Profilbild von xbooksaremypassion

xbooksaremypassion

Lesejury Star
offline

xbooksaremypassion ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit xbooksaremypassion über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.06.2026

Cleo & Alex: Gefühlschaos pur!

Dunbridge Academy - Whoever
0

Cleo & Alex waren für mich Gefühlschaos pur. Einerseits wollte ich, dass er sich von Cleo fernhält, damit sie endlich heilen und lernen kann, nach vorne zu schauen & wieder zu leben, statt nur irgendwie ...

Cleo & Alex waren für mich Gefühlschaos pur. Einerseits wollte ich, dass er sich von Cleo fernhält, damit sie endlich heilen und lernen kann, nach vorne zu schauen & wieder zu leben, statt nur irgendwie klar zu kommen. Gleichzeitig war ich aber auch ein absoluter Cheerleader dafür, dass er um sie kämpft, ihr Vertrauen zurückerobert und die beiden wieder zueinanderfinden. Ich hab mir für beide so gewünscht, dass sie wieder das sein können, was sie schon seit Beginn füreinander waren: ihr gegenseitiges Ein und Alles. Ihr Für immer. Dieses Hin- und Her zwischen Loslassen und Festhalten hat mich gleichzeitig verzweifeln und hoffen lassen und genau diese Spannung macht die Geschichte so besonders.

Genau deshalb war es gleichzeitig schmerzhaft und wunderschön, Cleo & Alex dabei zuzusehen, wie sie langsam wieder die Hände nach einander ausstrecken, statt sich weiter wegzustoßen. Auch wenn es nur ganz kleine Schritte waren: ein erwiderter Blick, ein wenig Small Talk, ein "Bleib"; so waren diese doch so wichtig und berührend!

Sarah Sprinz’ Schreibstil ist für mich einfach perfekt: emotional und vor allem auch so bildhaft, dass ich Cleo & die gesamte Clique fast haarscharf vor Augen hatte (von jemandem, der beim Lesen keine Bilder vor dem inneren Auge sieht, will das was heißen!). Ich liebe Sarahs Art, Charaktere zum Leben zu erwecken: mit Ecken und Kanten, Stärken und Schwächen, eigenen Problemen und einer ganz unverwechselbar eigenen Art. Man merkt einfach auf jeder Seite, dass diese Figuren nicht nur auf dem Papier existieren, sondern wie echte Menschen sind – komplex, widersprüchlich und dadurch unglaublich authentisch. So konnte ich nicht nur mit den Charakteren mitfühlen, sondern auch so manche Entscheidung verstehen, die objektiv gesehen total unlogisch war. Die gesamte Clique ist mir unglaublich ans Herz gewachsen, dass ich mir mindestens 2 weitere Bände wünsche - liebe Sarah, Gus verdient doch auch ein Happyend!

Jetzt sehne ich Band 3 entgegen und hoffe, dass noch weitere folgen werden!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.05.2026

Emmett Bush, der Flirtkönig

Fever Dream
0

Ihr könnt sagen, was ihr wollt, aber ich habe den König des Flirtens & der lockeren Sprüche kennengelernt: Emmett Bush. Nie um ein Wort verlegen, immer ein flirtenden Spruch auf den Lippen und zielsicher ...

Ihr könnt sagen, was ihr wollt, aber ich habe den König des Flirtens & der lockeren Sprüche kennengelernt: Emmett Bush. Nie um ein Wort verlegen, immer ein flirtenden Spruch auf den Lippen und zielsicher dabei, sich in genau die eine Frau zu verlieben, von der er sich fernhalten sollte, wenn er die Ranch der Familie nicht verlieren möchte. Julias Art, ihm kontra zu geben, wann immer sie kann und für ihre Träume immer 100 Prozent zu geben, hat die Tension der beiden nur noch befeuert, da beide zwar einen verdammt guten Grund hätten, sich voneinander fernzuhalten, sie sich gegen die Anziehung des anderen irgendwie aber auch nicht wehren können. Relativ schnell war ich an dem Punkt, dass es für mich nur noch einen möglichen Ausgang geben konnte: die beiden gemeinsam oder beide allein. Aber die beiden mit jeweils anderen Partnern? Undenkbar. Bei all den Steinen, die ihrer Liebe in den Weg gelegt werden, wäre in anderen Büchern Zeit für den Third-Act-Breakup, doch hier war für alle glasklar: Aufgeben ist keine Option! Genau das & natürlich die flirtige Art der beiden macht die Geschichte so besonders. Ein weiteres kleines Highlight ist Emmetts Familie, die chaotisch, aber gleichzeitig auch so süß und liebevoll ist und auch ab Sekunde 1 in Julia vernarrt zu sein scheint, obwohl sie die Schwester des Feindes ist. Womit wir auch dabei wären, wie sehr ich es liebe, wenn Buchreihen so verbunden sind, dass man Charaktere aus anderen Reihen wiedersieht und deren Geschichte somit auch nochmal ein Stück weitergeht! Mein einziger Kritikpunkt: die Szene im Diner, als Emmett nach zwei Gläsern Whisky-Cola noch fährt, ohne dass ein Wort darüber fällt, ob er noch fahren sollte & wie gefährlich dieses Verhalten enden kann ...

Da das aber mein einziges Manko war, vergebe ich 4,5/5 🌟 und freue mich auf weitere Bücher von Elsie Silver.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.05.2026

Die Tension - mehr als hot

Powerless - Das Spiel
0

Wer auf der Suche nach einem Romantasybuch ist, das WIRKLICH Enemies to Lovers ist und in dem die beiden Parteien auch einen tiftigen Grund für den gegenseitigen Hass (oder zumindest einseitig) haben, ...

Wer auf der Suche nach einem Romantasybuch ist, das WIRKLICH Enemies to Lovers ist und in dem die beiden Parteien auch einen tiftigen Grund für den gegenseitigen Hass (oder zumindest einseitig) haben, der ist hier genau richtig. Das gesamte Setting konnte mich schnell begeistern. Eine Seuche, die Ober- und Unterschicht getrennt und dazu geführt hat, dass die Magielosen getötet werden? Hat Potenzial. Die Spiele dem Gedenken der Seuche? Erinnert stark an the Hunger Games, aber lieben wir. Mein einziger Kritikpunkt: die 100mal "dank der Seuche" "Seuche, was haben wir hier" etc ... wie sehr kann das Wort Seuche im normalen Sprachgebrauch verbreitet sein? Gerade bei einem Wort, dass daran erinnert, wie 1000e Menschen gestorben sind, fand ich diesen losen Umgang unpassend & für mich den Lesefluss störend. Nichtsdestotrotz habe ich die Story unfassbar genossen, was vor allem an Paes Art lag: schlagfertig, kampfeslustig, teils leicht provokativ, geradeheraus und auch gegenüber den Prinzen nicht um ein Wort verlegen -> alles in allem einfach unfassbar erfrischend im Vergleich zu den vielen anderen Fantasyprotagonistinnen, die von ihrem Helden gerettet werden müssen. Pae braucht keinen Helden, sie ist ihre eigene Heldin. Und gerade dadurch werden ihre verletzlichen Momente, in denen sie doch mal Kais Schulter zum Anlehnen genießt und die knallharte Panzerschale ein Stück aufbrechen lässt, noch bedeutsamer und schöner. Und auch wenn ich Kai nicht nur für die Art, wie er sie über alles stellt, geliebt habe, hatte das einen verdammt großen Anteil. Gepaart mit der Tatsache, dass auch sie seine weiche Seite zum Vorschein bringt & er es nie aufgibt, Pae herausfordern & mit ihr zu diskutieren, waren die beiden schon ein sehr hübsches Match. Vor allem ihr ständiges Geplänkel, die gegenseitige versteckte oder manchmal auch weniger dezente Flirterei & die Tension zwischen den beiden haben es mir angetan. Abgesehen von den beiden habe ich mich aber auch in Kitt verliebt, der Pae ein wundervoller Freund geworden ist und in Adenas süße & verspielte freudige Art.

Alles in allem konnte mich der Auftakt sowohl charakterlich als auch plottechnisch sehr überzeugen und ich freue mich jetzt auf Band 2.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.05.2026

Würde ich es nochmal lesen? Nein

Boston Belles - Villain
0

Grundsätzlich bin ich nicht der größte Enemies-to-Lovers-Fan, aber wenn es gut gemacht ist, waeum nicht. Wenn allerdings einer der beiden grundlos & nahezu permanent gemein ist (und das nicht nur zu seiner ...

Grundsätzlich bin ich nicht der größte Enemies-to-Lovers-Fan, aber wenn es gut gemacht ist, waeum nicht. Wenn allerdings einer der beiden grundlos & nahezu permanent gemein ist (und das nicht nur zu seiner "Enemy", sondern seiner kompletten Familie und seinen Freunden gegenüber), dann hört mein Verständnis irgendwann auf. Und genau das war hier leider der Fall. Während Persephone sich Mühe gibt, eine Beziehung zu ihm aufzubauen und das Beste aus der Situation (für die er sich aktiv entschieden hat!) herauszuholen, würgt er ihr bei jeder sich bietenden Gelegenheit eine rein. Die Gefühle, die er lt. eigenem Monolog versucht, zu unterdrücken -> sind wohl an mir vorbeigegangen, zumindest hab ich sie bis zuletzt nicht gesehen. Klar hatte er an der ein oder anderen Stelle Anzeichen von Eifersucht, aber auch diese Szenen waren für mich nicht sexy, sondern kranker Besitzanspruch. Während des Buchs hab ich mir mehrmals gewünscht, sie würde endlich ihre Sachen packen, ihre Freunde zu Hilfe holen oder notfalls auswandern - hauptsache, sie kommt von ihm los und lässt sich nicht weiter wie ein Fußabtreter behandeln, während sie verzweifelt um seine Liebe kämpft.

Der einzige Part der Story, der mich berühren kann, war sein Trauma, welches ihn zumindest zu 10 Prozent nahbar gemacht und seinen Hass auf einen gewissen Rivalen erklärt hat. Wobei ich mir auch hier gefragt habe, warum er das dann weiter mit sich hat machen lassen ...

Was mir allerdings wieder den Ick gegeben hat, waren die Namen der Kinder -> ich meine, wer denkt sich, ich könnte das Kind Tinder nennen? Vor allem in der gehobenen Gesellschaft erscheint mir das als nicht sehr realistisch ... bei Popstars okay, bei neureichen Geschäftsleuten eher nicht, schließlich will man dort doch professionell & seriös wirken.

Alles in allem konnte mich The Villain leider überhaupt nicht überzeugen, weshalb ich die Reihe nicht weiterverfolgen werde.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.05.2026

Schockierend und gleichzeitig erhellend

Die schönste Version
0

Die schönste Version ist eines dieser Bücher, bei denen man vorher weiß, worauf man sich einlässt. Man weiß, dass es kein schönes, aber ein wichtiges Buch sein wird. Und genau das war es auch: an einigen ...

Die schönste Version ist eines dieser Bücher, bei denen man vorher weiß, worauf man sich einlässt. Man weiß, dass es kein schönes, aber ein wichtiges Buch sein wird. Und genau das war es auch: an einigen Stellen war es grausam, Yannicks Übergriffe auf Jella zu lesen und hautnah mitzuerleben, wie er sie jedes Mal soweit manipuliert, bis sie austickt, um ihr am Ende die Schuld für die Eskalation der Situation geben zu können. Stark fand ich Jellas Weg aus der Beziehung mit Yannick - auch nach einem solchen Übergriff ist es sicher nicht leicht, von heute auf morgen alles hinter sich zu lassen und ins Elternhaus zurückzukehren mit einer "gescheiterten Beziehung". Mit jedem von Jellas Zweifeln habe ich gelitten und gehofft, dass sie trotz allem stark bleibt und nicht zu Yannick zurückkehrt. Gleichzeitig hätte ich mir gewünscht, dass sie eine tiefere Beziehung zu ihren Freundinnen hat und sich ihnen gleich anvertrauen kann, damit jemand für sie da ist und ihr mit all den Gedanken, Zweifeln und Gefühlen beisteht.

So krass ich den Schreibstil an mancher Stelle auch fand, weil er doch sehr direkt und an mancher Stelle derb ausgedrückt ist, genauso sehr bin ich auch der Überzeugung, dass "die schönste Version" genau diesen Erzählstil gebraucht hat - eine Schilderung von einer Betroffenen, nicht mehr, nicht weniger. Kein Schönreden, keine objektive Erzählung, sondern die ungeschönt hässliche Wahrheit.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere