir sehr. Und ich kann es kaum erwarten zu erfahren, wie es Ria im Abschlussband „Der letzte Auftrag“ der im Sommer 2023 erscheint, weiter ergeht. Aber bis dahin heißt es leider wieder einmal gespannt die Zeit überbrücken und warten……...
Inhalt:

Zwischen Ost und West

Zwölf Jahre nach dem Mauerbau führt Ria Nachtmann ein weitgehend angepasstes Leben in Ostberlin. Niemand würde vermuten, dass sie einst als Spionin für den Bundesnachrichtendienst aktiv war. Nur eines hat die Jahre überdauert: ihre Liebe zu Jens, einem westdeutschen Journalisten. Doch Verbindungen mit dem Klassenfeind sind streng verboten. Als Ria ein geheimes Treffen arrangiert, wird sie bereits beobachtet. Ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel beginnt ...
Der Autor:
Titus Müller, geboren 1977 in Leipzig, hat 13 Romane und 7 Sachbücher geschrieben. Er ist Mitglied des PEN-Clubs und wurde u. a. mit dem C. S.-Lewis-Preis, dem Sir-Walter-Scott-Preis und dem Homer-Preis ausgezeichnet. Seine große Spionin-Trilogie erzählt die Geschichte einer mutigen Frau – und drei Jahrzehnte deutsch-deutscher Geschichte.
Weitere Bücher:
Das zweite Geheimnis, Nachtauge, Der Tag X, Der den Sturm stillt, Tanz unter Sternen, Der letzte Auftrag, Die goldenen Jahre des Franz Tausend, Die Brillenmacherin, Die Todgeweihte, Berlin Feuerland, Vom Glück zu leben, usw.
Fazit: ***** Der Roman „Das zweite Geheimnis“ von Titus Müller ist im Heyne Verlag erschienen. Das broschierte Taschenbuch hat 432 Seiten. Diese sind unglaublich fesselnd, lehrreich und informativ. Die „verbotene“ Liebe, zwischen Rita und Jens, geht unter die Haut und mitten ins Herz. Auch nach dieser Lektüre denke ich noch lange über das spannende Stück Nachkriegsgeschichte, dass brillant von Titus Müller aufgeschrieben wurde, nach.


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Veröffentlicht am 15.05.2022

Aufgeblüht ...

Die Hofgärtnerin − Sommerleuchten
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Die Hofgärtnerin − Sommerleuchten: Roman. Die prachtvolle Familiensaga geht weiter (Die Hofgärtnerinnen-Saga 2)
Aufgeblüht …
Diane Jordan


Auf den zweiten Teil dieser Familiensaga habe ich mich mächtig ...


Die Hofgärtnerin − Sommerleuchten: Roman. Die prachtvolle Familiensaga geht weiter (Die Hofgärtnerinnen-Saga 2)
Aufgeblüht …
Diane Jordan


Auf den zweiten Teil dieser Familiensaga habe ich mich mächtig gefreut. „Die Hofgärtnerin“–Sommerleuchten von Rena Rosenthal punktet auf den ersten Blick mit einem geschmackvollen Cover. Als Betrachter sieht man die Hofgärtnerei, ein Glasgewächshaus, zahlreiche bunte Stauden sowie einen geschwungenen Kopfsteinpflasterweg. Mittig angeordnet ist Marleene, die mir schon in Teil eins ans Herz gewachsen ist. Diesmal trägt sie einen fliederfarbenen Rock und eine weiße Bluse mit Anstecknadel. Sie wirkt reifer und entschlossener. In ihrer linken Hand ist ein Strohhut zu sehen, der für mich perfekt zum Roman passt. Der Klappentext verzaubert mich schnell. Da ich selber gerne in der Natur und im Garten unterwegs bin und zudem leidenschaftlich gerne koche, freue ich mich besonders über das schmackhafte Himbeer-Rosen-Konfitüre-Rezept im Buchdeckel. So etwas finde ich immer besonders toll und probiere das auch oft selber aus. Besonders cool finde ich, dass es ins Oldenburg um 1892 geht. Mit meinem Lieblingsmenschen war ich erst vor kurzem dort und habe mir die hübsche Stadt und den Botanischen Garten in Oldenburg angesehen. Jetzt hat der Roman dadurch für mich noch eine tiefere Bedeutung und ich kann mich noch ein wenig mehr ins „damals“ hineinträumen. Die meisten Protagonisten sind mir schon in Teil eins begegnet, allerdings gibt es auch ein paar neue Gesichter, wie zum Beispiel die neuen Nachbarn. Alle Figuren sind gut beschrieben und wirken authentisch. Marleene ist unterdessen mit Julius verlobt und möchte sich eine eigene Gärtnerei aufbauen. Doch auch diesmal werden ihr „massig Steine“ in den Weg gelegt. Die Familiensaga wartet mit bildgewaltigen Szenen und tollen Beschreibungen auf. Die Wortwahl und der Schreibstil von Rena Rosenthal gefallen mir sehr. Als Leser taucht man mitten ins Geschehen ein und meint den Duft der Blumen, Rhododendren-Sträucher und des duftenden Flieders zu riechen. Mir gefällt dabei besonders, dass Marleene sich nicht vor den neuen Aufgaben und Herausforderungen scheut und dass sie mutig und zielorientiert ihren Weg beschreitet. Die Plattdeutschen Begriffe und Redewendungen aus dem Roman runden, für meinen Geschmack, dieses Buch das zusätzlich mit Liebe, Eifersucht und Intrigen aufwartet, ab. Der Plot wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was das Geschilderte für mich so sehr spannend macht. Zusätzlich wird auch ein bekanntes Gedicht von Annette von Droste-Hülshoff zitiert, was ich als sehr passend empfinde, da es für mich perfekt zur Geschichte passt. Als Leser bekommt man ein sehr gut recherchiertes Blumenbouquet geboten. Dieser bunt geschnürte Strauß bietet dem Leser: Romantik, Humor und Abwechslung vom Alltäglichen. Ich jedenfalls kann es kaum erwarten, wie diese tolle Geschichte weitergeht und was meine Protagonisten noch so alles erleben. Aber mit dem Fächercode, der am Ende des Buches im Anhang versteckt ist, werde ich mir bis dahin die Zeit vertreiben, denn das finde ich ist eine ganz nette Idee.

Inhalt:

Der Traum einer eigenen Gärtnerei. Eine Frau, die mutig in die Zukunft geht. Eine Liebe, die alle Hindernisse überwindet.

Oldenburg, 1893: Marleene und ihr Verlobter träumen davon, eine eigene Gärtnerei aufzubauen, in der sie duftenden Flieder und prachtvolle Rhododendren züchten. Als sich ihnen die Gelegenheit bietet, ein Stück Land zu bewirtschaften, können sie ihr Glück kaum fassen. Eine Auszeichnung auf der Hamburger Gartenschau könnte ihnen außerdem die begehrte Auszeichnung als »Hofgärtnerei« einbringen. Doch innerhalb von kürzester Zeit aus dem Nichts eine Gärtnerei aufzubauen verlangt ihnen und ihrer Liebe alles ab – sogar die Hochzeitspläne müssen zu Marleenes Kummer auf Eis gelegt werden. Und auch ihre Konkurrenten schrecken vor nichts zurück, um die beiden von ihrem Ziel abzubringen. Können sie es dennoch schaffen, ihren großen Traum wahrzumachen?
Dieser Sommer duftet nach bunten Blumen. Die wundervolle Hofgärtnerinnen-Saga geht weiter. In hochwertig veredelter, liebevoller Ausstattung.


Die Autorin:
Rena Rosenthal kommt aus der Nähe von Oldenburg und hat schon als Kind jede freie Minute in der Baumschule ihrer Eltern verbracht. Sie liebt Blumen und spannende Bücher, daher war schnell klar, dass ihre historische Familiensaga von duftenden Fliederbäumen und prächtigen Rhododendren handeln soll. Nachdem der Auftakt der Trilogie im Frühjahr 2021 erschienen ist, wird es 2022 und 2023 weitere Bände der mitreißenden Saga um die junge Gärtnerin geben. Rena Rosenthal lebt heute mit ihrer Familie in Köln.

Weitere Bücher:
Die Hofgärtnerin − Frühlingsträume: Roman (Die Hofgärtnerinnen-Saga 1)

Fazit: ***** Der Roman „Die Hofgärtnerin – Sommerleuchten“ von Rena Rosenthal ist im Penguin Verlag erschienen. Das broschierte Taschenbuch hat gut 713 Seiten die mich abermals voll und ganz begeistert haben und mich nun gespannt auf die Fortsetzung jibbern lassen.




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Veröffentlicht am 15.05.2022

WA(H)R …

Für immer deine Tochter
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Für immer deine Tochter: Roman nach einer wahren Geschichte
Diane Jordan
Der neue Roman „Für immer deine Tochter“ von Bestsellerautorin Hera Lind hat es in sich und ist stellenweise recht dramatisch ...


Für immer deine Tochter: Roman nach einer wahren Geschichte
Diane Jordan
Der neue Roman „Für immer deine Tochter“ von Bestsellerautorin Hera Lind hat es in sich und ist stellenweise recht dramatisch und sehr, sehr traurig. Das Cover ist passend gestaltet. Als Betrachter sieht man in Sepiatönen Teile einer Stadt, einen alten Korbkinderwagen sowie ein paar Trümmerfrauen. In der Mitte des Buchdeckels steht eine junge blonde Frau im blauen Kleid mit roter Jacke. Vor der Brust hält sie ein eingewickeltes Baby, in einer hellen Decke. Das Buch startet im Jahr 2004 in Bamberg und ist nach einer, eigentlich zwei wahren Geschichten, von ihr zur vorliegenden Erzählung zusammengeschrieben worden. Es gibt immer wieder Zeitsprünge, die meines Erachtens prima gewählt sind, um Spannung zu erzeugen, aber auch um die Geschehnisse zu erläutern. Nach und nach ergeben beim Lesen so die einzelnen Puzzlestücke einen Sinn. Die Handlung ist bedrückend und könnte, gerade im Hinblick auf den aktuellen Ukraine-Krieg, nicht beklemmender auf mich wirken. Die geschilderten Kriegsereignisse im Buch machen betroffen und Gänsehaut. Als Leser spürt man die immer gleiche und fiese Fratze des Krieges sowie den kalten Todeshauch. Das Leiden der Zivilbevölkerung, Zerstörung von Häusern und zivilen Einrichtungen wie Krankenhäuser und Kindergärten, um nur einige Beispiele zu nennen. Ohnmacht, die Angst in dunklen und nasskalten Räumen, fehlendes Essen und Trinken, Krankheiten, Verletzungen und Tod. Auswirkungen wie sie uns auch aktuell täglich vor Augen geführt werden. Der Plot rührt und ist nichts für Zartbesaitete. Ich empfehle daher dringend genügend Taschentücher bereit zu legen. Die Protagonisten Paula, ihre verstorbene Mutter Anna, Deserteur Karl sowie Rosa sind teils gut- und detailreich beschrieben. Allerdings fand ich, gerade bei diesem durchaus sensiblen Thema, manche Formulierungen nicht ganz so perfekt und treffend, wie man es sonst von Hera Lind gewohnt ist. Vielleicht ist das durch Erzählungen und Schilderungen meiner Großmutter und Mutter zur Flucht und Vertreibung aus Mecklenburg begründet, oder aber auch durch TV-Filme zur Flucht. Die Dialoge die die Romanfiguren im Buch führen, fand ich teils recht oberflächlich und nicht so zeitgemäß für das Jahr 1945. Auch die wahren Tatsachen, die mich sonst immer begeistern und schnell packen, waren diesmal für meinen Geschmack etwas zurechtgebogen. Das fand ich irgendwie schade. Allerdings ist es ja auch kein „einfaches“ Thema, was man mal eben so runterschreibt. Und das was mich persönlich stört ist eher ein Gefühl, als dass ich konkret Verbesserungsvorschläge dazu machen könnte. Die Trauer und den Schrecken, konnte Lind, wiederum so schildern und an mich weitertransportieren, dass ich das Buch flott durchgelesen hatte.


… Ein Tagebuch, das ein ganzes Leben infrage stellt …

Inhalt:
Paula findet in einer Küchenschublade das Tagebuch ihrer verstorbenen Mutter. Nie hatte Anna von ihrer Flucht mit Baby Paula aus Pommern nach Kriegsende 1945 erzählt. Doch beim Lesen offenbart sich Paula eine Wahrheit, die sie vollkommen aus der Bahn wirft. Ergreifend berichtet Anna von ihrem monatelangen Verstecken mit dem Säugling auf einem Dachboden, von ihrer Verzweiflung, immer den Tod vor Augen, und von dem Deserteur Karl, der Anna und die kleine Tochter in letzter Sekunde rettet. Als Paula von ihrer wahren Identität erfährt, bricht für sie eine Welt zusammen, und sie macht sich auf, um ihre Spuren zu finden.

Die Autorin:
Hera Lind studierte Germanistik, Musik und Theologie und war Sängerin, bevor sie mit zahlreichen Romanen sensationellen Erfolg hatte. Seit einigen Jahren schreibt sie ausschließlich Tatsachenromane, ein Genre, das zu ihrem Markenzeichen geworden ist. Mit diesen Romanen erobert sie immer wieder die SPIEGEL-Bestsellerliste.

Weitere Bücher:
Mit dem Rücken zur Wand, Die Frau zwischen den Welten, Grenzgängerin aus Liebe, Die Frau, die frei sein wollte, Himmel und Hölle, Tausendundein Tag, Hinter den Türen, Drachenkinder, Vergib uns unsere Schuld, Der Mann, der wirklich liebte, Die Sehnsuchtsfalle, Die Hölle war der Preis, Der Prinz aus dem Paradies, Mein Mann, seine Frauen und ich, uvm. ….

Fazit: **** Der Roman „Für immer deine Tochter“ von Hera Lind ist im Diana Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 448 Seiten.




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