Magie, Liebe und Schuld
Das White Octopus HotelEve Shaw, Mitte zwanzig, lebt ein unglückliches Leben als Kunstgutachterin in London. Sie gilt als kühl und unnahbar und trägt grundsätzlich schwarze Rollkragenpullover auch im Sommer um ihr wanderndes ...
Eve Shaw, Mitte zwanzig, lebt ein unglückliches Leben als Kunstgutachterin in London. Sie gilt als kühl und unnahbar und trägt grundsätzlich schwarze Rollkragenpullover auch im Sommer um ihr wanderndes Oktopus-Tattoo zu verbergen. Eines Tages besucht sie ein alter Mann im Büro, der dem berühmten Komponisten Max Everly zum Verwechseln ähnlich sieht. Er übergibt ihr eine Oktopus-Figur. Der Oktopus sieht genauso aus wie diejenigen, die Eve zu Hause immer zeichnet. Eve recherchiert und findet heraus, dass der Oktopus zur Ausstattung des "White Octopus Hotel" in den Schweizer Alpen gehört. Einem sagenumwobenen Ort, an dem Magie passiert. In der Kunstwelt sagt man, dass es dort auch Briefpapier gebe, mit dem Wünsche in Erfüllung gehen. Dieses Briefpapier benötigt Eve so dringend. Denn sie möchte den Tag ihres vierten Geburtstag ungeschehen machen. Den Tag, an dem sie sich soviel Schuld aufgeladen hat und auch noch zwanzig Jahre später daran zu zerbrechen droht. Seit diesem Tag sieht sie weiße Kaninchen, sich bewegende Oktopusse und rollende Äpfel.
Eve schafft es tatsächlich in die Ruine des "White Octopus Hotel" und mithilfe eines magischen Schlüssels für Zeitreisende ins Jahr 1935. Dort findet gerade eine Schnitzeljagd für die Gäste statt. Wer alle Oktopusse und Uhren im Hotel findet, darf einen magischen Gegenstand behalten. Die Gelegenheit für Eve, an das magische Briefpapier zu kommen.
Im Hotel finden Zeitreisen und magische Begegnungen statt. Es gibt Zimmer und Etagen, die dich nur in bestimmten Jahren für bestimmte Personen öffnen. Und mitten drin Eve Shaw und Max Everly, der berühmte Komponist, der Eve bei der Suche hilft.
Meinung: Ich mochte das Buch sehr. Das Cover ist liebevoll und hochwertig gestaltet und macht neugierig auf das Buch. Schon das weiße Kaninchen auf der ersten Seite hat meine Sympathie gewonnen. Es passiert viel Magie. Die Autorin hat unzählige Ideen und Plot-Twists eingebaut. Ich glaube, ich muss das Buch nochmals lesen, um wirklich alles erfassen zu können. Es ist wirklich ein Feuerwerk! Abseits des Magischen mochte ich besonders die Beschreibungen aus den Schützengräben des Ersten Weltkriegs. So sensibel und menschlich, dass mir die Tränen liefen. "Das White Octopus Hotel" ist ein Buch mit Magie und Zeitreisen, es geht aber auch um die großen Themen Schuld und Liebe.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung!