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Veröffentlicht am 31.07.2022

Hasenjagd!

Rabbits. Spiel um dein Leben
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Gestalten

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TerryMiles

ToiniRuhnke

TimmoNiesner

DianeJordan

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Audio

Hörverlag

Rabbits: Spiel um dein Leben
Hasenjagd!
Diane Jordan

Die Fortsetzung des Hörspiel - Prequels „Rabbits“ passt für mich perfekt zur Ferienzeit. Ich freue mich auf erneuten Nervenkitzel und das virtuelle mp3-Game als kleine Auszeit, da es für mich „andere“ Unterhaltung als sonst darstellt. Das Cover der MP3-CDs ist auffällig, der Schriftzug „Rabbits“ in leuchtendem Orange und schwarz-grau mit vielen kleinen Ornamenten oder Codes ist der Hase gestaltet. Das Gesamtbild macht auf mich einen kreativen, stimmigen und passenden Eindruck und passt auch perfekt zu Teil 1, die ich auch schon besitze und sehr gut fand. Meine Augen bleiben diesmal an dem Schriftzug: „Spiel um dein Leben“ hängen. Das verspricht doch ordentlich Spannung und Action, wie ich finde. Im Inneren der stabilen Papphülle findet man diesmal eine CD, die mit dem weiter oben erwähnten Hasen bedruckt ist, ich finde das das schon ein wahrer Eyecatcher ist, wenn ihr mich fragt. Im Booklet befinden sich die Kapitelüberschriften, was mir ganz gut gefällt, da ich so schon mal ein wenig luschern kann, was mich erwartet und auch falls ich beim Hören gestört werden sollte für ein besseres Widerfinden sorgt. Die MP3-CD hat eine Laufzeit von zirka elf Stunden. Der Plot ist auf den ersten Blick etwas verwirrend, was mich aber weniger stört, denn ich bin mega gespannt, was mich diesmal erwartet. Und so lausche ich der Einleitung, „Bloß ein blöder Specht“, „in der Spielhalle des Magiers“ bis zu „Notizen zum Spiel“ gebannt. Aber auch „Rhabarber wächst so schnell, dass man es hören kann“, „Alle in einem Boot“ oder „Alles was nicht Rabbits ist“ faszinieren mich. Trotzdem finde ich ihn aber irgendwie mitreißend und sehr spannend. Fast ein wenig wie bei einer Tüte Chips, wo man auch nie ein Ende findet, mir zumindest geht es da so. Die Fortsetzung wird auch diesmal von recht bekannten Sprechern atmosphärisch dargestellt und gesprochen. Was mir gut gefällt, denn nichts ist schlimmer als eine quäkige Stimme und das über viele Stunden. Witzig finde ich auch in Kapitel 53 den Hinweis: „Auf keinen Fall spielen!“ Kicher etwas spät für mich, oder? Die Handlung wirkt zunehmend mysteriös, seltsam und unerklärlich auf mich, was aber auch kein Wundert ist, da ich mich in der Gamer-Szene sonst nicht so tummle und ehrlich gesagt auch Mathematik oder Physik nicht so mein Ding sind. Daher wirkt es irgendwie kryptisch und undurchschaubar, aber auch irgendwie reizvoll auf mich, auch durch die paranormalen Phänomene. Der Spannungsbogen scheint mir durchaus gelungen. Die Wortwahl und der Sprachgebrauch ebenso. Für das vorgestellte Szenario wirkt es authentisch. Im vorliegenden „Rabbits-Hörspiel“ ist das Finden und Befolgen von Verbindungen und Mustern notwendig, mit der Konsequenz, dass der Spieler stets aufmerksam und gehetzt unterwegs ist. Aber für eine kurze Auszeit und ein Abtauchen in eine andere Welt, bestens geeignet. Das Hörbuch ist zudem ungewöhnlich und scheint meiner Meinung nach, gut recherchiert zu sein, da einiges an Fachwissen zur Gamer-Szene dem Zuhörer geboten wird. Und es macht irgendwie süchtig zu erfahren, was da so vor sich geht und passiert. Und ich bin mir nicht sicher, ob man hier noch von Zufall sprechen kann. Da sind schon einige Ereignisse im Plot, für die es keine kausale Erklärung gibt und die durchaus Nervenkitzel versprechen.

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Wer spielt, der schweigt.
Finde die Tür, die Pforte, die Brunnen und Orte.
Wer spielt, der schweigt.
Tritt durch die Tore von Leben und Hölle.
Wer spielt, der schweigt.
Die Wächter sind wachsam und allzeit zur Stelle.
Wer spielt, der schweigt – für alle Zeit. (aus dem Booklet der Vorgeschichte)
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Inhalt:

Deine Mitspieler: unbekannt. Die Regeln: tödlich. Der Einsatz: Dein Leben.

Es ist ein normaler Arbeitstag. Du siehst auf die Uhr: 4.44. Du checkst deine Mails, und 44 ungelesene Nachrichten warten auf dich. Schockiert realisierst du, dass heute der 4. April ist – der 4.4. Und als du in dein Auto steigst, um nach Hause zu fahren, zeigt der Kilometerzähler 44.444 an.
Zufall? Oder hast du gerade RABBITS für dich entdeckt?

Seit vielen Jahren hat K keine Familie mehr und kann sich nur noch auf zwei enge Freunde verlassen – Chloe und Baron. Gemeinsam sind sie süchtig nach RABBITS. Niemand weiß genau, seit wann dieses geheime Spiel im Untergrund existiert. Wann endlich die nächste Runde beginnt. Wer mitspielt. Was der Gewinner bekommt. Doch diese eine Regel ist klar: Die Spieler dürfen nicht darüber sprechen. Und wer gegen die Regel verstößt, schwebt in Lebensgefahr. So wie ein berühmter Ex-Spieler, der K einen Auftrag erteilt und plötzlich spurlos verschwindet. Alarmiert schlägt K alle Warnungen in den Wind und fängt an, den Hinweisen zu folgen – ohne zu ahnen, dass die gefährlichste RABBITS-Runde aller Zeiten längst begonnen hat.

Der Autor:
Terry Miles ist preisgekrönter Filmemacher, Schöpfer der amerikanischen Public Radio Alliance und Producer der erfolgreichen Podcasts »RABBITS«, »Tanis«, »The Last Movie« und »Faerie« sowie Co-Produzent von »The Black Tapes«. Zwischen Ost- und Westküste der USA pendelnd, verbringt er seine Zeit damit, die mysteriösen Rätsel rund um RABBITS zu erforschen.

Die Sprecher:

Toini Ruhnke, 1993 geboren, absolvierte die Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Schon während ihres Studiums stand sie immer wieder vor der Kamera, u. a. für »Die Pfefferkörner« oder »Notruf Hafenkante«. Seit der Spielzeit 2018/2019 gehört sie fest zum Ensemble des Hamburger Thalia Theaters.


Timmo Niesner, geboren 1971 in Berlin, hatte seinen Durchbruch als 12-Jähriger in der Fernsehserie »Ich heirate eine Familie«. Heute ist er vor allem als Synchronsprecher, -regisseur und Dialogbuchautor tätig. Er ist die deutsche Stimme von Oscargewinner Eddie Redmayne (»Die Entdeckung der Unendlichkeit«, »The Danish Girl«), spricht die Figur des Spock in der Star Trek Filmreihe und synchronisierte Elijah Wood in der Rolle des Frodo Beutlin in der Verfilmung von »Der Herr der Ringe«.

Weitere:

Rabbits – Dein Spiel. Dein Risiko (Prequel)

Fazit:
**** Das Hörspiel “Spiel um dein Leben“ von Terry Miles ist im „der Hörverlag“ erschienen. Auch diese Lesung hat eine Sogwirkung, der man sich als Zuhörer kaum entziehen kann und die mich auch diesmal gut unterhalten hat.

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Veröffentlicht am 29.07.2022

Auf großer Fahrt ...

Pik reist nach Amerika
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Mein neuestes Buch ist ein ganz besonderes Buch. Glaubt ihr nicht? Aber sicher . Der Jugendroman „Pik reist nach Amerika“ von Franz Werner Schmidt ist ein wahrer Kinderbuchklassiker der erstmals 1927 erschien ...

Mein neuestes Buch ist ein ganz besonderes Buch. Glaubt ihr nicht? Aber sicher . Der Jugendroman „Pik reist nach Amerika“ von Franz Werner Schmidt ist ein wahrer Kinderbuchklassiker der erstmals 1927 erschien und in den 50ziger Jahren zahlreiche Auflagen erlangte. In meiner Jugendzeit ist es mir aber leider nicht in die Finger geraten, jetzt wurde das kleine 12x19 cm große gebundene Buch noch einmal neu aufgelegt, was mir prima gefällt, denn auch als Erwachsener mag ich solche Geschichten noch gerne lesen. Das Cover scheint mir vortrefflich gelungen. Als Betrachter sieht man einen kleinen Jungen sowie ein kleines, rotbraunes Eichhörnchen hinter seinem Rücken. In der Ferne auf dem Wasser zeigt sich ein großer Ozeandampfer. Umrahmt ist das Cover mit einem Ornament kleiner Eichhörnchen. Der Klappentext zieht mich schnell in den Bann. Die Protagonisten sind gut gewählt und authentisch beschrieben. Als Leser lernt man das ärmliche Pflegekind Ben, den reichen Terry Adelström, deren Familien sowie das niedliche Eichhörnchen Pik kennen. Der Literaturklassiker startet mit der Abreise der Familie Adelström und der Entführung des kleinen Eichkaters. Terry stiehlt dieses Ben und begibt sich mit diesem auf das große Passagierschiff auf den Weg nach Amerika. Ben lässt sich das natürlich nicht gefallen und versucht seinen tierischen Freund wieder zu bekommen. Das das nicht ohne allerlei Action und Aufregung von statten geht, ist wohl klar. Das Lesealter für dieses feine Büchlein ist ab 8 Jahren, allerdings denke ich, dass es dann vielleicht allerlei Fragen vom „jungen Leser“ zur Lektüre gibt. Einige Szenen, die der kleine Ben als Küchenjunge auf dem Schiff zur damaligen Zeit erlebt, kann man sich besser als älterer Leser vorstellen. Und dass es so etwas wie Prügelstrafe gab und dass Kinder ohne einen triftigen Grund ein paar Backpfeifen oder mehr bekamen, ist für die heutige Jugend sonst wohl nicht so leicht zu verstehen. Und als Leser merkt man erst, dass man schon älter ist, wenn die Worte „historisch“ oder „Postkarte“ einem noch geläufig sind. Schmidt gelingt es aber sehr gut das große Abenteuer, die Tierliebe sowie Verantwortung dafür in Worte zu fassen. Der Schreibstil ist leicht verständlich und der Thematik angepasst. Das kleine rotbraune Nagetier mit dem buschigen Schwanz sowie die Romanhelden wachsen dem Leser schnell ans Herz, mir ging es bei dieser nostalgischen Reise in die Vergangenheit zumindest so.
Inhalt:
Das gibt es doch nicht! Pik, ein zahmes Eichhörnchen, ist Bens Ein und Alles. Doch dann kommt Terry und stiehlt es … und dass ausgerechnet kurz bevor Terry mit seinen reichen Eltern eine Reise nach Amerika antritt. Terry nimmt Pik mit an Bord. Und für Ben ist eines klar: Er muss hinterher und seinen Pik zurückbekommen. – Franz Werner Schmidts klassische, temporeiche Abenteuergeschichte für kleine Leser erschien erstmals 1927 und erfuhr in den 1950er-Jahren zahlreiche Auflagen. Nicht zuletzt Wolfgang Herrndorf war begeistert von diesem Kinderbuch, das ihn zu »Tschick« inspirierte.

Fazit:
***** Das Buch “Pik reist nach Amerika“ ist im Anaconda Verlag erschienen. Es hat 96 unterhaltsame und spannende Seiten, die mir sehr gut gefallen haben und die ich gerne den kleinen und großen Lesern weiterempfehle. Gut gefällt mir, dass weit verbreitete Werte, wie Liebe, Ordnung, Gerechtigkeit oder Freundschaft, wie ein gut geschnürtes Paket in dieser kleinen Geschichte zum Leser transportiert werden.

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Veröffentlicht am 08.07.2022

Lebensretter ...

Leuchtfeuer
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Leuchtfeuer: Die Schwestern vom Waldfriede
Ich habe eine Vorliebe für Berlin, alte Gebäude und Arztserien und finde daher auch die großangelegte Saga von Corina Bomann prima. Diese ist nach wahren Begebenheiten ...

Leuchtfeuer: Die Schwestern vom Waldfriede
Ich habe eine Vorliebe für Berlin, alte Gebäude und Arztserien und finde daher auch die großangelegte Saga von Corina Bomann prima. Diese ist nach wahren Begebenheiten geschrieben, inspiriert von der Chronik einer Krankenschwester erzählt die Erfolgsautorin die packende Geschichte der Berliner Waldfriede-Klinik. Im Mittelpunkt des fiktiven historischen Plots geht es um Aufopferung, Pflege, Liebe, Freundschaften und allerlei dramatische Momente. Das Cover reiht sich perfekt in die neue Serie ein. Als Betrachter sieht man das Krankenhaus im lichten Schein und etwas Dunst. Es wirkt fast wie aus einer anderen Welt. Drum herum ist eine gepflegte Parkanlage mit saftigen grünen Bäumen. Am linken Bildrand sieht man in einer roten Tracht eine junge Frau, das Gesicht ist angeschnitten, sie blickt zur Klinik. Am rechten Arm trägt sie eine rote Kreuz-Binde. Der Titel Leuchtfeuer ist erhaben und in Goldprägung aufgetragen. Die Protagonisten Hanna Richter, Dr. Louis Conradi, Lilly oder Rudolph Kirsch wirken menschlich und lebensecht. Der Schreibstil und die Wortwahl von Bomann begeistern mich ebenfalls. Bildgewaltig und detailgetreu, historische Hintergründe wirken gut recherchiert, Fakten werden gut und flüssig zum Leser transportiert. Emotional und bewegend werden Gefühle, Liebe sowie der „braune Terror“ von der Autorin schriftstellerisch gemeistert. Die Handlung ist aufwühlend und geht unter die Haut, fast wie bei einer Injektion, bei der sich die gelösten Arzneimittel im Körper verteilen. Das bewegende Schicksal der vorgestellten Heldinnen berührt mich sehr. Ein Zeitdokument, was mich vorsichtshalber ein Päckchen Taschentücher nahe der Lektüre legen lässt, denn ich leide meist ja höllisch mit meinen Romanfiguren mit und vergieße auch hin und wieder ein paar Tränen. Der Erzählerin gelingt es phänomenal, sich in den Klinikalltag hineinzuversetzen. Die Sorgen und Nöte der Patienten werden glaubhaft in Szene gesetzt.
Der Spannungsaufbau ist auch bei dieser grandiosen Fortsetzung geglückt. Die zahlreichen Seiten fliegen beim Lesen nur so vor meinen Augen dahin. Ich möchte unbedingt erfahren, was da so passiert und vor sich geht und selbstverständlich auch, was Lilly für ein „dunkles Geheimnis im Nacken“ hat. Die Zeitreise nach 1925 ist unheimlich spannend. Die Politik um 1933 ist geprägt durch die „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten unter Adolf Hitler. Beklemmend und gut wiedergegeben.

Inhalt:
Eine mutige Kinderschwester kämpft für ihre kleinen Patienten und ihr eigenes Glück. Die mitreißende Waldfriede-Saga geht weiter!

Berlin-Zehlendorf, 1933. Gerade als sich das Waldfriede endlich einen Namen gemacht hat und Klinikleiter Conradi in die Berliner Chirurgische Gesellschaft aufgenommen wird, ziehen mit der Machtergreifung der Nazis dunkle Wolken am Horizont auf. Plötzlich steht das Waldfriede und sein Personal unter Beobachtung. Doch die junge Kinderschwester Lilly sorgt sich weniger um sich selbst als um ihre kleinen schutzbedürftigen Patienten und die Menschen, die ihr nahestehen: Längst hat sie erkannt, dass ihre Gefühle für den Arzt Rudolph Kirsch über ein rein berufliches Verhältnis hinausgehen. Sie ahnt, dass sie nicht als Einzige ein Geheimnis verbirgt. Die Zeiten werden immer bedrohlicher, und Lilly immer verzweifelter: Soll sie alles riskieren – um am Ende vielleicht alles, was ihr am Herzen liegt, zu verlieren?

Die Autorin:
Corina Bomanns Romane sind mit einer Gesamtauflage von über zwei Millionen Exemplaren nicht aus den Bestsellerregalen wegzudenken. Mit ihren beliebten historischen Sagas steht sie regelmäßig auf Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste – so zuletzt mit den Bänden »Die Farben der Schönheit. Sophias Triumph« und »Die Frauen vom Löwenhof. Mathildas Geheimnis«. Mit ihrer neuen Romanreihe um die Berliner Klinik Waldfriede erfüllt sie sich einen Herzenswunsch: Inspiriert durch die echte Chronik des Hauses, von deren Existenz sie während eines Aufenthalts dort erfuhr, möchte sie der Klinik und ihrer ereignisreichen Geschichte ein Denkmal setzen und macht sie zum Schauplatz einer großen historischen Saga. Corina Bomann lebt in Berlin-Zehlendorf – in direkter Nachbarschaft zur Waldfriede-Klinik.

Weitere Bücher:
1. Sternstunde. Die Schwestern vom Waldfriede
3. Sturmtage. Die Schwestern vom Waldfriede
4. Wunderzeit. Die Schwestern vom Waldfriede
5. Farben der Schönheit 1-3
6. Die Sturmrose
7. Ein Zimmer über dem Meer u.v.m.

Fazit:
***** Der Roman „Leuchtfeuer“ von Corina Bomann ist im Penguin Verlag erschienen. Das broschierte Taschenbuch hat 624 mitreißende Seiten, die mir wieder fantastisch gefallen haben und die mich jetzt schon sehnsüchtig auf Teil 3 dieser tollen Saga warten lassen.

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Veröffentlicht am 07.07.2022

Hartes Leben „Bräuteschule“ …

Findelmädchen
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Findelmädchen: Aufbruch ins Glück
Hartes Leben „Bräuteschule“ …

Diane Jordan

Manche Bücher packen einen von der ersten bis zur letzten Seite. Mein neuester Roman „Findelmädchen“ von Lilly Bernstein ...

Findelmädchen: Aufbruch ins Glück
Hartes Leben „Bräuteschule“ …

Diane Jordan

Manche Bücher packen einen von der ersten bis zur letzten Seite. Mein neuester Roman „Findelmädchen“ von Lilly Bernstein ist so ein Buch. Das Cover des Taschenbuchs ist perfekt und treffend. Als Betrachter sieht man die Silhouette von Köln. Diese ist teilendsättigt und leicht im Dunst. Auf einer Brücke aus Kopfsteinpflaster stehen zwei Mädchen. Das größere hat einen lustigen Pferdeschwanz, ein adrettes Blüschen und ein kariertes Röckchen. Dicht daneben steht ein kleines dunkelhäutiges Mädchen mit krausen Haaren, was sich freundlich lächelnd umschaut. Die Szene wirkt anrührend und passt perfekt zum Plot. Der Klappentext überzeugt mich sofort. Eine Familiensaga ganz nach meinem Geschmack. Die Protagonisten sind fein erdacht und authentisch beschrieben. Helga, Jürgen, deren Ersatzfamilie sowie Familie wirken lebensecht. Der Schreibstil von Lilly Bernstein ist sensationell. Mitreißend, gefühlvoll und emotional aufs Papier gebracht. Die geschilderten Szenen gehen unter die Haut. Ich bin ganz begeistert. So ein tolles Buch habe ich lange nicht mehr gelesen. Der Spannungsbogen zieht sich durch das gesamte Buch. Begonnen wird im Dezember 1954, der Leser erfährt von Helga und Jürgen und deren Schicksal. Dieses berührt schon sehr. Ebenfalls die spätere Familienzusammenführung mit dem Vater durch den Kindersuchdienst und den französischen Ersatzeltern der beiden. Die Handlung spielt in verschiedenen Zeitebenen und wird durch verschiedene Erzähler dem Leser nach und nach nähergebracht. Besonders spannend wird die Geschichte durch regelmäßige Tagebucheintragungen der „verschollenen“ Mutter der Geschwister, was mir sehr gut gefällt. Puzzlestück um Puzzlestück wird eine grandiose Geschichte daraus. Lilly Bernstein gelingt es durch eindringliche und emotionale Schilderungen, den Leser in den Bann zu ziehen. Toll recherchiert und fein mit den Romanfiguren umgesetzt. Der Traum von Bildung und Beruf, Emanzipation und dem Rollenbild der Frau auf der einen Seite, versus der „unmenschlichen“ Bedingungen, die Findelkinder und ganz besonders die „Besatzungskinder“ aushalten und ertragen mussten, ist fantastisch beschrieben. Ich musste beim Lesen ein paarmal mit den Tränen kämpfen. Auch die für uns heute anmutenden „merkwürdigen“ Gesetze, die es zur damaligen Zeit gab, wie zum Beispiel die „Kuppelei“. Undenkbar heute, aber früher gang und gäbe. Ebenso wie der Besuch bei der „Engelmacherin“, die „illegale“ Schwangerschaften unterbrach. Schüttel, gruselig! Der Roman ist eine tolle Mischung aus Familiensaga und Gegenwartsliteratur, Wirtschaftswunder und Nachwehen des Krieges. Die „Bräuteschule“ und das „Waisenhaus“ sowie die kaltherzigen Nonnen werden so gekonnt beschrieben, dass man meint das alles selber erlebt zu haben. Zudem kommen mir Schilderungen meiner Mutter (Jahrgang 1943) in den Sinn, die im Sauerland selber auf einem von Nonnen geführten Gymnasium unterrichtet wurde. Damals musste sie als „Försters Töchterlein“ noch Stöcke aus dem Wald mitbringen, denn die „Prügelstrafe“ gab es damals noch. Allerdings berichtete meine Mutter, dass sie die Stöcke, die sie dort abliefern musste vorher dick mit Zwiebeln eingerieben habe, damit die eher brechen, wenn die Schülerinnen gehauen wurden und meist traf es sie zuerst, da sie immer für einen Streich zu haben war…. Da muss man doch schlucken, was für harte Zeiten, genau wie in dem vorliegenden Roman. Zum Glück wird am Ende fast alles gut! Und ich möchte nicht spoilern und zu viel verraten, aber dieses Buch mussssssss unbedingt gelesen werden! Und: „by the way“: Für das Cover-Foto habe ich Teile meiner über 50 Jahre alten Puppenstube genutzt und auch drei gedrechselte Holzmurmeln, die im Buch eine zentrale Rolle spielen …. Achtet mal drauf ,-)!

Inhalt:
Das Wirtschaftswunder und die Nachwehen des Krieges: Eine junge Frau erkämpft sich ihren Weg

Köln 1955: Die 15-jährige Helga und ihr Bruder Jürgen leben endlich wieder bei ihrem aus russischer Kriegsgefangenschaft heimgekehrten Vater. Von der Mutter fehlt seit Kriegsende jede Spur. Der Vater baut sich mit einem Büdchen eine neue Existenz auf, Jürgen beginnt bei Ford. Helga aber, die sich nichts sehnlicher wünscht, als aufs Gymnasium zu gehen, soll sich in der Haushaltungsschule auf ein Leben als Ehefrau vorbereiten. Während eines Praktikums im Waisenhaus muss sie entsetzt mitansehen, wie schlecht die Kinder dort behandelt werden. Schützend stellt sie sich vor ein sogenanntes »Besatzerkind«. Und sie verliebt sich. Doch die Schatten des Krieges bedrohen alles, was sie sich vom Leben erhofft hat …

Die Autorin:
Lilly Bernstein ist das Pseudonym der Kölner Journalistin und Autorin Lioba Werrelmann, deren Debütroman Hinterhaus 2020 mit dem Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet wurde. Sie stammt aus einer Bäckersfamilie und wuchs zwischen Laden und Backstube auf. Ihre Mutter ist ebenfalls Bäckerskind und hat die Nachkriegszeit noch in lebendiger Erinnerung. Trümmermädchen - Annas Traum vom Glück ist Lilly Bernsteins persönlichster Roman. Mit seiner Veröffentlichung geht für die Autorin ein Herzenswunsch in Erfüllung.

Weitere Bücher:

Trümmermädchen

Fazit: ***** plus, plus, plus! Der Roman „Findelmädchen“ von Lilly Bernstein ist im Ullstein Verlag erschienen. Das broschierte Taschenbuch hat 592 emotionale Seiten, die sehr gut recherchiert sind und voller Herzenswärme geschrieben wurden.





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Veröffentlicht am 06.07.2022

Plüschohr - Knopf im Ohr …

Fräulein Steiff
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Fräulein Steiff

Diane Jordan

Ich oute mich mal als leidenschaftliche Leserin von Biografien. Lesetechnisch tauche ich dazu gern in das Leben anderer Personen ein, wie bei meinem neuesten Roman “Fräulein ...

Fräulein Steiff

Diane Jordan

Ich oute mich mal als leidenschaftliche Leserin von Biografien. Lesetechnisch tauche ich dazu gern in das Leben anderer Personen ein, wie bei meinem neuesten Roman “Fräulein Steiff“ von Maren Gottschalk. Dieses dicke, gebundene Buch nimmt den Leser mit auf eine faszinierende Reise durch das Leben der Margarete Steiff. Besonders toll, da ich seit über 50 Jahren selbst einige Steiff-Tiere mein Eigen nennen darf. Diese lebensbejahende und mutige Frau, die vor über 173 Jahren gelebt hat, bewundere ich sehr, ebenso wie ihr emsiges Streben und Schaffen. Der Roman beginnt mit einem Register über die wichtigsten historischen Personen, also Fräulein Steiffs Freunde, Verwandte sowie Bekannte und einige erfundene Personen werden dem Leser dort kurz vorgestellt. Weiter geht es mit einem liebenswerten, warmherzigen Prolog über einen verletzten Teddy, der mich gleich in den Bann gezogen hat, da ich diese pelzigen Gesellen selber sammle und liebe. Jetzt folgen einige Zeitsprünge. Der Plot gliedert sich grob in zwei Erzählstränge, thematisiert werden die Jahre 1849 bis 1907. Das bewegte Leben, die Krankheit (Kinderlähmung), der Beruf sowie die Entstehung des kleinen Stoffelefanten in Form eines Nadelkissens sowie der Bau der ersten richtigen Steiff-Fabrik werden gut und verständlich wiedergegeben. Die Seiten fliegen beim Lesen nur so vor meinen Augen dahin, die Spannungskurve zieht sich durch den gesamten Roman. Die junge Margarete Steiff kämpft gegen viele Widerstände und als erfolgreiche Unternehmerin zur damaligen Zeit zu starten und anerkannt zu werden, stelle ich mir doppelt schwer vor. Der Schreibstil der Autorin ist leicht verständlich und detailreich beschrieben. Soviel Wissen geschickt zwischen zwei Buchdeckeln zu präsentieren, ist schon eine Kunst für sich. Die mir vorher unbekannte Autorin werde ich mal im Auge behalten und auch bei ihren anderen Büchern stöbern. Mein vorliegender Roman über das Leben des „Fräulein Steiff“ punktet mit viel Insiderwissen zum Leben meiner Romanheldin, was mir prima gefällt. Die Schilderungen und Erlebnisse werden mitreißend und emotional packend wiedergegeben. Dadurch wirkt das Ganze für mich als Leserin greifbar und echt. Manche Szenen wurden durch die Autorin so gut geschildert, dass ich fast das Gefühl hatte, die Protagonistin und ihr Umfeld selber zu kennen. Beeindruckend zudem die unzähligen Steine, die Margarete Steiff in den Weg gelegt wurden. Und die sie tatkräftig und humorvoll nach und nach, trotz ihrer körperlichen Beeinträchtigungen, beseitigt hat. Tirer Chapeau (Hut ziehen) vor dieser großartigen Leistung und vor dieser wundervollen Frau und ihrem lebensüberdauern Werk, was bis heute große und kleine Steiff-Tier-Fans verzückt, mich eingeschlossen.

Inhalt:
Ein starker Wille, Humor und eine ausgeprägte Neugier – schon als kleines Mädchen will die 1847 im schwäbischen Giengen geborene Margarete die Welt erobern. Selbst nachdem sie unheilbar an Kinderlähmung erkrankt und nie wieder wird laufen können, lässt sie sich den Lebensmut nicht nehmen. Entschlossen folgt sie ihrem Ziel, unabhängig zu sein, und setzt nicht nur ihren Wunsch durch, Schneiderin zu werden, sondern eröffnet auch ein florierendes Filzgeschäft. Und dann kommt der Tag, der alles verändern wird: Margarete näht aus einer spontanen Laune heraus ein Nadelkissen in Gestalt eines Elefanten. Als sie es ihrem kleinen Neffen in die Hände legt, scheint das Tier auf magische Weise zum Leben zu erwachen - und da hat Margarete plötzlich eine Idee …

Die Autorin:
Maren Gottschalk wurde 1962 in Leverkusen geboren. Sie studierte in München Geschichte und Politik und promovierte über Geschichtsschreibung. Seit 1991 schreibt sie Beiträge für die WDR-Radiosendung ZeitZeichen und verfasst daneben Biographien und Romane. Sie lebt in Leverkusen und arbeitet in Köln.

Weitere Bücher:
Wie schwer ein Menschenleben wiegt: Sophie Scholl, Frida: Roman, Factory Man. Die Lebensgeschichte des Andy Warhol, Die Morgenröte unserer Freiheit: Die Lebensgeschichte des Nelson Mandela, Königinnen: Fünf Herrscherinnen und ihre Lebensgeschichten, Die Farben meiner Seele: Die Lebensgeschichte der Frida Kahlo, Jenseits von Bullerbü: Die Lebensgeschichte der Astrid Lindgren, Die Symmetrie der Liebe, u.v.m.

Fazit: ***** Der Roman „Fräulein Steiff“ von Maren Gottschalk ist im Goldmann Verlag erschienen. Das gebundene Buch hat 416 Seiten über eine bemerkenswerte Persönlichkeit.





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