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Veröffentlicht am 12.09.2017

Susan Mallerys neuster Roman „Wer früher küsst, ist länger verliebt".

Wer früher küsst, ist länger verliebt
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Del und Maja kennen sich schon seit Ewigkeiten, vor Jahren wollten die beiden sogar mal heiraten und den Rest ihres Lebens miteinander verbringen. Doch Maja hat damals Schluss gemacht und Dels Herz gebrochen. ...

Del und Maja kennen sich schon seit Ewigkeiten, vor Jahren wollten die beiden sogar mal heiraten und den Rest ihres Lebens miteinander verbringen. Doch Maja hat damals Schluss gemacht und Dels Herz gebrochen. Nun kehren sie beide zurück in ihre kleine Heimatstadt und so kommt es zu unausweichlichen Begegnungen zwischen den beiden. Doch dann kommt es noch dicker, sie müssen beide bei einem Projekt für die Stadt zusammen arbeiten. Werden alte Gefühle wieder hochkommen oder ist ihre Liebe für immer erloschen?

Meine Meinung:

Erst einmal muss ich sagen, dass ich die Gestaltung des Buches sehr ansprechend fand, die bunten Farben passen sehr gut zum Thema und man erfährt sogar ein zwei Kleinigkeiten über die Protagonisten.
Ich habe schon einige Bücher von Susan Mallery gelesen, und ich muss sagen auch diesmal überzeugt mich der Schreibstil. Alles ist sehr locker leicht verständlich geschrieben. Man kommt sehr gut ins Buch rein und erfährt gleich zu Anfang sehr viel über die Charaktere, was sehr hilft Sympathie aufzubauen.
Maja war mir gleich zu Anfang sehr sympathisch, ihre Art mit Sachen umzugehen, Freundschaften zu pflegen und auf ihre Art gut in ihren Job zu sein.
Bei Del hat es ein wenig länger gedauert, ich brauchte ein bisschen um ihn an mich ranzulassen.
Sehr positiv in diesem Buch sind mir die Nebenfiguren aufgefallen, besonders Elaine, ihr Mann und Majas Stiefbruder haben dem ganzen sehr viel Tiefe gegeben. Sie waren nicht irgendwelche komödiantischen Nebenfiguren, sondern hatten ihre eigenen Geschichten und Beweggründe.
Die Geschichte hat teilweise leider einige wichtige Ereignisse nur angerissen, da hätte die Autorin ruhig näher drauf eingehen sollen.
Auch fehlte mir teilweise Spannung und ein richtiger Tiefpunkt, in der Mitte des Buches. Schon sehr früh am Anfang des Buches, war klar wer mit wem endet, da hätte ich mir eine Verzögerung sehr gewünscht.
Zum Ende des Buches gab es einige sehr überraschende Enthüllungen, die man als Leser nicht hätte erahnen können, dies hat mir sehr gefallen.

Fazit:
Alles in allem hatte der Roman ein paar Schwächen, nichtsdestotrotz war die Geschichte in sich stimmig und die Charaktere liebenswert. Ein süßer Liebesroman fürs ganze Jahr.
Daher gebe ich 3 ½ Sterne.

Veröffentlicht am 17.08.2017

Nicht die beste Stolz und Vorurteil Variante

Vermählung
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Erst einmal muss ich sagen, dass mich das Cover wirklich extrem angesprochen hat, es ist sehr auffällig und passt meiner Meinung nach ganz gut zum Buch.

Es wird die Geschichte von Lizzie und Darcy in ...

Erst einmal muss ich sagen, dass mich das Cover wirklich extrem angesprochen hat, es ist sehr auffällig und passt meiner Meinung nach ganz gut zum Buch.

Es wird die Geschichte von Lizzie und Darcy in einem neuen Setting erzählt. Alles wurde einigermaßen gut angepasst. Die jobs der einzelnen Personen passen ganz gut, nur Bingley kann ich mir immer noch nicht so ganz als Fernsehsternchen vorstellen.
Die Geschichte war in sich ganz schlüssig und hat die meisten offenen Fragen beantwortet.
Doch leider musste ich das ein oder andere mal heftig schlucken und hätte am liebsten laut geschrien; "Nein, NEIN, FALSCH, so etwas würde Mr Darcy niemals machen oder Lizzie". Das schreibe ich aber der künstlerischen Freiheit der Autorin zu, jeder hat eine andere Vorstellung von seinen liebsten Figuren.
Alles in allem würde ich das Buch eingeschränkt weiter empfehlen. Wenn man damit klar kommt das die Autorin alles ein wenig freier sieht und eher als "lustige" neue Variation ist man am bestens bedient.

Veröffentlicht am 24.09.2021

Interessante Vermischung von Physik und Magie

Anarchie Déco
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1927 versuchen die Physik-Studentin Nike und der Künstler Sandor die neuauftretenden magischen Verbrechen auf den Straßen Berlins aufzuklären. In Berlin herrscht eine sehr explosive politische Stimmung, ...

1927 versuchen die Physik-Studentin Nike und der Künstler Sandor die neuauftretenden magischen Verbrechen auf den Straßen Berlins aufzuklären. In Berlin herrscht eine sehr explosive politische Stimmung, während die Menschen gleichzeitig heimlich in den Clubs ihre sexuelle Orientierung offenbaren und auch zelebrieren.
Meine Meinung:
Erst einmal muss ich sagen, dass ich das Cover ganz fantastisch finde. Es ist sehr ungewöhnlich und passt hervorragend zum Buch. Für mich sieht das Cover aus, wie so ein Filmplakat von diesen Stummfilmen der 20er.
Ich habe einige Zeit gebraucht, um mich an diese Rezension zu setzen, da es mir sehr schwer fällt dieses Buch zu bewerten. Dies liegt glaube ich vor allem daran, dass der Klappentext nicht zufriedenstellend den Inhalt darlegt. Als ich den Klappentext las, dachte ich dies wäre ein Krimi mit fantastischen Elementen, der in den 1920er Jahren spielt. Doch beim Lesen fiel mir recht schnell auf dass der Krimi-Part nur ein kleines Extra im Buch ist. Es geht sehr viel um Identitätsfragen und sexuelle Orientierungen. Gerade im Mittelteil des Buches geht es fast ausschließlich darum. Fast jede Orientierung wird im Buch behandelt, was ich überhaupt nicht schlimm finde, was mich aber sehr überrascht hat, da ich damit nicht wirklich gerechnet habe. Ein zweiter Punkt der sehr ausgiebig behandelt wurde und womit ich nicht gerechnet habe war die detaillierte Auseinandersetzung mit der damaligen Politik. Mir wurde hier zu viel erklärt und beschrieben. Ich glaube, dass viele Leser und Leserinnen einen guten Überblick über die damalige Zeit haben und daher nicht jedes kleinste Ereignis erklärt werden muss. Dies hat mich besonders gestört, da ich häufig nicht den direkten Zusammenhang zwischen diesem oder jenem politischen Ereignis, das gerade beschrieben wurde, und der Geschichte gesehen habe. Des Weiteren hatte ich mit einer mehr "fantastischeren" Version von Berlin gerechnet, die sich eher grob an wahren Ereignissen orientiert.
Der Schreibstil des Autorenpaares hat mir wirklich gut gefallen. Ich empfand alles als sehr flüssig und konnte auch immer gut zwischen den Perspektiven wechseln.
Zu den Figuren kann ich sagen, dass ich einige Zeit brauchte um mit Nike warm zu werden, da sie nicht unbedingt die sympathischste Figur ist. Was ich aber sehr gut fand und nachvollziehen konnte, war wie viel Nike kämpfen musste um an der Uni und im Beruf als Frau anerkannt zu werden. Ich habe sie sehr dafür bewundert, dass sie immer wieder die Kraft gefunden hat weiterzumachen. Sie kommt ja nicht aus einfachen Verhältnissen. Sie wohnt alleine mit ihrer ägyptischen Mutter in einer winzigen Wohnung. Ihre Mutter Rabea war eine meiner liebsten Nebenfiguren, da sie in ihrer besorgten, aber auch forschen Art, sehr realistisch wirkte. Ihre Sorge und Angst um ihre Tochter waren immer nachvollziehbar und ich konnte verstehen, warum sie es lieber hätte, wenn Nike einfach heiraten und sich niederlassen würde. Sandor, der andere Protagonist, hatte bei mir von Anfang an ein Stein im Brett, da ich nachfühlen konnte, wie schwierig es sein kann einen neuen Job anzufangen und nicht genau zu wissen was man da eigentlich tut. Sandor hat sich politisch engagiert, wobei ich immer irgendwie das Gefühl hatte, dass er nicht mit vollem Eifer und Herzen dabei war.
Fazit:
Alles in allem ein solider und gut geschriebener Roman, den ich aber eher als historischen Roman mit leichten Fantasieelementen bezeichnen würde. Wer gerne mehr über die damalige politische Situation lernen möchte und sich gerne mit dem Thema Identität auseinandersetzt für den ist dieser Roman perfekt!

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Veröffentlicht am 06.09.2021

Sehr nett

The Comfort Book - Gedanken, die mir Hoffnung machen
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Meine Meinung:
Bevor ich das Buch begonnen habe, konnte ich mir gar nicht vorstellen, um was es genau geht in diesem Buch. Doch letztendlich war der Titel hier Program. Das Buch hat mir Hoffnung und ein ...

Meine Meinung:
Bevor ich das Buch begonnen habe, konnte ich mir gar nicht vorstellen, um was es genau geht in diesem Buch. Doch letztendlich war der Titel hier Program. Das Buch hat mir Hoffnung und ein wohliges Gefühl gegeben. Es war nicht zu philosophisch, sondern genau richtig einfühlsam, aber auch weise.
Das Cover gefällt mir nur so lala, da ich es etwas zu nichts-sagend finde. Für mich sieht es aus wie so ein Buch über Astrologie und Mondphasen.
Das Buch liest sich super super schnell, da die Kapitel häufig sehr kurz sind und die Sätze auch sehr kurz sind, aber einprägsam. Besonders wichtige Sätze/Weisheiten wurden im Verlaufe des Buches immer wiederholt.
Matt Haig spricht auch viel von seiner eigenen Depression und gibt immer wieder Tipps wie er es durch sie hindurch geschafft hat. Dabei tut er aber nicht so als würde er das Allheilmittel gegen Depressionen kennen, sondern macht immer wieder klar, dass das sein Weg war. Ich könnte mir gut vorstellen, dass dieses Buch vielen Leuten helfen könnte, die in einer ähnlichen Lage sind.
Außergewöhnlich gut haben mir die kleinen Anekdoten über echte Personen gefallen, die irgendwas herausragendes gemacht haben oder eine schier unmögliche Situation gemeistert und überlebt haben. Einige Namen habe ich mir extra rausgeschrieben, um noch mehr über sie zu erfahren. Diese Geschichten fand ich wirklich inspirierend.
Das Buch hätte teilweise mit weniger Wiederholungen auskommen können und mehr Geschichten über tolle Persönlichkeiten beinhalten dürfen.

Fazit:
Kein weltbewegendes Buch, aber sehr nett für zwischendurch. Einige Stellen fand ich sehr inspirierend.

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Veröffentlicht am 02.06.2021

Zu viel auf einmal

All Our Hidden Gifts - Die Macht der Karten (All Our Hidden Gifts 1)
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Mave entdeckt in ihrer Schule ein geheimnisvolles Tarot-Karten und beginnt daraufhin ihren Mitschülerinnen die Karten zu legen. Alles fühlt sich eher wie ein riesiger Spaß an bis eines Tages ein Mädchen ...

Mave entdeckt in ihrer Schule ein geheimnisvolles Tarot-Karten und beginnt daraufhin ihren Mitschülerinnen die Karten zu legen. Alles fühlt sich eher wie ein riesiger Spaß an bis eines Tages ein Mädchen nach dem Kartenlegen spurlos verschwindet.

Meine Meinung:

Vornweg muss ich sagen, dass die Autorin wirklich einen tollen Schreibstil hat. Ich flog nur so durch die Seiten und wurde total in die Geschichte hineingezogen. Gruseligere Stellen hat die Autorin sehr authentisch dargestellt und mir lief ab und zu ein Schauer über den Rücken.

Die Grundidee der Geschichte hat mich wirklich vollkommen überzeugt. Tarot-Karten sind ein Thema, das bisher noch nicht so häufig behandelt wurde in der Jugendbuchliteratur und ich hatte Freude daran so an das Thema heran geführt zu werden. Vorher wusste ich nämlich wirklich gar nichts darüber. Gemeinsam mit Maeve lernt man viel über diese andere Seite kennen. Mir war immer wieder sympathisch wie realistisch die Figuren an Situationen rangegangen sind. Zum Beispiel schaut Maeve sich erst einmal Videos auf Youtube an um mehr über das Kartenlegen zu erlernen.
Auch fand ich sehr toll, dass viele diverse Personen in der Geschichte vorkommen. Auch der Umgang mit diesen Personen von Seiten der Protagonistin war klasse. So sollte es immer ablaufen.
Leider waren mir zwar die Nebenfiguren sehr sympathisch (Fiona oder Joanne), aber Maeve konnte mich leider gar nicht begeistern. Sie sollte zwar schon 16 sein, hat sich aber häufig deutlich kindlicher verhalten. Darüber hinaus war sie sehr ich-bezogen und dachte mir persönlich viel zu häufig über ihren sozialen Status in der Schule nach. Mir war häufig nicht klar, warum sich überhaupt jemand in sie verlieben sollten oder einfach nur mit ihr befreundet sein sollte. Roe gefiel mir schon viel besser als Maeve, doch hier hat mich vor allem gestört, dass es zeitweise so aussah, als hätte er komplett vergessen, dass seine Schwester verschwunden ist...
Die zweite große Sache, die mich sehr gestört hat war, dass der Roman zu viele wichtige Themen angesprochen hat ohne ihnen richtig Raum zu geben. Ist es jetzt ein Jugendbuch oder ein Fantasyroman. Meiner Meinung hätte dieses Buch als Jugendbuch mit einem bisschen Kartenlegen besser geklappt. Das Ende war mir auch einfach viel zu abgefahren.

Fazit:
Ein klasse Grundidee, die sich aber in einem Genremix verliert. Die Fantasyelemente hätte es meiner Meinung nicht gebraucht.

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